Hallo Archie!
Ich habe mich nie als Tierernährungsphysiologe bezeichnet und poche nicht im geringsten auf meine homöopathische Ausbildung. Ich habe mit meinen eigenen Erfahrungen und Nachforschungen argumentiert.
Meine Tierärztin hat mir selbst gesagt, dass Tierärzte keine ernährungsphysiologische Ausbildung haben und das Thema nur im Grundstudium kurz aufgegriffen wird.
In der tierärztlichen Klinik (Essen)hat man mir daselbe gesagt, als ich mich erkundigen wollte, welche Alternativen es zu diesem Spezialfutter gibt!
Es wurde mir gesgt, dass ich nur dieses Futter geben dürfte und das die einzige Möglichkeit sei, meine Katze vor Blasenentzündungen durch Kristalle zu bewahren.
keiner hat mich über Oxilatkristalle aufgeklärt oder das Feuchtfutter für Blasenkranke Tiere besser geeignet ist!
Das ist doch schade!
Hochwertiges Futter riecht nicht weniger angenehm als
manche der Billigsorten.
Das habe ich auch nicht gemeint! Hochwertiges Futter riecht weniger stark und ist
damit für die Tiere erstmal gewöhnungsbedürftig.
Man muss die Tiere, erfahrungsgemäß, langsam an dieses Futter gewöhnen.
Da die Anatomie der Katze Geschmack mit Geruch verbindet, ist das auch nicht ungewöhnlich, oder sehe ich das falsch?
Deshalb gehe ich davon aus das billiges Alleinfutter mit Aromen versetzt ist, die
Katzen zum Fressen bewegen sollen. Ist das Deiner Meinung nach falsch?
Allerdings gibt es auch so richtig
stinkiges Futter,
Warum hat das Deiner Meinung nach so gestunken?
Um Menschen, einige, qualitativ minderwertige Nahrungsmittel schmackhaft zu machen, werden doch auch Geschmacksverstärker benutzt. Warum sollte das ausgerechnet bei Katzenfutter anders sein? Das kann ich nicht glauben!
Du hast gesagt alle Alleinfuttermittel sind dafür geeignet eine Katze ein Leben lang mit allem nötigen zuversorgen.
Dann schließe ich daraus, dass Du auch alle billigen Futtersorten miteinbeziehst.
Warum greifst Du dann selber zu teuren hochwertigem Futter?
Wenn jemand mit Alditrockenfutter seine Katze ausreichend versorgen könnte, hätte es doch keiner von uns nötig sich ewig mit diesem Thema auseinaderzusetzen und könnte enorm viel Geld sparen.
Bei dem Trockenfutter von Penny ist Zucker sogar als Inhaltsstoff aufgelistet!
Zucker hat in Katzenfutter nichts zu suchen und macht das Tier krank.
hochwertiges Trockenfutter riecht gut genug, daß meine Mutter
es essen wollte (allerdings leidet sie an Alzheimer). Das
Dosenfutter hat sie gegessen - bis wir dahinter gekommen sind
und die Dosen versteckt haben…
Mein Freund hat mich auch schon gefragt, was ich Leckeres koche obwohl ich nur eine Dose Whiskas geöffnet habe!!! Der hat allerdings kein Alzheimer…
Das es gut riecht heißt ja nicht, dass es auch gesund ist.
Ich habe nicht gemeint, dass hochwertiges nicht gut riecht. Es riecht schwächer und scheint so für die Katzen nicht gut zu riechen (riecht nicht lecker genug um sich sofort drauf zu stürzen).
Das spricht doch dafür, dass dieses weniger Aroma beinhaltet, oder?
Jedes Futtermittel kann jederzeit von den anderen Firmen
eingekauft, analysiert und nachgebaut werden! Wenn eine Firma
einen Lockstoff bauen würde, der andere benachteiligt, würden
diese Zeter und Mordio schreien,
Ich glaube nicht, dass Aroma/Lockstoffe gebaut werden um andere Firmen zubenachteiligen. Ich gehe davon aus, das man damit einfach nur den unspektakülären Geruch, für Katzen- und vor allem Menschennasen(die Kaufen das Zeug ja!) aufmöbeln will.
