Fragen zur Kündigung

Hallo WWWler,
erst mal: hoffe Ihr hattet ein tolles Fest mit lecker Essen und tollen Geschenken!!
Sooo, dann die Frage:
Arbeite bei einem Dienstleistungsunternehmen mit 2 Vollzeitkräften (eine davon bin ich, als letzte eingestellt) und 4 Aushilfen. Seit Oktober keine Arbeit mehr, da unser Hauptauftraggeber Systemumstellung hat und wir deshalb nix arbeiten können. Seit Oktober hatten wir nun eine 3-Tage-Woche (abwechselnd, Vollzeitkräfte, gleichbleibendes Gehalt), damit halt das Telefon besetzt ist!!! Im Dezember Betriebsausflug 1 Woche, sponsored by Chef (also kann´s uns ja nicht sooo schlecht gehen!!). Ab Januar soll es vom Hauptauftraggeber anscheinend wieder Arbeit geben, allerdings ist nicht klar, ob es für alle Angestellten reicht (Systemumstellung zwecks Kosteneinsparung). So, uffffzzz. Zwecks Sorgen um meine zukünftige Arbeit habe ich mich zwischendurch anderweitig beworben, Chef hat das leider um 5 Ecken mitbekommen und bosst mich seither, wo es nur geht! Ende Januar habe ich eine OP am Handgelenk, die mich ca. 2 Wochen außer Gefecht setzen wird, also bis Mitte Februar!! Dies wäre der nächstmögliche Zeitpunkt für eine Kündigung (6 Wo auf Q-Ende); mit der rechne ich nun auch! So, nun die Fragen:

  1. kann Chef ohne Angabe von Gründen kündigen?
  2. Wenn er als Kündigungsgrund „wirtschaftliche Lage“ angibt, geht das bei der Vorgeschichte mit Betriebsurlaub, keiner angemeldeten Kurzarbeit etc., könnte er auch aus wirtschaftlichen Gründen die KüFrist verkürzen??
  3. Müssen zuerst die Aushilfen gekündigt werden, auch wenn ich nach denen erst eingestellt wurde? Gibt es da eine „Rangordnung“?

Tja, viel Text und viele Fragen, aber ich denke, diese Randdaten sind wichtig!! Freue mich über alle Antworten,

liebe Grüße,
Sonja

Hi Sonja,

Zitat:

Durch das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) werden nur Arbeitnehmer geschützt, deren Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat.

Keinen Kündigungsschutz nach dem KSchG haben Arbeitnehmer in Betrieben, in denen regelmäßig nicht mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigt werden. Bei der Feststellung der Zahl der Arbeitnehmer sind Teilzeitbeschäftigte mit nicht mehr als 20 Wochenstunden mit dem Faktor 0,5 und mit nicht mehr als 30 Wochenstunden mit dem Faktor 0,75 zu berücksichtigen. Nicht mitzuzählen sind die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten (§ 1 BBiG). Mitzuzählen sind jedoch die aufgrund eines Arbeitsvertrages beschäftigten Familienangehörigen. Die für einen erkrankten Mitarbeiter eingestellte Aushilfskraft ist nicht mitzuzählen. Sofern eine Ersatzkraft eingestellt ist, werden sich im Erziehungsurlaub befindende Arbeitnehmer ebenfalls nicht mitgezählt.

http://www.info-arbeitsrecht.de/Kuendigungsschutz/ku…

Zitat Ende

Sollte also der Begriff „Kleinbetrieb“ auf Euren Laden zutreffen darf Dir ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Bye
Rolf

Hallo, Sonja,

in Ergänzung von Rolf möchte ich zu Deiner Beruhignung noch sagen, dass aus wirtschaftlichen Gründen die Künsigungsfrist nicht verkürzt werden darf.
Ingeborg, die Dir alles Gute zur neuen Arbeitsplatzsuche wünscht!

Hallo

  1. kann Chef ohne Angabe von Gründen kündigen?

Ja

  1. Wenn er als Kündigungsgrund „wirtschaftliche Lage“ angibt,
    geht das bei der Vorgeschichte mit Betriebsurlaub, keiner
    angemeldeten Kurzarbeit etc., könnte er auch aus
    wirtschaftlichen Gründen die KüFrist verkürzen??

