Als Autoantrieb brauchst Du rauhe Antriebsachsen und/oder
enormen Anpressdruck, um die wirkenden Kräfte übertragen zu
können.
Die Kraft, mit der man die Rollen an die Kugel preßt, muß
höchstens so groß sein wie die Gewichtskraft des Fahrzeugs.
Anders formuliert: Die Reibung zwischen Kugel und Achse muß
etwa so hoch sein wie die zwischen Kugel und Straße. D.h. die
Kugel schleift an der unbenutzen Achse ständig so stark, als
würde sie blockierend über die Straße rutschen. Das macht die
notwendig weiche Kugel nicht lange mit.
Nein. Selbst wenn man die unbenutzte Achse mit voller Kraft an die Kugel pressen würde (wozu es keine Veranlassung gibt), würde sie daran nicht reiben als wenn sie blockierend über die Straße rutscht, sondern als wenn sie sich auf der Straße auf der Stelle dreht.
Wenn man mit geringen Beschleunigungen zufrieden ist, braucht
man entsprechend weniger. Daran sollte es also nicht
scheitern.
Die stärkste Beschleunigung in einem Auto tritt nicht beim
Gasgeben auf, sondern beim Bremsen. Abstriche bei der
Bremsleistung sind aus Sicherheitsgründen unvertretbar.
Auch hier ist die Reibung zwischen Kugel und Straße der limitierende Faktor. Da gibt es keinen Unterschied zum normalen Rad.
Erstens sehe ich keinen Grund, warum man die ungenutzte
Antriebsachse an die Kugel pressen sollte,
Weil man hin und wieder lenken möchte. Auch die
Seitenführungskraft in Kurven muß über die zweite
Antriebsachse erzeugt werden.
Dazu ist es nicht erfordelich, die Kugel mit nicht rotierenden Achsen einzuklemmen.
und zweitens sagte ich bereits, dass das die einfachste
Antriebsmechanik ist.
Anstelle von zwei Walzen auf starren Antriebsachsen könnte man
auch viele Räder auf drehbaren Achsen verwenden. Da gibt es
dieses Problem nicht.
Dafür andere: Wie überträgt man die Antriebskraft auf die
drehbar gelagerten Räder?
Mit einem geeigneten Getriebe oder mit einem Elektromotor direkt am Rad.
Mit Kegelrädern erzeugt man ein unerwünschtes Moment senkrecht
zur Antriebsrichtung.
Daran wird es nicht scheitern.
Ein PKW mit diesem Antrieb wird kaum schneller als 10 km/h
fahren können.
Für einen elektrischen Rollstuhl würde das reichen.
Das geht im einfachsten Fall mit der gleichen Mechanik, die
auch in mechanischen Mäusen verwendet wird - nur umgekehrt.
Warum dann überhaupt eine Kugel? Warum nicht gleich einen
zweiten Satz Räder quer zur Fahrtrichtung?
Weil man dann nur in zwei Richtungen fahren könnte.
Btw., die Mechanik in der Maus hast Du Dir sicher schon mal
angeschaut? Das dritte Rad bemerkt? Dir überlegt, dass die
Räder immer auch quer zur Drehrichtung über die Kugel rutschen
und das bei einem Fahrzeug immer zu Abrieb und
Reibungsverlusten in riesigem Ausmaß führen würde?
Hast Du die Worte „im einfachsten Fall“ übersehen?
Ein Kugelantrieb wäre möglich aber komplett sinnlos, weil der
Aufwand in keinem Verhältnis zum Erfolg stünde, die Vorteile
in keinem Verhältnis zu den Nachteilen.
Und das soll rein gar nicht vom Verwendungszweck abhängen?
Was man ganz einfach dadurch behebt, in dem man diese Räder
frei drehbar einbaut. Dann laufen sie - egal wie die Kugel
gedreht wird - immer in Drehrichtung mit. Die Reibungsverluste
sind dann minimal.
Stimmt. Und den Sinn dieser Räder (oder den der Kugel - warum
nicht gleich drehbare Räder auf der Straße?) hast Du nebenbei
auch komplett beseitigt.
Warum dann überhaupt eine Kugel? Warum nicht gleich einen
zweiten Satz Räder quer zur Fahrtrichtung?
Weil man dann nur in zwei Richtungen fahren könnte.
Wo ist der Unterschied zwischen zwei senkrecht zueinander stehenden Rädern direkt auf der Straße und zwei senkrecht zueinander stehenden Rädern die über eine Kugel auf die Straße wirken?
Btw., die Mechanik in der Maus hast Du Dir sicher schon mal
angeschaut? Das dritte Rad bemerkt? Dir überlegt, dass die
Räder immer auch quer zur Drehrichtung über die Kugel rutschen
und das bei einem Fahrzeug immer zu Abrieb und
Reibungsverlusten in riesigem Ausmaß führen würde?
Hast Du die Worte „im einfachsten Fall“ übersehen?
