Einschlafschwierigkeiten

Ja, soweit war ich auch schon und möchte das auch wirklich machen!! Leider wird in dem Kaff, in dem ich wohne, und in der Umgebung kein Kurs angeboten. Bei der VHS bin ich jedenfalls nicht fündig geworden. Und im Selbststudium funktioniert das nicht richtig. Aber ich suche weiter.

Findus

Hi Findus,

sei mir nicht böse, möchte noch mal kurz darauf eingehen,weil
Deine Antwort so TYPISCH ist für viele andere.
Also ich möchte Dich nicht alleine damit ansprechen…

Diese Antworten bekomme ich regelmäßig und sie beinhalten immer folgendes:

a.)Ich weiß, ich kenne mein Problem
b.)Ich habe es auch schon behandeln lassen (offen bleibt meist mit welchem Erfolg)
c.)Ich muss es in den Griff bekommen

letzteres halte ich für das Gefährlichste Ansinnen.
Etwas „in den Griff bekommen“, etwas „unter Kontrolle zu bekommen“ ist auf Dauer wesentlich anstrengender, als etwas zu LÖSEN. Etwas LÖSEN geht entgegengesetzt und hat etwas befreiendes, entspannendes…
Warum also den mühsamen Weg, wenn Du es einfacher haben kannst??
Ich bin mir sicher, Du weißt das auch.

Der Weg der Hilfsmittel ist nur der momentan scheinbar einfachere Weg. Auf Dauer erhält er das Problem (die Ursache) aber aufrecht und trägt auch dazu bei das es sich weiter verfestigen, verankern kann.

Liebe Grüße

Frank

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Bei der VHS bin ich jedenfalls
nicht fündig geworden. Und im Selbststudium funktioniert das
nicht richtig.

Hallo Findus,

persönlich gefällt mir die Sichtweise von Frank am besten, aber das ist wohl auch der anstrengendste Weg, denn er hat etwas mit Lebensumstellung zu tun.

Da Du Dich offensichtlich mit dem autogenen Training anfreunden kannst, und es in schwierigen Zeiten auch meine Wahl war, helfen Dir vielleicht meine Erfahrungen damit ein kleines Stück weiter.

Ein VHS-Gruppenkurs hatte vor Jahren einen sehr belustigenden Effekt. 20 Leute lagen auf Wolldecken auf dem Fussboden, Rückenlage, Arme neben dem Körper, Beine nicht überkreuzt. Der Dozent begann zu referieren, ich war zwei Minuten später eingeschlafen. Hätte den Mann am liebsten jeden Abend nach Hause bestellt.

Nun wollte ich während des Kurses eigentlich nicht einschlafen, sondern das autogene Training erlernen. Also hab ich mich ab der dritten Unterrichtsstunde ernsthaft bemüht, nicht sofort einzunicken. Nach fünf Minuten war das auch kein Problem mehr. Spätestens dann ist nämlich ein anderer Kursteilnehmer weggeratzt und hat dies durch laute Schnarchtöne allen anderen um Konzentration ringenden Anwesenden kundgetan. Das allgemeine Gelächter war gross, der Schläfer wurde geweckt, das ganze Spiel ging in die nächste Runde. Nach fünf Wochen hab ich erheitert und entnervt aufgegeben.

Die Alternative, das Ganze noch einmal mit Hilfe von Audiokassetten (bzw. CD’s) zu wiederholen, hat bei mir funktioniert. Es hatte wohl mit zwei glücklichen Umständen zu tun: Erstens passten die „Trainingsbedingungen“. Ich war allein und ungestört, es war ruhig im Haus und draussen auf der Strasse. Zweitens bin ich seinerzeit im Buchladen zufällig über eine Kassettenserie gestolpert, deren Sprecher mit seiner sonoren, ruhigen Stimme für mich einfach den richtigen Ton getroffen hat.

