Forensik (sehr zornig)

Hallo Wolfgang,

Was für eine Naivität, Du weißt genau, dass mit einem
ungreifbaren Konzept wie „allgemeinem Lebensrisiko“ alles und
jedes daherargumentiert werden kann.

Das ist mir zu wirr, was meinst Du damit?

Also, wenn DAS schon zu hoch für Dich ist … 5,4,3,2,1 … Komm, lass stecken.

Kannst Du eigentlich mit

Deiner ominösen „Zusatzgefährdung“ auch irgendwelche Fakten
verbinden oder geht’s hier um die berühmte „gefühlte
Sicherheit“?

Du meinst, ich soll Dir jetzt beweisen, daß ein
gemeingefährlicher Irrer ein gemeingefährlicher Irrer ist,
weil Du glaubst, ein gemeingefährlicher Irrer sei stets nur
„gefühlt“ gemeingefährlich?

Ich glaube gar nix, Du kommst aber die ganze Zeit mit irgendwelchem Zeux aus dem tatsachenfreien Raum …

Ach Du mein Schreck, schon wieder eine Randgruppe, diesmal im
Aggregatzustand Wolfgang Berger! Wende Dich doch mal an den
Schwanitz, der greift sowas immer wieder gerne auf …

Du sprichst in Rätseln, weder habe ich mich als eine Gruppe
dargestellt, noch als randständig und schon gar nicht als
Aggregatszustand.

Humorfrei und hirnträge auch noch …

Wenn er schlau ist, wird er sich einige Zeit in der Nähe

verbergen, bevor er Verkehrsmittel benutzt.

Ist er aber nicht, sondern eine „kranke, widerliche
Zusatzgefährdung“.

Wenn Du das so genau weißt, bittesehr, außerdem heißt das
politisch korrekt „Patientengut“.

Jede zweite Kindergätnerin darf mir mit PC kommen, DU nicht!

[Mod] bitte…
Hallo Wolfgang und Wolfgang, :smile:

ich habe Eure Diskussion verfolgt, und bis jetzt ist sie, wenn auch erhitzt, so doch zivilisiert vonstatten gegangen. So langsam habe ich aber das Gefühl, daß sich das ändert.

Kontroverse und auch hitzige Diskussionen sind selbstverständlich eine gute Sache. Wenn sie aber dazu tendieren, zum handfesten Streit zu werden, muß ich leider eingreifen. Deshalb möchte ich Euch beide bitten, die Diskussion entweder wieder auf einen sachlichen Level zu bringen oder, wenn Ihr steiten wollt (und ich verstehe durchaus den Reiz eines ordentlichen Streits *g*), das per EMail zu tun.

Die eingeschlagene Richtung und der Tonfall gehören nicht mehr in dieses Brett.

Mit der Hoffnung auf Euer Verständnis,
liebe Grüße,

Nike
(Mod)

Obwohl ich den Hintergrund Deiner Frage verstehe, möchte ich
Euch beide darauf hinweisen, daß es für politische
Diskussionen politische Bretter gibt - bevor sich eine solche
hier entwickeln sollte. Gebrannter Mod scheut das Feuer. :wink:
Also, nicht böse sein, Ihr könnt das natürlich gerne
diskutieren, sollte es aber politisch werden (und mein Gefühl
sagt mir, das wird es), dann: Ab in die Politik. :smile:

Hmmm, also wenn ich mir überlege was es im Bereich der Persönlichkeitspsychologie alles an Anstrengungen, Theorien und Konzepten gibt, um dieses seltsame Dingsbums was Menschen als Charakter bezeichnen, zu erklären. Von Fragen nach dessen Herkunft (Vererbung, Umwelt, …) ganz zu schweigen.

Und jetzt macht jemand einen Riesensprung und versucht sogar den Begriff „Volkscharakter“ einzuführen. Da will ich - schon allein interessehalber - wissen, was da an Konzepten dahintersteht.

Gruß,

Guido Strunck

Die eingeschlagene Richtung und der Tonfall gehören nicht mehr
in dieses Brett.


Okay, ACK

Gruss
Wolfgang

Hallo Romana,

Was gibt es Dir, mich als Kind zu betitulieren? Alter ist kein
Garant oder Ausdruck für Reife. Ich bin kein Kind mehr, ich
bin eine erwachsene Frau.

Ist ja schon gut, Du darfst „Schätzchen“ oder sowas zu mir sagen.

Ich fand den Satz nicht dumm, für mich stimmte der Inhalt. Ich
kritisiere an Dir, daß Du Menschen mit anderen Erfahrungen
bzw. Andersdenkende aburteilst.