Das Futter riecht dann für den Menschen besser, der dann daraufhin auch einen guten Geschmack vermutet und sich darüber freut das die Katze das ja anscheinend genauso empfindet.
Es besteht doch die Möglichkeit das jakobsonsche Organ der Katze, chemisch zu stimulieren, warum sollte die Futtermittelindustrie sich dieses nicht zu nutze machen? Mann kann den Tieren so eine Stimulation verpassen um Futter für sie interessanter zu machen. Wenn die Futtermittelindustrie so ihr Futter pimpen kann und es dann besser verkaufen kann, scheint es mir nicht logisch warum sie dieses nicht tun sollte!
Wenn eine Futtermittelfirma einen Stoff entwickelt, der Giftköder für Katzen (Australien) unwiderstehlich macht, nutzt sie diesen dann nicht um das eigene Futter anziehender zu gestalten? Diesen Gedanken halte ich für sehr naiv!
Außerdem müssen die Zusatzstoffe angegeben werden und
Futtermittel werden von unabhängigen Instituten kontrolliert.
Was sollten die gegen einen Lockstoff haben?
Nach welchen Kriterien wird geprüft?
Das Ganze ist eine Verschwörungsthe-orie, die jeglicher
vernünftigen Grundlage entbehrt
Diese Verschwörungstheorie wird aber durch die Erfahrungen von Tierbesitzern, teilweise gestützt.
Ich will auch keine Hysterie unterstützen aber handelt es sich bei Bedenken, gegenüber einer millardenschweren Industrie, automatisch, um eine wilde Verschwörungstheorie? Handelt es sich hierbei nicht auch um einen gesunden Selbstschutz?
Die Bezeichnung Tierarzt [Sie) garantiert eine lange Ausbildung,
Das stimmt allerdings! Sehr lange Ausbildung!
Und was ist schlecht daran?
Nichts! Es ist vielmehr eine allgemeine Feststellung.
Der obige Kommentar war neutral gemeint aber missverständlich ausgedrückt.
Mein Fehler!
bin ich
zumindest in der Lage, mich mit wissenschaftlichen
Erkenntnissen auseinanderzusetzen und verschiedene Standpunkte
neutral nach ihrer Plausibilität abzuwägen
Kein Mensch kann pure Neutralität für sich beanspruchen!
Jeder wird von persönlichen Erfahrungen und seinem Umfeld geprägt und viele Studienergebnisse lassen Freiraum für Interpretationen bei der Auswertung durch Einzelne!
Oder sind wir weltweit alle korrupt und
reich, weil wir uns von Futtermittelfirmen bestechen lassen,
die arme Tierbesitzer in die Irre führen wollen?
Das habe ich nicht behauptet!
Die wollen ihr Produkt anpreisen, wie es auf dem Markt üblich ist!
Es gibt Futtermittelvertreter die Tierarztpraxen abklappern, genau wie in der Humanmedizinpraxis von nebenan, wo regelmäßig ein Pharmakonzernvertreter seine
kostenlosen Medikamentenmuster abgibt.
Studienergebnisse sind erst, für normale Verbraucher, aussagekräftig wenn sie von Jemanden auswertet werden. Diesbezüglich kann man nicht immer von einem neutralen Ergebnis ausgehen. Die eine Seite versucht natürlich eine Auswertung zu seinen Gunsten auszulegen, während die andere Seite versucht ihre Vorzzüge herauszustellen.
Es sei denn Du setzt Dich persönlich hin und wertest alles selbst aus.
Auch wenn Du persönlich die Vorraussetzungen dazu erlernt hast, würde das doch jeden Zeitrahmen sprengen, oder?
Ausserdem kann die Wissenschaft noch nicht jeden Vorgang klar
entschlüsseln
Die Homöopathie aber auch nicht
Wie gesagt, ich definiere meine Meinung(über Ernährung) größtenteils nicht über die Homöopathie, da diese für eine homöopathische Heilung zwar von Vorteil ist aber nicht ausschlaggebend ist.
Definiere mich und meine Meinung nicht über Homöopathie. Das würde ich selber auch nie tun!
