Hallo ihr beide
Na, ihr fetzt euch aber schön
. Klink’ ich mich auch noch mal ein.
Also: Ich bin ja der Meinung das nur wir Menschen ein Bewußtsein haben. Bevor ich mir jetzt Anschuldigungen von wegen „arroganter Humanoid“ oder so einfange: Ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn Tiere ein Bewußtsein hätten! Ich fänd’s toll! Wenn ich also sage, „Tiere haben kein Bewußtsein“, dann entspringt das der Beurteilung der Fakten! Ich bin nicht zu diesem Schluß gekommen, weil ich mich für was besseres halte oder weil ich die Menschen so toll finde: Wenn man sich einfach ansieht, wie die Dinge liegen, kommt man einfach - bei aller Tierliebe - zum Schluß das die Jungs sowas nicht haben. Mein Vorredner hat es schön formuliert: Man kann Tiere respektieren ohnen ihnen gleich ein Bewußtsein anzudichten!
Ein Beweis dafür, daß Tiere nicht annähernd so gut kommunizieren können wie Menschen: Sie organisieren sich nicht. Komm’ mir jetzt nicht mit Ameisen. Die organisieren sich nach einem in der Evolution eingefahrenen System aber nicht, weil sie sich eben überlegt haben, daß eben so ein Hügel den sie ja bauen könnten praktischer Natur ist! Es gibt nicht eine einzige Tierspezies, deren Gewohnheiten - ihre Lebensorganisation also - sich bedeutend in kleinen Zeiträumen geändert hat. Veränderungen über sehr lange Zeiträume hinweg sind schlicht und einfach Evolution. Aber gibt es z.B. nur eine Affenspezies, wo die einzelnen Mitglieder wirklich etwas verändern - ihre „Gesellschaft“ sich im Wandel befindet oder um es vielleicht noch anders auszudrücken: Gibt es irgendeine Tierspezies, die nicht einem bestimmten Rhythmus folgt sondern sich darüber hinwegsetzt, sich ihrer bewußt wird und mal was anderes versucht?! Mir fällt keine ein. Das halte ich z.B. für einen deutlichen Indikator dafür, daß Tiere nicht überdifferenziert kommunizieren können bzw. kein Bewußtsein haben. Ja - Wale kommunizieren miteinander - die Frage ist bloß: In welchem Umfang? Ich behaupte einfach mal das er sehr beschränkt ist und führe als Beweis den eben beschriebenen Umstand an.
Also ein Hund soll also ein Bewußtsein haben, aber ein Bakterium nicht? Warum? Weil ein Bakterium kein Gehirn hat? Machst du da nicht genau das was du kritisierst: Etwas - nur weil uns etwas „anders“ oder „primitiver“ erscheint - abzuwerten?! Da kommt man ganz schnell zu dem Problem, wo die Grenze zu ziehen ist. Nehmen wir nur unsere Lieblingstiere - Hunde,Delphine,Bienchen - in die Liste der intelligenten, sich bewußten Tiere auf oder kommen noch andere dazu? Wir müssen irgendwo eine logisch begründete Grenze ziehen und wenn ich mir die Umstände ansehe, ist es logisch, die Grenze hinter dem Menschen zu ziehen.
Mir ist „vorgeworfen“ worden, daß ich kein Atheist sein kann, wenn ich an eine Seele glaube. Dazu will ich auch mal Stellung zu beziehen: Mit einem Gottesglauben in Verbindung gebracht zu werden empfinde ich als höchste Beleidigung, weil es nichts gibt, was ich momentan mehr verabscheue. Ich hänge keiner Religion an, finde allerdings, daß das Christentum besonders bescheuert ist. Ich bitte es nicht mißzuverstehen wenn ich den Begriff „Seele“ benutze - dann weiß bloß jeder sofort was ich meine. Für mich ist eine Seele nicht mehr als ein ungemein komplexer physikalischer Prozess, den wir nicht erfaßt haben - bis jetzt - ich spekuliere auf Quantenmechanik, aber wer weiß das schon genau. Ich bringe die Seele nicht in Verbindung mit irgendeinem Leben nach dem Tod oder was auch immer. Ich leite die Vermutung ( VERMUTUNG(!) ) das sie existiert, aus folgender Tatsache ab: Das Gehirn ist meiner Ansicht nach nicht in der Lage, das zu kreieren, was wir als Bewußtsein bezeichnen. Meine Begründung lautet wie folgt: Das menschliche Gehirn ist ein etwas anders funktionierender Computer - mehr nicht. Es basiert genau wie der Computer auf elektromagnetischen Wechselwirkungen, die sich mit klassischer Physik im Prinzip abhandeln lassen. Ich weiß auch das es unmöglich ist, mit einem Computer dieses Bewußtsein nachzuvollziehen. Man kann es simulieren aber nicht nachkonstruieren! Man könnte einem menschlichen Betrachter den Eindruck vermitteln, ein Computer habe ein Bewußtsein, weil er so schön dynamisch auf die Situationen, die ihm gegeben werden, reagiert und genau das tut, was ein Mensch von einem sich bewußten Wesen erwarten würde. Aber das ist kein echtes Bewußtsein! Das menschliche Bewußtsein ist nicht gespielt! Es ist echt! Wir sind nicht nur Automaten, die nach außen so erscheinen als ob wir unser selbst bewußt wären - wir sind es wirklich. Das weiß ich, weil ich mich selber warnehme - ich bin - cogito ergo sum, Freunde. Ein äußerer Betrachter - z.B. ihr - könntet jetzt sagen - seine biologische Eigenart macht das Männchen bloß glauben und so reagieren als sei es sich bewußt, aber ich sitze hier und weiß das ich es nicht nur „spiele“. Und ich weiß es auch von euch, weil ihr ja zur selben Spezies gehört. Das ist echtes Bewußtsein! Und so etwas ist unmöglich auf Basis von klassischen elektromagnetischen Wechselwirkungen möglich! Deswegen leite ich aus dieser Tatsache die Vermutung ab, das da mehr ist und nenne es einfach mal so aus Laune „Seele“ und vermute, das es hübsche Quantenphysik ist und bleibe dabei, daß ich ultimativer Atheist bin - dankesehr.
Florian