FU an Asyncron: wie abbremsen ohne Strom?

Hallo j

ein standard Asyncronmotor (3 phasig ohne Null) soll an einem FU betrieben werden, jedoch nur, um eine „geeignete“ Drehzahl einzustellen.

also im Parallelbetrieb mit mindestens einem ungeregelten Antrieb? Handelt es sich dabei ebenfalls um einen bzw mehrere Asynchronmotor(en)?

Der Motor selber soll keine Energie abgeben, sondern aufnehmen.

Das ist der Normalfall bei Motoren.

Er wird also von aussen angetrieben. Sobald die von aussen zugeführte Energie (Drehzahl) höher ist, arbeitet der Motor ja als Generator.

Bis hierhin korrekt.

Dies alles nur um experimentel Erfahrungen zu sammeln.

Aha!

In so einem Fall erhöht sich ja dann die ZK Spannung des FU.
Diese muss also in geeigneter Weise abgefangen, also abgenommen (Leistung) werden.

Im Prinzip ja, aber ab hier gerätst Du auf schlüpfrigen Boden.

Aber; was ist, wenn der FU keinen Strom bekommt (Stromausfall), und der angeschlossene Motor dennoch angetrieben wird…

wie denn? Wenn Stromausfall ist, treiben doch auch der (die) nicht geregelten Motor(en) nichts mehr an, die ganze Anordnung würde „austrudeln“.

Bis hierher habe ich auf Deine Fragen reagiert, aber jetzt müssen wir mal ein paar prinzipielle Fragen klären.

Wenn der nicht geregelte antreibende Motor ein DS-Asynchronmotor ist, macht die ganze Anordnung keinen Sinn. Wenn Du nämlich mit Hilfe des FU-geregelten Motors die Drehzahl verändern willst, geraten beide Motoren in Konflikt. Der ungeregelte Motor will seine Nenndrehzahl (abzüglich 1,5 bis 3% Schlupf) behalten und zieht dafür zusätzlichen Strom aus dem Netz, der frequenzgeregelte Motor will die ganze Maschinerie abbremsen und pumpt dazu die vom ersten Antrieb zusätzlich aufgenommene Energie in den Zwischenkreis, von wo sie über einen Bremswiderstand als Wärme verbraten wird. Dieses „Zusammenspiel“ der beiden Antriebe schaukelt sich so lange auf, bis nach kurzer Zeit entweder einer der Motoren abraucht oder ein - hoffentlich vorhandener - Motorschutzschalter auslöst.

Wenn der nicht geregelte Antrieb ein Wind- oder Wasserrad ist, so würde der frequenzgeregelte Antrieb solange als Zusatzantrieb arbeiten, solange die Wind- bzw. Wasserkraft nicht ausreicht, die Maschinerie auf die am FU eingestellte Drehzahl zu bringen. sobald die Wind- oder Wasserkraft ausreicht, die am FU eingestellte Drehzahl zu überschreiten, würde der geregelte Antrieb als Generator arbeiten und die überschüssige Energie in den Zwischenkreis des Fu speisen, von wo aus Du sie dann mit Hilfe eines Bremschoppers und eines Bremswiderstandes "verbraten"kannst. Solltest Du aber mehr überschüssige Energie erzeugen, als der Bremswiderstand verkraften kann, raucht er ab oder Du musst mit der Einrichtung in den ungebremsten Betrieb wechseln.

Welche Möglichkeiten mit welcher Wirkung (Drehzahl des Motors) sind realisierbar, und vor allem wie? Oder bremst der angeschlossene FU selbstständig auch ohne Stromversorgung den Motor? Kann ich mir nicht vorstellen, weiss es aber nicht genau.

Wenn Du mehr über das Zusammenwirken von FU, Motor und Brenswiderstand wissen willst, dann zieh Dir mal meinen 2009 hier im Forum geschriebenen Artikel dazu rein (3. Antwort in diesem Thread)
/t/frequenzumrichter-bremswiderstand/5182473

Der Beitrag scheint recht gut zu sein, denn wenn Du mit den Suchbegriffen _ frequenzumrichter bremswiderstand _ googelst, findest Du ihn immerhin schon an sechster Stelle.

Gruß merimies