interessante diskussion die diese frage losgetreten hat. die schönste übersicht zum thema dummheit ist hier zu finden:http://serendip.brynmawr.edu/serendipia/Stupidity.ht… ist gleich am anfang der link für teil 2 enthalten. das ganze ist in englisch-daher die „grundregeln“ zum thema dummheit:
man unterschätzt immer die anzahl an dummen menschen
die wahrscheinlichkeit dass jemand dumm ist hat keinen bezug zu einer anderen eigenschaft dieser person
(die goldene regel): eine dumme person ist jemand der schaden anrichtet-gegenüber einer person oder einer gruppe OHNE sich selbst daraus einen vorteil zu verschaffen oder sich dabei sogar selbst schädigt.
leute die „nicht“ dumm sind unterschätzen immer die gefahr die von dummen leuten ausgeht. sie vergessen ständig dass sich das „einlassen“ mit solchen leuten sehr schnell als grosser fehler herausstellen kann.
eine dumme person ist die gefährlichste person auf dieser welt (da nicht berechenbar)
dann gibt`s noch drei zusätze:
1a) in jedem von uns steckt eine gewisse menge dummheit die wir ständig unterschätzen
1b) wenn dumme menschen zusammenkommen dann addiert sich die dummheit nicht-sie multipliziert sich
1c) die kombination von intelligenz hat weniger effekt als die kombination von dummheit (da dumme menschen „gefährlicher“ sind als intelligente)
in den genannten links sind noch sehr schöne erklärungen zu jedem punkt aufgeführt und ein phantastisches schema mit dem man sich selbst einstufen kann-wenn man „mutig“ genug ist! )
wenn du deine mitbewohnerin „retten“ oder „umerziehen“ willst dann könnte man sich die 10 grundregeln des nlp zu hilfe nehmen. oder die für sich selber sehen-dann steht man „über den dingen“ und kann sich zumindest für sich selber erklären warum jemand „so“ ist wie du sie beschreibst.
wenn da mehr interesse besteht dann einfach melden-sonst könnte ich mir jetzt die finger wund schreiben!
Zu deiner durchaus amüsanten Geschichte fällt mir ganz spontan folgender Spruch (sinngemäß) ein: Das Praktische an der Intelligenz ist, dass man sich dumm stellen kann - umgekehrt ist das schon schwieriger.
Ich meine, dass jeder Mensch unterschiedliche Stärken und Schwächen hat ist ganz normal. Selbst in manchen Bereichen des Lebens inoperabel „zwei linke Hände“ zu haben finde ich nicht ungewöhnlich oder schlimm.
Allerdings finde ich es immer verdächtig, wenn sich jemand wirklich grotesk ungeschickt anstellt, und sich dabei auch noch völlig unbelehrbar bzw. ignorant gibt - insbesondere dann, wenn es immer gegenüber der gleichen Person bzw. dem gleichen Personenkreis geschieht. Mir drängt sich dann zuweilen der Verdacht auf, dass diese Person nur darauf wartet, dass der andere (bzw. die anderen) irgendwann entnervt aufgibt und sagt: „Lass mal sein, ich mach’ das schon…“
Ich hatte auch schon mal einen Kollegen im Labor, bei dem ich das Gefühl hatte, dass er sich mittels selektiver Ungeschicktheit um bestimmte, ungeliebte Aufgaben herumdrücken wollte - was ihm letztlich auch recht gut gelungen ist.
Nicht von ungefähr kommt daher wohl auch folgendes Sprichwort: „Stell dich doof, dann geht dich gut!“
Lösungsstrategien, die ich je nach Lage der Dinge versuchen würde: Die betroffene Person eine gewisse Zeit lang mit dem Problem sich selbst überlassen. Die enstehende „Notlage“ kann Kreativität und Anreiz schaffen, das Problem in den Griff zu bekommen.
