Fühlt Ihr Euch auch so besch

Hallo,

*kopfschüttel* … wer sich hier wirklich eine Chance vergibt,
das
ist doch wohl der Bewerber. Da bekommt „ihr“ die einmalige
Gelegenheit, zu erfahren weshalb eure Bewerbung nicht mal
gelesen wird - und anstatt „Dankeschön“ für den Insidertip
zu sagen, hackt „ihr“ auf dem System rum welches Claudia
einfach so beschrieben habt wie es nunmal ist.

Ich bestreite ja nicht daß das einzig Sinnvolle für jeden Bewerber ist wenn er solche „Spielchen“ genau so mitspielt wie es erforderlich ist um seine Erfolgschancen möglichst hoch anzusiedeln.

Ich denke nur daß kein Mensch anhand derartiger Kleinigkeiten weiß ob ein Bewerber für eine Stelle geeignet wäre oder es nicht ist.
Ich behaupte sogar daß man das erst merkt wenn derjenige eine Weile lang an einem Arbeitsplatz eingesetzt war, selbst anhand eines Vorstellungsgesprächs kann man nicht wirklich „die Spreu vom Weizen trennen“, es kann sein daß da immer noch Leute durchschlüpfen, die einfach nur eine gute Empathie aufbringen und gut „schauspielern“ können.
Wenn aber sogar die Grußformel eines Anschreibens zu einem Auswahlkriterium gemacht wird - dann kann ICH darüber nur den Kopf schütteln. Du mußt wirklich zugeben daß man daran nun wirklich nicht erkennen kann was ein Bewerber womöglich zu bieten hat (oder nicht zu bieten hat).

Insofern geht meine Kritik nicht nur in Richtung Claudia, sondern bezieht sich generell auf eine Gesellschaft, Kultur - wie immer Du es nennen willst - in der nach solch wirklich albernen Auswahlkriterien schon eine erste Selektion stattfindet.

> Und was ist generell falsch daran wenn sich ein
> Labormitarbeiter in einer Beratungsfirma bewirbt?
> Das zeugt von Bereitschaft und Flexibilität sich
> in neuen Arbeitsbereichen zu engagieren.
Na toll - und wie begründet er das, soll der neue Arbeitgeber
sich einfach mal auf das Risiko einlassen ?
Wenn ich ne neue Stelle zu besetzen hab, dann möchte ich
bitteschön mehr sehen als „ominöse Behauptungen“ wie
„Bereitschaft und Flexibilität sich in neuen
Arbeitsbereichen zu engagieren“.

Aber es bleibt doch naturgemäß gar keine andere Möglichkeit. Das Bewerbungsschreiben kann noch so toll gewesen sein, das Vorstellungsgespräch noch so erfreulich - was ein Mitarbeiter wirklich zu leisten im Stande ist zeigt sich IMMER erst wenn derjenige dann wirklich an einer Arbeitsstelle tätig wird und beweisen muß daß er auch praktisch das leistet, was er vorher auf dem Papier und mit dem Mund feilgeboten hat.

Das Risiko auf einen Blender hereinzufallen bleibt naturgemäß immer - übrigens nicht nur aus Sicht eines Arbeitgebers; auch als Arbeitnehmer kann es passieren daß sich der Arbeitgeber, der Chef, die Kollegen, die Arbeitsbedingungen etc. in der Praxis als schlecht erweisen.

Gesetzt dieser neue MA würde eingestellt, würde er dann
die ersten 3 Monate auf Gehalt verzichten, weil er ja noch
gar nicht das „kann“ wofür er bezahlt werden würde ?
Was wenn er sich getäuscht hätte, und der neue Job doch
nicht seinen Fähigkeiten entspricht ?

Dafür gibt es ja die Probezeit, in der beide Seiten den Vertrag wieder lösen können.

> Ich behaupte sowieso daß man in 60, 70, 80 Prozent
> aller Jobs sowieso eingearbeitet werden muß…
Und wer bezahlt das ?
Und wie lange ?
Ist es so schwer zu verstehen, das ein AG zuerst mal jemand
sucht den er von Anfang an zu nahezu 100 % einsetzen kann ?
Erst wenn es das am Markt nicht gibt, wird der Anspruch
nach unten gedreht und „das kleinste Übel“ genommen.

Aber das ist doch die Regel und nicht die Ausnahme - selbst wenn jemand einen Job perfekt beherrscht muß er sich an die Gepflogenheiten eines neuen Arbeitgebers, einer neuen Umgebung, gewöhnen.

Abgesehen davon gehen neue Mitarbeiter, die sich in der Probezeit befinden, sicherlich motivierter an ihre Aufgabe heran als altgediente Mitarbeiter, die das Gefühl haben daß „ihnen sowieso nicht mehr passieren“ kann und die deswegen auch keine perfekten Arbeitnehmer sind…

wenn das wenige dann auch noch „schlampig“ oder unvollständig
ist,
wie soll man da auf „Charakter“ oder „Chemie“ schliessen.
Das wird dann in den nachfolgenden Stufen, 1. und 2.
Bewerbungsgespräch
abgecheckt. Um erstmal soweit zu kommen MÜSSEN die Unterlagen
top sein.
Was schlägst du vor als Kriterien heranzuziehen ?