Sie beeinflusst mich im Denken ist aber nicht grundlegend für mich!
Ich versuche immer beide Seiten zu sehen und versuche so offen zu bleiben.
Allerdings kann ich mich aufgrund meiner negativen Erfahrungen nicht komplett von Vorurteilen befreien. Vielleicht würdest Du mich verstehen, wenn Du über meine Erfahrungen mit Tierärzten bescheid wüsstest. Aber das würde zusätzlich den Rahmen sprengen.
Aber habe ich den irgendwo Homöopathie als ausschlaggebenden Faktor für unsere Diskussion und meine Meinung angegeben?
Meine Bemerkung: Du bist Tierarzt…bezieht sich auf meine Aussage mit dem Futtermittelvertrieb der Tierärzte!Da bin ich kopfüber ins Fettnäpfchen…
Das die tierärztliche Sicht eine einseitige ist Meine persönliche Meinung und hängt tatsächlich, mit meinen Erfahrungen als Privatperson/Tierhalterin zusammen.
Das glaubt mir jetzt sowieso keiner mehr aber damit muss ich leben.
Dann tu das doch bitte auch mal mit den nicht
wissenschaftlichen Erkenntnissen, an denen Du uns teilhaben
läßt!
Der nutripets Link, von Dir, verweist auch zu der Seite einer Privatperson! Das nenne ich auch halbwissenschaftlich.
Deshalb gehen auch viele Homöopathen zunächst mit einfachen
„bewährten Indikationen“ an die simpleren Fälle
Das ist nicht im Sinne der Klassischen Homöopathie und deutet auf eine
allopathische Behandlung mit Polycresten hin.
(Ja - ich kenn
mich aus, ich habe Metzler und Kent zu Hause und weiß, wie ich
sie benutzen kann! Ich arbeite mit klassischer Homöopathie
seit mehr als 10 Jahren und kenne ihre Vorteile, Möglichkeiten
und Grenzen)
Wenn Du der Homöopathie wirklich trauen würdest und ihr Grundprinzip nicht als sinnlos abtun würdest, könntest Du fast alle deine Aussagen hier nicht mehr mit reinem Gewissen vertreten.
Dann würde ein Großteil deiner tierärztlichen Behandlungen, als reine
Symptombekämpfung darstehen.
Wie kannst Du das mit Deinem Gewissen vereinbaren?
wenn Du Dir mal die Anweisungen für BARFen
richtig durchliest, bekommst Du dort eine Menge Anweisungen,
welche Kräuter, Gemüse und Pülverchen Du wann Deinem Tier
zusätzlich zu dem Fleisch zu geben hast! Aber über
Vitaminzusätze im Fertigfutter wird geschimpft - daß ist eine
unglaubliche Doppelmoral!
Beim BARFen musst Du nicht industrielle Zusatzstoffe nehmen.
Das dient nur der Bequemlichkeit und da wird sich die Unsicherheit der Leute ausgenutzt.
Jeder Zusatzstoff hat einen natürlichen Vertreter.
Meine Katze bekommt keinerlei Medikamente oder Zusätze!
Dann BARFst Du falsch
Ich BARFe mini! Umstritten-aber miner Katze hat es geholfen!
Als ich noch das Urinary gefüttert habe, habe ich mit
Glycosaminoglykan ergänzt.
Und was FÜTTERST Du heute?
Animonda als Basisfutter, welches durch andere hochwertige Futtersorten ergänzt wird und wie gesagt 20% Rohfleisch (möglichst sehnig und mit Knorpel bestückt)
Schlechtes Futter wirkt sich zuerst auf den Verdauungstrakt
aus.
Die sekunddär betroffenen Organe, die der Entgiftung des
Körpers dienen, sind:
Leber; Pankreas;
Das Pancreas
ist ein rein sezernierendes Organ -
der exokrine Pancreas produziert Verdauungssekrete, der
endokrine Pancreas produziert Hormone zur Steuerung der
Energieversorgung (Glucagon-Vorstufen, Insulin…) -
und dient nicht der Entgiftung, da er gar keine Zellen hat, in
denen Stoffwechselprodukte umgeformt werden.
