Hallo.
Ein paar Kommentare hätte ich auch noch abzusondern.
20 % aller Bewerbungen erreichte mich in einem normalen
Fensterbriefumschlag, statt im DIN A4-Umschlag. Aussortiert !
Lasse ich so nur für die von Dir gesuchte Bürokraft stehen, die das eigentlich in der Ausbildung erfahren haben müsste. Ausbildungsbewerber müssen schon gewaltiges Glück haben, wenn sie diese Anforderung kennen sollen. Es wäre für mich kein persönlicher Fehler, und damit auch kein Grund zum Aussortieren.
Zum Aussortieren führen bei mir (alles schon da gewesen) : Liniertes/kariertes Papier, das Nescafe- Logo auf dem Deckblatt, Kopien von der Kopie von der Kopie … ansonsten geht bei mir schon einiges durch. Wird natürlich gedanklich vermerkt und ist kein Pluspunkt; aber grundsätzlich setze ich mich inhaltlich mit jeder Bewerbung auseinander, wenn sie denn noch ohne Schutzkleidung anzufassen ist.
Viele Bewerber ließen einfach Zeugnisse weg … warum die
schlechten zeigen, wenn es gute gibt ?! Weil es ehrlich wäre
!!!
Unehrliche Leute stell ich auf jeden Fall nicht ein.
Hm. Andererseits gibt es Unternehmen, die Bewerbungen mit zu vielen Zeugnissen sofort den Weg alles Irdischen gehen lassen. Brichst Du Dir einen Zacken aus der Krone, wenn Du den Bewerber aufforderst, weitere Zeugnisse nachzureichen? Von mir gibt es bei Bewerbungen nur den Gesellenbrief, das letzte AG- Zeugnis und das Zeugnis des höchsten Schulabschlusses. An Papiermangel gehen wir doch alle nicht ein, oder?
Dabei ist es so einfach, zumindestens die Rechtschreibprüfung
von Word mal durchlaufen zu lassen … oder ?
In där Tad …
Oft kopierte Anschreiben, in denen jeweils die Anschrift der
entsprechenden Firma, teilweise sogar handschriftlich
nachgetragen wurde. Also etwas mehr Mühe muß man sich schon
machen, oder ?
Ja, kopiert ist Panne, und soviel Fingerspitzengefühl muss man erwarten.
„ich hab mich über Ihr Unternehmen sehr genau informiert …
genau der richtige Beruf für mich … denn auch in meiner
Freizeit repariere ich gerne Computer und schreib schon selbst
Programme“
So, oder ähnlich steht dies in 90% aller Bewerbungen auf die
Azubistellen hin. Warum ich mich darüber aufrege ?? Weil wir
überhaupt keine Computer reparieren !!! Das heißt 90% der
Bewerber hat sich noch nicht mal mit den verschiedenen
Fachrichtungen dieses
welches?
ja recht neuen Berufes befasst, geschweige denn sich über
unser Unternehmen informiert. Wobei es ein Leichtes gewesen wäre, da
in der Stellenausschreibung auch unsere I-Net-Adresse
angegeben ist.
„Hi, wollt mal fragen ob ich den Job nun krieg. Sunstormer.“
Klar, ey, Mann, wenn wir n Pausenclown suchen, biste vorgemerkt … *rotfl*
Ich könnte jetzt noch stundenlang weiterreden … auf jeden
Fall werden wir dieses Jahr dann wohl doch keine Azubi`s
Ha’t Dein Keyboar’d Schluckau’f? So viel zur Rechtschreibung *scnr*
einstellen können. Denn auch da gilt, das gewisse
Grundvoraussetzungen erfüllt sein müßten. Und bevor ich den
oder die Falsche einstelle, stell ich niemanden ein.
Manche Auster versteckt ihre Perle ganz gut. Besonders die jetzige Azubi- Generation ist darin recht gewandt. Allerdings kann man die Maßstäbe auch so hoch anlegen, dass alles drunter durch marschiert. Etwas mehr Mühe würde ich mir bei einem ausbildungswilligen Betrieb schon wünschen … 16- bis 19jährige sind innerhalb gewisser Grenzen noch formbar.
Dabei ist es so einfach mit einer anständigen und durchdachten
Bewerbung das Herz des Personalchef`s zu erobern.
So man denn diesen einen Chef kennt … Andere Fürsten lassen andere Fürzles, siehe Thema Zeugnisse. Aber auch das Erscheinungsbild wird unterschiedlich bewertet (Klarsichthüllen ja/nein; Mindestanforderung 1200 dpi, Lochung/Heftung/Klammerung) … wie soll denn der Bewerber wissen, welche konkrete Marotte sich hinter Chiffre HAUMICH4711 verbirgt?
Tut mir Leid, aber der Vorwurf der Oberflächlichkeit hat auch zwei Enden.
Gruß kw