Ansonsten kann meiner eigenen Erfahrung nach auch ein „Tapetenwechsel“ - also Umgang und Erfahrungsaustausch mit anderen Leuten in einem neuen Umfeld dazu führen, dass einem das Brett vor dem Kopf auf einmal herunterfällt…
hi stefan,
erstmal ist das auch genau meine meinung:
Ich meine, dass jeder Mensch unterschiedliche Stärken und
Schwächen hat ist ganz normal. Selbst in manchen Bereichen des
Lebens inoperabel „zwei linke Hände“ zu haben finde ich nicht
ungewöhnlich oder schlimm.
nur, wo sich das hier derartig häuft (denn mein posting gab ja nur ein kleines und wie gesagt harmloses beispiel), da frage ich mich schon, was dahinter steckt.
gleichen Personenkreis geschieht. Mir drängt sich dann
zuweilen der Verdacht auf, dass diese Person nur darauf
wartet, dass der andere (bzw. die anderen) irgendwann entnervt
aufgibt und sagt: „Lass mal sein, ich mach’ das schon…“
genau mein verdacht
das hilflose weibchen geben in der hoffnung, dass der kerl sofort zeigen will, was er für ein könner ist.
dumm gelaufen: sowas verweigere ich aus prinzip.
trotzdem: selbst wenn ich das abziehe, bleibt noch eine ganze menge, die ich mir nicht erklären kann…
Lösungsstrategien, die ich je nach Lage der Dinge versuchen
würde: Die betroffene Person eine gewisse Zeit lang mit dem
Problem sich selbst überlassen.
tue ich grundsätzlich (s.o.), schließlich bin ich kein service-unternehmen.
Ansonsten kann meiner eigenen Erfahrung nach auch ein
„Tapetenwechsel“
viel richtiges
hi matthias,
netter link, mein englisch reicht dafür locker
ansonsten:
man unterschätzt immer die anzahl an dummen menschen
…mindestens um einen (sich selbst
die wahrscheinlichkeit dass jemand dumm ist hat keinen
bezug zu einer anderen eigenschaft dieser person
hab ich auch so beobachtet.
(die goldene regel): eine dumme person ist jemand der
schaden anrichtet-gegenüber einer person oder einer gruppe
OHNE sich selbst daraus einen vorteil zu verschaffen oder sich
dabei sogar selbst schädigt.
richtig, aber dann sind wir alle dumm.
macht ja nix: ist der ruf erst ruiniert…
nur kann man damit noch nicht so recht erklären, warum sich das bei manchen leuten häuft und bei anderen nicht.
leute die „nicht“ dumm sind unterschätzen immer die gefahr
sehe ich auch so.
eine dumme person ist die gefährlichste person auf dieser
welt (da nicht berechenbar)
leicht überdramatisiert
dann gibt`s noch drei zusätze:
1a) in jedem von uns steckt eine gewisse menge dummheit die
wir ständig unterschätzen
na eben- s.o.
1b) wenn dumme menschen zusammenkommen dann addiert sich die
dummheit nicht-sie multipliziert sich
nette theorie- aber was ist das quadrat von dumm? *gg*
wenn du deine mitbewohnerin „retten“ oder „umerziehen“ willst
never ever! das würde ich mir nie anmaßen.
(und das wär mir auch viel zu anstrengend
ich habe nicht alle anderen Antworten gelesen, also sorry, falls ich etwas wiederhole.
Ohne Deine Freundin zu kennen, ganz spontan aus dem Bauch heraus, fiel mir als Begründung „ZERSTREUT“ ein. Das hat ja nun gar nichts mit Intelligenz zu tun…
Ein Grund dafür, vor allem, weil Deine Freundin ja darüber auch sehr unglücklich zu sein scheint, könnte ADS sein (das gibt es auch ohne Hyperaktivität, und auch bei Erwachsenen !).
Es könnte theoretisch auch eine Hochbegabung vorliegen. Ich habe im Alltag mit Hochbegabten zu tun, diese sind oft schrecklich wirr. Nicht umsonst gibt es den Begriff des zerstreuten Professors - hochintelligent, aber lebensuntauglich.