Ja, aber nur manche, und das halte ich für bei weitem anständiger als Menschen mit anderen Erfahrungen bzw. Andersdenkende als pathologisch herabzuwürdigen:

Schreibst Du davon zornig zu sein, sprichst Du also auch von
Deinem eigenen Irresein?!

Und mußte er nicht irre werden und verzweifeln an Vernunft und
Gereechtigkeit

Daß es schlecht ist, die Dinge beim Namen zu nennen, paßt gut ins Bild.

Naja, da hast Du durchaus recht. Abgesehen von den Forensikern
gibt es durchaus den sozialpädagogischen Typ, den ich nicht
mag. Zu seinen Kennzeichen gehört das Pathologisieren als
Diskussionsstrategie, wie Du das ja auch praktizierst.

Und ich mag Deine plattmachende Vorurteilsschiene nicht.

Daß das zumindest in Deinem Fall nicht vorschnell geurteilt ist, geht aus Deinen Sätzen deutlich hervor. Du pathologisierst auf Deibel-komm-raus.

Ein Freigänger ist ein Freigänger, weil er normalerweise
ist es wohl ein gemeingefährlicher Irrer.

Wer außer Dir definiert das so?

Was soll dieser unqualifizerte Einwand?

Wieso unqualifiziert?

Weil Du ihn nicht qualifiziert hast, z.B. mit einem Hinweis darauf, was ich denn sachlich falsches geschrieben habe.

Deine Formulierung war für mich die ganze Zeit so, daß alle
Insanssen Eurer psychiatrichen Klinik gemeingefährliche Irre

Das ist von Anfang an unzutreffend gewesen.

seien und dagegen verwehre ich mich. Sicherlich sind
geisteskranke Menschen mit Fremdgefährdung nicht harmlos, doch
nicht alle Freigänger sind geimeingefährliche Irre.

Was soll die Haarspalterei. Freigänger aus der Psychiatrie, vor denen die Polizei wegen deren Gewaltneigung warnt, sind gefährliche Irre, was denn sonst?

Wenn Du in einer Kommunikation Deine Arrgoganz brauchst,
bitte. Ansonsten denke ich, dient eine Kommunikation zum
Austausch, ein Austauch wo jeder die Möglichkeit hat seinen
Standpunkt zu hinterfragen, gegebenenfalls zu erweitern oder
zu revidieren. Etwas nicht zu verstehen, kann ja auch daran
liegen, daß ein Gegenüber nicht richtig erklärt oder es
einfach auch nichts zu verstehen gibt.

Du trägst zur Sache überhaupt nichts bei, offenbar verstehst Du von der Handhabung von Unterbringungsbeschlüssen in der Psychiatrie weniger als ich.

So eine menschenverachtende Scheibe!

Das sagt gerade der Richtige.
Na, der implizite Anwurf, ich sei ein menschenverachtender Mensch ist ja wohl ein wenig unanständiger als „Kind“.

Hier wünschte ich mir eine konkrete und keine ausweichende
Antwort.

Wieder so ein Therapieversuch. Wenn Du ein kompetenter Gesprächspartner für das Thema Unterbringung und forensische Psychiatrie wärst, hättest Du längst etwas sinnvolles beigesteuert.

  1. Du berichtest nicht von eigenen Erlebnissen, sondern nur
    vom Hörensagen und Medienberichten.

OK, das waren jetzt Erlebnisberichte. Wenn Du möchtest, werde ich sie genauer würdigen, jetzt habe ich grade keine Zeit dazu.

  1. Hast Du mal ein Kind, das nicht schwimmen kann, im Wasser
    untergehen sehen und weißt, wie das aussieht?

Nein, aber ich habe schon diverse Situationen miterlebt, wo

Du würdest es womöglich nicht bemerken, selbst wenn es in nächster Nähe passiert. Das Kind geht geräuschlos unter und bleibt auf dem Grund regungslos liegen.

  1. Daß man sich an Schlägereien beteiligen soll, um eventuell
    daran beteiligte Ausländer zu schützen, ist eine ganz neue
    Zeiterscheinung.

Was soll das konkret heißen?

Früher hieß es, man solle sich nicht heldenkühn an einer Schlägerei beteiligen.

Wie schon hier mal erwähnt, was der Sinn von Diskussionen für
mich ist, sehe ich diesen bei Dir jedoch nicht. Weder lerne
ich von Deinen Postings was, noch habe ich den Eindruck, Du
magst / kannst von mir was annehmen. Fazit: lassen wir es doch
besser, wenigstens für den Moment.

