Fehlende Fußgängerampeln an gr. Kreuzung

Diskussion…
Hallo loderunner,

wir scheinen hier nicht miteinander diskutieren zu können, was ich ehrlich schade finde. Sei’s drum, vielleicht mal bei einem anderen Thema.

Herzlichste Grüße,
J~

P.S.: denk ans Psychologiebrett.

Jo, wird gemacht! :smile:

Hi,

sicher. Aber es könnten statt des ganz großen Wurfes (wie zB.
eine Autobahn quer durch die Stadt wie es andere Städte
machen, zB auf Stelzen) auch kleinere Veränderungen dazu
beitragen die Lage zu entspannen. Z.B könnte die Polizei ihre
Aufmerksamkeit statt auf Radfahrer zu lenken die etwas neben
dem Radweg fahren (diese Woche erlebt) eher dafür sorgen, dass
Autofahrer bei rotem Licht auch mal anhalten.
Sicher, Verstoß ist Verstoß. Aber wenn man seine Augen weg vom
Gesetzbuch mal eben kurz auf die Realität lenkt (nennt man das
juristisch Verhälnismäßigkeit?) würde man merken, dass der
eine ungleich gefährlicher ist als der andere. Ich zumindest
(Auto-, Rad-fahrer und Fußgänger) werde durch Autos fast
täglich, durch Radfahrer aber nur „alle paar Monate“ mal
gefährdet.

Mal ehrlich: Gutes und Böses gibts überall, wobei auch ich dazu neige eher letzteres zu unterschreiben.
Und ich würde nie soweit gehen, das ich mich immer regelkonform verhalte.

Weiterhin würde eine Absenkung der Bordsteine (in anderen
Städten gang und gäbe) die Situation ebenfalls erheblich
entspannen da dann a) Radfahrer ohne Abzusteigen den
Grünknopf betätigen könnten und b) sich nicht alle Menschen
der Kategorien alt, gehbehindert, Rollifahrer,
Kinderwagenschieber, Abkürzungsläufer und Radfahrer einen nur
wenige dezimeter breiten Weg teilen müssten.

Richtig, aber es muss auch alles realisierbar und bezahlbar sein.
Das hier und da verbesserungsbedarf besteht ist unumstritten.

Als ich gestern durch Berlin fuhr (und ich bin den Verkehr in
HH gewohnt) muss ich sagen: HH ist etwas entspannter.

Als Autofahrer? Klar entspannt. Keiner denkt an den anderen
(oder überhaupt).

Oh doch, das tue ich. Auch wenn man mir das nicht glaubt, ich achte auf Radfahrer und Fussgänger, verzichte lieber einmal mehr als zuwenig auf meine Vorfahrt, halte beim Überholen den nötigen Abstand (oder überhole dann eben nicht, wenns nicht passt).

Hier widersprichst Du Dir selbst: Die Leute, bei denen Du der
Meinung bist dass sie Dich gefährden, machen es doch genauso
wie Du:

Ja, ich habe gelernt und verhalte mich in HH nun
verkehrsangepasst. Ich gebe zu, dass ich manchmal Probleme
habe mich in anderen Städten wieder einzugewöhnen. Das mir
meine Vorfahrt gewährt wird, dass VOR dem Radweg angehalten
wird, dass ich Radwege, Radampeln und gegenseitige
Rücksichtsnahme vorfinde schockiert mich immer kurz :smile:

Das sowas seltenheitswert hat ist leider traurige Realität.
Mich hat gestern massiv geärgert das auf der Autobahn bestenfalls jeder zehnte beim Spurwechsel blinkt oder gar in den Rückspiegel schaut. Das hat mich locker ein paar mm meiner Bremsen gekostet :wink:

Scheiss was auf die Regeln, ich mache es so wie ich es für
richtig halte.

Eben. Soll ich der letzte Mohikaner sein der mit dem
Gesetzbuch in der Hand ins Gras beiße?

Naja, ich bin da eher der Freund des mit gutem Beispiel vorangehenden.
Gerade die „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ Mentalität ist oft nur verschärfend.

Der einzige Unterschied: wenn die das machen ist es
Gefährdung. Wenn Du es machst ist es solide Selbsteinschätzung
:wink:
Lustiges Kerlchen bist Du.

