Deutschland sucht den Superstar,

Hi Sebastian

wie sollte den ein „Superstar“ Deiner Meinung nach aussehen?

Warum spielt das so eine Rolle?

Wenn es nach Dir ginge, hätte es Neill Young, J.J. Cale, John
Lydon und viele andere nie gegeben.

Stimmt, wenn man nach dem Aussehen geht. Dafür stellen solche Künstler das gesamte Teen-, Girl-, Boygroup-Zeugs der letzten Jahre (angefangen bei New Kids on the Block) mit etwas in den Schatten, das heute offenbar immer seltener gefragt ist: Talent.

Warum werden solche Gestalten derart hochstilisiert? Sie sind nix und können nix. Von wenigen Ausnahmen abgesehen. Wer von Take That ausser Robbie Williams ist heute noch bekannt? Keiner. Und warum ist es Robbie? Weil er eben doch etwas Talent hat.

CU
Peter

Hi Peter,
nett, mal wieder was von Dir zu hören (ääh, zu lesen).

wie sollte den ein „Superstar“ Deiner Meinung nach aussehen?

Warum spielt das so eine Rolle?

Gar keine. Eben darum schrieb ich das. Im Ursprungsposting schien der Verfasser aber scheinbar bestimmte Vorstellungen zu haben, denen dieser Daniel nicht entspricht.

Wenn es nach Dir ginge, hätte es Neill Young, J.J. Cale, John
Lydon und viele andere nie gegeben.

Stimmt, wenn man nach dem Aussehen geht. Dafür stellen solche
Künstler das gesamte Teen-, Girl-, Boygroup-Zeugs der letzten
Jahre (angefangen bei New Kids on the Block) mit etwas in den
Schatten, das heute offenbar immer seltener gefragt ist:
Talent.

Uneingeschränkte Zustimmung. Es muss nicht jeder auf so verschiedenste Weise wie z.B. Mike Oldfield talentiert sein.
Aber für den langfristigen Erfolg ist Talent glaub ich ganz nützlich :wink:

Warum werden solche Gestalten derart hochstilisiert? Sie sind
nix und können nix. Von wenigen Ausnahmen abgesehen. Wer von
Take That ausser Robbie Williams ist heute noch bekannt?
Keiner. Und warum ist es Robbie? Weil er eben doch etwas
Talent hat.

Und weil er unter anderem an sich selbst hart arbeitet. Was soll uns diese Sendung denn nun eigentlich sagen? In jedem von uns steckt ein Star? Oder wer nix kann, geht eben zum TV?
Zu einem Star gehört m.E. mehr als nur singen zu können. Eine Bekannte von mir arbeitet in dem Bereich, wo Nachwuchskünstler gefördert und auf ihre evtl. Karriere vorbereitet werden. Da habe ich schon Demo-CD´s mit weitaus besseren Sachen gehört. Aber wer einfach nur Musik machen will hat wenig Chancen. Das ganze Business rund um diese TV-Shows bringt eben mehr Geld. Das ganze erinnert mich immer ein wenig an den Junior-Chef einer Firma in der ich mal arbeitete. Zur Führung des Unternehmens reichte die Qualifikation „Sohn“ aus. Naja, meine Tochter will auch an so einer Sache teilnehmen. Der erste Termin ist Anfang Januar, allerdings nicht in der Disziplin Singen, sondern Tanzen.
Und als Norddeutscher Meister hat sie wohl ein wenig Qualifikation.
Gruss Sebastian

Ich verstehe die Aufregung nicht!
Hi!

Ich gehöre zu denjenigen die freiwillig zugeben das sie
samstags vor der Glotze hängt und oben genannte Sendung sieht.

Tue ich mir auch an!

ABER: Ich versteh ums verrecken nicht wie sie diesen
durchgeknallten Typen der gestern als letzter gesungen hat
noch nich abgewählt haben. Ich bin der Meinung er kann weder
singen noch hat er irgendeine Austrahlung und sein English ist
so kümmerlich Phil Collins würde ihm den Hals umdrehen.

Er hat halt irgendetwas, was die Zuschauer dieser Sendung mehrheitlich anspricht! Oder zumindest hält ihn eine gewisse Anzahl der Zuschauer für gut genug…

Da bei uns zum teil in den Nachrichten gezeigt wurde wie die
Kandidatenaus den Usa, England und Australien gesungen haben
möchte ich mir nicht das Gelächter vorstellen wenn *unsere
Kandidaten dort vorgeführt werden. >Ich werde bestimmt
heftige Kritik für diesen beitrag einstecken müssen aber
solange mir keiner sagen kann warum dieses näselnde
hyperaktive Kind da noch bei ist bleib ich halt bei meiner
negativen Einstellung.

