Ich finde hier sollte man großzügigst unterscheiden, ob ich mich im täglichen Leben laufend über irgendwen lustig mache und ihn somit permant lächerlich mache, oder ob ich einen Witz erzähle der eine Minderheit betrifft.
Das würde ich sogar soweit formulieren:
Es macht einen Unterschied, ob man versucht, über mehr oder minder plumpe Witze eine Person(-engruppe) der Lächerlichkeit preiszugeben, oder ob man Witze erzählt, in denen möglicherweise eine Gruppe vorkommt, welche als „Minderheit“ angesehen werden möchte.
Realwitz: Die rund 30% der amerikanischen Bevölkerung aus christlichen, nicht-homosexuellen, mitteleuropäisch-stämmigen Männern ohne schwerwiegende Behinderungen müssen sich mittlerweile von den anderen 70% der Bevölkerung diktieren lassen, was sie sagen dürfen und was nicht, wenn sie nicht wegen Verletzung der Gefühle einer dieser 70% „aufgrund Geschlecht, sexueller Orientierung, Rasse, Herkunft oder Religion benachteiligter Personen“ vor den Kadi gezogen werden möchten.
Naja, jetzt kommen wieder die Politically Correctness Verfechter und sagt, dass das kein Witz ist. Und ich stimme zu - es ist ein Trauerspiel, geprägt von Zensur und Haß. Haß von „Möchtegern-Benachteiligten“ auf „die Anderen“: Schwarze verklagen Weiße, Frauen Männer, Hispanos Englischsprechende, Schwule die straights, Juden die Christen - alle mit dem gleichen Argument „Du benachteiligst mich“.
Und am Schluß muß man sich bei der ganzen Welt dafür entschuldigen, als christlicher, weißer Mann geboren worden zu sein:
Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.