Mit welchem Verhalten genau gefährde ich deiner Meinung nach
jemanden? ICH fahre an keiner durch Blech geschützten Person
mit dem Auto in einer Entfernung von 50cm vorbei. Wenn der
Platz für einen Sicherheitsabstand nicht reicht bleibe ich
HINTER ihr oder halte an. Dafür werde ich von anderen
Autofahrer oft bedrängt, was mir aber zwischenzeitlich egal
ist. Also, wo genau gefährde ich Leute?

Nun, dazu müssten wir gemeinsam mal ein paar Kilometer zusammen in HH zurücklegen. Aber die Regeln zu ignorieren kann gefährlich werden.
Oftmals ist ja gerade die Gedankenlosigkeit der Unfallverursacher.
Ob die Situation für jemand anderen gefährlich ist oder dieser das so empfindet ist subjektiv.

Dann habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt. Ich habe
einen Führerschein und IMHO die meisten Regeln parat.
Unabhängig davon verhalte ich mich als Kraftfahrer gegenüber
anderen, besonders zu ungeschützten Verkehrsteilnehmern
rücksichtsvoll und zurücknehmend um sie nicht zu behindern
oder gar zu gefährden.

Das ist löblich und so versuche ich mich ebenfalls zu verhalten.
Meiner Ansicht nach geht es nur partnerschaftlich im Verkehr. Da muss jeder aber auch mal (nicht immer, aber ab und an) mal zurückstecken können.
Ich plädiere seit Jahren dafür das in Fahrschulen bei der Erlangung des FS jeder Verkehrsteilnehmer (egal welchen FS er macht) mindestens eine Stunde als Fussgänger, als Mopedfahrer, als LKW Fahrer und als PKW Fahrer absolvieren müsste.
Das schärft die Sinne für den anderen.
Aber auf mich hört ja keiner :wink:
Ich habe einige Jahre LKW in der Hamburger Innenstadt gefahren. Wenn einem der Blutdruck lieb ist, dann wird man ruhiger.
Unter Missachtung sämtlicher Regeln ist man auch nicht schneller, daher gehe ich das etwas lockerer an.

Andererseits würde ich mich ganz gerne auch BEWEGEN um mein
Ziel in t

Hi Jakob,

Ich plädiere seit Jahren dafür das in Fahrschulen bei der
Erlangung des FS jeder Verkehrsteilnehmer (egal welchen FS er
macht) mindestens eine Stunde als Fussgänger, als Mopedfahrer,
als LKW Fahrer und als PKW Fahrer absolvieren müsste.
Das schärft die Sinne für den anderen.
Aber auf mich hört ja keiner :wink:

eines der Grundprpbleme scheint in der Tat zu sein, dass man in einem Auto quasi immer in den geschützten eigenen Vier Wänden ist und die Gefährlichkeit nach außen so gut wie nicht wahrnimmt. Alle anderen Verkehrsteilnehmer haben zumindest mehr oder weniger (körperlich nahen) Kontakt zu anderen.

Mal ehrlich: Gutes und Böses gibts überall, wobei auch ich
dazu neige eher letzteres zu unterschreiben.
Und ich würde nie soweit gehen, das ich mich immer
regelkonform verhalte.

Also… Wo ist das Problem für andere wenn ich mich als (zweit) schwächster Verkehrsteilnehmer regelwidrig verhalte und das nicht nur ohne FremdGEFÄHRDUNG sondern sogar ohne FremdBEHINDERUNG?

Richtig, aber es muss auch alles realisierbar und bezahlbar
sein.
Das hier und da verbesserungsbedarf besteht ist unumstritten.

Andere Städte sind auch pleite, scheinen ihre Schwerpunkte aber trotzdem anders zu legen. Und die Gedanken in den Köpfen der VTeilnehmer kann man zwar, aber eben nur begrenzt durch Stadtplanung (=Geld) beeinflussen. Die Polizei auf Radfahrerjagt zu schicken scheint mir keine Entschärfung der Fronten zu bringen.

Appropos Polizei: die hat mich in HH schon mal nachts (~3h) angehalten und komplett durchkontrolliert weil ich mich vor dem Streifenwagen an das Tempolimit gehalten habe! lol
Das scheint in HH schon als verdächtig zu gelten :wink:
(Die Taxen und andere PKWs sind nur so an mir vorbeigeknallt)

Oh doch, das tue ich. Auch wenn man mir das nicht glaubt, ich
achte auf Radfahrer und Fussgänger, verzichte lieber einmal
mehr als zuwenig auf meine Vorfahrt, halte beim Überholen den
nötigen Abstand (oder überhole dann eben nicht, wenns nicht
passt).

