Hund reißt Katze - Tierquälerei?

Hallo!

Wozu braucht der urbane Mensch einen Jagdhund…?

Der Hundebesitzer könnte für den Wert der Katze haften müssen. Hat der Hundebesitzer eine Hundehaftpflichtversicherung? Dies empfiehlt sich als Hundehalter generell.

Grüße,

Mathias (der findet, dass Köter aufs Land gehören und in der Stadt nichts zu suchen haben, obwohl seine Mutter selbst einen Hund hat)

Hi,

hallo, abgesehen von Ordnungswidrigkeiten nach dem Wald-, Feld xy-schutzgesetz, der HundeVO o.ae. kommen hier als Straftaten in Betracht

Verstoss nach dem Tierschutzgesetz und Sachbeschaedigung.

Alles Vorsatzdelikte. Gehen wir davon aus, dass der Hundehalter nicht wollte, dass sein Hund die Katze toetet und schon gar nicht damit rechnen musste, dass irgendwo am Wegesrand in einem Fenster eine hilflose Katze klemmt die sein Hund toeten koennte und dass er zwar der Katze helfen wollte aber langsamer war als sein Hund kommt Vorsatz nicht in betracht - nicht mal in Form von billigender Inkaufnahme.

Kein Vorsazt bedeutet in diesem Fall keine Strafbarkeit. Hoechstens eine Ordnungswidrigkeit nach o.g. meist Landesgesetzen/verordnungen wegen nicht anleinen des Hundes koennte vorliegen.
Eine wesenspruefung des Hundes etc. koennte folgen - allerdings wird wohl das toeten von Katzen durch einen Hund nicht als wesensanomalie gewertet werden koennen - denke ich.
bleibt ggf. ein Bussgeld, was aber auch teuer werden kann.

Anders saehe es natuerlich aus wenn der Hundehalter den Hund auf die hilflose Katze gehetzt haette… aber das steht nicht im Sachverhalt.

Zivilrechtliche Ansprueche gegen den Hundehalter bleiben natuerlich unberuehrt, werde jedoch -wenn vorhanden- sicherlich von der Versicherung uebernommen.

DM

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Hallo Matthias

Wozu braucht der urbane Mensch einen Jagdhund…?

In der Frage ist nicht die Rede von einem Jagdhund!!

Der Hundebesitzer könnte für den Wert der Katze haften müssen.
Hat der Hundebesitzer eine Hundehaftpflichtversicherung? Dies
empfiehlt sich als Hundehalter generell.

Da kann ich zustimmen, habe selber Hund und Versicherung und würde schon (ohne Schuldanerkenntnis) von selber versuchen zumindest den materiellen schaden zu ersetzen.
Die Tierheime sind voller Katzen in allen Arten und in jedem Alter.Übrigens unter anderem deshalb weil die Katzenbesitzer ihre Tiere auch ohne Leine herumlaufen lassen, jeden Tag immer ohne Aufsicht !

Andererseits wie lange hätte die Katze im Todeskampf im Fenster geklemmt wenn der Hund sie nicht „erlöst“ hätte ? War ja wohl ein abseitsstehender Schuppen.

Mathias (der findet, dass Köter aufs Land gehören und in der
Stadt nichts zu suchen haben, obwohl seine Mutter selbst einen
Hund hat)

1.hat deine Mutter auch einen KÖTER ?
2. der Vorfall war an einem Bauernhof, die bekanntermaßen ja meist auf dem Land liegen

Gruß Bernd

Hallo Bernd!

Wozu braucht der urbane Mensch einen Jagdhund…?

In der Frage ist nicht die Rede von einem Jagdhund!!

Stimmt, das habe ich wohl hinzugedichtet. Verzeihung.
Ich stelle die Frage anders: wozu braucht der urbane Mensch einen Hund…?

Der Hundebesitzer könnte für den Wert der Katze haften müssen.
Hat der Hundebesitzer eine Hundehaftpflichtversicherung? Dies
empfiehlt sich als Hundehalter generell.

Da kann ich zustimmen, habe selber Hund und Versicherung und
würde schon (ohne Schuldanerkenntnis) von selber versuchen
zumindest den materiellen schaden zu ersetzen.
Die Tierheime sind voller Katzen in allen Arten und in jedem
Alter.Übrigens unter anderem deshalb weil die Katzenbesitzer
ihre Tiere auch ohne Leine herumlaufen lassen, jeden Tag immer
ohne Aufsicht !

