Brockhaus verkaufen

Hallo!

Eine Freundin von mir hat seit kurzem einen neuen Job: Sie verkauft Brockhaus-Bücher; teils auf CD-Rom, teils die Bücher selbst.

Sie meinte man kann damit sehr gut Geld verdienen. Das läuft so ab, dass man zu verschiedenen Leuten nach Hause geht und dort ein persönliches Beratungsgespräch mit den Personen führt.

Kommt das jemandem von Euch bekannt vor? Oder macht das sogar jemand von Euch? Sie will mich nämlich ködern, auch da mit einzusteigen, und da die Verdienstmöglichkeiten nicht schlecht sind, bin ich am überlegen, ob ich da nicht doch einsteigen sollte.

Bloß suche ich eben nach dem Haken an der Sache? Vielleicht hat jemand von Euch damit Erfahrung gemacht bzw. übt diese Tätigkeit auch aus oder besser: hat diese Tätigkeit ausgeübt, um mir zu sagen, ob das auch alles seriös abläuft, und ich nicht am Schluss mein ganzes Geld wieder zurückzahlen muß (sowie bei vielen anderen „Unternehmen“ wie OVB oder HMI z. B.).

Brockhaus-Bücher an sich zu verkaufen scheint mir schon seriös, bloß bei so guten Verdienstmöglichkeiten (im 4-5 stelligen Bereich pro Monat) traue ich der Sache nicht ganz über den Weg…

Ich würde mich freuen, ein paar hilfreiche Antworten zu bekommen!

Vielen Dank im Voraus,

liebe Grüße

Bullyy

Hallihallo

Ist auch ein Schneeballsystem. Du bietest Freunden und Bekannten die Serie an und wirbst gleichzeitig die Leute als Mitarbeiter.
Der Haken liegt in den überteuerten Preisen.

Gruß Marco

P.S. Gibt es schon länger

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Eine Freundin von mir hat seit kurzem einen neuen Job:

So fangen alle Schneeballsysteme an!

Sie

verkauft Brockhaus-Bücher; teils auf CD-Rom, teils die Bücher
selbst.

Frage: Wer ist der Initiator: der Brockhausverlag selbst oder ein freier Vertrieb?

Sie meinte man kann damit sehr gut Geld verdienen. Das läuft
so ab, dass man zu verschiedenen Leuten nach Hause geht und
dort ein persönliches Beratungsgespräch mit den Personen
führt.

Frage: wie kommt man an die leute? Bekommt man Adressenmaterial?
Wie entstehen die Adressen? aus dem Telefonbuch abgeschrieben oder tatsächliche einladungen von Interessenten? Warum sollen die Leute die Enzyklopädie bei dir kaufen und nicht im Handel?

Kommt das jemandem von Euch bekannt vor? Oder macht das sogar
jemand von Euch? Sie will mich nämlich ködern, auch da mit
einzusteigen, und da die Verdienstmöglichkeiten nicht schlecht
sind, bin ich am überlegen, ob ich da nicht doch einsteigen
sollte.

Ich kenne die Vertriebsgesellschaft des Bertelsmann-Lexikon´s. Und ich kenne mehr Leute die erzählen: „Ich war mal bei…“ als die, die sgen „Ich bin bei …“ Der Job ist aufreibend, verschleißend und kurzfristig. und wenn du in einer Bewerbung schreibst, du hast den mal gemacht, dann kriegste den neuen Job bestimmt nicht. Denn das ganze gehört in den Reim: Wem im Leben nix gelungen, macht …

Bloß suche ich eben nach dem Haken an der Sache?

Wenn du schion nach einem haken suchst, wirst du nie die erforderliche rohheit aufbringen den Leuten ein produkt im Wert von 7000 Mark zu verkaufen und gleichzeitig zu wissen, daß die informationen darin 5 jahre alt sind.

Vielleicht

hat jemand von Euch damit Erfahrung gemacht bzw. übt diese
Tätigkeit auch aus oder besser: hat diese Tätigkeit ausgeübt,
um mir zu sagen, ob das auch alles seriös abläuft, und ich
nicht am Schluss mein ganzes Geld wieder zurückzahlen muß
(sowie bei vielen anderen „Unternehmen“ wie OVB oder HMI z.
B.).

Also grundsätzlich ist das eine seriöse Tätigkeit und du kriegst auch das verdiente Geld. Nur: Du mußt ein Schwein sein!