Aber die Insulinausschüttung wird doch durch den Blutzuckerspiegel gesteuert und ist somit auf die artgerechte Nahrungszusammensetzung angewiesen.
Nieren; Haut;…
Diese organischen Zusammenhänge werden in der Veterinärmedizin
nicht genügend beachtet.
Vitamine und Enzyme werden durch den Garprozess zerstört oder
verändert, da
das Tier aber auf diese angewisen ist werden diese dann
künstlich zugesetzt.
Man weiß aber noch nicht genau ob diese, dann noch so günstig
wirken, wie in dem
Ursprunglichem Zusammenspiel der rohen Nahrung.
Um dem Vitamin in der ursprungsform gerecht zu werden, muss
man evtl. andere Stoffe hinzufügen und dann auch noch die
Menge bestimmen.
Fachbegriffe wie Bioverfügbarkeit und Bioäquilenz sollte man
beachten, um diese Aussage nachvollziehen zu können.
Ein Beispiel:
Öle, die man zur Futterergänzung beifügt, benötigen im Körper
einen gewissen Kalziumspiegel um überhaupt verwerten werden
zukönnen…
Also wird zusätzlich noch Kalzium ins das Futter gemischt, das
dieses Zusammenspiel der Inhaltsstoffe aber ein sehr sensibles
ist…
Richtig - das Zusammenspiel ist sehr sensibel! Bei manchen
Nährstoffen bewegt man sich in der Größenordnung von Mikro-
oder Nanogramm, was den Bedarf pro Tag und Tier angeht. Wer,
glaubst Du, kann das wohl besser abwiegen: eine
Produktionsfirma, die durch die großen Mengen, die sie
produziert, in den Grammbereich gelangt, oder der Tierhalter,
der versucht, daß Futter zu Hause artgerecht zuzubereiten? Die
Futtermittelfirma untersucht die ankommenden Einzelkomponenten
auf ihre Zusammensetzung, damit sie weiß, was ergänzt werden
muß - wie soll das ein Tierbesitzer durchführen? Wieviel
Kalzium und Magnesium, Phosphor, Jod und Selen braucht Deine
Katze pro Tag, und wieviel davon ist im Fell, wieviel im
Skelett, wieviel im Muskel der Beutetiere, die Du verfütterst?
Wie hoch ist die Bioverfügbarkeit der verschiedenen
Mineralstoffe bei der Katze - und wie ist gerade ihre
Resorptionslage? Hat sie Würmer, Durchfall, einen Virus? Das
alles fließt da mit ein, wenn Du sie optimal füttern willst!
Moment…wie soll denn die Industrie wissen ob mein Tier einen Virus; Würmer oder Durchfall hat?
Ich denke das weder Industrie, noch Tierbesitzer die optimale Nährstoffzusammensetzung nachbilden kann aber der tierische Stoffwechsel ist von der Natur bestimmt und deswegen liefert auch die Natur die beste Form des Futters,in Form eines rohen Beutetieres. Wie weit manches Futtermittel von diesem natürlichen Verhältnissen entfernt ist, muss einen doch nachdenklich stimmen!
Das ist als ob jemand dir einen Tisch vollpackt mit
Lebensmitteln die dein Körper benötigt, das alles durch
Zusatzpräparate ersetzt, und dann sagt:
Das ist alles was Du brauchst…
Würde vielleicht nicht so gut schmecken, wäre aber
wahrscheinlich gesünder…
Den Geschmack lassen wir mal außen vor… Was ist mit Microorganismen die der Darm zur Verdauung benötigt? Die sind an/in natürlicher Nahrung reichlich vorhanden aber bei Fertigfutter größtenteils unerwünscht, weil sie die Ware schnell verderblich machen und somit der Konservierung nicht dienlich sind.
Die Speichelproduktion wird ja teilweise auch durch optisch ansprechendes Fressen ausgelöst.
Das wäre bei einem Haufen Pillen schon schwierig,
Wem läuft bei diesem Anblick denn schon das Wasser im Munde zusammen???
