Ein wenig überrascht mich Deine Art, mir „philosophische
Fallstricke“ und „Hier, mein Freund, liegst Du grundlegend
falsch“ unterschieben zu wollen.
Das mit den philosophischen Fallstricken stammt nicht von mir, sondern von Scrabz. Und „Hier, mein Freund, …“ war durchaus nicht sarkastisch gemeint, denn ich finde diese Diskussion an sich spannend.
Die Welt wird nicht
einfach erfasst oder erkannt, sondern durch den menschlichen
Geist geformt und erst strukturiert.
Aber auch das bräuchte eine eigene Diskussion und hat mit
HAWKING nur noch am Rande zu tun.
Okay, ich nehme Dich beim Wort und eröffne einen separaten Thread zu diesem Thema. Ich lade Dich herzlich ein, mir dorthin zu folgen.
es gibt ein Buch, dass sich genau mit deinen Fragen beschäftigt. Es heißt „Gott und die moderne Physik“. ISBN-10: 357004906X Buch anschauen Leider wohl nur noch antiquarisch.
Am Ende des Wissens beginnt der Glaube(n)
Hallo,
soweit der Horizont von Hawking, Einstein, Kopernikus oder Galilei etc. auch gehen mag: er ist begrenzt. Hier begrenzt durch eine fehlende Vorstellung davon, was vor dem Urknall gewesen sein könnte oder eine Antwort auf die Frage nach Anfang oder Ende des Universums.
Schon immer (seit der Homo sapiens denkt) wurde am Ende des Wissens ein Schöpfer (Gott) eingesetzt, der als Erklärung für Unerklärliches dienen soll. Je weiter der Horizont aber durch Erkenntnis verschoben werden konnte, desto weiter musste der Glaube(n) zurück treten.
Theorien sind immer nur die Vorstufe der Erkenntnis, spekulativ und in einem Wettstreit mit anderen Theorien, die eine Antwort geben wollen auf ungeklärte Fragen. Es lässt sich gar trefflich darüber philosophieren, aber letztlich geht es nur um die Meinungsführerschaft, nicht jedoch um die wissenschaftliche Erkenntnis. Die Philosophie wird die Frage nach Anfang und Ende nicht klären, sondern die Naturwissenschaften. Das wird nicht heute oder morgen sein, sondern vllt. in 100, 300 oder 500 Jahren.
Schade, dass ich nicht darauf warten kann.
Danke! Das Buch steht bei meinen Eltern im Bücherregal, ich kannte es nicht. Aber ich hab mal ein bisschen drin rumgeblättert und ich bin fasziniert davon, ja sogar erschreckt in wiefern sich seine Überlegungen mit meinen decken…
die Philosophie wird die Frage
nach Anfang und Ende nicht klären, sondern die
Naturwissenschaften. Das wird nicht heute oder morgen sein,
sondern vllt. in 100, 300 oder 500 Jahren.
weißt Du nicht, daß sich nach jeder beantworteten Frage durch die
Wissenschaft ein oder mehr neue Fragen auftun !
Wenn also die Erkenntnis unsere Fragen nicht reduziert dann vermehrt
sie unsere Unwissenheit, auch in 500 Jahren.
Wir werden nie „fertig“, und das ist gut so.
Gruß VIKTOR
"Wenn das Universum einen Anfang hatte, können wir von der
Annahme ausgehen, dass es durch einen Schöpfer geschaffen
worden sei.
Nehmen wir mal an, obige Theorie stimmt. Dann würde das bedeuten: alles, was „aus dem Nichts“ entsteht, wurde vom „Schöpfer“ (Gott?) erstellt.
Dann stelle ich mir die Frage: wer schuf den Schöpfer? Denn wenn ALLES, was aus dem Nichts entsteht, von irgendeiner „Macht“ erstellt wurde, dann muss auch der Schöpfer erstellt worden sein und dessen Schöpfer auch wiederum usw usw. Die Katze beißt sich in den Schwanz
Alternativ: wenn es auch nur eine einzige Ausnahme gibt (nämlich die, daß der Schöpfer nicht erschaffen wurde, sondern einfach IST), dann kann es auch weitere geben und ich kann behaupten, daß das Universum einfach IST.
Kurz gesagt halt ich diesen Ansatz für „Mumpitz“ (nett gemeint)