Brockhaus-Bücher an sich zu verkaufen scheint mir schon
seriös, bloß bei so guten Verdienstmöglichkeiten (im 4-5
stelligen Bereich pro Monat) traue ich der Sache nicht ganz
über den Weg…

Wer arbeitet, verdient auch soviel, nur er muß den Job können und beherrschen. Und Verkäufer werden geboren, das lernt man nicht!

Ich würde mich freuen, ein paar hilfreiche Antworten zu
bekommen!

Vielen Dank im Voraus,

gruss
winkel

Brockhaus = kein Schneeball
Hallo Bully,

wenn du für Brockhaus direkt als Vertreter arbeitest, ist das kein Scheeballsystem wie unten erwaähnt, sondern normale Vertretertätigkeit mit allen Chancen und Risiken.

In diesem Fall arbeitetst du wahrscheinlich frei, bekommst Adressen von Menschen, die sich für Brockhaus mehr (um Info gebeten) oder weniger (am Preisausschreiben teilgenommen) interessieren.

Wenn du denen dann Brockhausprodukte verkaufst, bist du mit einer Provision beteiligt. Stornieren die später den Auftrag, wird auch deine Provision gestrichen. Wenn du ein sehr guter Verkäufer bist, hast du sicher die Chance gut zu verdienen. Wenn nicht, kannst du den Job auch schnell wieder los sein.

Solltest du für einen anderen Zwischenhändler tätig werden wollen, kann die die Lage anders sein

Geh doch mal auf
http://www.brockhaus.de/
klick auf „Kontakt“ und frage dort nach den Bedingungen.

So weit ich weiss, ist der Vertrieb jetzt von Brockhaus getrennt und wird von einem gemeinsamen Unternehmen mit Bertelsmann durchgeführt.
http://www.lrz-muenchen.de/~lexika/1005brvertrieb.ht…

salut

gernot

Danke an Winkel
Hallo Winkel,

vielen Dank für Deine Antwort. Hier mein Statement dazu:

Sie

verkauft Brockhaus-Bücher; teils auf CD-Rom, teils die Bücher
selbst.

Frage: Wer ist der Initiator: der Brockhausverlag selbst oder
ein freier Vertrieb?

Das weiß ich leider nicht.

Sie meinte man kann damit sehr gut Geld verdienen. Das läuft
so ab, dass man zu verschiedenen Leuten nach Hause geht und
dort ein persönliches Beratungsgespräch mit den Personen
führt.

Frage: wie kommt man an die leute? Bekommt man
Adressenmaterial?
Wie entstehen die Adressen? aus dem Telefonbuch abgeschrieben
oder tatsächliche einladungen von Interessenten? Warum sollen
die Leute die Enzyklopädie bei dir kaufen und nicht im Handel?

Mit erzählte Sie, dass Schüler von verschiedenen Schulen ein Schreiben mit nach Hause bekommen haben, und den Eltern stand es frei, ob Sie einem Beratungsgespräch von der Familienbetreuung zustimmen. Alle die zustimmten, besucht meine Freundin.

Vielleicht

hat jemand von Euch damit Erfahrung gemacht bzw. übt diese
Tätigkeit auch aus oder besser: hat diese Tätigkeit ausgeübt,
um mir zu sagen, ob das auch alles seriös abläuft, und ich
nicht am Schluss mein ganzes Geld wieder zurückzahlen muß
(sowie bei vielen anderen „Unternehmen“ wie OVB oder HMI z.
B.).

Also grundsätzlich ist das eine seriöse Tätigkeit und du
kriegst auch das verdiente Geld. Nur: Du mußt ein Schwein
sein!

Na mal kucken ob ich das hinkrieg…Man bekommt da angeblich eine 9-tägige Schulung, die nichts kostet. Die werd ich dann wahscheinlich auh mitmachen, kostet mich wie gesagt nix und verlieren kann ich auch nichts!

Vielen Dank für die Antworten!

Gruß

Bullyy

Danke an Gernot!
Hallo Gernot,

zunächst vielen Dank für Deine Antwort!

Hallo Bully,

wenn du für Brockhaus direkt als Vertreter arbeitest, ist das
kein Scheeballsystem wie unten erwaähnt, sondern normale
Vertretertätigkeit mit allen Chancen und Risiken.