Reden wir hier über die Realisierung einer derartigen Vorrichtung oder nur einfach so? Im zweiten Fall wäre ich für die Einführung einer multidimensionalen Grenzschicht zwischen Kugel und antreibenden Rädern, die nur in einer Feldrichtung Reibung überträgt. Im anderen Fall musst Du eine Lösung für das angesprochene Problem anbieten, da es ein prinzipielles Problem ist.
Btw., ich habe mal vor Jahren (Jahrzehnten?) einen Bericht im TV gesehen, in dem über ein Auto berichtet wurde. Das hatte die normalen Räder und speziell zum Einparken einen zweiten Satz quer dazu. Der konnte dann bei Bedarf ausgefahren werden, um damit quer zur normalen Fahrtrichtung einzuparken. Hat sich offenbar nicht durchgesetzt, weil das wohl keinem Menschen der Preis wert war.
Ein Kugelantrieb wäre möglich aber komplett sinnlos, weil der
Aufwand in keinem Verhältnis zum Erfolg stünde, die Vorteile
in keinem Verhältnis zu den Nachteilen.
Und das soll rein gar nicht vom Verwendungszweck abhängen?
Nenn’ doch mal einen, der einen derartigen Kugelantrieb wünschenswert machen könnte und warum.
Ursprünglich ging es hier um Autos, aber das muss ja nicht so bleiben.
Zu Deiner anderen Antwort:
Und was hälst Du für den Sinn der Kugel?
Wenn man die Kugel mit frei drehbaren Rädern antreibt, kann man diese Räder auch gleich auf der Straße laufen lassen, ganz ohne Kugel. Deshalb hat sie ja keinen für mich sichtbaren Sinn mehr. Ursprünglich ging es doch wohl um die Wendigkeit eines so ausgestatteten Autos. Und das geht eben auch ohne Kugel.
Warum dann überhaupt eine Kugel? Warum nicht gleich einen
zweiten Satz Räder quer zur Fahrtrichtung?
Weil man dann nur in zwei Richtungen fahren könnte.
Wo ist der Unterschied zwischen zwei senkrecht zueinander
stehenden Rädern direkt auf der Straße und zwei senkrecht
zueinander stehenden Rädern die über eine Kugel auf die Straße
wirken?
Davon abgesehen, dass die Kugel nicht unbedingt mit senkrecht zueinander stehenden Rädern angetrieben werden muss, könnte Deine Rad-Konstruktion nur auf absolut ebenem Boden schräg zu den Achsen fahren.
Btw., die Mechanik in der Maus hast Du Dir sicher schon mal
angeschaut? Das dritte Rad bemerkt? Dir überlegt, dass die
Räder immer auch quer zur Drehrichtung über die Kugel rutschen
und das bei einem Fahrzeug immer zu Abrieb und
Reibungsverlusten in riesigem Ausmaß führen würde?
Hast Du die Worte „im einfachsten Fall“ übersehen?
Reden wir hier über die Realisierung einer derartigen
Vorrichtung oder nur einfach so?
Wir reden einfach so über die Realisierung.
Im anderen Fall musst Du eine Lösung für
das angesprochene Problem anbieten, da es ein prinzipielles
Problem ist.
Das habe ich schon längst: Man nehme Antriebsräder mit drehbaren Achsen.
Btw., ich habe mal vor Jahren (Jahrzehnten?) einen Bericht im
TV gesehen, in dem über ein Auto berichtet wurde. Das hatte
die normalen Räder und speziell zum Einparken einen zweiten
Satz quer dazu. Der konnte dann bei Bedarf ausgefahren werden,
um damit quer zur normalen Fahrtrichtung einzuparken. Hat sich
offenbar nicht durchgesetzt, weil das wohl keinem Menschen der
Preis wert war.
Und ich habe mal einen Bericht über Transportroboter gesehen, bei denen sich das offenbar doch durchgesetzt hat.
Ein Kugelantrieb wäre möglich aber komplett sinnlos, weil der
Aufwand in keinem Verhältnis zum Erfolg stünde, die Vorteile
in keinem Verhältnis zu den Nachteilen.
Und das soll rein gar nicht vom Verwendungszweck abhängen?
Nenn’ doch mal einen, der einen derartigen Kugelantrieb
wünschenswert machen könnte und warum.
Auch das habe ich bereits getan: Man könnte so einen Antrieb für elektrische Rollstühle bauen. Wenn man den auf eine einzige große Kugel setzt, dann dürfte er in Sachen Geländegängigkeit und Wendigkeit jeden Rollstuhl mit Rädern schlagen.
Und was hälst Du für den Sinn der Kugel?
Wenn man die Kugel mit frei drehbaren Rädern antreibt, kann
man diese Räder auch gleich auf der Straße laufen lassen, ganz
ohne Kugel.
Das würde die Geländegängigkeit reduzieren (wenn man schmale Räder nimmt) oder den Rollwiederstand erhöhen (wenn man breite Räder nimmt).