Ich denke daß man anhand der Bewerbungsunterlagen und anhand der Vorstellungsgespräche natürlich eine (Vor-)Auswahl treffen muß. Vielleicht kann man jemanden auch „probearbeiten“ lassen. Natürlich geben dann immer relative Kleinigkeiten den Ausschlag warum die Entscheidung zugunsten des einen und entgegen einem anderen Bewerber gefallen ist. So gesehen ist es natürlich auch - aus Bewerbersicht - richtig auf eine möglichst rundum perfekte Präsentation Wert zu legen.

Aber aus Sicht eines AG sollte man sich immer darüber im Klaren sein daß man während einer Bewerbung nur einen ganz kleinen Ausschnitt eines Bewerbers zu sehen bekommt und daß Menschen unterschiedlich gut darin sind sich selbst zu präsentieren, man also trotz allem nie so 100%ig wissen kann wie sich jemand später machen wird wenn derjenige als Mitarbeiter und nicht als „Werbefuzzi in eigener Sache“ auftritt.

Mich stört an Aussagen wie denen von Claudia einfach nur daß es immer so rüberkommt als könnten Personalverantwortliche schon an den ersten 3 Worten einer Grußformel oder einer anderen winzigen, formalen Kleinigkeit ablesen mit welcher Art Mensch man es zu tun hat. Und das ist nun mal Unsinn, das kann kein Mensch.

Ich bestreite nicht daß sich ein Bewerber disqualifiziert wenn die Bewerbung gleich dutzende von wirklich leicht vermeidbaren Fehlern enthält, denn zu einem Mindestmaß an Intelligenz und Engagement gehört sicher auch daß man sich nach bestimmten Gepflogenheiten richtet und der Bedeutung einer Bewerbung entsprechend große Sorgfalt bei der Erstellung der Unterlagen an den Tag legt.

Aber bitte nicht solche unsinnig kritischen Auswahlkriterien wie ich sie weiter oben kritisiert habe.

Dein Opa hat offensichtlich verstanden die Anforderungen des
Schreiners
zu erkennen und auf diese einzugehen - bravo.
„Wes’ Brot ich ess - des Lied ich sing“
Die Anforderungen sind heute andere, sie zu erkennen gilt es !
Und dann danach zu handeln !

Die Anforderungen sind heute noch ganz genauso! Die Quintessenz eines jeden Bewerbungs-Ratgebers ist, wenn man das auf eine Kernaussage zusammenstreicht, eigentlich immer diese eine: präsentiere Dich als strebsamer, lernbegieriger, an allem interessierter und aufgeschlossener, flexibler Bewerber.

Es ist nach wie vor so daß NATÜRLICH derjenige die besten Chancen auf den Job hat, der den Entscheidungsträgern möglichst glaubwürdig vermitteln kann daß er eine Bereicherung für die Firma wäre, also sinngemäß: „Wes’ Brot ich ess - des Lied ich sing“.

Wenn z.B. die typische Bewerbungsgespräch-Frage nach der Motivation, sich gerade in DIESEM Unternehmen zu bewerben, kommt - was glaubst Du, würden Bewerber reihenweise antworten wenn sie ehrlich antworten würden?
In dieser Situation labert doch jeder Bewerber mehr oder weniger geschickt herum, bringt irgendwelche ausgedachten Gründe hervor, die den Interviewer überzeugen sollen.
In Wirklichkeit haben sich die Leute einfach reihenweise bei allen in Frage kommenden Betrieben beworben und sitzen nach der 200. Bewerbung im 50. Vorstellungsgespräch. Völlig egal ob es Firma A, B, C … Z ist - jeder Firma werden irgendwelche Argumente präsentiert und begründet warum man sich gerade dort beworben hat. Aber das ist doch in den seltensten Fällen wirklich ehrlich…
Mal ganz platt gesagt: ein Bewerber will einen sicheren Job mit einer nicht allzu belastenden Tätigkeit bei ausreichendem Verdienst. Interessiert es ihn aber ganz ehrlich und wirklich ob die Firma innovativ, erfolgreich, blablabla ist? Ehrlicherweise nicht, solange man Spaß an der eigenen Tätigkeit und einen sicheren zukünftigen Arbeitsplatz hat. Nur sagt das niemand ehrlich - kann es nicht sagen - weil das sicher das letzte wäre, was im Vorstellungsgespräch gut ankäme.

So läuft „das Spiel“ nunmal, und diese wie du sie bezeichnest
„dümmlichen Kriterien“ entscheiden nun mal ob eine Bewerbung
„weggeworfen“
wird, oder ob man die Chance zum Vorstellungsgepräch erhält.

Nochmal, es geht nicht darum zu beurteilen ob diese System, so
wie
es ist, ein „gutes“ System ist, sondern darum zu beschreiben
„wie“
es funktioniert - und diese „Regeln“ bestmöglichst zu erfüllen
!

Insofern nocheinmal den gut gemeinten Rat, das was Claudia
geschrieben
hat „verdammt“ ernst zu nehmen.

Keine Frage, ein kluger Bewerber spielt das Spielchen natürlich genau so mit wie es Arbeitgeber bzw. „der Markt“ vorgeben und fordern.

Trotzdem kritisiere ich das, denn damit wird in relativ hohem Maße der clevere Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen und Schauspielkunst eingefordert und die eigentlich wichtigen Kriterien - nämlich ob ein Bewerber wirklich für die spätere Tätigkeit geeignet ist - werden nebensächlich.

