Ausbildung:gleich einen firmenwagen?

hallo,

ich komme aus norddeutschland und werde eine ausbildung zum automobilkaufmann beginnen. weit weg von zu hause, nämlichen im südlichen teil von deutschland. natürlich möchte ich ab und zu mal am wochenende nach hause um familie und freunde zu sehen. ich habe aber keinen eigenen wagen zur verfügung. weiß jemand, ob man ab einem bestimmten zeitpunkt einen firmenwagen bekommt oder ihn sich nur für diese wochenenden leihen kann? kann ich meinen chef darauf ansprwechen oder kommt das nicht so gut rüber??

gruß

also anspruch hast du keinen. das kommt auf deinen chef an, ob er dir einen firmenwagen leiht. fest (auf dauer) wirst du wohl eher keinen bekommen. wenn du bei mercedes anfängst würde wohl dein azubi gehalt auch nicht für die 1% regelung reichen:wink:

Eher nicht!
Hi!

Wenn ein Azubi danach (Firmen-PKW auf Dauer) fragt, würde ICH es vermessen finden!

Ein Freund von mir hat damals bei einem größeren Automobilzemtrum hier in der Nähe eine Ausbildung gemacht und so nach 9 Monaten als „Schmankerl“ eher regel- als unregelmäßig (für seine guten Leistungen) über das Wochenende ein Auto geliehen bekommen. Nur den Sprit musste er selbst zahlen.

Es hängt vermutlich ausschließlich vom Chef ab! Direkt fragen würde ich nicht, aber nach einiger Zeit würde ich vielleicht mal so nebenbei mein Heimweh einfließen lassen :wink:

LG
Guido


oder www.mitfahrgelegenheit.de

Ganz ehrlich, wenn unsere Azubis, Praktikanten ganz selbstverstädnlich nach den Firmenwagen fragen würden, wären die Fragezeichen in den Gesichtern sehr sehr groß.

Ich halte diese Idee für sehr schlecht.
Pat

Vorstellungsgespräch
Wieso hast du eigentlich nicht gleich beim Vorstellungsgespräch nach einem Firmenwagen gefragt?
Ich bin mir sicher, dass du dann bestimmt kein Heimweh gehabt hättest.

Wenn mal irgendein Notfall eintreten sollte, wo du dringend nach Hause musst, da könntest evtl. einen Wagen bekommen.
Aber ansonsten schau dir nochmal an, was ich oben geschrieben habe.

Gruß

Norbert

Hallo,

also erstmal: ich denke nicht daß Du als Azubi in der Position bist einen Firmenwagen erfragen zu können. Es hängt aber natürlich auch von Deinem Arbeitgeber ab, ob der in solchen Dingen eher rigoros oder gesprächsbereit ist. Vielleicht zeigt man sich ja entgegenkommend wenn Du Dich in die Firma integriert hast und man um Deine Situation weiß.

Ich würde an Deiner Stelle nicht gleich zu Anfang danach fragen ob Du ein Auto auf Firmenkosten bekommen kannst. Halt’ Dich erstmal bedeckt und mache Deine Sache dort gut. So sammelst Du Pluspunkte und kannst Dir auch das Klima in dem Laden ansehen.

Nach einem Weilchen kannst Du dann selber einschätzen ob Du es Dir gelegentlich leisten kannst nach einem Firmenwagen zu fragen um damit nach Hause zu fahren. Aber laß es langsam angehen, ich wüßte nicht daß es üblich wäre daß Autohäuser ihrem Personal ständig Autos zur Verfügung stellen und als Azubi bist Du in der internen Rangordnung auch hinter der Firmenleitung, führenden Angestellten und „normalen“ Mitarbeitern angesiedelt.

Eine freche Frage zu früh und unpassend bedeutet nicht nur daß Du kein Auto bekommst, sondern auch daß Du einen schlechten Eindruck gemacht hast und als unverschämt gilst.