Wenn er klug ist, gibt er keinen Grund an. Die Küfrist muß eingehalten werden. KüSchutz besteht nicht.

  1. Müssen zuerst die Aushilfen gekündigt werden, auch wenn ich
    nach denen erst eingestellt wurde?

Nein.

Tip:
Verlege doch die OP nach hinten.

Frage:
Warum muß es einem AG automatisch gut gehen, wenn er den AN trotz schwieriger Lage seinen AN den Betriebsurlaub gönnt und finanziert? Vielleicht ist er ja einfach nur nett? Wie man’s macht, macht man’s falsch.

Gruß,
LeoLo

Hallo Leo,
erst mal Danke für die Info!
WEitere Kommentare findest Du im Text!

Hallo

  1. kann Chef ohne Angabe von Gründen kündigen?

Ja

  1. Wenn er als Kündigungsgrund „wirtschaftliche Lage“ angibt,
    geht das bei der Vorgeschichte mit Betriebsurlaub, keiner
    angemeldeten Kurzarbeit etc., könnte er auch aus
    wirtschaftlichen Gründen die KüFrist verkürzen??

Wenn er klug ist, gibt er keinen Grund an. Die Küfrist muß
eingehalten werden. KüSchutz besteht nicht.

O.k., verstanden!

  1. Müssen zuerst die Aushilfen gekündigt werden, auch wenn ich
    nach denen erst eingestellt wurde?

Nein.

Diese Aushilfen sind ja für genau diese Tätigkeit eingestellt, die ich auch ausführe. Gilt es da dann nicht eher, Vollzeitkräfte zu schützen, da Aushilfen ja eigentlich eher zur Aushilfe von Engpässen eingestellt werden!?!? Hätte ich jetzt eher gedacht!

Tip:
Verlege doch die OP nach hinten.

Wenn ich das mache und dann eh gekündigt werde, würde das ja wieder zu Lasten des neuen Arbeitgebers gehen. Ich fange nicht gerne eine neue Stelle an und bin dann nach ein paar Monaten gleich krank! Wer so bosst und andere Angestellte gegen einen aufhetzt, der kann auch zwei Wochen Krankheit vertragen!

Frage:
Warum muß es einem AG automatisch gut gehen, wenn er den AN
trotz schwieriger Lage seinen AN den Betriebsurlaub gönnt und
finanziert? Vielleicht ist er ja einfach nur nett? Wie man’s
macht, macht man’s falsch.

Nein, klar hat er das auch gemacht, weil er in der Hinsicht nett ist!! Wir wollten das ja auch gar nicht und haben auch vorgeschlagen, zumindest die Hälfte des Reisepreises selber zu tragen, aber das wollte er nicht! Wir hätten das ganze Jahr durch so gut vorgearbeitet und Reserven angelegt, dass das so machbar wäre und er sich so auch bedanken will! Der Urlaub (Türkei) kostete pro Nase 300 Euro, und wir waren alle komplett, mit den Aushilfen! Ist echt ein feiner Zug von ihm, aber es berechtigt ihn doch nicht, sich nun so gegenüber mir zu verhalten!
Außerdem meinte ich das mit dem „gutgehen“ so, falls er nur mit Angabe von Gründen kündigen könnte und davor so mit Geld um sich schmeißt, dass diese Begründung fadenscheinig sein könnte! Quasi als Begründung, nur um mich kündigen zu können! Da ein Grund nicht genannt werden muss, ist diese Frage ja somit hinfällig!

Tschüssi,
Gruß,
Sonja

Gruß,
LeoLo

Hallo,

vielen Dank für die schnellen Antworten! Also werde ich mich weiterhin fleißig bewerben, die Zähne zusammenbeißen und versuchen, das Ganze nicht so an mich ran zu lassen!

Nochmal zu LeoLo´s Antwort: Klar, der Urlaub war supernett von meinem Chef und ist mit Sicherheit eine Seltenheit in der heutigen Arbeitslage! Aber ich finde grundsätzlich, dass Großzügigkeit niemanden dazu berechtigt, sich unfair zu verhalten und einem das Leben schwer zu machen! Da verzichte ich doch lieber auf die Annehmlichkeiten und werde fair behandelt!