Ich finde es nach wie vor ziemlich dümmlich wenn schon einzelne, banale Nebensächlichkeiten von Seiten eines Personalverantwortlichen zur Vorauswahl von Bewerbern herangezogen werden und diese Leute dann auch noch davon überzeugt sind daß sie trotzdem richtig liegen mit ihren Auswahlkriterien.

Schöne Grüße,

MecFleih

In freundlicher Begrüßung, :wink:

> Mich stört an Aussagen wie denen von Claudia einfach nur
> daß es immer so rüberkommt als könnten Personalverantwortliche
> schon an den ersten 3 Worten einer Grußformel oder einer
> anderen winzigen, formalen Kleinigkeit ablesen mit welcher
> Art Mensch man es zu tun hat. Und das ist nun mal Unsinn,
> das kann kein Mensch.

Genau damit triffst du den Nagel auf den Kopf, sie können
es nicht, genauso wie es kein Mensch kann, und eben darum,
weil ihnen nicht mehr zur Verfügung steht, achten sie
penibel auf jede Kleinigkeit, nutzen jede Möglichkeit ein
wenig mehr „hinter“ die Dinge zu blicken, werten oberflächlich
unwichtiges, und Bewerber tun einfach gut daran eben auch
darauf zu achten.

> Aber bitte nicht solche unsinnig kritischen Auswahlkriterien
> wie ich sie weiter oben kritisiert habe.
Es stehen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Verfügung, was
würdest du tun, wenn du 100 Bewerbungsmappen auf dem Tisch
liegen hast, und du sollst in einer endlichen Zeit 3 davon
zum Bewerbungsgespräche einladen ?
Du kannst nicht 100 frühere Arbeitgeber anrufen, wobei
auch diese zusätzliche Info ja rein subjektiv wäre.
Und 100 Bewerber erst mal 2 Wochen probearbeiten zu lassen
geht wohl auch nicht …

> …und diese Leute dann auch noch davon überzeugt sind daß
> sie trotzdem richtig liegen mit ihren Auswahlkriterien.
Aus welchem Grunde sollten sie jemand bevorzugen der diese
„minimalen Anforderungen“ schon nicht erfüllt ? Wie wollten
sie das den eigenen Vorgesetzten gegenüber begründen ?

Ich würde mich schwer tun, einen Bewerber zu bevorzugen der
mir ne „Giesskannen-Bewerbung“ auf nem abgenagten Stück
Klopapier präsentiert, die geforderte Erfahrung nicht vorweisen
kann, die Unterlagen unvollständig sind, der aus ner völlig
anderen Sparte kommt, und sich „überlegt“ hat das meine
Anforderungen genau seinen „neuentdeckten“ Neigungen entsprechen.
Aber du hast recht, damit könnte ich die „Traumbesetzung“ für
den Job schon vorzeitig aussondern - allein - der Glaube fehlt mir.

Liebe(s) Gruess(l)e
R2D2

Volle Unterstützung!
Hallo Claudia,

ich möchte dich an dieser Stelle ausdrücklich unterstützen.
Ich find diverse Beschimpfungen gegen dich völlig ungerechtfertigt und sie zeigen nur, dass du mit deiner Vorgehensweise durchaus recht hast.

Leider gibt es nach wie vor jede Menge Menschen die glauben, Unternehmer seien zu nichts anderem da als ihnen einen Arbeitsplatz und viel Geld zu geben. Wenn es dann soweit sein sollte dann sind Unternehmer nichts als Sklaventreiber die sich an der Arbeit anderer bereichern.
Ich denke diese Grundeinstellung verbirgt sich hinter dem Desinteresse, sich mit einem potentiellen Arbeitgeber näher auseinanderzusetzen und deshalb ist es richtig diese Bewerbungen auszumustern.

Aus meiner beruflichen Zeit mit Personalverantwortung kann ich nur bestätigen, dass gerade solche Kleinigkeiten ein sehr gutes Indiz, auf den Wert des Einzelnen als zukünftigen Mitarbeiter, sind.
Tatsache ist nach meiner Erfahrung, dass nicht eine® sich im Vorstellungsgespräch (oder falls aus Not doch eingestellt) irgendwie als Topmitarbeiter entpuppt hat. Im Gegenteil, wenn überhaupt, war es eher Mittelmaß.

Ganz ehrlich, wenn man 30, 40, bis zu 100 Bewerbungen für eine Stelle bearbeitet, warum sollte man jemand der sich nicht perfekt bewirbt, der nicht klares Interesse und Engagement zeigt in meiner Firma zu arbeiten überhaupt ansehen, anhören? Ich hab doch schon genug damit zu tun mich zwischen den 10 sehr guten Bewerbubgen zu entscheiden.

Leute wacht endlich auf.
Beschwert euch nicht über andere…fangt bitte bei euch selbst an und fragt euch was ihr besser tun könnt.

Gruss D.K.

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Bewerbungen für den Altpapiercontainer
Hallo!

Jemand, der sich selbst :vermarktet, sollte gewisse :Grundregeln einhalten…

So isses. Dazu gehört auch, sich über das Unternehmen zu informieren und die Bewerbung an die richtige Person zu schicken. Genau wie bei der Kaltakquise um Aufträge schickt man sein Anliegen niemals an eine Firma, sondern immer an eine Person in einer Firma!