In diesem Fall arbeitetst du wahrscheinlich frei, bekommst
Adressen von Menschen, die sich für Brockhaus mehr (um Info
gebeten) oder weniger (am Preisausschreiben teilgenommen)
interessieren.

so hat mir das meine Freundin in etwa erklärt (siehe meinen anderen Antwort-Artikel an Winkel)

Wenn du denen dann Brockhausprodukte verkaufst, bist du mit
einer Provision beteiligt. Stornieren die später den Auftrag,
wird auch deine Provision gestrichen. Wenn du ein sehr guter
Verkäufer bist, hast du sicher die Chance gut zu verdienen.
Wenn nicht, kannst du den Job auch schnell wieder los sein.

Klar, umso mehr Aufträge ich denen verschaffe, desto mehr Geld bekomme ich; springt einer ab, hab ich Pech gehabt.

Solltest du für einen anderen Zwischenhändler tätig werden
wollen, kann die die Lage anders sein

ich glaub da ist kein zwischenhändler im Spiel.

Vielen Dank!

Gruß

Bully

Hallihallo

Pass aber auf, dass du nicht irgendwelche Mindestmengen oder für x Bände in Vorleistung treten mußt.

gruß Marco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Vorleistung
Hallo,

Pass aber auf, dass du nicht irgendwelche Mindestmengen oder
für x Bände in Vorleistung treten mußt.

Gabs bei Brockhaus bislang (zumindest bis Mitte 2001) nicht. Es ist ein ganz normales Vertretersystem mit Terminen. Die Vertreter/Reisende sind selbständig, erhalten die Adressen und müssen ihre Termine selbst managen. Zumindest in Deutschland. In Österreich wurde das ganze bis Mitte 2001 mit Telefonverkauf gemacht. Auch auf Provisionssystem.

salut

gernot

Nur was für ganz fiese Typen !!

Hallo Bully,
erst kürzlich sah ich im Fernsehen eine Reportage über Leute die ihr Geld im Direktvertrieb verdienen. Beispiel waren u.a. eine Avon-Beraterin, eine Tupper-Tante und eben auch ein Brockhas-Vertreter.
Es stimmt , wenn man ein gute Verkäufer ist kann man damit eine Menge Geld verdienen ABER wie schon weiter unten gesagt : Man muss wirklich eine Charaktersau sein !
In der Doku wurden mehrere Verkaufsgespräche gezeigt, und die Masche war immer die gleiche : Eltern wird eingeredet, dass es absolut verantwortungslos wäre, Kindern diese tolle Chance auf Bildung zu verwehren. Ob sie (die Eltern) es sich etwa zutrauen würden, dem Kind in der Schule bei allem zu helfen, alles zu erklären ? Nein ? Ob sie da kein irrsinnig schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber hätten ? Usw…Also, ohne Brockhaus werden die Kinder dumm bleiben, in der Schule versagen, später keinen Job finden…und sie (die bösen egoistischen geizigen Eltern) sind Schuld !
Viele werden jetzt lachen und sich fragen, wer auf so einen Mist hereinfällt.
Leider sind es gerade die Eltern, die sich dieses total überteuerte (und für die Schulausbildung der Kinder mit Sicherheit absolut überflüssige Werk) für zig Tausend Euro aufschwatzen lassen, die es sich am wenigsten leisten können. Eben die, die aufgrund eigener schlechter Schulbildung und vielleicht auch noch mangelnder Sprachkenntnisse ihren Kindern wirklich nicht viel helfen können.
Die alleinerziehende Putzfrau, der türkische Bauhelfer… die verschulden sich über Jahre (!!!) für ein Wissen, das Kinder bei uns jederzeit meist kostenlos und oft auch noch viel aktueller in Bibliotheken, der Schule oder dem Internet erhalten können.
Grrrrr…
Ich hätte echt heulen können, als der Typ in der Glotze einer alleinerziehenden spanischen Hilfsarbeiterin das Werk für ihre kleine Tochter im Grundschulalter andrehte und sich noch wie ein edler Kämpfer für Bildung und Chancengleichheit aufspielte !
Allein schon die scheinheilige Bezeichnung ‚Familienberatung‘ müsste an doch stutzig machen !
Also, überleg nochmal, ob du wirklich so dein Geld verdienen möchtest !
Ich finde, sogar Versicherungsbetrug oder Bankraub wären aus moralischer Sicht die bessere Lösung,um an Geld zu kommen.
So, genug geschimpft
Heidi