Fertiggnahrung bietet keinen artgerechten Ersatz für das Kauen
von Knochen
Du hast doch gerade gegen die tierischen Nebenprodukte
gewettert, warum willst Du jetzt Knochen in der Nahrung? Ich
war es, der gesagt hat, die Nebenprodukte (Knochen, Fell,
Innereien) sind notwendig!
Ja aber es sollte sich hierbei um den richtigen Anteil der Nahrung handeln, was bei Fertigfutter leider nicht der Fall ist.
Das Verhältnis „Nebenprodukte“/Muskelfleisch/Organe ist dem einer Maus größtenteils nicht ähnlich.
Du verdrehst mir die Worte, zu Deinem Vorteil…
und die optimale Pflege für Zähne und Zahnfleisch ist somit
nicht gewährleistet!
Schon beim Kauvorgang selbst beginnt die Verdauung.
Beim Zerkleinern von rohem Fleisch entsteht wesentlich mehr
Speichel.
Dieser beinhaltet Stoffe wie Muzin (Schmiermittel) und Ptyalin
(ein stärkespaltendes Enzym).
Hunde und Katzen produzieren Magensäure hauptsächlich während
des Fressens.
Der im Maul beginnende Verdaungsvorgang, die Konsistenz und
inhaltsstoffliche Beschaffenheit der Nahrung spielt also von
Anfang an eine sehr wichtige Rolle.
Der Stoffwechsel eines Tieres ist eine sehr sensible
Angelegenheit und deswegen auf artgerechte Fütterung
angewiesen.
Die Natur gibt vor, was für das Tier optimal zusammengesetzt
ist und in welcher Form.
Hunde und Katzen kauen nicht wie Menschen! Sie haben ein
Scherengebiß, was bedeutet, sie zerschneiden ihre Beute mit
den Backenzähnen (die keine Kaufläche zum Zermahlen haben) und
schlingen die abgetrennten Bissen komplett runter.
Das menschliche Kauen habe ich auch nicht gemeint! Wir reden doch schließlich über Tiere, oder?
Mit Kauen ist also nicht zermahlen, sondern zerteilen der Nahrung gemeint.
(Das müsste jedem, halbwegs informierten, Katzenbesitzer klar sein.)
Katzen müssen an einem großen sehnigem Stück Fleisch länger schneiden und können ihn erst dann runterschlucken. Also findet eine größere mechanische Reizung statt, als bei jedem industriell hergestellten Nahrungsklumpen(ob trocken oder feucht).
Diese mechanische Reizung fördert den Speichelfluss und somit auch eine gute Verdauung und Zahnpflege!
Dem Hund fehlen Verdauungsenzyme im Speichel ganz
der Katze genauso!!!
Die Verdauung findet bei der Katze also erst im Magen statt.
Außerdem spaltet die alpha-Amylase (Ptyalin ist ein veralteter
Ausdruck) nur Stärke zu Polysacchariden, die in der Hunde- und
Katzenernährung eher eine geringe Bedeutung hat (ja, ist in
Getreide, weiß ich, stellt aber kaum einen Energielieferanten
für Fleischfresser dar).
Warum ist dann soviel Getreide im Fertigfutter (vor allem Trockenfutter!)
enthalten?
Etwa um den Mangel an teuren Fleisch auszugleichen?!?!?!
Vieleicht hat die Stärkeaufspaltung durch den Speichel nur eine geringe Bedeutung, aber sie gehört definitv dazu und kann somit nicht ausgeschlossen werden.
Nur weil ein geringerer Teil der Verdauung(Nährstoffspaltung) mit der Speichelproduktion zusammen hängt, kann man nicht sagen das sie erst im Magen beginnt.
Gerade weil man weiß, dass Katzen Probleme mit der Verdauung von Kohlehydraten haben, sollte man ihr doch besonders Aufmerksamkeit schenken und sie nicht ignorieren, oder?
Salzsäure wird im Magen sezerniert als Reaktion auf Anblick
und Geruch von Futter und nach dem Füllungszustand des Magens.
Da widerlegst DU Deine obige Aussage(Zusatzstoffe sind gesünder)schon selbst!