In einer großen Firma weiß :ich nicht wer die Bewerbung :in die Finger bekommt…

Eben darum macht es keinen Sinn, eine Bewerbung mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ an die XY AG zu schicken. Briefsendungen kommen in der Poststelle z. B. des VW-Werkes an. Weißt Du, wieviele zigtausend Menschen im Werk arbeiten? Kein Mensch weiß, wohin mit der Bewerbung. Es gibt wirklich nur die Möglichkeiten der Rücksendung oder der Rundablage. Selbst der Versand an die Personalabteilung ist unsinnig, denn dort sitzen Verwaltungsleute, aber keine Bedarfsträger. Und wenn Du denn eine Bewerbung an die BASF geschickt hast (das Werksgelände ist 10 km lang, hat ein eigenes E-Werk und einen eigenen Stadtplan) und Du willst telefonisch nachfragen, was aus Deiner Bewerbung geworden ist, wen willst Du bitteschön ansprechen? Die Mädels in der Telefonzentrale?

Wenn eine Bewerbung an ein überschaubares, kleines Unternehmen mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ geschickt wird und Herr Müller öffnet den Brief, fühlt er sich gar nicht persönlich angesprochen und deshalb auch nicht veranlaßt, sich für das Anliegen in irgend einer Weise einzusetzen. Er wird den Brief/die Bewerbung weiterleiten und damit ist für ihn der Fall erledigt. Er leitet den Vorgang an jemanden weiter, der sich auch nicht persönlich angesprochen fühlt.
Das ist alles laienhaft ungeschickt, mangelhaft - Setzen! Auf diese blödsinnige Weise schreiben einige Leute 100 Bewerbungen, die von vornherein chancenlos sind. Im Marketing gibt es Erfolgszahlen für unverlangt zugesandte Werbung und damit sind Sehr-geehrte-Damen-und-Herren-Bewerbungen vergleichbar. Die Erfolgsquote liegt im traurigen Promillebereich. Die Erfolgsquote mit zuvor namentlich mit korrekter Abteilungsbezeichnung und Durchwahlrufnummer recherchiertem Bedarfsträger kann bis in den hohen zweistelligen Prozentbereich steigen!

Wer von Menschen etwas will, darf nicht die anonyme Masse ansprechen, sondern immer nur namentlich eine einzige Person! Bei Blindbewerbungen ist der potentielle Bedarfs-bzw. Entscheidungsträger die richtige Adresse. Ohne Recherche dieses Namens und des genauen Tätigkeitsfelds ist es schade um das Porto, es sei denn, das Ziel ist Fütterung von Altpapiercontainern.

Gruß
Wolfgang

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Ein ‚Unternehmer‘…

Bewerbungen erhalte mit „Sehr geehrte Damen und Herren“, dann
schmeiß’ ich das gleich weg.

…der Bewerbungen wegschmeißt und nicht den Anstand hat, Unterlagen + ein Absageschreiben zurückzusenden - völlig egal wie die Bewerbung aussah! - stellt sich selbst ein unglaubliches Armutszeugnis aus.

Derart arroganten Personen wünscht man nichts anderes als die schnellstmögliche Insolvenz!

*kopfschüttelnd*

Christian

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Hallo Christian!

Bewerbungen erhalte mit „Sehr geehrte Damen und Herren“, dann
schmeiß’ ich das gleich weg.

…der Bewerbungen wegschmeißt und nicht den Anstand hat,
Unterlagen + ein Absageschreiben zurückzusenden - völlig egal
wie die Bewerbung aussah! - stellt sich selbst ein
unglaubliches Armutszeugnis aus.

Springst Du über jedes Stöckchen, daß Dir ein x-beliebiger Fremder vor die Füße hält? Da ist es jemandem nicht der Mühe wert, sich über Namen und Arbeitsgebiet zu informieren, verschickt deshalb sein Zeugs unaufgefordert wie ein Butterfahrtenveranstalter und der Empfänger soll sich deshalb hinsetzen und einen Brief schreiben? Nee, so wird kein Schuh daraus!

Ein paar Postings weiter unten habe ich beschrieben, welche unverzichtbaren Bemühungen einer schriftlichen Bewerbung vorauszugehen haben. Wer solche Basics nicht beherzigt, kann keine Resonanz erwarten.

Schulabgänger lernen, wie eine Bewerbung auszusehen hat, das Arbeitsamt veranstaltet einschlägige Kurse - was wird da eigentlich getrieben, wenn immer noch einige Leute glauben, ihre Bewerbungen wie Werbeflyer verteilen zu können?

Gruß
Wolfgang

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Hallo Claudia,

ich wollte nur mal wissen, wie es Euch so geht, wenn Ihr arbeitslos seid. Also ich bin es seit kurzer Zeit und fühle mich total mies.

Total normal, nachdem man die ersten Absagen bekommen hat.

Ich schäme mich dafür, obwohl ich weiß, daß es heutzutage jeden treffen kann und ich damit nicht allein bin.

Trotzdem ist der Virus ‚Arbeitslose sind Sozialschmarotzer‘ der durch die Presse immer wieder neu verteilt wird, in einem drinnen und macht das schlechte Gefühl.

Irgendwie habe ich das Gefühl, auf meiner Stirn steht „arbeitslos“ und alle Leute schauen mich deshalb verachtend an.

Unsinn, du machst dich nur selbst schlechter, als du bist.

Wenn ich in Geschäfte gehe, denke ich, ich darf mir nichts Schönes kaufen, da ich ja arbeitslos bin.