Naja - es gibt ja (jetzt noch) 7 andere, die dabei sind - und Daniel wird irgendwann raus sein - nicht mal unbedinbt, weil er nicht singen kann: Er hat einfach nur eine furchtbare Stimme! (und dann bei Viva als Moderator auftauchen - ich würde fast darauf wetten…)

Und wenn ich diesen Daniel Lopez sehe, oder diese Vanessa oder Judith, dann sehe ich dort durchaus eine gewisse Begabung. Wenn man denen ein Lied auf den Leib schreibt (und das kann Herr Bohlen derart massenkompatibel wie kein anderer), dann werden sie nicht weniger glänzen als so viele andere „Musiker“, die unsere Charts stürmen. Lasst doch diese „Rohdiamanten“ mal ein wenig Ausbildung und Förderung erhalten.

Im Vergleich zu den No Angels oder Brosis finde ich die Möglichkeiten da schon sehr viel ausgeprägter!

Die Geschichte mit den Castings ist doch nichts neues! Etwas neu hierbei ist, dass nicht irgendeine Jury oder eine Plattenfirma die letzte Entscheidung fällt, sondern das Publikum (nimm zum Beispiel die Beatles - da kam Ringo nur in die Band, weil es ein reicher Typ für nötig hielt! Der Rest der Band kannte ihn überhaupt nicht!)
Ein freier Redakteur einer Rock an Roll- Zeitung erzählte mir mal, dass es selbst in den 50ern schon gecastete „Boygroups“ gab (ich glaube, die Rubettes nannte er als Beispiel).

Liebe Grüße
und einen guten Rutsch

Guido

Naja - es gibt ja (jetzt noch) 7 andere, die dabei sind - und
Daniel wird irgendwann raus sein - nicht mal unbedinbt, weil
er nicht singen kann: Er hat einfach nur eine furchtbare
Stimme! (und dann bei Viva als Moderator auftauchen - ich
würde fast darauf wetten…)

Hi,
und wie heißt die Sendung dann? „Kinderquatsch mit Daniel“ oder „Nimm Baldrian, sonst stirbst Du dran“?

Die Geschichte mit den Castings ist doch nichts neues! Etwas
neu hierbei ist, dass nicht irgendeine Jury oder eine
Plattenfirma die letzte Entscheidung fällt, sondern das
Publikum (nimm zum Beispiel die Beatles - da kam Ringo nur in
die Band, weil es ein reicher Typ für nötig hielt! Der Rest
der Band kannte ihn überhaupt nicht!)

Nicht irgendein reicher Typ, sondern Brian Epstein, der Manager der Beatles hat Ringo „vorgeschlagen“, weil der alte Drummer, Pete Best, keinen Takt vernünftig halten konnte und auch sonst einige Problemchen hatte.

Ein freier Redakteur einer Rock an Roll- Zeitung erzählte mir
mal, dass es selbst in den 50ern schon gecastete „Boygroups“
gab (ich glaube, die Rubettes nannte er als Beispiel).

Die Rubettes gab es erst so ab 1974 (Sugar Baby Love). Die bekannteste gecastete Boygroup zu dieser Zeit waren aber die Bay City Rollers (Bye Bye Baby), die auch schon mit Fankollektion etc. vermarktet wurden.

Ich persönlich finde Castings gar nicht schlecht, so werden Talente entdeckt und gefördert, die sonst jahrelang auf Bühnen in irgendwelchen Bierkellern darauf warten müssten, dass zufällig mal jemand aus der Branche im Publikum sitzt.

Gruß

Kater

P.S.:
Nur Zappel-Daniel mit dem Näsel-SingSang nervt mich auch tierisch.

Hi Kater,
wie schon geschrieben: Die Stimme von Neill Young ist ja wohl auch nicht das, was man erfolgversprechend nennt. Trotzdem hat er seit Jahrzehnten Erfolg damit. Mit so einer Stimme einen Chartbreaker der heutigen Zeit zu singen ist sicher Unsinn. Aber zu anderen Stücken würde es wohl passen. Stell Dir einfach mal vor, er singt den Klassiker „Horse with no name“ von America.
Verstehst Du was ich meine?
Gruss Sebastian

So unterschiedlich
Hi Guido,

Er hat halt irgendetwas, was die Zuschauer dieser Sendung
mehrheitlich anspricht! Oder zumindest hält ihn eine gewisse
Anzahl der Zuschauer für gut genug…

So sehe ich das auch.

