Hallo Sebastian!
Im Prinzip nichts,mache einen Ölwechsel und fahre das Auto
langsam an die Vollastgrenze heran.Dann sollte nichts
passieren.
Aber bei den „Opaautos“ vergehen zwischen den Inspektionen
Jahre.
Ich habe Autos gesehen,da waren die Bremsbeläge nicht
abgenutzt,sondern die Bremsbacke selbst war durchgerostet !!!
Zünkerzen vergammelt,das Öl veraltet,die Bremsflüssigkeit mehr
Wasser als alles andere,alle Gestänge verharzt und sämtliche
Gummiteile porös.So siehts halt aus,wenn ein Auto in 14 Jahren
nur 50.000km zurücklegt.
Hallo Sebastian!
Autos älterer Leute gehen zu 99% jährlich in die Inspektion
plus Ölwechsel. Egal, wieviel km der Wagen gelaufen ist!
Unterschätz die Alten nicht!! Frag mal nach beim ADAC!!
Ich habe da eben meine eigenen Erfahrungen.Und den ADAC halte ich nicht unbedingt für repräsentativ.
Aber Sebastian!! Lose heißt Lagerspiel. Lagerspiel nennst Du
Toleranz. Toleranz ist ein Maß bei der Fertigung.
Auch größte Motoren haben Lagerschalen. Das Lagerspiel bei
Pollerellis ist kaum größer, als bei Deinen grazilen Damen.
Ok,hier hast Du mich erwischt.Natürlich heisst es Lagerspiel.
Lagerschaden? Wir reden doch von Kolben.
Entschuldigung,ich dachte wir reden vom Motor im allgemeinen.
Das Maß der Beanspruchung ist nicht so die Leistung, sondern
der Zünddruck. Und so lange Du ihn nicht kennst, brauchen wir
darüber nicht zu reden.
Sagen wir lieber, aus 2 Litern 130PS. Wir reden doch nicht vom
Porsche!
Diese Leistung haben schon Sportwagen Ende der 60er erreicht.Und Dank der von Dir ungeliebten Elektronik „zaubern“ die Entwickler heute immer mehr Leistung aus immer kleineren Hubräumen.Sieh Dir doch mal z.B. die modernen Motorradmotoren an.140 PS aus 1100ccm?
Kein Problem.Und beim Auto ist das nicht viel anders.Aber diese Leistung kommt aus der Drehzahl.Und Drehzahl geht aufs Material.
Es geht eben doch nichts über Hubraum 
Was ist denn Kompressionsdruck? Was ist Zünddruck?
Wieso überhaupt so verschiedene Kompr.drücke?
Die entstehen ja allein durch die unterschiedliche Verdichtung.Bei den meisten Leistungsstarken Motoren ist die Verdichtung recht hoch,deshalb verlangen sie Super-Benzin.Dafür platzt bei den hochverdichteten Motoren auch schneller mal die Kopfdichtung weg.Und wenn der Zahnriemen für die Nockenwelle reisst,hauts Dir gleich die Ventile platt.Vergleiche mal den 1,6l Motor vom Golf 1 z.B. mit dem höherverdichteten 1,8l.Beim 1,6l überleben die Ventile den Riss des Zahnriemens.
Merkwürdig, ich habe, als ich noch bei der Pollerelli war,
mehrmals unser Altöl dort entsorgt und aus Neugierde
untersucht. Der Flammpunkt des Öls war immer im richtigen
Bereich. Wäre dort Benzin gewesen, wäre der Flammpunkt im
gefährlichen Bereich gewesen. Ebenso die Viskosität, war immer
in Ordnung!
Seit wann fahren denn die Pötte mit Benzin?
Und dann noch eines, Deine grazile Frau ist längst ein
Massenprodukt. Einzelanfertigungen, wie Großdiesel sind dies.
Diese Motoren fahren fast nur an der Grenze ihrer
Belastbarkeit und das bis zu 60000 - 90000 Betriebsstunden.
Mit Zünddrücken und Belastungen auf den Lagern, von denen ein
Kleinmotorenhersteller nur träumen kann. Rechne mal aus, wie
viele km ein Auto fahren muß, um 60000 Stunden zu laufen. Ohne
Ölwechsel!!!
Deine Schiffsdiesel sind doch konstruktiv ganz anders ausgelegt.
Kein dauernder Lastwechsel,kein überdrehen.Auch ein „Kleinmotor“
wird stark belastet,nur im Auto eben ganz anders.Oder hats auf See neuerdings „Stop and go“ oder Berge?
Gruss Sebastian