Wer hat dir diesen Floh ins Ohr gesetzt. Du darfst, wenn du das Geld dazu hast.

Ich bin wirklich total frustriet.

Solche Tage gibt es. Man sollte sie zwar zur Kenntnis nehmen, aber bitte nicht im Selbstmitleid baden.

Ich suche jeden Tag im Internet nach Stellen, aber es gibt einfach keine.

Nach ähnlichen Stellen suchen, die deinen Beruf tangieren und du dir zutraust, dich schnell in die geforderte Arbeit reinzuwachsen.
Eine hundertprozentige, die passt zu mir, Stelle gibt es nicht.

Auf meine Bewerbungen kamen bis jetzt nur Absagen.

Schon einmal telefonisch nachgehakt, woran es gefehlt hat?

Ein Vorstellungsgespräch hatte ich schon, da kam diese Woche die Absage.

Schon telefonisch nachgehakt, woran es gefehlt hat?

Tut mir leid, daß ich so jammere, aber das mußte einfach mal sein.

Warum nicht, schließlich hast du dadurch eine Menge Ratschläge bekommen.
Nach ein paar Tips von mir.
Privat weiterbilden (VHS und so.)
Nur eine gewisse Zeit (ein paar Stunden) sich auf die Stellensuche zu konzentrieren. Den Rest des Tages für sich selbst nutzen und nicht dauernd an die momentane Lebenssituation denken.
AA nach einem Kurs zu ‚Wie bewerbe ich mich richtig‘ fragen. Man kann dabei immer etwas dazu lernen, was man vorher nicht wußte. Gibt es übrings auch in der VHS.
Noch eine Info aus einer Beobachtung, die ich gemacht habe.
Kurz vor den Feiertagen, bzw. den Sommerferien, kommt es normalerweise zu einen größeren Anzahl von Bewerbungsabsagen, besonders von denen, die schon vor längerer Zeit auf die Reise geschickt wurden.

Mitfühlenden Gruß
M.
PS. Ich selbst bin LZA (Langzeitarbeitslose) und mir wurde doch tatsächlich schon von einer Bekannten (Rentnerin) von mir empfohlen, ich sollte doch Schluß machen, da meinesgleichen an der Rentenproblem schuld wären.

Ja ja, der perfekte Unternehmer …
lieber Wolfgang,

wer muß hier ständig über Stöckchen springen? Hast du dir mal die Stellenanzeigen im Internet angeguckt? Häufig sind die doch zu dumm, eine Stellenbeschreibung (z.B. meinestadt.de, Stellenliste) zu produziern, aus der man die Art der Stelle erkennt. Da steht dann zum Beispiel: „Technischer Projejtleiter“. Man ist also gezwungen, viele völlig uninteressante Stellen durchzugehen. Schreibfehler sind sowieso massig vorhanden. Viele Stellen werden mehfach angeboten. So inseriert dann jede Personalserviceagentur für die eine Stelle einer Firma, die vielleicht schon längst vergeben ist. Oder man läßt die Bewerbungen mal ein Jahr lang anrollen, vielleicht findet sich ja die eierlegende Wollmilchsau. Also: Sebstbewußt und unterwürfig, bei minimalem Gehalt aber massig unbezahlten Überstunden.

Es ist zur Zeit Mode daß Unternehmer nur fordern. Wenn man dann Gelegenheit hat, genauer hinzugucken, sieht man, daß die alle nur mit Wasser kochen. Aber vorher den dicken machen.

Politiker und Unternehmer, wer fordert eigentlich Leistungsbeweise von denen? Die sind doch häufig so verfilzt mit dem Staat, daß man eher von Sozialismus, als von Marktwirtschaft sprechen könnte.

Jürgen

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Hallo Jürgen!

Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich in 2 Postings dieses Threads dargestellt und begründet, daß man sich für eine erfolgversprechende Bewerbung tunlichst um den Namen des in Frage kommenden Entscheidungsträgers kümmert, damit man keine Irrläufer in den Briefkasten wirft. Was soll ein armer Teufel in der Poststelle eines Unternehmens wohl machen, wenn da täglich körbeweise irgendwelche Bewerbungen „an die Personalabteilung“ oder an die „sehr geehrten Damen und Herren“ eintreffen? Soll dieser Mitarbeiter tagelang übers Werksgelände tigern und jeden anhauen, ob er Leute braucht? So kann das Spiel nicht funktionieren!

Jeder kann sich im Internet über fast jedes Unternehmen informieren. Dann ruft der Bewerber das Unternehmen an, fragt sich zum Entscheidungsträger der in Betracht kommenden Abteilung durch und weiß danach, ob eine Bewerbung Sinn macht und wie der/die Zuständige heißt. Die daraufhin an die Person im Unternehmen gerichtete Bewerbung wird ganz sicher nicht im Reißwolf verschwinden.

Auf diese Hinweise, die im übrigen nichts mit der angespannten Situation am Arbeitsmarkt zu tun haben, sondern grundsätzlich, ohne jede Ausnahme und zu jeder Zeit Gültigkeit haben, gehst Du mit keinem Wort ein und schilderst statt dessen, was sich einige Unternehmen so alles leisten. Wer solche Ignoranz an den Tag legt, darf sich nicht wundern, wenn Bewerbungen erfolglos bleiben.