Und wenn ich diesen Daniel Lopez sehe, oder diese Vanessa oder
Judith, dann sehe ich dort durchaus eine gewisse Begabung.
Wenn man denen ein Lied auf den Leib schreibt (und das kann
Herr Bohlen derart massenkompatibel wie kein anderer), dann
werden sie nicht weniger glänzen als so viele andere
„Musiker“, die unsere Charts stürmen. Lasst doch diese
„Rohdiamanten“ mal ein wenig Ausbildung und Förderung
erhalten.

Sieh an. Ich halte den Daniel Lopez für deutlich schlechter, weil er oft (fast unbemerkt) den Ton nicht trifft. Judith, Gracia und die andere Blonde können m.E. gut singen. Der Alexander hats definitiv nicht drauf. Aus Nektarius könnte auch was werden. Alles meine bescheidene Meinung. Ich selbst kann nicht für einen Cent singen (der Stimme nach vielleicht Achim Reichel oder Eric Burdon?). Meine Frau sagt immer, ich würde wahrscheinlich mit Telefonsex reich werden :wink:
Aber das gehört nun wirklich nicht hierher.

Im Vergleich zu den No Angels oder Brosis finde ich die
Möglichkeiten da schon sehr viel ausgeprägter!

Absolut richtig.

Die Geschichte mit den Castings ist doch nichts neues! Etwas
neu hierbei ist, dass nicht irgendeine Jury oder eine
Plattenfirma die letzte Entscheidung fällt, sondern das
Publikum (nimm zum Beispiel die Beatles - da kam Ringo nur in
die Band, weil es ein reicher Typ für nötig hielt! Der Rest
der Band kannte ihn überhaupt nicht!)
Ein freier Redakteur einer Rock an Roll- Zeitung erzählte mir
mal, dass es selbst in den 50ern schon gecastete „Boygroups“
gab (ich glaube, die Rubettes nannte er als Beispiel).

Die ARD bringt ab Februar sowas ähnliches. Mal sehen was das wird.
Ebenso einen guten Rutsch und Gruss
Sebastian

Ringo
Hi Guido!

(nimm zum Beispiel die Beatles - da kam Ringo nur in
die Band, weil es ein reicher Typ für nötig hielt! Der Rest
der Band kannte ihn überhaupt nicht!)

Das stimmt so überhaupt nicht. Die Beatles (also John, Paul und George) kannten Ringo schon seit ihrer Zeit in Hamburg. Der spielte dort nämlich mit seiner Band ‚Rory Storme‘; sie hingen dann viel zusammen rum und freundeten sich an, während ihr damaliger Drummer Pete Best sich gerne absonderte. Er lag mit den restlichen Beatles (und auch Ringo) einfach nicht 100%ig auf einer Wellenlänge, insbesondere was den Humor anging; er war eher ein ruhiger Typ, während die vier anderen ziemlich ‚wilde Jungs‘ waren.

Als die Beatles dann bei EMI vorspielten und den Produzenten George Martin kennenlernten, äußerte sich dieser seine Unzufriedenheit mit Pete Best. Da die restlichen Beatles ja auch schon festgestellt hatten, daß Pete nicht so ganz zu ihnen passte, war George Martins Bemerkung nur der Tropfen, der das Faß zum überlaufen brachte. Sie entschieden sich also, Pete zu feuern (was übrigens nicht ganz fair ablief, da kein Bandmitglied vorher mit ihm darüber sprach; Pete erfuhr erst von Manager Brian Epstein von dieser Entscheidung). Darauf hin rief John Lennon Ringo an, der sich zu dieser Zeit in der Nähe aufhielt, ob er nicht Lust hätte mitzuspielen… Der Rest ist Geschichte!

Viele Grüße,
Christian

Hallo Christian,

Als die Beatles dann bei EMI vorspielten und den Produzenten
George Martin kennenlernten, äußerte sich dieser seine
Unzufriedenheit mit Pete Best. Da die restlichen Beatles ja
auch schon festgestellt hatten, daß Pete nicht so ganz zu
ihnen passte, war George Martins Bemerkung nur der Tropfen,
der das Faß zum überlaufen brachte. Sie entschieden sich also,
Pete zu feuern (was übrigens nicht ganz fair ablief, da kein
Bandmitglied vorher mit ihm darüber sprach; Pete erfuhr erst
von Manager Brian Epstein von dieser Entscheidung). Darauf hin
rief John Lennon Ringo an, der sich zu dieser Zeit in der Nähe
aufhielt, ob er nicht Lust hätte mitzuspielen… Der Rest ist
Geschichte!