Alternativ kannste immer mal wieder schauen ob es Angebote bei der Bahn gibt. Gerade bei langen Strecken - sage ich Dir als jemand, dessen Freundin 550 km entfernt wohnt - sind solche weiten Autofahrten über das Wochenende stressig und wegen Stau, Umleitungen etc. auch teilweise nicht angenehm zu fahren. Auf den Langstreckenverbindungen, z. B. im ICE, ist der Komfort der Bahn gar nicht so schlecht, als normalerweise eingefleischter Autofahrer war ich seinerzeit positiv überrascht. Und wie gesagt - wenn Du rechtzeitig buchst und Angebote nutzt ist das auch preislich konkurrenzfähig. Achte vor allem auch auf Mitfahrzentralen bei der Bahn - da teilen sich Leute ein Gruppenticket und reduzieren den Fahrpreis dadurch für den einzelnen erheblich.

Oder Du schaust Dich bei Autovermietungen um. Auch da bekommst Du für nicht allzu viel Geld ein Auto. Du mußt eben ein wenig schauen daß Du ein gutes Angebot erwischst. Achte dabei natürlich auf unbegrenzte Kilometer, sonst wird’s womöglich teuer.

Eine weitere Möglichkeit könnten Billigairlines sein. Falls es in ungefährer Nähe passende Airports und Verbindungen gibt kannst Du bei Germanwings, HLX, Air Berlin, der DBA und selbst der Lufthansa schauen, die aufgrund des Billigflieger-Booms ebenfalls öfters sagenhaft preiswerte Tickets verkauft. Jedenfalls bei weitem nicht mehr so teuer wie es früher der Fall war. Dazu gibt es noch ein paar kleinere Airlines wie Cirrus oder LGW, die ebenfalls interessante Verbindungen bieten. Ganz wichtig ist hierbei: je früher Du buchst und reservierst um so höher die Chance auf preiswerte Tickets.

Eines muß Dir von vorneherein klar sein: Probiere Dich trotz allem in der neuen Heimat wohl zu fühlen. Benzinpreise, Bahntickets, Autovermietungen, ja selbst wenn der Chef Dir das Auto kostenfrei gibt und Du nur tanken mußt, das alles ist sauteuer. Als Azubi schon dreimal. Du kannst also nur gelegentlich nach Hause fahren, schlage Dir aus dem Kopf daß das alles 1, 2 Wochen möglich ist.

Sehr wichtig ist daß Du bei der Bahn und Fluggesellschaften sehr aufmerksam auf Specials achtest und ansonsten immer ganz lange im Vorraus buchen oder nach Erscheinen des neuen Flugplans direkt Flüge reservierst. Bei der Bahn werden - wenn ich das richtig weiß - immer montags um 17 Uhr die neuen preiswerten Ticket.Kontingente freigeschaltet. Da mußt Du dich nochmal genau schlau machen und dann lange im Vorraus reservieren. Je spontaner Du sein willst um so teurer wird es, sowohl bei der Bahn wie auch mit dem Flugzeug.

Der Preisbrecher ist womöglich die Mitfahrzentrale, auch da solltest Du mal Deine Fühler ausstrecken und checken ob das für Dich interessant sein kann.

Gruß,

MecFleih

@ALL

Nehmt den Guten doch nicht gleich auseinander oder werft ihm sonst was an den Kopf. Rechnet es ihm doch lieber an, dass er sich vorher hier informieren möchte, wie es vielleicht andere sehen, die evetl. sogar damit schon einmal zutun gehabt haben. Jeder von uns hat einmal ‚klein‘ und ‚unwissend‘ angefangen (ist nicht böse oder abwertend gemeint).

Zum Thema:
Frage nicht gleich während Deiner Probezeit. Schau Dir das ganze an, arbeite Dich ein und knüpfe neue Kontakte. Lass das ganze auf Dich zukommen. Frage zum gegebenen Zeitpunkt vielleicht einen anderen Azubi der schon länger da ist, der vielleicht schon kurz vor seiner Abschlussprüfung steht, wie das Dein Arbeitgeber so hält oder ob man diesbezüglich lieber nicht fragen sollte.

Das Du einen ‚echten‘ Firmenwagen bekommst mag ich mal stark bezweifeln. Dafür sind die Konditionen in der Regel zu teuer vor ein Auzubigehalt.

Beispielrechnung:

  • Audi A3 Sportback / 2,0 TDI (Kaufpreis ca. 34.000 Euro)
  • Laufzeit 3 Jahre
  • Leasing- & Servicekosten ca. 6.000 Euro p.a. (bei unbegrenzter Kilometerleistung)
  • Versteuerung (1) pro Monat 1% vom Kaufpreis
  • Versteuerung (2) pro Monat 0,003% pro Entfernungskilometer vom Wohnort vom Kaufpreis

(alle Abzüge erfolgen vom Bruttogehalt)

Gerade wenn es Tarifverträge gibt, dann müssen die dort vereinbarten Konditionen eingehalten werden und können nicht unbedingt mit Firmenwagen verrechnet werden.