Du scheinst (oder nur mir) nicht aufzufallen :smile:

Das sowas seltenheitswert hat ist leider traurige Realität.
Mich hat gestern massiv geärgert das auf der Autobahn
bestenfalls jeder zehnte beim Spurwechsel blinkt

Mit diesem flackernden Licht würde man manche sicher iritieren. Besser nicht benutzen! :wink:

Eben. Soll ich der letzte Mohikaner sein der mit dem
Gesetzbuch in der Hand ins Gras beiße?

Naja, ich bin da eher der Freund des mit gutem Beispiel
vorangehenden.

Löblich! Ich habe das aufgegeben.

Nun, dazu müssten wir gemeinsam mal ein paar Kilometer
zusammen in HH zurücklegen. Aber die Regeln zu ignorieren kann
gefährlich werden.

Hängt natülich von der Situation ab. Man muss natürlich auch einkalkulieren, dass sich andere auch regelwidrig verhalten. Aber da ich eh damit rechne ist dafür bei mir kein weiterer Gedankengang notwendig :wink:

Oftmals ist ja gerade die Gedankenlosigkeit der
Unfallverursacher.

Nunja, dazu schrieb ich ja schon was. Was ich als Gefahr erlebe ist eher Fahrlässigkeit wenn nicht gar Inkaufnahme oder gar Vorsatz.

Das ist löblich und so versuche ich mich ebenfalls zu
verhalten.

Ja, aber daran verzeifle ich regelmäßig in HH.

Meiner Ansicht nach geht es nur partnerschaftlich im Verkehr.
Da muss jeder aber auch mal (nicht immer, aber ab und an) mal
zurückstecken können.

Man muss hier aber auch die Fremdgefährdung seines eigene Fahrzeugs mit einbeziehen. Als Kraftfahrer MUSS ich mich nicht nur moralisch sondern auch nach dem Gesetz MEHR Sorgen um andere machen als wie als Radfahrer. Als letzterer kann ich Fußgänger zwar noch problemlos leichtverletzen, aber schwerverletzen ist schon nicht so einfach. Als Kraftfahrer jemanden (oder gar eine ganze Menschengruppe zu töten) ist dagegen schnell passiert und geschieht in HH hingegen fast wöchentlich (2003:42mal)

Ich habe einige Jahre LKW in der Hamburger Innenstadt
gefahren. Wenn einem der Blutdruck lieb ist, dann wird man
ruhiger.

Was ich interessant finde: Kieler Busfaher empfinde ich als super entspannt. Damit die hupen muss man die schon zu einer Gefährdung der Fahrgäste nötigen. Bedrängen tun die einen nie. Anders in HH. Bei berührung des Lenkrades scheint es schon zu hupen und einmal wurde ich sogar von einem per Lichthupe „beschimpft“. Vermutlich bin ich angsamer als 30 zu schnell gefahren :wink:

Andererseits würde ich mich ganz gerne auch BEWEGEN um mein
Ziel in t

Das Leid der Weltverbesserer
Hi,

tja, es scheint nicht viel zu nützen das wir beide versuchen die Partnerschaft im Strassenverkehr zu fördern :wink:
Neben der Verkehrspolitischen Planung trägt aber auch der Zeitgeist dazu bei, das alle nur noch mit den Ellenbogen voraus wollen.
Gegenseitige Rücksicht ist Schnee von gestern. Die Ego-Schiene ist hip.
Trotzdem werde ich mein Verhalten nicht ändern.
Dann stecke ich eben mal zurück, na und?
Andererseits gebe ich zu das ich nicht mehr so oft wie früher mit dem Auto in HH fahre. Ich fahr wirklich lieber Bahn, lese Zeitung dabei weil ich sonst selten dazu komme und spare mir den Stress mit Parkplatzsuche und dem dichten Verkehr.
Und vom Hauptbahnhof zum Gänsemarkt oder ins Karoviertel gehe ich gern zu Fuss.
Letztlich hat es einen guten Grund warum ich jetzt mitten im Wald wohne :wink:
Da störe ich mich nicht mehr am Verkehr, habe keine Nachbarn die mich nerven und geniesse mein Leben :wink:

Gruss Jakob

Da mag einer markiert sein, beampelt ist …

und wieso macht das die sache gefährlicher?
ich fahr da morgen mal längs und schau mir das an, da gibts
definitiv einen plausiblen grund für.

was hat deine Recherche ergeben? Wo ist der (sicherlich nur
einem Beamten plausibel erscheindene …:wink: plausible Grund?

tja… das könnte jetzt ein längerer beitrag werden.
auf älteren Luftbildern (ca 2000) ist auf dem Nur-Fahrrad-Überweg keine Verkehrsinsel. der Abstand FußgängerAmpel-FußgängerAmpel ist an so einer Fahrbahn (7-spurig) aber m.W. nach zu groß, um sicher drüber zu kommen. Gibt langsame Verkehrsteilnehmer, die so eine Volldistanz nicht bewältigen. darum gibts auf breiten straßen die fußgängerinseln.
auf alten Luftbildern (ca 2000) war da auch schon keine verkehrsinsel am Nur-Fahrrad-Überweg.

Außerdem ist die Grünphase an diesem Nur-Fahrrad-Überweg extrem kurz, was an der Ampelschaltung liegt. Am besten ließe sich das mit einer Skizze erklären, aber vielleicht bekomm ich es auch so verständlich hin:

(Ampel)Phase 1:
Martini/troplowitz hat grün, Lokstedter Steindamm (LSSD) hat rot.
jetzt haben der Fußweg und der Nur-Radüberweg grün

Phase 2:
vom Lokstedter Steindamm (LSSD) aus Richtung Hoheluftchaussee (Süd) kommend gibts Grün für linksabbieger in Troplowitz und geradeaus richtung Kollaustraße.
gleichzeitig hat aber der LSSD aus Richtung Kollaustraße kommend (Nord) komplett rot.
der vorhandene Fußgängerüberweg hat also partiell länger grün für Fußgänger

Phase 3:
der komplette LSSD hat (bis auf die linksabbiegerspur LSSD–> Troplowitz) grün


tja, ich sage einfach, dass es an der linksabbiegemöglichkeit, der dadurch kürzeren Grünphase für kreuzende Fußgänger und der fehlenden mittigen Verkehrsinsel liegt.
Ich hätte auch gerne das argument „da geht eh keiner lang“ bzw „messung von passantenströmen haben ergeben, dass dort eine fußgängerampel überflüssig ist“ angeführt - kanns aber nicht untermauern :smile:

Das wird dadurch gefährlicher, da die Markierung einen
Übergang suggeriert und bei fehlender Beampelung dann einfach
„blind“ von Fussgängern genutzt wird.

aber es ist nunmal keine Ampel für Fußgänger da, also dürfen sie auch nich rüber. Wenn sie es trotzdem machen, sind sie einfach doof :smile:
(ich würds jedenfalls nicht machen, da gerade aus der Martinistraße an dem Nur-Radüberweg garkeine ampel da ist. warum auch - einen radweg gibts auf der seite aus der martini auch garnicht. radfahrer _dürfen_ da garnicht rüber. auch vom LSSD aus Süden kommend und den richtigen radweg benutzend muss der radfahrer als linksabbieger in die troplowitz genau genommen erst über die martini und dann über den kombinierten Fuß/Radüberweg am nördlichen ende der kreuzung. und nich einfach über den LSSD über den südlichen Überweg. weil das dann streng genommen … entgegen der fahrtrichtung ist)

fazit: wirkliche _Gründe_ (zwingende) gibt es nicht. für einen Fußüberweg braucht es aber eine Verkehrsinsel. im durchaus Autofahrerer-freundlichen Hamburg (soll heißen: die politik und planung vertreten stellenweise immer noch die „pro-autoverkehr“-haltung) wundert es mich nicht.

Zurück zum Thema!?!

Kleiner Vorschlag akzeptiert?

Zurück zum Thema!?!

Gruss
Jonas

Hi Jakob,

Letztlich hat es einen guten Grund warum ich jetzt mitten im
Wald wohne :wink:

du bist also ins schöne Schleswig-Holstein geflohen was ich gut verstehen kann :wink:

Ich danke dir für die anregende Diskussion :smile:

Herzlichste Grüße,
J~

Vielen Dank !

tja… das könnte jetzt ein längerer beitrag werden. […]

Vielen Dank für diese interessanten Hinweise!
Jonas