Der Füllungszustand des Magens variiert auch mit der Konsistenz der Nahrung, was eine gewisse Hellhörigkeit im Bezug auf Trockenfutter auslösen sollte!
Feuchtnahrung hat ein größeres Volumen als Trockenfutter!
Es gibt in jeder Ernährung einen gewaltigen Spielraum zwischen
marginal ausreichend (der Organismus stirbt nicht an dem
Mangel)
Stichwort Supermarktfutter!
ausreichend (alle Stoffwechselvorgänge laufen
optimal, der Organismus bekommt so viel Nährstoff, wie er auch
verbraucht),
Stichwort hochwertiges Feuchtfutter!
optimal (alle Stoffwechselvorgänge sind gedeckt und der Körper
kann einen Speichervorrat anlegen) und
Überversorgung (u.U Vergiftung).
Alleine durch Fertignahrung, nicht realisierbar!
Vergiftung und Überversorgung werden mit dem Begriff optimal verbunden?
Ich bin der Ansicht, daß die Futtermittelproduktion im großen
Stil diese Versorgung mit Mineralstoffen gleichmäßiger und
zuverlässiger gewährleisten kann als die Fütterung
selbstgekochter oder selbst zusammengestellter Mahlzeiten.
Von selbstgekochter Nahrung reden wir ja nich (es sei denn das Tier braucht eine Diät, wegen Durchfall)!
BARF ist schwierig, dass muss ich zugeben…
Gerade weil es sich um ein sensibles System handelt, ist
meines Erachtens der Selbst(tier)versuch ein gefährliches
Spiel! Es gibt mitterweile viele Erkenntnisse über die
Bedürfnisse und Erforderlickeiten von Hund und Katze, die in
die Herstellung von Fertigfutter mit einfließen, die aber dem
Otto-Normal-Fütterer nicht bekannt sind!
Es mag uns ja auch Keiner vollends aufklären, also arbeiten wir mit den Infos, die uns zur Verfügung stehen.
Die Gefährdung von
Tier - und auch Mensch - durch Bakterien, Viren und Parasiten
bei der Aufnahme rohen Fleisches oder Fisches sind hinreichend
untersucht und dokumentiert
Es wird auch unter anderem mit dem Erreger der Toxoplasmose argumentiert, aber
meist nicht erwähnt, dass dieser auch über das Beutetier Maus übertragen wird.
Wenn also jemand aus diesem Grund seine Katze nicht roh füttert, darf er ihr
auch keinen Freigang erlauben. Das gilt dann auch für Hunde.
Das garantiert aber auch keinen wirklichen Schutz, da Toxoplasmose auch über die
Milch des Muttertieres übertragen werden kann.
Rinder sind keine Träger dieser Erreger, also ist ihr Fleisch diesbezüglich nicht gefährlich…
So
ist z.B. der Anteil von Amerikanern, die sich mit dem
Fischbandwurm infiziert haben, drastisch gestiegen, seit Sushi
dort so modern ist.
Auf fast jeder Barfseite wird eine regelmäßige Entwurmung empfohlen, welche
bei Freigängern sowieso Pflicht sein sollte!
Auch hier gilt: Wurmbefall ist auch ohne Rohfütterung sehr wahrscheinlich!
Vergleichbare Untersuchungen liegen vor
über Tier-Populationen, in denen roh gefüttert wird.
Ich hoffe die wurden nicht um ihren Ausgang gebracht, um den Wurmbefall ausschließlich durch rohes Fleisch nachzuweisen.
Und die
Behauptung, die Magensäure der Fleischfresser wäre aggressiver
als unsere und würde deshalb die Mikroorganismen umbringen ist
schlicht und ergreifend falsch! Sonst könnten Hunde und Katzen
keine Bandwürmer und andere Endoparasiten haben!
Das beweist mir jetzt gerade nur, dass die Magensäure diese Gefahr nicht gänzlich ausschließt.
Ein Zitat:
Ausserdem sind die Systeme von Fleischfressern nicht an die
ständige Anwesenheit
von Salzsäure im Magen gewöhnt, die sich durch häufige
Fütterung bildet.
