Schon klar, daß eine Entschuldigung nur sinnvoll ist, wenn sie auch so gemeint
ist. Die von dir genannte Möglichkeit habe ich nicht außer Betracht gezogen,
habe sie nur nicht erwähnt.
Ich weiß nicht, weshalb das Mädchen den Opa gezwickt hat, ich kenne die
Vorgeschichte nicht.
Es ging mir hauptsächlich darum, daß es schlimmeres als eine kalte Dusche gibt
(heiße Duschen z.B. - ein mindestens ebenso beliebtes Erziehungsmittel und das
bei ausgebildeten Pädagogen). Wenn sowas oft vorkommt, sollte man sich wohl
Gedanken machen, wenn es einmal der Fall ist, dann finde ich es einfach nicht
so schlimm.
Abendliche Grüße…
Servus Corinna,
mich wundert, dass Du die Möglichkeit, dass das Mädchen sich
eventuell gar nicht bei dem Großvater entschuldigen will, weil
ihm der Angriff auf den offenbar nicht sehr robusten alten
Herrn gar nicht leid tut, sondern vielleicht eine gerechte
Verteidigungsmaßnahme war, a priori nicht in Betracht ziehst?
Die Vorgeschichte ist im Sachverhalt nicht geschildert.
Jedenfalls sollte das Mädchen die Möglichkeit haben, dann
(und nur dann) um Verzeihung zu bitten, wenn es ihm leid tut:
Sonst ist die Äußerung völlig wertlos.Wenn das Kind - sei es mit dem beschriebenen Sadismus oder auf
andere Weise - darauf konditioniert wird, in bestimmten
Situationen reflexartig bestimmte Worte zu sagen, welche
Möglichkeit hat es dann, sich zu äußern, wenn es mal ehrlich
ausdrücken will, dass ihm was Leid tut?