Mensch, ich wollte helfen und die Schwachsstelle von sehr-geehrte-Damen-und-Herren-Bewerbungen aufzeigen und es wird offensichtlich rein gar nichts begriffen. Schade!

Gruß
Wolfgang

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Hallo!

  • was ist also falsch an einer Formulierung wie
    „Sehr geehrte Damen und Herren“?

dann schmeiß’ ich das gleich weg.

…und vergibst damit die Chance auf einen vielleicht guten
Mitarbeiter.

(snip)

es ist aber IMHO ein nicht zu überbietendes Zeichen von
Arroganz und selbstherrlicher Dummheit.

Was soll ich mit einem Mitarbeiter (ich habe eh
nur gelegentlich mal freie), der weder die Fähigkeit noch die
Motivation hat, eine Firmenadresse zu überprüfen, ehe er seine
Bewerbung wegschickt? Der sich als Labormitarbeiter in einer
Beratungsfirma bewirbt? Uff!

Berechtigte Frage - aber nur dann wenn Deine Firma ihr Geld
damit verdient daß sie Firmenadressen überprüft.

Warum ich so schreibe? Ein Blick auf meine Website genügt - da steht ganz klar, dass ich Freiberufler und Einzelunternehmer bin, was ich mache und so weiter und so fort - u. a. Informationsbeschaffung - und wenn jemand sagt, er hätte meine Firmendarstellung im Internet gesehen, aber immer noch nicht meinen Namen weiß, dann kann ich ihm - oder ihr - wirklich nicht mehr helfen.

Gruß, Claudia

1 „Gefällt mir“

Hallo, Christian,

Bewerbungen erhalte mit „Sehr geehrte Damen und Herren“, dann
schmeiß’ ich das gleich weg.

…der Bewerbungen wegschmeißt und nicht den Anstand hat,
Unterlagen + ein Absageschreiben zurückzusenden - völlig egal
wie die Bewerbung aussah! - stellt sich selbst ein
unglaubliches Armutszeugnis aus.

„wegschmeißen“ war natürlich bildlich gesprochen. Die meisten Bewerbungen sind ohnehin E-Mail-Bewerbungen, was ich auch gut finde. Das spart Bäume.

Gruß, Claudia

Hallo Claudia!

ich wollte nur mal wissen, wie es Euch so geht, wenn Ihr
arbeitslos seid. Also ich bin es seit kurzer Zeit und fühle
mich total mies.

Mir ging’s beim ersten Mal hervorragend und mir geht’s jetzt beim zweiten Mal (jawoll, ich oute mich!) ebenfalls ziemlich gut damit. Und das obwohl ich wegen Auslandstätigkeit null-nix-garnix Bezüge vom AA bekomme. Und warum? Weil’s mir vorher im Job in beiden Fällen recht mies ging: Arbeit weit über 40 Stunden hinaus, ohne dafür bezahlt zu werden, Streß ohne Ende, schlechtes Management, mieses Betriebsklima etc. etc. Ich brauchte eine Auszeit, meine Batterien mussten wieder aufgeladen werden. Danach ging’s dann auch prompt mit einem neuen Job wieder weiter.

Tut mir leid, daß ich so
jammere, aber das mußte einfach mal sein.

So etwas muss auch manchmal einfach sein! Weißt du, was du m.E. nach brauchst? EINE PAUSE! Und zwar eine Pause auch von deinen eigenen Ansprüchen an dich selbst. So lange du dich selbst außerdem so besch**** fühlst, gibt es mit den Bewerbungen und Vorstellungsterminen wahrscheinlich sowieso nichts. Setz dir eine Frist, sagen wir mal von 1 oder 2 Monaten (vielleicht auch etwas länger, das hängt von dir und dem, was du brauchst, ab), in denen du dir offiziell frei nimmst und dir erlaubst, dich nur um dich selbst und das, was dir Spass macht zu kümmern. Selbst wenn du fürs AA Bewerbungen schreiben musst, gehe in dieser Zeit nicht davon aus, dass sie etwas bringen werden. Erwarte nichts.
Der Sinn: Wenn du es tatsächlich schaffst, dir guten Gewissens (!) diese Zeit zu gönnen, erholst du dich, wirst gelassener, fühlst dich besser - und ausgeruht und entspannt lassen sich dann nachher wahrscheinlich viel bessere Bewerbungen schreiben.
Außerdem kommen dir so vielleicht eher neue Ideen, was du sonst noch versuchen könntest. Ideen brauchen nämlich Zeit und Freiraum und wachsen oft am besten in einer Zeit des „Nichtstuns“. Unter Druck und Panik trauen sich sich normalerweise nicht ans Tageslicht.

Grüße
Christiane

Hallo Wolfgang,

doch, verstanden durchaus.

Ich für meinen Teil habe nie daran gezweifelt daß „der Hase so läuft“ wie es hier beschrieben wird. Ich bin mir auch keineswegs zu schade dieses Spielchen mitzumachen weil mir sehr wohl klar ist daß man, wenn überhaupt, nur dann eine erfolgreiche Bewerbung plaziert wenn man sich an die allgemein bekannten und auch keineswegs so furchtbar schwer einzuhaltenden Spielregeln hält.
Ich finde den Aufwand, eine fehlerfreie Bewerbung nach allen Regeln der Kunst anzufertigen, relativ gering und werde mich in einer Selbstdarstellung selbstverständlich so optimal wie möglich präsentieren.