Das Zwischenzeitliche Aussetzen der Fütterung ist grundlegend,
um die Gesundheit
beim Fleischfresser zu erhalten!
Don Hamilton
Haus- und Wild-Katzen machen 12 - 20 Jagdzüge in freier Natur,
nicht jeder ist erfolgreich, aber sie brauchen zum Überleben
5-7 Mäuse pro Tag. Bring das mal in Einklang mit diesem Zitat!
Katzen fressen physiologischer Weise öfter in kleinen
Portionen, die legen sich die Mäuse nicht zu Seite bis sie zum
Abendessen eine gute Portion zusammen haben 
Bei Fütterung mit Fertigfutter ist eine Sättigung, die mit der
der Rohfütterung erzielt wird, so gut wie unmöglich.
Also kann man diese Ruhephasen nicht optimal gewährleisten (es
sei denn die Möbel sind kratzfest und man hat Nerven aus
Stahl).
Tiere die Vernünftig auf Rohfüterung umgestellt wurden,
fressen sich satt und werden danach zufrieden ihren
Schalfplatz aufsuchen.
Das tun Tiere, die mit Fertigfutter gefüttert werden, auch!
Ja und stehen ne Stunde später wieder da…
Jetzt zu LUTD:
Es heißt FLUTD (feline lower urinary tract disease)
Würde mich wundern wenn das bei Hunden auch so heißt…
Nierenerkrankungen sind nur schwer behandelbar und das
zerstörte Gewebe ist nicht
mehr zu retten.
Zum ersten braucht der Organismus nur ca 30% der tatsächlichen
Nierenkapazität,
zum zweiten können sich nicht vollständig zerstörte Nieren mit
der Zeit regenerieren, wenn das störende Agens beseitigt ist,
zum dritten sind Nierenerkrankungen, sofern es sich nicht um
Nierenversagen handelt, ziemlich gut zu behandeln und
diätetisch zu unterstützen
Wofür genau braucht der Organismus nur 30% der Nierenkapazität?
Bezieht sich diese Aussage auf alle Vorgänge bei denen die Niere beansprucht wird?
Er braucht min. 30% um den Organismus überhaupt am Leben zu erhalten!
Wenn 70% des Nierengewebes zerstört ist, spricht man doch bereits von einem Nierensversagen.
Das garantiert doch gerade nur die Grundfunktionen, keine optimale Arbeitskapazität.
Das zerstörte Gewebe kann sich doch garnicht regenerieren!
Der verbleibende intakte Teil muss dann den Defizit ausgleichen.
Eine Behandlung bei einer erkrankten Niere kann man doch nur als Schadensbegrenzung ansehen. Ich meine keine Nierenbeckenentzündung, die mit Antibiotika behandelt wird…
Katzen trinken, von Natur aus, sehr wenig Wasser da sie
Feuchtigkeit hauptsächlich durch ihre Beutetiere aufnehmen.
Deshalb ist in kommerziellem Futter der Natriumgehalt leicht
erhöht, um das Trinkverhalten der Tiere anzuregen.
Reicht wohl nicht! Das ist wohl eher eine Holzhammermethode, um den Instinkt
der Tiere zu umgehen.
Struvitkristalle (auch Triphosphatkristalle genannt)fallen in
alkalischem Urin
aus.
Struvitkristalle heißen Ammonium-Magnesium-Phosphat und
enthalten vier und nicht drei Phosphat-Moleküle (Triphosphate
gehören in den Stoffwechsel und sind in Form von ATP
Energie(über)träger).
Nicht Triphosphate-sondern Triphosphatkristalle!
Struvitkristalle fallen i.d.T. in alkalischem Urin aus,
weshalb in der Futtermittelindustrie in speziellen Diätfuttern
der Harn angesäuert wird.
…was wohl nicht nötig wäre, wenn der Kohlehydrateanteil geringer wäre!
Eine Absenkung des pH-Wertes
kommt zustande durch erhöhte Aufnahme pflanzlicher
Bestandteile.
Wie es bei Trockenfutter meist der Fall ist!
Fleischfresser produzieren (bei artgerechter Fütterung) einen
sauren Urin.