Ja, so war das wohl. Und zu allem Überfluß hat wohl niemand daran gedacht, George Martin mitzuteilen, daß ein neuer Drummer engagiert worden war.
Somit sah sich dieser gezwungen Andy White als Ersatz für Pete Best für die nächsten Aufnahmen zu engagieren. Bei diesen Aufnahmen haben dann die Beiden abwechselnd gespielt.
Somit gibt es z.B. zwei Versionen von „Love me do“ in verschiedenen Besetzungen. Auf der Single spielt Ringo das Schlagzeug und auf der LP-Fassung Andy White. Für Ringo blieb nur das Tamburin.
Ringo hat sich dann aber schnell durchgesetzt. Das Verhältnis zu George Martin war aber wohl immer etwas gespannt.

Nachzulesen in „Summer of Love“ von George Martin.

Gruß
Roland

Hi!

Das einzige, was ich bei dieser Sendung wirklich schlimm finde ist, dass hier jungen Menschen vorgegaukelt wird, sie könnten alle ganz locker Superstars werden und das sei höchst erstrebenswert und allein seligmachend.
Ich persönlich bin der Ansicht, hier werden einfach falsche Werte vermittelt, denn das höchtse Lebensziel soll sein, toller, cooler, besser und v.a. reicher als alle anderen zu sein. Geld fliesst in Strömen, alle lieben einen, ohne einen solchen Job ist man ein armes Schwein.
Die Kehrseite der Medaille, nämlich die häufig äußerst kaputten Menschen, die uns als die megacoolen Superstars verkauft werden, wird tunlichst verschwiegen, denn der olle Dieter braucht noch ein bisschen Kohle, bevor er sich bei Estefania das dritte mal seinen P… abbricht (nur für Insider, die sein Buch gelesen haben…):wink:
Seht Euch doch mal Whitney Huston (Koks), Keith Richards (H und Alk), Robbie Williams (Depressionen, Schlafmittel), Phil Collins (Frust, Gehörsturz), Britney Spears (menschlich kaputt, bar jeglicher Realität, von geldgierigen Eltern und Produzenten ihrer Jugend beraubt, was ja auch für die No Angels gilt) u.s.w. an.
Und das wird den jungen Leuten als einzig erstrebenswertes Ziel vermittelt. Ich denke, dass diejenigen, welche bei der Auswahl rausfliegen, die sind, die von der Sache profitieren, denn sie lernen wenigstens frühzeitig, wie hart das Arbeitsleben, insbesondere im Showbizz, sein kann.

Grüße,
Mathias

Hallo Ingmar,

Grundsätzlich stimme ich Dir zu. Vor allem: "schüttel* *grusel*
wobei ich gerade bei D sucht den PS ganz froh bin das jemand wie dieser Daniel eine Chance bekam!

Aber zur Definition des „Star“-Begriffs:

Star wird man nicht, man wird zum Star gemacht! Das gilt auch für ältere Popstars wie Elvis, die Beatles usw. die Beatles wurden in der Bravo auch hochgejubelt! Gut über die Qualitativen unterschiede brauchen wir uns nicht unterhalten! Die Komerzialisierung ist allerdings in unserm „Medienzeitalter“ ist ins unerträgliche gestiegen.

Ich bemerke allerdings auch in meiner Heimatstadt, dass auch viele Jüngere der Generation „Feiern Feiern Feiern“ mehr interesse für lokale Bands aufbringen und auch die Konzerte auch besuchen! Solange noch Jungens und Mädels sich trauen ohne Pop-Star-Casting auf eine Bühne zu stellen und Musik zu machen ist noch Hoffnung! :wink:

Viele Grüße
Fronk

Ein Star ist jemand, der seit Jahren/Jahrzehnten hart an
seinen Talenten, die sich nicht nur auf das Singen
beschränken, sondern auch AUCH DAS SPIELEN VON INSTRUMENTEN
(kann das noch jemand RICHTIG?), arbeitet.
Ein Star ist jemand, der mit seiner Band in miesen kleinen
Kneipen auftritt.
Ein Star ist jemand, der bei jedem neuen Versuch von
Plattenfirmen wieder rausgeschmissen wird.
So, wer es dann dennoch schafft berühmt zu werden: DER ist ein
Star! Und kein anderer!

Kein Star ist jemand, der nach einem Massen-Casting
vermarktet wird.
Kein Star ist jemand, der danach ungefähr einen künstlichen
„Hit“ hat (den er nicht mal selbst geschrieben hat) und man
dann nie wieder was von ihm hören will.

So, tut mir leid, wenn ich etwas abschweifend geworden bin.
Aber ich wollte das mal gesagt haben…

Ingmar