Das alles ist unbestritten und ich stimme durchaus zu wenn man sagt daß eine untadelige Bewerbung für einen halbwegs intelligenten Menschen ohne Schwierigkeiten machbar ist.

Woran ich mich aber nach wie vor und immer wieder festbeisse: es wird immer so getan als wären Personalverantwortliche Leute, die anhand kleinster Nuancen ein komplettes, komplexes Persönlichkeitsprofil erkennen können und wie ein Chirurg am Seziertisch mit Akribie aus Kleinigkeiten bestimmte Merkmale eines Bewerbers freilegen können.

Allein schon den Menschenverstand und die Lebenserfahrung sagen einem aber: weder ein Bewerbungsschreiben („Papier ist geduldig“) noch ein Vorstellungsgespräch (Schauspielerei…) reichen aus um zu wissen ob ein Bewerber letztlich die optimalöe Besetzung auf einer Stelle ist - oder nicht.

Ich gehe so weit zu behaupten daß, wenn die äußeren Vorraussetzungen als formale Hürden von Bewerbern gemeistert wurden, schließlich nur noch der „Nasenfaktor“, also Sympathie und Antipathie, darüber entscheiden wer den Job bekommt und wer nicht. Niemand erzählt mir daß die Entscheidung für oder gegen einen Bewerber anhand seiner ach so tollen Papiere getroffen wurde (Vorraussetzung natürlich: man erfüllt unumgängliche Zugangsvorraussetzungen - Taxifahrer werden zu wollen geht nicht wenn man keinen Führerschein hat).

Mensch, ich wollte helfen und die Schwachsstelle von
sehr-geehrte-Damen-und-Herren-Bewerbungen aufzeigen

Und mir erzählt keiner daß 5+ Millionen Erwerbslose nur deswegen keinen Job haben weil sie faul und arbeitsunwillig sind.

Mir erzählt auch keiner daß es den Unternehmen nicht möglich ist innerhalb dieses riesigen Pools qualifizierte Mitarbeiter zu finden (der oft beklagte Mangel an geeigneten Mitarbeitern / Bewerbern).

Mir erzählt ferner keiner daß eine Bewerbung, die an die Personalabteilung einer Firma addressiert ist, dort nur mit Schwierigkeiten ankommt. Was sind das für unorganisierte Saftläden, in denen eine Bewerbung erstmal „tagelang übers Werksgelände“ irrt bevor sie auf dem richtigen Schreibtisch landet?

Mir erzählt des weiteren niemand daß ein neu einzustellender Mitarbeiter max. 20 Jahre alt und männlich sein MUSS weil ältere Menschen zu sehr kränkeln oder Frauen schwanger werden könnten.

Ich kann nicht glauben daß „Bewerbungsmappe Typ A“ über die weitere Beachtung einer Bewerbung entscheidet weil sich „Bewerbungsmappe Typ B“ statistisch in 2,2986980766 Sekunden aufklappen läßt und das 0,000000545354543 Sekunden langsamer geht als bei „Mappe Typ A“.

Ich glaube auch nicht daß irgendein halbwegs normal gebliebener Interviewer ernsthaft glaubt eine ehrliche Antwort auf die Frage „Warum bewerben Sie sich gerade bei uns?“ zu bekommen (siehe meine Einlassungen in einer anderen Antwort zu diesem Thema).

Die Selbstherrlichkeit, Arroganz und Dummheit, die Unternehmen meinen heutzutage an den Tag legen zu können, resultieren aus der hohen Arbeistlosenlosigkeit und der Möglichkeit sich deswegen so benehmen zu können.

Gruß,

MecFleih

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Hallo,

du vergisst bei deinen „das kann doch nicht sein“ Ausführungen etwas.
Der Vergleich.

Personal zu beurteilen hat drei Aspekte. Eigene Erfahrung, Formale Rahmenbedingungen, Bauchgefühl.

Nach diesen Aspekten „vergleicht“ man manchmal hunderte Bewerbungsmappen, macht eine engere Auswahl, vergleicht die wieder miteinander, um Vorstellungskandidaten herauszusieben.

Und auch dort ist es wieder der Vergleich nach den drei Aspekten.

Dein Schauspieler-Geschwätz kannst du dir getrost sparen. Es geht hier nicht um schauspielern sondern um eine positive Selbstdarstellung. Übrigens auch die Firma stellt sich in der Regel positiver dar als sie im Detail ist.
Ziel dieser Fragen ist nicht herauszufinden, wer der beste Schauspieler ist, sondern zu ergründen wer nur spielt und wer an die Dinge glaubt die er sagt.
Und glaube mir man kann sehr gut auf Basis einer Bewerbung und noch besser auf der Basis eines Vorstellungsgesprächs auf die Lebenseinstellung eines Menschen schliessen. Diese Einstellung ist das Hauptkriterium für einen wertvollen Mitarbeiter.
In der Zeit als ich Personalverantwortung hatte, habe ich mich aus Erfahrung immer für die Bewerber mit der guten Einstellung entschieden auch wenn sie nicht direkt vom Fach waren.

Wenn du (ich hoffe ich werde nicht zu persönlich) zur Zeit auf Jobsuche bist, dann solltest du an deiner Einstellung arbeiten, dich mal in die Lage eines Unternehmers versetzen und ehrlich überlegen wie das so wäre. Und dann dich selbst als möglichen Mitarbeiter betrachten. Bestimmt hättest du Angst einen Unruheherd einzustellen und auch noch zu bezahlen. Nur als Tip.