Aus psychologischer Sicht gibt es wahrscheinlich noch viel mehr mögliche Ursachen…
Die Fertigkeiten, die Du erwähnst, sind praktische Dinge und haben meiner Ansicht nach sehr wenig mit Intelligenz zu tun. Schließlich können tatsächlich auch knäckebrotdumme Menschen meistens Reis kochen *g* !
Ohne Deine Freundin zu kennen, ganz spontan aus dem Bauch
heraus, fiel mir als Begründung „ZERSTREUT“ ein. Das hat ja
nun gar nichts mit Intelligenz zu tun…
[…]
schrecklich wirr. Nicht umsonst gibt es den Begriff des
zerstreuten Professors - hochintelligent, aber
lebensuntauglich.
Klar! Da hatte ich so spontan gar nicht dran gedacht. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich selber arg zerstreut bin, allerdings dagegen viele Lösungstrategien gefunden habe. (Mache mir also wenn’s wichtig ist z.B. Checklisten, oder stelle mir sowohl im Labor als auch in der Küche Kurzzeitwecker, wenn ich irgend eine kochende Suppe überwachen muss…)
das kann eigentlich nur Weltfremdheit sein, nicht unbedingt Dummheit. Ich kennen einen promovierten Biologen, der nicht in der Lage ist, simpleste Zeitplanung zu betreiben. Hat er Besuch, geht er zum Friseur - „Bin gleich wieder da!“. Verabredet er sich zum Essen, muss er dummerweise bei einem Umzug helfen - „Sorry, es wird später“ - und dann ruft er kurz vor Mitternacht an:„Hallo, ich hab jetzt Zeit“. Will er was einkaufen, ist blöderweise Karfreitag, was er glatt „übersehen“ hat.
ich kenne auch einen ziemlich guten Architekten, der nur mit Mühe in der Lage ist, seine Schnürsenkel zu binden.
Dann noch einen summa-cum-laude-sonstwas-Mediziner, der eine Schraubverbindung nicht von einer Steckverbindung unterscheiden kann.
Manche Leute leben derart in ihrem Fachgebiet, dass dies scheinbar alle ihre geistigen Ressourcen beansprucht und kein Platz ist für Zeitplanung oder Reiskochen.
das ist die frage
hi anna,
ulkiges panoptikum von koryphäen hast du da…
das kann eigentlich nur Weltfremdheit sein, nicht unbedingt
Dummheit.
ich frag mich halt inzwischen ob es da tatsächlich einen unterschied gibt.
der Lage ist, simpleste Zeitplanung zu betreiben. Hat er
Besuch, geht er zum Friseur - „Bin gleich wieder da!“.
Verabredet er sich zum Essen, muss er dummerweise bei einem
Umzug helfen - „Sorry, es wird später“ - und dann ruft er kurz
vor Mitternacht an:„Hallo, ich hab jetzt Zeit“.
tja- ich kenn ein paar harte soziologen, die das glatt asozial nennen würden…
Dumm sind die eigentlich eher nicht.
nach den üblichen maßstäben ist das sicher so (aber was sagt so ein papierchen eigentlich aus?)
wenn man aber bereit ist, auch mal andere maßstäbe anzulegen, könnte man schon die these wagen, dass ein hochdekorierter akademiker durchaus dumm sein kann.
(die vorstellung find ich im moment recht ansprechend…
die streuung
hallo sylvia!
du siehst das richtig: wenn eine zerstreut ist, dann meine mitbewohnerin.
Ohne Deine Freundin zu kennen, ganz spontan aus dem Bauch
heraus, fiel mir als Begründung „ZERSTREUT“ ein. Das hat ja
nun gar nichts mit Intelligenz zu tun…
tatsächlich nicht? was ist solch mangelnde konzentrationsfähigkeit denn dann für ein phänomen?