Futtersorten die hauptsächlich auf Getreide basieren,
produzieren einen alkalischen Urin- das ist der Hauptfaktor
für Kristallbildung!!!
Diese pauschalisierte Aussage ist so nicht richtig, es müssen
mehrere Aspekte zusammenkommen, bevor sich Harnsteine in
irgendeiner Form bilden (Infektionen, erhöhter Proteingehalt,
erhöhter Magnesium- oder Phosphorgehalt, mangelnde
Wasseraufnahme, genetische Disposition).
Das Wort das Du überlesen hast: Hauptfaktor
Auch Bakterien die Blasenentzündungen verursachen, können in
alkalischen Urin besser wachsen.
Warum das? Bakterien sind je nach Art sehr unterschiedlich,
was ihren bevorzugten pH-Wert angeht!
Jetzt stellst Du dich aber blöd 
Um den Urin einer Katze, auf natürliche Weise, anzusäuern ist
rohes Fleisch
immer noch am besten geeignet!
Mir auch - ich habe auch hauptsächlich deshalb hier noch mal
so lang und ausführlich geantwortet, weil ich der Ansicht bin,
daß die anderen Teilnehmer dieses Brettes ein Recht auf
Aufklärung haben. Ich glaube nicht, Dich überzeugen zu können,
hoffe aber, gezeigt zu haben, daß es mehr als eine Sichtweise
gibt.
Wenn ich nur meine Meinung behalten wollte, hätte ich mir nicht die Mühe gemacht, auf Deine fachliche Meinung mit meinen Argumenten einzugehen.
Komplett überzeugen könntest Du mich nicht aber ich werde in Zukunft die
tierärztliche Meinung mehr in meine Lernvorgänge einbeziehen.
AUCH wenn ich meine Meinung so leidenschaftlich vertrete bin ich nicht unbelehrbar. AUCH wenn Deine ausführliche Antwort nur für die anderen Teilnehmer bestimmt war, möchte ich mich für diese Diskussion bei Dir bedanken!
Du hast selbst
zugegeben, daß Du am Englisch scheiterst
Ich scheitere nicht an Englisch-es ist nur sehr mühsam für mich.
Ich schließe hiermit also für mich diesen Thread, weil ich das
Gefühl habe, eine weitere Diskussion wird auch zu keinem
Ergebnis führen!
Es geht bei einer Diskussion ja auch nicht darum zu einem Ergebnis zukommen, sondern beide Seiten möglichst Vorteilhaft darzustellen.
Ich bin nicht beleidigt und mir gehen auch
nicht die Argumente aus.
Das würde ich auch nicht behaupten! ich hoffe Du bist auch nicht verärgert.
Ich für meinen Teil, bin es nicht!
Ich habe meinen Standpunkt und die belegbaren
wissenschaftlichen Erkenntnisse hier dargelegt und denke, das
sollte reichen, bei dem einen oder anderen der Mitglieder hier
den ein oder anderen Zweifel an der pauschalisierten
Verteufelung von Fertigfuttern und „tierischen Nebenprodukten“
zu wecken.
Wichtig ist doch, vor allem, dass viele sich jetzt mit dem Thema auseinandergesetzt haben und neugierig geworden sind.
Auch ein Tierarzt lernt diesbezüglich nie aus.
Ich hoffe, auch die in der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin
befindliche Autorin des zitierten Postings hat etwas gelernt!
Marah heiß ich und bin vornehmlich Mensch, nicht nur in irgendeiner
umstrittenen Ausbildung…
Auf jeden Fall! Ich habe gelernt nie eine Diskussion anzureissen wenn man hormonelle Schwankungen hat (ich jetzt) 
Nein im Ernst:
Ich werde die tierärztliche Sicht nie übernehmen können aber das ist nicht weiter schlimm. Man ergänzt sich ja prächtig (wenn auch ohne gegenseitiges Einvernehmen)
;->
Aus diesem Forum kann ich mich jetzt leider nur noch zurückziehen,
da kaum einer meine Meinung nachvollziehen kann und das wohl somit meine komplette Kompetenz den Bach runter iss…
So…don’t mess with a Tierarzt… ;->
Bis dann!
Marah