Kann aber aus eigener Erfahrung berichten, von einem Freund und ehemaligen Mitazubi, das Autos auch freiwillig zur Verfügung gestellt werden können. Was aber natürlich vom Unternehmen und dem Chef abhängt. Er wechselte nach seiner Ausbildung zu einem der großen Autovermieter in Deutschland und dort hatte er die die Möglichkeit sich immer über das Wochenende eine freies Auto mit nach Hause zu nehmen. Seit dem hat er kein eigenes Auto mehr :smile: Aber, das geschah erst nach der Ausbildung in einem neuen Job und ist meiner Ansicht nach bestimmt nicht die Regel.

Wünsche Dir viel Glück bei Deiner Ausbildung!

Gruß
Raffael

?
Raffael,

was soll uns diese Antwort sagen?

Das Du einen ‚echten‘ Firmenwagen bekommst mag ich mal stark
bezweifeln. Dafür sind die Konditionen in der Regel zu teuer
vor ein Auzubigehalt.

Beispielrechnung:

  • Audi A3 Sportback / 2,0 TDI (Kaufpreis ca. 34.000 Euro)
  • Laufzeit 3 Jahre
  • Leasing- & Servicekosten ca. 6.000 Euro p.a. (bei
    unbegrenzter Kilometerleistung)
  • Versteuerung (1) pro Monat 1% vom Kaufpreis
  • Versteuerung (2) pro Monat 0,003% pro Entfernungskilometer
    vom Wohnort vom Kaufpreis

(alle Abzüge erfolgen vom Bruttogehalt)

Hmm, was sind bei einem Firmenwagen Leasing- & Servicekosten? Welche Abzüge werden vom Bruttogehalt gemacht? Ich sehe keinen einzigen Abzug in Deiner Aufzählung (die nun wirklich keine Beispielrechnung ist).

Bei einem so wie Du es nennst, echten Firmenwagen, werden 1% des Neuwagenwertes sowie 0,03% des Neuwagenwertes/km Entfernung der Arbeitsstelle von zu Hause auf Dein Bruttogehalt aufgeschlagen. Damit versteuerst Du also den Betrag, abgezogen wird nur mittelbar etwas. D.h. je niedriger Dein Lohnsteuersatz, desto billiger kommt Dich Dein Firmenwagen. Bei dem von Dir zitierten „echten Firmenwagen“ zahlst Du übrigens ausser diesem geldwerten Vorteil nichts mehr. Kein Benzin, keine Wagenwäsche, keine Inspektionen, Versicherungen, Reparaturen, etc.

Dann lohnt sich der Firmenwagen auch für einen Azubi recht schnell.

So long
C.

Nachdem du nun schon genug niedergemacht wurdest und zumindest eine vernünftige Antwort bekommen hast, bedenke auch, dass der Wagen, den du leihen willst, später auch verkauft werden soll und das macht sich mit 100 km und Tageszulassung besser als wenn da über 1000 und mehr drauf sind.
MAnche Autohäuser haben inzwischen eine Autovermietung angeschlossen, da es nicht mehr überall üblich (hier in Schleswig- Holstein zumindest) ist dem Kunden einen kostenlosen Vorführwagen währemd des Werkstattaufenthaltes zur Verfügung zu stellen. In dem Fall kannst du dir evtl. zu vergünstigten Konditionen einen regülären Mietwagen leihen.
Ansonsten gibt es nur für bestimmte Leute einen Wagen, nicht mal unbedingt den guten Verkäufern, sondern eher denen, die den Ersatzteilverkauf am Wochenende machen und auch mal nachts rausgeklingelt werden, wenn irgendwo ein Keilriemen gebraucht wird (zumindest kenn ich einen der Sorte), ein anderer Bekannter von mir durfte nur mal mit einem Schicken Auto durch die Stadt fahren, wenn er es irgendwo hinbringen musste (zB. vom Kunden abholen). Dafür war dass dann auch ein MAserati.
Also doch lieber eine Bahncard kaufen
Schöne Grüße Susanne