Viele Grüße,
Sonja

Hallo

  1. Müssen zuerst die Aushilfen gekündigt werden, auch wenn ich
    nach denen erst eingestellt wurde?

Nein.

Diese Aushilfen sind ja für genau diese Tätigkeit eingestellt,
die ich auch ausführe. Gilt es da dann nicht eher,
Vollzeitkräfte zu schützen, da Aushilfen ja eigentlich eher
zur Aushilfe von Engpässen eingestellt werden!?!? Hätte ich
jetzt eher gedacht!

Weder noch. Die „Müssen“-Frage ist eindeutig zu verneinen. Es kommt auch bei Geltung des KSchG immer auf die konkreten Umstände des Einzelfalles an. Es kann sein, daß man beide Gruppen (also Teilzeitler und Vollzeitler) im Rahmen einer Sozialauswahl miteinander vergleichen muß. Es kann aber auch sein, daß man im Falle einer betriebsbedingten Kü nur innerhalb einer dieser Gruppen eine Sozialauswahl vornehmen muß. Letztendlich sagt einem dann der Arbeitsrichter im Falle einer Küschutzklage, ob die Sozialauswahl ausreichend vorgenommen wurde. Da hier aber keine Sozialauswahl vonnöten ist, ist das alles nur rein theoretischer Natur und hilft Dir nicht weiter. Einen pauschalen „Schützt die Vollzeitler“-Paragraphen gibt es auf jeden Fall nicht, egal ob das KSchG Anwendung findet oder nicht.

Tip:
Verlege doch die OP nach hinten.

Wenn ich das mache und dann eh gekündigt werde, würde das ja
wieder zu Lasten des neuen Arbeitgebers gehen. Ich fange nicht
gerne eine neue Stelle an und bin dann nach ein paar Monaten
gleich krank! Wer so bosst und andere Angestellte gegen einen
aufhetzt, der kann auch zwei Wochen Krankheit vertragen!

So, wie ich Dich verstanden habe, rechnest Du mit der Kü im Augenblick der Krankschreibung. So würdest Du doch den Zeitpunkt nach hinten verlegen. Oder hast Du schon den neuen Job?

Frage:
Warum muß es einem AG automatisch gut gehen, wenn er den AN
trotz schwieriger Lage seinen AN den Betriebsurlaub gönnt und
finanziert? Vielleicht ist er ja einfach nur nett? Wie man’s
macht, macht man’s falsch.

Nein, klar hat er das auch gemacht, weil er in der Hinsicht
nett ist!! Wir wollten das ja auch gar nicht und haben auch
vorgeschlagen, zumindest die Hälfte des Reisepreises selber zu
tragen, aber das wollte er nicht! Wir hätten das ganze Jahr
durch so gut vorgearbeitet und Reserven angelegt, dass das so
machbar wäre und er sich so auch bedanken will! Der Urlaub
(Türkei) kostete pro Nase 300 Euro, und wir waren alle
komplett, mit den Aushilfen! Ist echt ein feiner Zug von ihm,
aber es berechtigt ihn doch nicht, sich nun so gegenüber mir
zu verhalten!

Sehen wir es mal so. Wie würdest Du dich verhalten, wenn der AG in Seelenruhe einen anderen AN für Dich gesucht hätte und Du das hintenrum erfahren hättest? Es ist alles immer eine Frage der Betrachtungsweise. Man kann sicherlich trefflich darüber streiten, aber Du hast scheinbar einen AG, der auch in schwierigeren Zeiten „seinen treuen“ AN einen Urlaub finanziert und scheinbar keinen kündigen wollte, sondern versuchen, alle durchzuziehen. Ich kenne ihn ja nicht, aber eventuell ist es für ihn schlicht ein Vertrauensbruch, der vielleicht sogar anders wahr genommen worden wäre, wenn Du ihn über Deine Unsicherheit und die Bewerbungsabsichten nicht im Dunkeln gelassen hättest. Das kann man nie wissen. Es geht hier nicht im Geringsten um „Recht“ oder „Unrecht“, aber in einer stillen Stunde wirst Du vielleicht zumindest nachvollziehen können, daß er einfach nur sauer ist. AG sind auch nur Menschen. Wie un/fair er sich nun verhält, weiß ich ja ebenfalls nicht. Letztendlich gibt es ja bisher nur Deine Behauptung, Du würdest „gebosst“, ohne Beispiele. Auch, daß Du gekündigt wirst, ist ja nur eine Vermutung von Dir, mehr nicht. Das alles ist ein weites Feld, welches von Grauzonen nur so durchzogen ist.