Gruss D.K.

Political Correctness
Hallo Wolfgang,

du schriebst:

Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich in 2 Postings dieses
Threads dargestellt und begründet, daß man sich für eine
erfolgversprechende Bewerbung tunlichst um den Namen des in
Frage kommenden Entscheidungsträgers kümmert, damit man keine
Irrläufer in den Briefkasten wirft.

Ich glaube, man bezieht sich doch üblicherweise auf eine angebotene Stelle. Dies, an die Personalabteilung geschickt, sollte doch keine Probleme bereiten.

Was soll ein armer Teufel
in der Poststelle eines Unternehmens wohl machen, wenn da
täglich körbeweise irgendwelche Bewerbungen „an die
Personalabteilung“ oder an die „sehr geehrten Damen und
Herren“ eintreffen? Soll dieser Mitarbeiter tagelang übers
Werksgelände tigern und jeden anhauen, ob er Leute braucht? So
kann das Spiel nicht funktionieren!

Siehe oben, sollte funktionieren. Der Grund liegt doch eher darin, daß die Bewerbung nicht von anderen Personen gelesen wird. Warum wird denn im englischsprachigen und skandinavischen Raum nichteinmal ein Bewerbungsfoto gefordert? Jemand, der nach einem Bild und einigen geschickten Formulierungen auswählt, ist doch bereits korrumpiert. Da sollten doch eher Fakten sprechen. Und dies sind z.B. Erfolge in der Vergangenheit und zumindest Ausbildungszeugnisse.

Jeder kann sich im Internet über fast jedes Unternehmen
informieren. Dann ruft der Bewerber das Unternehmen an, fragt
sich zum Entscheidungsträger der in Betracht kommenden
Abteilung durch und weiß danach, ob eine Bewerbung Sinn macht
und wie der/die Zuständige heißt. Die daraufhin an die
Person im Unternehmen
gerichtete Bewerbung wird ganz
sicher nicht im Reißwolf verschwinden.

Ich mache das ja auch so. Trotzdem halte ich das sture Festhalten an solchen „Bedingungen“ nicht für richtig. Wieso muß ein Schweißer oder Programmierer auf einmal zum Werbeprofi mutieren, um dann wieder in seinem Beruf arbeiten zu können. Die Personalfritzen sollten sich ruhig etwas Mühe geben und mehr Leuten eine Chance geben.

Auf diese Hinweise, die im übrigen nichts mit der angespannten
Situation am Arbeitsmarkt zu tun haben, sondern grundsätzlich,
ohne jede Ausnahme und zu jeder Zeit Gültigkeit haben, gehst
Du mit keinem Wort ein und schilderst statt dessen, was sich
einige Unternehmen so alles leisten. Wer solche Ignoranz an
den Tag legt, darf sich nicht wundern, wenn Bewerbungen
erfolglos bleiben.

Wie oben beschrieben, sind deine Hinweise nicht überall gültig. Im skandinavischen Raum wird es sogar gerne gesehen, wenn man den Verantwortlichen direkt anruft und sofort zur Sache geht. Motivation ist dann gar nicht das Thema, das wird in einer funktionierenden Gemeinschaft vorausgesetzt. Bei uns geht es doch eher darum, wieviel für ihn kontraproduktive Belastung der oder diejenige auszuhalten bereit ist.

Mensch, ich wollte helfen und die Schwachsstelle von
sehr-geehrte-Damen-und-Herren-Bewerbungen aufzeigen und es
wird offensichtlich rein gar nichts begriffen. Schade!

Begriffen schon, aber man muß ja nicht zu allem ja und Amen sagen. Ich denke, viele sind sich bewußt, daß bei uns einiges geändert werden sollte. Und es ist unwahrscheinlich, daß die Personalabteilungen und manche Uraltpraxis hiervon auszunehmen sind.

Gruß, Jürgen

„wegschmeißen“ war natürlich bildlich gesprochen. Die meisten
Bewerbungen sind ohnehin E-Mail-Bewerbungen, was ich auch gut
finde. Das spart Bäume.

Hallo Claudia,

dann kam das falsch rüber, sorry.

Denn bei der immer häufiger werdenden Unart von Unternehmen, Bewerbungsunuterlagen, die ein Heidengeld und eine Menge Arbeit kosten, kommentar- und antwortlos zu entsorgen, stellen sich mir schnell die Nackenhaare auf.

Gruß
Christian

Es geht darum, daß ich jemandem, der sich mit meinem Unternehmen auseinandergesetzt hat - in welcher Form auch immer - den geringen Respekt zolle, indem ich ihm zumindest sage, daß ich kein Interesse habe.

Vielleicht bin ich ja zu nett für diese Welt, aber ich habe als Kind beigebracht bekommen, daß eine freundliche Frage eine freundliche Antwort verdient.

Und nicht jeder, der eine schlecht gemachte Bewerbung schickt, tut dies aus Faulheit, sondern vielleicht einfach weil er es nicht besser weiß oder in einem deiner tollen Seminare nichts als Bullshit eingetrichtert bekommen hat.

Mit dem Wegwerfen etc. einer Bewerbung bist du keinen Deut weniger ignorant als jener, der sich - deiner Meinung nach schlecht - bei dir beworben hat.

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