Hallo,
mir ist der Diesel lieber,
Warum ich bei Benzin bleibe
Hallo, bei 30.000 km / Jahr sieht die Sache nat. wieder anders
aus, aber ich möchte hier einfach mal ein paar (subjektive)
Gründe anführen, warum ich Benziner besser finde als Diesel:
Der Unterschied ist aber mittlerweile so gering, das ich ihn im Alltag nicht so empfinde.
- Sie sind schneller warm / Keine Start- oder Batterieprobleme
Ich hatte mit einem Diesel noch nie Kaltstart- oder Batterieprobleme. Das Benziner schneller warm werden ist logisch, sie verheizen halt viel Benzin wegen ihrem schlechteren Wirkungsgrad. Der Diesel wird aber für mich immernoch schnell genug warm.
- Sie stinken nicht so, kein Ruß u. weniger NOx (speziell im
kalten Zustand – Rußfilter ausgenommen)
- Diesel wird in spätestens 2 Jahren genauso teuer sein wie
Benzin
Meinen rüste ich nächstes Jahr auf Frittefett um. Dann stinkt er erst richtig. Der Benzin- bzw. Dieselpreis an der Tanke ist mir dann allerding relativ egal. Bis dahin tanke ich ohnehin in Tschechien. Jedoch selbst bei gleichem Preis macht es der Verbrauch. Auf meiner Standartstrecke München-Chemnitz braucht mein TDI 6,7 Liter. Ein Miet-Focus-Benziner hat sich bei etwa gleicher Fahrweise 12,5 Liter genehmigt.
- Hohe KFZ – Steuer d. Diesels
Stimmt, bei 30.000km im Jahr aber nicht wirklich interessant.
- Hoher Kaufpreis d. Diesels
Beim Golf GTI (den hab ich), war der Listenpreis 1998 zwischen Benziner und Diesel identisch. Bei Mercedes ist der Diesel glaub ich momentan sogar etwas günstiger als der leistungsgleiche Benziner.
- Das hohe Drehmoment des Diesels liegt nur kurz an, oben raus
wird’s ziemlich dünn
Im Verhältnis zum hohen Drehmoment bei kleiner Drehzahl hast du Recht. Im Verhältnis zum leistungsgleichen Benziner stimmt das jedoch nicht. Da hat der Diesel bei 4000 U/min (viel höher dreht er nicht) immernoch das höhere Drehmoment.
- Die potentiellen Wartungskosten des Diesels sind mir zu hoch
( http://www.tdi-ruckeln.de ), die Spritersparnis relativiert
sich
Da gibt es wohl einige Probleme mit z.B. Luftmassenmessern bei VW. Andere Hersteller haben diese Probleme jedoch nicht. Mittlerweile hat man bei VW aber Besserung gelobt (wird auch langsam Zeit) und die entsprechenden Ersatzteilpriese rapide gesenkt.
- Die Dieselmotoren sind überzüchtet, Anbauteile wie Turbo
sind potentielle Schwachstellen, ebenso Kraftstoffsystem
Am Kraftstoffsystem kann ich das nicht nachvollziehen. Halten den Turbos in Benzinern länger? Wenn ein Turbo nach 120.000km aussteigt, dann ist das doch ein geringer Betrag gegenüber den gesparten Spritkosten.
- Benzinmotoren halten genauso lang (das Gerücht, dass Diesel
länger halten, wurde in meinem Bekanntenkreis mehrfach
wiederlegt, zB 525 i m. 380.000 km usw.)
Solche Beispiele kenne ich auch: A6 2,5TDI mit 600.000km Laufleistung ohne größere Reparaturen und danach verkauft. Der Motor lief noch einwandfrei.
Ein wenig ist das Ganze Ansichtssache. Mir ist der Diesel lieber. Wie gesagt, nächstes Jahr Umrüstung auf Frittenfett. Mit meinem alten Fiesta 1,8D bin ich ca.40.000km zu 60-70% Frittenfett gefahren, ohne Motorumbau (deshalb eben mit 30-40% Dieselanteil) und ohne Probleme.
Gruß
Tilo