Alles Gute.

Gruß,
LeoLo

Moien!

Jetzt mal abgesehen von Leos seeehr arbeitgebrfreundlichen Aussagen wir dein Cheffe vermutlich nicht ohne Grund euch „verwöhnt“ haben! Sorry, aber das er wirklich „nur“ nett sein wollte halt ich für eher unwahrscheinlich - über Gründe warum könnte man stundenlang theoretisieren (aber lieber net mit leoleo - der ist zu arbeitgeberbelastet ;o))))!
Du hast natürlich nichts verwerfliches gemacht, denn in schlechten Zeiten hattest du natürlich nicht nur das Recht sondern quasi auch die Verpflichtung dich nach Alternativen umzusehen - alles andere wäre grob fahrlässig gewesen!

Aber um dein Problem zu lösen frage ich mich ehrlich - wenn dein Chef wirklich an sich soooo nett ist - warum redest du nicht mit ihm???

Gruß

Bernd

Hallo

(aber lieber net mit
leol(e)o - der ist zu arbeitgeberbelastet ;o))))!

Ach ja… Irgendwie hört man das immer, wenn an nicht nur einseitig argumentiert, was auch immer sich hinter „AN-freundlich“ in Deinem Sinne verbergen mag. Ob ich AG-belastet also parteiergreifend bin? Wenn Du wüßtest…

Aber das scheint ein prinzipielles Problem bei Dir zu sein. Du unterstellst gerne Dinge. Ich weiß nicht, ob Du das als Frustabbau benötigst oder ob der Weihnachtsbraten einfach schlecht war, ist ja Dein Ding. Wenn Du dir den Text der Frage einmal durchliest und überdenkst, wird auch Dir vielleicht folgendes auffallen:
1.) In einem Kleinbetrieb ohne KSchG überbrückt der AG eine umsatzschwache Zeit und in Ungewissheit des Volumens eines kommenden Auftrages trotzdem seit nunmehr drei Monaten durch bezahlte Freistellung ohne Gehaltsreduzierung, ohne daß er Änderungs- und/oder Beendigungskündigungen ausspricht.
2.) Der AG finanziert zudem noch einen Betriebsurlaub aller AN.
3.) Die Kündigungsabsicht ist eine von Sonja lediglich gemachte Vermutung, die durch keinerlei „Beweis“ gesichert ist.
4.) Das „Bossing“ ist eine Behauptung, die von keinerlei Beispiel unterlegt wird.

Mag ja alles schön und gut sein, aber bisher sehe ich nicht ein einziges negatives Merkmal, daß dem AG anzulasten ist. Somit gibt es auch keinerlei Grund hier für irgendeine Seite Partei zu ergreifen. Weder Sonja zu verdammen, weil Sie sich einen neuen Job gesucht hat, noch den AG als Sch.ein darzustellen.

Du hast natürlich nichts verwerfliches gemacht,

Keiner behauptet das Gegenteil.

Und wenn Du mir jetz noch den Gefallen tätest, mir eine Passage aus meinem Text zu nennen, die bezogen auf die Fragen AG -freundlich (also subjektiv zugunsten des AG ausgelegt und nicht sachlich) ist, wärst Du der Held des Dezembers in meinen Augen. Vielleicht verurteilst Du aber auch einfach gerne nur Personen und lebst nach dem Motto „wirf mit viel Dreck, etwas bleibt hängen“.