Der Mann heisst (angeblich) Dr. Hans Grünn. Prinzipiell ist er mir nicht geheuer, weil er auch Audioprogramme aufgelegt hat, in denen er Dich glücklich, schlank, reich, selbstbewusst und zum Nichtraucher sabbelt. Das war mir damals jedoch erstmal egal. Mit seinen beiden Kassetten zum autogenen Training bin ich gut zurecht gekommen und habe mir später ein zweites Programm (Titel: Entspannungstechniken) zugelegt. Darin gibt er eine Einführung in Alternativen: Progressive Muskelentspannung, Autosuggestion, Hypnose, Traumreisen, wenn ich mich richtig erinnere.

Den Kram hab ich mir damals wirklich täglich vorm Einschlafen angehört. Bin zwar nie richtig über die „Wärme-“ und die „Schwereübung“ hinaus gekommen, aber es hat gereicht. Wenn ich heute Einschlafprobleme hat, wird mir sofort warm und schwer - und ab geht’s ins Reich der süssen Träume.

Die progressive Muskelentspannung hat mir als Variante übrigens auch sehr gut gefallen. Google vielleicht mal in dieser Richtung rum oder schau Dich bei Amazon um.

Gruss,
Andreas

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Wirkung Hopfenblüten
Hopfenblütentee ist eigentlich ein Beruhigungsmittel. Er regelt deinen Kreislauf runter, besser kann ich es leider nicht erklären. Er hilft dir auf jeden Fall nicht nur beim Einschlafen, sondern auch beim Durchschlafen (Erfahrungswerte).
Auf Zucker und Honig sollte man verzichten, weil diese den Kreislauf anregen und dem Tee somit entgegenwirken könnten.
Ich trinke den Tee immer direkt vor dem Schlafengehen, meist bin ich fünf bis zehn Minuten später schon weg.

Gruß und schlaf gut, die Elbin

Muskelentspannung, Autosuggestion, Hypnose, Traumreisen, wenn
ich mich richtig erinnere.

Jetzt hab ich mir grad diese Entspannungstechnikkassetten wieder rausgekramt und nochmal reingehört. Es geht genau um Atemübungen, progessive Muskelentspannung, autogenes Training, Visualisierung, Selbsthypnose und Meditation.

Ich bleib dabei: Progressive Muskelentspannung ist meine erste Alternative zum autogenen Training. Übrigens auch für Nichtsportler gut geeignet.

Jedoch, Visualisierung ist auch nicht schlecht. Der Klassiker ist die Sandstrandgeschichte. Du sitzt da im weissen, weichen Sand, der dir durch die Fingerspitzen rieselt, Palmblätter rascheln über dir im lauen Wind, warme Sonnenstrahlen kitzeln deinen Körper, Schatten schwingen sanft, Wellen rauschen leise an den Strand, eine warme Brise streichelt deine Haut, Möwen „zwitschern“ in der Ferne, kleine Schäfchenwolken überm Horizont… (schuppdiwupp, weggedöselt…)

Ganz wichtig: Die Bikinischönheit hat in der Szene überhaupt nichts zu suchen. Sie konterkariert die ganze Situation, deshalb gehören Visualisierungen auch nicht zu meinen bevorzugten Einschlafhilfen.

Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe.

Alles Gute,
Andreas

Aus leidvoller Erfahrung weiß ich, dass das nicht geht. Wenn
es mal extrem ist und ich z.B. erst um 24:00 Uhr einschlafe,
bin ich am nächsten Tag zu nichts zu gebrauchen.

Und je später ich mich hinlege um so größer ist die Panik,
wenn ich auf die Uhr sehe und denke, dass ich am nächsten
Morgen nicht aus dem Bett komme. Das ist dann ein echter
Teufelskreis. Ich bin ja auch um 23 Uhr nicht müder als um 22
Uhr. Das Problem ist eher, dass ich sehr lange wach liege und
grübele - egal WANN ich ins Bett gehe.