Du lernst nichts aus meinen Ausführungen, weil Du sie nur als Symptomatik betrachtest. Ich lerne wenig aus Deinen Ausführungen, weil Du offensichtlich zuwenig über das Thema weißt und ich den Umgang mit therapeutisch-moralinsaurem Genöle schon einigermaßen gewöhnt bin.

Gruß

Wolfgang Berger

Hallo Guido,

zu einer Diskussion mit Dir bin ich ja gerne bereit. Da Du bis jetzt jedoch noch nicht über ein Anreißen des Topoi „man darf die Dinge nicht beim Namen nennen“, hinausgekommen bist, hättest Du bitte die Güte, mal ein paar zusammenhängende Sätze auf eine solche Art zu formulieren, daß ich darauf sinnvoll antworten kann.

Gruß

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

zu einer Diskussion mit Dir bin ich ja gerne bereit. Da Du bis
jetzt jedoch noch nicht über ein Anreißen des Topoi „man darf
die Dinge nicht beim Namen nennen“, hinausgekommen bist,
hättest Du bitte die Güte, mal ein paar zusammenhängende Sätze
auf eine solche Art zu formulieren, daß ich darauf sinnvoll
antworten kann.

da ich von Dir und über Dich nur wenig weiss, habe ich zwei Fragen formuliert, um mehr über Dich zu erfahren.

Zum einen hänge ich mich einfach mal an Romanas Frage „Was ist für Dich ein „Irrer“?“ mit dran. Eine selbstbezügliche Definition ist unzulässig, da sie nichts aussagt und zudem logisch falsch ist. Es sei denn, Du willst damit über Dich selbst sagen, dass Du keine Ahnung hast, worüber Du schreibst.

Zum zweiten wüsste ich gerne mehr über Deine Haltung gegenüber geistig Behinderten. Wer Diskriminierung als „liebenswert“ einstuft, hat entweder Probleme mit der deutschen Sprache (was zu entschuldigen wäre) oder sein Menschenbild ist um einiges bedenklicher als das eines Soziopathen, der als therapieresistent in der Psychiatrie einsitzt.

Im Übrigen habe ich den Eindruck, Dir geht es gar nicht darum Dein Problem mit dieser möglicherweise nachlässig geführter Einrichtung anzugehen (da gäbe es mehr als genug Wege …). Du willst einfach nur rummosern aber wenn man Dir das Problem wegnimmt, weil es gelöst wurde, geht Dir was wichtiges ab.

Weiterhin kann ich mich nicht entsinnen etwas wie „man darf die Dinge nicht beim Namen nennen“ wörtlich oder sinngemäß geschrieben zu haben. Hast Du Dich beim Beantworten der Postings verklickt (Bildschirm putzen hilft)? Und welche „Dinge“ meinst Du?

Gruß,

Guido Strunck

Hallo Guido,

da ich von Dir und über Dich nur wenig weiss, habe ich zwei
Fragen formuliert, um mehr über Dich zu erfahren.

Du bist bei weitem länger als ich beim WWW und hättest schon viel von mir lesen können.

für Dich ein „Irrer“?" mit dran. Eine selbstbezügliche
Definition ist unzulässig, da sie nichts aussagt und zudem

Einen allgemeinverständlichen Ausdruck willst Du definiert haben, bittesehr, wie wäre es damit?
„Mental pathologisches Patientengut“. Zwar ist eine marginale Diskrimination gegenüber mental physiologischem Patientengut oft schwierig in der operationalen Definition, im eingangs genannten Falle gemeingefährlicher Irrer aber wohl nicht.

geistig Behinderten. Wer Diskriminierung als „liebenswert“

„Depperln“ sagt der Volksmund und tut damit niemanden herabwürdigen oder benachteiligen (wenn es das ist, was Du mit „Diskriminierung meinst“).
Für die individuelle Würdigung einzelner und ihrer jeweiligen Symptomatik würde ich dann die erforderlichen Fachausdrücke benutzen.

Im Übrigen habe ich den Eindruck, Dir geht es gar nicht darum
wegnimmt, weil es gelöst wurde, geht Dir was wichtiges ab.

Das Problem wegnehmen? Na, Du bist gut. Gerade gestern habe ich erfahren, daß in der Anstalt die Forensik fast verdoppelt wird (auf 300 Betten), während die Bettenzahl für Harmlose halbiert wird (auf ca. 850).

die Dinge nicht beim Namen nennen" wörtlich oder sinngemäß

Man darf zu Depperln nicht „Depperln“ sagen.

Gruß

Wolfgang Berger