Der Satz „wird dein Cheffe vermutlich nicht ohne Grund euch „verwöhnt“ haben“ ist übrigens nichts anderes als Stimmungsmache in Form einer Tautologie. Natürlich hat er einen Grund! Nenne mir aus Deinem sicherlich reichhaltigem Fundus an Lebenserfahrung ein Beispiel, wo Du jemandem etwas völlig ohne Grund geschenkt hast. Ach? Dir fällt keins ein? Siehst Du mich überrascht? Nein, nicht im Geringsten.

Gruß,
LeoLo

Moin Jungs,

erst mal ssccchhhht, ich wollte ja nicht, dass Ihr Euch die Köpfe einrennt!!! Sooo, also, hier nochmal mein Statement und weiterführende Erklärungen: Chef ist an sich schon ein netter Mensch, außer, dass er enorm launisch sein kann und wenn er einen nicht leiden kann, bekommt der das auch zu spüren!! Wir haben schon seit meiner Einstellung immer wieder Probleme miteinander gehabt, die ich aber immer versucht habe wegzustecken und es „einfach besser zu machen!“. Dabei ging es nie um die Qualität meiner Arbeit, die ist unumstritten!! Es hat wohl doch eher persönliche Gründe, hier Beispiele: Gespräch nach Probezeit: „Es herrschte hier immer Frieden und Harmonie, seit Du da bist, ist das anders!! Andere MA werden durch Deine Art und Aussagen verletzt und verunsichert, Du störst die allgemeine Harmonie - aber das kann ja noch werden, ich gebe Dir die Chance.“ Also, Sonja erst mal voll vor den Kopf gestoßen, ewig gehirnt, was ich da wohl an anderen verbrochen habe, bis ich ein offenes Gespräch zu den MA gesucht habe (wenn ich was falsch gemacht haben sollte, will ich wenigstens die Möglichkeit haben, mich zu entschuldigen oder zu erklären). Die, ebenfalls vor den Kopf gestoßen, waren geschockt über die Aussage des Chefs und konnten sich absolut keinen Reim drauf machen!! Alle arbeiten nach eigenenen Aussagen supergerne mit mir zusammen, schätzen meine Hilfsbereitschaft, meine Menschlichkeit, mein Organisationstalent und meine Erklärungen zur Arbeitsweise (ah, DESHALB müssen wir auf DAS achten, weil dann wiederum DAS davon abhängt! Endlich erklärt einem das jemand richtig!!)!!
Dann, im April OP mit Tumorentfernung, nicht bösartig aber dennoch belastend und Autsch!! War bis einschl. Mittwoch krankgeschrieben, habe aber meiner besten Freundin und Kollegin gesagt: „Ich versuch, ob ich nicht Mo schon kommen kann!“ Die das dem Chef gesagt, der dann meinte: „Ne, wenn Sonja bis Mi krankgeschrieben ist, soll sie gefälligst daheim bleiben und sich auskurieren!!“ Okay, war natürlich froh über diese Möglichkeit und habe sie genutzt (da wegen damaliger Auftragslage und Urlaub der Kollegin aus 4,5-Tage eine 6-Tagewoche wurde). Do bin ich also wieder im Geschäft, Chef zitiert mich ins Büro: „Hätte eigentlich am Mo. mit Dir gerechnet, wir sind doch nicht mehr in der Grundschule, wo man sich so an die Anweisung des Artzes hält! Bin enttäuscht!“ Ich von der Nachricht der Kollegin erzählt, er: „Sas habe ich nie gesagt!!“ Komisch, oder!?!? Kollegin hat KEINEN Grund, mich anzulügen, sind seit 5 Jahren wie Schwestern füreinander! Durch Dick und Dünn!
Im Betriebsurlaub hat er KEIN Wort mit mir gesprochen KEIN EINZIGES! Fing schon ein paar Tage vor dem Urlaub an, über Nacht quasi! Erst hat er mich angeschrien, ob ich mich um andere Auftraggeber gekümmert hätte (was niemals so abgesprochen war, mich also aus heiterem Himmel traf) und von da an kein Wort mehr!
So, Urlaub: 3 Kolleginnen machen Ausflug, ich frage Chef, wo denn die anderen sind. Er: „vermutlich auf Ihren Zimmern.“ Und geht einfach weg. Also bin ich auch auf mein Zimmer. Beim Essen fragen die Anderen, wo ich denn war?? Man hätte sich doch am Strand getroffen. Ich, ziemlich verdutzt, wann das ausgemacht worden sei. Kolleginnen: „Na, bevor die anderen reiten gegangen sind! Chef wusste doch bescheid, aber Du wolltest ja nicht mit an den Strand, er hat Dich doch noch gefragt, hat er erzählt!!“ WIE BITTE!?!?!? Also wenn dass nicht „andere-gegeneinander-ausspielen“ weiß ich auch nicht weiter!
Solche Sachen sind im Urlaub öfters vorgekommen!! Eine Kollegin kam mal völlig verdutzt auf mich zu: „Warum hast Du Chef gesagt, dass ich nicht mit zum Ausflug gehen will??“ DAS HABE ICH NIEMALS GESAGT!!! WIR REDETEN JA NICHT MITEINANDER!!