(muss ich als nicht-psychologe jetzt mal naiv fragen)
Ein Grund dafür, vor allem, weil Deine Freundin ja darüber
auch sehr unglücklich zu sein scheint, könnte ADS sein (das
gibt es auch ohne Hyperaktivität, und auch bei Erwachsenen !).
interessant: anzeichen von hyperaktivität gibt es durchaus einige…
Es könnte theoretisch auch eine Hochbegabung vorliegen. Ich
habe im Alltag mit Hochbegabten zu tun, diese sind oft
schrecklich wirr. Nicht umsonst gibt es den Begriff des
zerstreuten Professors - hochintelligent, aber
lebensuntauglich.
je nun- ich stimm dir jetzt mal zu weil ich grad gute laune habe
Die Fertigkeiten, die Du erwähnst, sind praktische Dinge und
haben meiner Ansicht nach sehr wenig mit Intelligenz zu tun.
aha- das seh ich komplett anders: für mich persönlich ist praktische intelligenz mindestens genauso wichtig, wie theoretische. schon allein weil mir meine lebenserfahrung sagt, dass die ersteren meist die netteren/umgänglicheren leute sind…
Schließlich können tatsächlich auch knäckebrotdumme Menschen
meistens Reis kochen *g* !
weswegen ich sie auch nicht dumm nennen würde
habe hier doch erleben müssen, dass reiskochen eine große leistung sein kann…
ich möchte hier mal die erkenntnisse zusammen fassen, die ich mit eurer hilfe gewonnen habe:
ich bleibe dabei, niemanden als „dumm“ zu bezeichnen.
trotzdem ist intelligenz eine differenzierbare geschichte. jemand kann in 1-2 bereichen super schlau sein (und dort auch ein diplom erwerben) und trotzdem in weiten teilen des sonstigen lebens völlig unterbelichtet.
interessant ist allerdings, welche art von intelligenz man als wichtiger bewertet. subjektiv!
interessant finde ich weiterhin, dass partielle intelligenz nicht unbedingt zu lernfähigkeit in den weniger entwickelten bereichen führen muss. wobei auch spannend wäre, ob sowas therapierbar ist.
theoretisch, aber auch nicht uninteressant ist die frage, wo die grenze verläuft, zwischen normalen blödheiten, die wir alle haben und dem, was über dieses maß hinaus geht. wohl auch wieder stark subjektiv.
schließlich finde ich auch die these sehr verlockend, dass akademiker durchaus ziemlich dumm sein können )
und erhellend ist für mich auch die erfahrung, wie schnell man doch mit seinen theorien von toleranz und verständigung am ende sein kann, wenn sich wer als lern- und kooperationsresistent entpuppt. außer flucht bleibt nicht viel…
tja: such is life.
wenn man aber bereit ist, auch mal andere maßstäbe anzulegen,
könnte man schon die these wagen, dass ein hochdekorierter
akademiker durchaus dumm sein kann.
(die vorstellung find ich im moment recht ansprechend…
Hallo Bernd,
hihi, ja finde ich auch sehr ansprechend. Und wenn einer mit bescheidener Bildung erfolgreich durchs Leben geht, heisst es gleich „der is ja bauernschlau“. Ich muss sagen, die bauernschlauen sind mir lieber! Magst Du noch ein Exemplar kennenlernen aus meinem … wie sagtest Du … Panoptikum?? Also er hat nur Einsen, studiert Biologie, ist auch nett … und im Labor vor einem Test hat er mal bei Teststäbchen genau den Bereich abgeschnitten, an dem normalerweise die Testreaktion sichtbar wird. Als ich ihm entsetzt sagte, dass er ja nun ziemlich viele falsch-negative Testresultate hätte, meinte er nur „Hä? Wieso??“.
tja
hey anna,
da kann ich von hier noch locker ein top-aktuelles beispiel drauf setzen
das projekt: milch in einer tupper-dose transportieren- und zwar im rucksack. dann bei der hitze der letzten tage das auslaufende zeug für schweiß halten…
…und hinterher großes erstaunen über die komplexe technologie einer plastikdose. plus wut über die dreistigkeit der industrie, sie mit der harmlos aussehenden dose derartig übers ohr gehauen zu haben.
dumm gelaufen.
vielleicht kannst du ja drüber lachen (ich inzwischen echt nicht mehr)