Hi!
Leute, das ist mir zu pauschal.
Wie ich unten schrieb, ist Rost genauso viel oder wenig ein
Thema wie bei einem Mercedes.
Seine sonstigen Postings kann ich ja nachvollziehen, aber das
ist doch wirklich Unsinn. Allein schon aufgrund der
schlampigen Verarbeitung (zugegebenerweise kann man bei dem
Preis nicht mehr erwarten), rostet der Panda in den unsauber
verarbeiteten Ecken.
Unserer nicht.
Ohne Waschen, ohne Polieren, 11 Jahre draussen.
Mechanisch basiert der Panda auf dem Fiat 128 Limo. aus den
60ern. Das bedeutet, dass der Motor schlichtweg unzerstörbar
ist, man muss lediglich, wie bei fast jeder bweglichen
Metallverbindung, für ausreichend Öl sorgen.
Der 128er Motor war eine Katastrophe. Bis heute ist den
Fiat-Technikern keine genügende Abdichtung der Nockenwelle
gelungen. Dadurch kommt Öl auf den Zahnriemen und zack, das
wars. Mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter haben
damals den 128er gefahren (der übrigens aus den 70ern stammt),
weil der Wagen bis auf katastrophale Durchrostungen überall
sonst ganz praktisch war. Aber rate mal, warum ich den Motor
incl. der Nebenarbeiten innerhalb von 3 Stunden wechseln
konnte. Da hatte ich nachher reichlich Erfahrung. Lediglich
der 40 PS-Motor überlebte den Riss des Zahnriemens. Ein
Mitarbeiter meiner Firma fährt auch einen Panda. Den Anschiss
unseres Vermieters wegen dem ständigen Öl getropfe hättest Du
erleben sollen. Und der Wagen ist auch erst 5 Jahre alt. Die
Plakette vor ein paar Tagen gab es wegen erheblicher Mängel
nicht (unter anderem wegen den Öl-Leckagen).
Unserer leckt nicht, der Motor erträgt bislang alles bestens.
Das Getriebe ist anfällig,
unseres kratzt nach 11 Jahren und 95.000 km Stadtbetrieb im 3.
Gang (genauso, wie es das auch schon am Anfang in 1991
tat…).
Das Fiat und lfa keine Getriebe bauen können, die haltbar
sind, ist hinlänglich bekannt. So sportlich die Abstimmung
auch immer ist, die Haltbarkeit ist erbärmlich.
Sagte ich ja. Macht aber nix, denn Austausch kostet EUR 150 inkl. Einbau.
Die Inspektionskosten inkl. aller Ersatzteile und Reifen sowie
Öl in 11 Jahren beliefen sich auf umgerechnet ca. 1200 Euro.
Fahrer eines Golf 4 TDI 115 werden wissen, dass dies der Preis
einer einzigen Inspektion bei VW ist.
Nun vergleichst Du aber Äpfel mit Birnen. Der Panda ist
technisch einem Motorroller ebenbürtig. Was willst Du an dem
Auto denn grossartig „inspizieren“? Der Golf 4 ist
vollgestopft mit moderner Technik. Das ist doch wirklich kein
Vergleich.
Ich halte diesen Vergleich für zulässig, denn eine Wartung an einem modernen Wagen ist nichts anderes als Luftdruck prüfen. Öl wechseln und einen RS232 Stecker anzuschließen.
Beim Panda muss man schon mal nachsehen, gerade nach einigen Jahren. Und dennoch ist das bei ihm billiger.
Ausserdem ist der Wertverlust beim Panda schon
erstaunlich.
Prozentual gesehen richtig. Absolut gesehen kostet der Panda neu soviel wie der Wertverlust bei einem Golf im 1. Jahr hoch ist…
Der Fiat läuft ca. 140 bis 160 (je nach Besetzung), auch
Langstrecken kann man überleben und er ist einfach
superpraktisch. Die Rücksitzbank ist variabel, man kann sogar
eine Art „Hundeschaukel“ daraus machen, um eben Hunde,
Flaschen oder pflanzen zu transportieren.
Das kann man mit anderen Autos dieser Grössenordnung auch. Und
die sind nicht zwangsläufig teurer.
Beispiel?
Die Übersichtlichkeit der Karosserie ist enorm, Einparken ein
bisher nie gekanntes Kinderspiel. Mein Kombi mit
Rückfahrwarner ist Stress dagegen…
Eindeutiger Punkt für den Panda.
Das einzige Manko ist die Sicherheitsausstattung. Sie ist
nicht mehr up-to-date, weshalb wir den Wagen auch in
Deutschland nicht mehr einsetzen. Zu viele Wahnsinnige,
Oberlehrer und wahnsinnige Oberlehrer, die ihr Recht
todesverachtend durchzusetzen versuchen…
Uneingeschränkte Zustimmung.
Alles in allem ist der Panda jedoch ein superpreiswertes
Schnäppchen für alle, die wenig Autobahn und Landstraße fahren
müssen und die das Image nicht juckt.
Das ist auch richtig. Sofern es sich um ein gepflegtes
Exemplar handelt. Aber die Garagen-Pandas sind eher die
Seltenheit. Und was optisch noch top ist, muss nicht
zwangsläufig intakte Technik beherbergen.
Das gilt für alle Kleinwagen.
Ein bisschen aufpassen muss man eben, wenn man einen gebrauchten Wagen kauft. Nur beim Panda ist es leicht, eine fundierte Beurteilung abzugeben.
Entgegen Sebastian´s Annahme gibt es tonnenweise gepflegte
Gebrauchtpandas aus 1. Hand. Die Preise liegen bei 1 bis 2.000
Euro, je nach Baujahr und Zustand. Unseren hätte ich
beispielsweise für 1.000 Euro verkaufen können, wäre die Bude
in F. nicht dazwischengekommen. Der Käufer war dann auch „not
amused“ von der Umentscheidung. Hat 5 Bier gekostet, ihn
wieder happy zu stimmen…
Und wieder: was vom Kaufpreis billig ist, kann hinterher schön
ins Geld gehen. Glaub mi, nach 23 Jahren Schraubererfahrung an
allen möglichen und unmöglichen Marken kann ich das schon
beurteilen.
Das gilt für alle Gebrauchtwagen.
So schlecht kann der Panda also nicht sein, denke ich.
Ist er ja auch nicht. Das einzige was ich meinte: Für den
Preis eines guterhaltenen Panda bekommst Du einen sehr gut
erhaltenen Jetta oder Astra. Aber das mit erheblich besserer
Ausstattung und Sicherheitsmerkmalen. Einen Astra fährst Du
auch mit 6-7 Litern (75PS).
Jetta oder Astra sind dann älter, kosten mehr Versicherung, verbrauchen mehr (6-7 Liter ist ein Traum, ich hatte verschiedene Golf 2 und weiß, daß solche Autos 8.10 Liter brauchen) und sind in der Wartung teurer.
Ich persönlich halte von diesen ganzen alten Gurken nichts mehr, aber es ging ja um einen billigen Wagen. Und da ist der Panda für mich nach wie vor erste Wahl.
Ich kann nur jedem Menschen ohne viel Kohle empfehlen, einen Neuwagen zu finanzieren. Schlimmstenfalls eben einen Hyundai. Da hat man 3 Jahre Garantie und seine Ruhe.
Grüße,
Mathias