Sooo, war lange, aber wenigstens habt Ihr jetzt ein paar Beispiele!
Und eigentlich wollte ich mir auch einen Job suchen, um es IHM zu erleichtern! Er kündigt nicht gerne und wenn ich selber was finden würde, wäre das abgenommen und meine andere Kollegin hätte genug Arbeit für sich (Auftragsvolumen soll im Januar wieder kommen, aber eben nicht genug für alle).

Vielen Dank für Eure Äußerungen und Denkanstöße, aber ich denke, hier ist auch das Vertrauen beiderseits tief erschüttert und nicht mehr reparabel! Ich für meinen Teil hätte ständig Schiss „was kommt als Nächstes?“. Deshalb und wegen der schlechten Aussichten suche ich was Neues. Drückt mir die Daumen!!

Tschüssi,
die-suchende-Sonja

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Hallo Bernd,

danke für Deine Antwort!! Wenn Du meine Antwort nach Leolo liest, wirst Du vielleicht verstehen, warum ich nicht auf ihn zugehe - ich habe einfach keine Lust mehr! Ich bin sehr harmoniebedürftig und stecke auch vieles weg, aber irgendwann ist der Bogen überspannt! Und ein so kaputtes Verhältnis kann man nicht mehr kitten!! Ein paar Tage schlechte Laune stecke ich weg unter „hat halt viel um die Ohren“. Aber wenn man mich so offensichtlich fertig machen will, vor allen anderen, dann reicht´s auch mir mal! Verstehst Du das??

Grüßle,
Sonja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo

erst mal ssccchhhht, ich wollte ja nicht, dass Ihr Euch die
Köpfe einrennt!!!

Das ist doch unser Hobby :o)

Sooo, also, hier nochmal mein Statement und
weiterführende Erklärungen: (…)

Deiner Schilderung nach erscheint es mir tatsächlich so, als würde das Wort „bossing“ einmal zurecht genannt werden. Das Kind ist wohl wirklich schon im Brunnen. Ich möchte aber noch einmal auf die Kündigung und Deine OP zu sprechen kommen.

Du mußt Dir darüber klar werden, was Du beabsichtigen willst. Wenn Du die OP verschiebst, scheint die Wahrscheinlichkeit, daß der AG Dich nicht kündigen wird, Deiner Darstellung nach ja deutlich geringer zu sein. Du würdest also die Arbeitslosigkeit für den Fall, daß Du nichts findest, nach hinten verschieben. Vielleicht hältst Du das alles so aber auch nicht mehr aus und bist eher ganz froh, wenn es vorbei ist. In dem Falle solltest Du die OP durchziehen, zumal daran ja auch nichts Unehrenhaftes ist.

Parallel zu alledem notierst Du dir die ganzen Vorfälle und sicherst Dir Zeugen, die Deine Ausführungen bestätigen. Sozusagen ein „Bossing“-Tagebuch. Vielleicht brauchst Du es ja nie, aber wer weiß, was noch kommen mag. Dieses „Tagebuch“ könnte Dich in einem späteren Falle aber vor einer Sperre beim Bezug des ALG bewahren, wenn Du von deiner Seite aus das AV (ggf fristlos) beendest, weil Du es alles nicht mehr aushältst. (Vorher natürlich immer erst mit dem Sachbearbeiter beim AA sprechen und evtl Zusagen schriftlich geben lassen).