Lieber Findus,

mir scheint, du setzt „ins Bett gehen“ und „schlafen“ gleich.
Wenn du um 21.30 h ins Bett gehst und bis 23 oder 24 Uhr nicht schlafen kannst, ist das doch nichts anderes (oder vielleicht sogar schlimmer, weil du da liegst und voller Panik auf die Minuten schaust) als wenn du bis 23 Uhr oder wer weiß wann etwas total sinnvolles mit deiner Zeit machst und dann ins Bett gehst.

Nach einigen Tagen „zuwenig“ Schlaf (wer auch immer den Maßstab dafür setzt), hat sich dein Körper entweder daran gewöhnt oder du bist dann früher müde und kannst auch um 21.30 Uhr schlafen.

Also, ich denke, dass ein Erwachsener im besten Alter sich nicht zu einer festen Uhrzeit hinlegen kann und sofort problemlos einschlafen kann!!! Hör doch einfach mehr auf deinen Körper und seine innere Uhr.

Ansonsten kann ich dir nur einen Tipp geben, der mir zwar in einer gänzlich anderen Situation geholfen hat, aber warum sollte es nicht auf bei so was helfend beitragen:
hast du dich schon mal mit Homöopathie beschäftigt?
Dabei sollte eine Konstitutionsbehandlung erfolgen, nicht nur symptomatisch das Schlafproblem behandelt werden. Aber ein guter Arzt wird das sowieso nicht isoliert betrachten.
Wichtig ist, dass man einen Arzt aufsucht, der nach der Klassischen Homöopahtie behandelt.

Alles Gute

Maggie

Bikinischönheit
Die Bikinischönheit macht mich als Frau (!!! :smile:) auch nicht an.

Findus, der ein Mädchen ist

Meine Erfahrungen
Servus Findus,

meine Erfahrungen:
Also, ich hatte auch Schlafstörungen, weniger Einschlafstörungen aber auch. Meist konnte ich wenn ich müde war gut einschlafen und bin so zwei drei Stunden später wieder aufgewacht und über dieses und jenes gegrübelt. Oft bin ich erst kurz vor dem Weckerläuten wieder eingeschlafen. Dann oft sehr schwer aufgestanden und/oder war sehr schnell müde. Dann hat es wieder längere Phasen gegeben in denen es nicht wirklich gut, aber besser ging. Kleinigkeiten privat oder beruflich brachten mir jedoch wieder die Schlafstörungen.

Schließlich ging ich dann doch zu einer Ärztin – auf Krankenschein. Gespräche, die Feststellung, ich hätte leichte Depressionen und schließlich ein Medikament: Trittico. Das ist kein Schlafmittel, erleichtert aber die Depressionen. Nein, ich bin jetzt auf keinen Fall eine Stimmungskanone (will ich auch nicht sein) und immer noch oft traurig und grüblerisch. Aber das Medikament und meine Lebensweise: Arbeiten, aber nicht zu viel, Freunde treffen, ein wenig Sport, das alles läßt mich besser schlafen. Ich wache zwar immer noch in der Nacht auf, aber die Schlafpausen dauern meist nur mehr eine Stunde. Wenn ich anfangs nicht einschlafen kann, meist nach einer Stunde schlafe ich trotzdem. Mir geht es etwas besser, und das ist mehr als ich erwartet habe. Mißtrauisch bin ich gegenüber dem Medikament trotzdem ein wenig. Manchmal, wenn ich es nicht nehme geht es mir schlechter als früher.

Mein Ratschlag: Geh zum Arzt. Vielleicht kommst ja ums Medikament herum. Vielleicht genügt ja bei Dir das Bewußtsein warum es zu den Schlafstörungen kommt. Und wennst doch nicht drum herumkommst, vielleicht ist es besser eine Weile ein Medikament zu nehmen, als sich dauernd zu quälen.

Den noch leichteren Weg, Schlafmittel zu nehmen gehe ich nicht. Die Stunde in der ich wach bin nutze ich zum lesen eines guten Buches um das Grübeln zu vermeiden. Kein Krimi wie die Mimi! Das genieße ich sogar.

Viel Erfolg und schlafreiche Nächte
Servus
Herbert

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