Bei der VHS bin ich jedenfalls
nicht fündig geworden. Und im Selbststudium funktioniert das
nicht richtig.
Hallo Findus,
persönlich gefällt mir die Sichtweise von Frank am besten, aber das ist wohl auch der anstrengendste Weg, denn er hat etwas mit Lebensumstellung zu tun.
Da Du Dich offensichtlich mit dem autogenen Training anfreunden kannst, und es in schwierigen Zeiten auch meine Wahl war, helfen Dir vielleicht meine Erfahrungen damit ein kleines Stück weiter.
Ein VHS-Gruppenkurs hatte vor Jahren einen sehr belustigenden Effekt. 20 Leute lagen auf Wolldecken auf dem Fussboden, Rückenlage, Arme neben dem Körper, Beine nicht überkreuzt. Der Dozent begann zu referieren, ich war zwei Minuten später eingeschlafen. Hätte den Mann am liebsten jeden Abend nach Hause bestellt.
Nun wollte ich während des Kurses eigentlich nicht einschlafen, sondern das autogene Training erlernen. Also hab ich mich ab der dritten Unterrichtsstunde ernsthaft bemüht, nicht sofort einzunicken. Nach fünf Minuten war das auch kein Problem mehr. Spätestens dann ist nämlich ein anderer Kursteilnehmer weggeratzt und hat dies durch laute Schnarchtöne allen anderen um Konzentration ringenden Anwesenden kundgetan. Das allgemeine Gelächter war gross, der Schläfer wurde geweckt, das ganze Spiel ging in die nächste Runde. Nach fünf Wochen hab ich erheitert und entnervt aufgegeben.
Die Alternative, das Ganze noch einmal mit Hilfe von Audiokassetten (bzw. CD’s) zu wiederholen, hat bei mir funktioniert. Es hatte wohl mit zwei glücklichen Umständen zu tun: Erstens passten die „Trainingsbedingungen“. Ich war allein und ungestört, es war ruhig im Haus und draussen auf der Strasse. Zweitens bin ich seinerzeit im Buchladen zufällig über eine Kassettenserie gestolpert, deren Sprecher mit seiner sonoren, ruhigen Stimme für mich einfach den richtigen Ton getroffen hat.
Der Mann heisst (angeblich) Dr. Hans Grünn. Prinzipiell ist er mir nicht geheuer, weil er auch Audioprogramme aufgelegt hat, in denen er Dich glücklich, schlank, reich, selbstbewusst und zum Nichtraucher sabbelt. Das war mir damals jedoch erstmal egal. Mit seinen beiden Kassetten zum autogenen Training bin ich gut zurecht gekommen und habe mir später ein zweites Programm (Titel: Entspannungstechniken) zugelegt. Darin gibt er eine Einführung in Alternativen: Progressive Muskelentspannung, Autosuggestion, Hypnose, Traumreisen, wenn ich mich richtig erinnere.
Den Kram hab ich mir damals wirklich täglich vorm Einschlafen angehört. Bin zwar nie richtig über die „Wärme-“ und die „Schwereübung“ hinaus gekommen, aber es hat gereicht. Wenn ich heute Einschlafprobleme hat, wird mir sofort warm und schwer - und ab geht’s ins Reich der süssen Träume.
Die progressive Muskelentspannung hat mir als Variante übrigens auch sehr gut gefallen. Google vielleicht mal in dieser Richtung rum oder schau Dich bei Amazon um.
Gruss,
Andreas