Ich wünsch Dir alles Gute und viel Glück.

Gruß,
LeoLo

Hallo

erst mal ssccchhhht, ich wollte ja nicht, dass Ihr Euch die
Köpfe einrennt!!!

Das ist doch unser Hobby :o)

Sooo, also, hier nochmal mein Statement und
weiterführende Erklärungen: (…)

Deiner Schilderung nach erscheint es mir tatsächlich so, als
würde das Wort „bossing“ einmal zurecht genannt werden. Das
Kind ist wohl wirklich schon im Brunnen. Ich möchte aber noch
einmal auf die Kündigung und Deine OP zu sprechen kommen.

Du mußt Dir darüber klar werden, was Du beabsichtigen willst.
Wenn Du die OP verschiebst, scheint die Wahrscheinlichkeit,
daß der AG Dich nicht kündigen wird, Deiner Darstellung nach
ja deutlich geringer zu sein. Du würdest also die
Arbeitslosigkeit für den Fall, daß Du nichts findest, nach
hinten verschieben. Vielleicht hältst Du das alles so aber
auch nicht mehr aus und bist eher ganz froh, wenn es vorbei
ist. In dem Falle solltest Du die OP durchziehen, zumal daran
ja auch nichts Unehrenhaftes ist.

Ja, ich glaube, der gibt mir so oder so die rote Karte!! Daher lieber OP jetzt machen und fit für die hoffentlich neue Stelle sein!! Und natürlich wäre ich super froh, wenn ich ihm dann die Kündigung meinerseits präsentieren könnte, aber da muss ich noch abwarten! Es laufen einige Sachen, aber zwischen den Jahren geht halt nix vorwärts!

Parallel zu alledem notierst Du dir die ganzen Vorfälle und
sicherst Dir Zeugen, die Deine Ausführungen bestätigen.

Zeugen sind immer schwierig, schließlich wollen die nicht das nächste Opfer werden und sind daher auch ganz leise!!! Wir tauschen uns zwar untereinander aus und die sind auch total betroffen von den Vorfällen, weil sie mich eigentlich ganz gern haben. Aber wenn es halt um das existentielle Gehalt geht oder Loyalität (Kollegen kommen und gehen…) wird wohl der Arbeitsplatz priorität haben - was ich denen dann nicht verübeln kann!

Sozusagen ein „Bossing“-Tagebuch. Vielleicht brauchst Du es ja
nie, aber wer weiß, was noch kommen mag. Dieses „Tagebuch“
könnte Dich in einem späteren Falle aber vor einer Sperre beim
Bezug des ALG bewahren, wenn Du von deiner Seite aus das AV
(ggf fristlos) beendest, weil Du es alles nicht mehr
aushältst.

Ich bin zwar am platzen, aber sooooo klein kriegt der mich nicht!!! Ich würde niemals kündigen, ohne einen Plan B!!! Da muss noch viel Wasser den Neckar runterfließen, bis ich ohne eine neue Stelle freiwillig von mir aus gehe!

(Vorher natürlich immer erst mit dem Sachbearbeiter

beim AA sprechen und evtl Zusagen schriftlich geben lassen).

Ich wünsch Dir alles Gute und viel Glück.

Danke, kann ich brauchen! Tschüssi!

Gruß,
LeoLo

selten so ein armseliges Posting gelesen - mehr lohnt dazu net zu sagen

He Bernd,
meinst Du damit mich? Also, ich finde das nicht armselig, ich stecke da gerade echt in der Klemme!

Sonja

selten so ein armseliges Posting gelesen - mehr lohnt dazu net
zu sagen

Sonja, ich kann Dich beruhigen. Er meint mich. So ist er halt. Sieh es ihm nicht nach. Wer keine Argumente hat, kneift eben.

Gruß,
LeoLo

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Korrektur:

Sonja, ich kann Dich beruhigen. Er meint mich. So ist er halt.
Sieh es ihm nach. Wer keine Argumente hat, kneift eben.

Freud läßt grüßen…

Gruß,
LeoLo