Ich bin eigentlich schon ein Tierliebhaber, aber mit Katzen kann ich wenig anfangen.
Zudem sind Katzenhalter meiner Erfahrung nach oftmals deutlich extremer in ihrer Tierliebe, als Hundebesitzer. Eine Katze läuft wie selbstverständlich ohne Aufsicht durch die Gegend, sie kann ja auch weniger Schaden anrichten.
Ein Hund hingegen kann schon gefährlich sein, die große Mehrzahl ist es jedoch nicht, dennoch müssen Hunde vielerorts generell angeleint werden.
Wenn ein Hund sein Geschäft auf der Straße verrichtet, ist das verwerflich. Macht eine Katze das, juckt es keinen.
Schäden an Autos durch Katzenkrallen hat man hinzunehmen. Katzenbesitzer reagieren häufig unglaublich arrogant und uneinsichtig, wenn man sie darauf anspricht.

Dies bringt mich zu o.g. Ansicht, dass Hunde und auch Katzen in der Stadt nicht gehalten werden sollten. Die Tiere haben nichts davon und die üblichen Konflikte zwischen den Besitzern sind einfach unnötig. Es ist in den Städten schon eng, dreckig und anstrengend genug. Da brauche ich nicht noch Haustiere, die die Straßen verschmutzen und Haustierbesitzer, die einen auch noch anmeckern, wenn einem das freilaufende Tier vors Auto läuft…

Im vorliegenden Beispielfall meine ich, müssen sich beide Tierbesitzer an die Nase fassen. Der Hund gehört an die Leine, so er nicht gehorcht und die Katze gehört nicht in ein Fenster eingeklemmt…

Andererseits wie lange hätte die Katze im Todeskampf im
Fenster geklemmt wenn der Hund sie nicht „erlöst“ hätte ? War
ja wohl ein abseitsstehender Schuppen.

Mathias (der findet, dass Köter aufs Land gehören und in der
Stadt nichts zu suchen haben, obwohl seine Mutter selbst einen
Hund hat)

1.hat deine Mutter auch einen KÖTER ?

Und was für einen.
Es ist ein niedlicher Golden Retriever. Der mit Abstand dümmste Hund, den ich jemals gesehen habe. Aber eben sehr niedlich und ich mag den Hund auch sehr. Allerdings wohnt sie am Wald, hat einen Garten, der Hund wird auf der Straße angeleint und fällt keine Menschen an. Zum Katzen Jagen ist er zu doof und zu langsam. Dasselbe gilt für die meisten anderen Tiere, ausgenommen altersschwache Fliegen. Träfe er auf die eingeklemmte Katze, würde er sie niemals beißen, sondern höchstens anstupsen und nach einer Bewegung und einem Fauchen seitens der Katze voller Angst abhauen.
So einen Hund lasse ich mir unter den genannten Voraussetzungen der Haltung ja noch eingehen.
Beißende Köter oder gar Kampfhunde hingegen kann man sich von mir aus halten, wenn man auf einer Berghütte wohnt. Nicht aber in der Stadt, wo auch Kinder leben.

Es muss nicht jeder seinen Egoismus ausleben, nur weil er aufgrund seines mangelnden Selbstbewusstseins unbedingt ein Lebewesen um sich braucht, dass er nach seinen Wünschen abrichten und ggf. auch noch als Waffe einsetzen kann.

  1. der Vorfall war an einem Bauernhof, die bekanntermaßen ja
    meist auf dem Land liegen

Dumm gelaufen für den Katzenbesitzer. Er hätte wohl mal nachsehen sollen.

Grüße,

Mathias

Hallo!

Was ist denn heute nur los? Am Vormittag habe ich ein Ticket wegen Entgegen-Fahrtrichtung-Parkens bekommen, was ich wegen Zeitdrucks in über 20 Jahren zum allerersten Mal getan habe. Dann erscheine ich zum Gerichtstermin (zum Glück nur Amtsgericht) ohne Robe - Premiere in vier Jahren Berufspraxis. UNd jetzt muss ich nach drei Jahren bei w-w-w erleben, wie einer meiner respektiertesten Experten kompletten Unsinn schreibt:

Zumindest in Deutschland herrscht eigentlich flächendeckende
Anleinpflicht.

Ab ins „Lexikon der Rechtsirrtümer“ damit! Wenn es so wäre, hätte ich keinen Hund, denn Freilaufen ist wichtiger Bestandteil einer artgerechten Haltung.

Tierquälerei gibt es als
eigenen Tatbestand nicht.

Siehe oben! Und direkt im Anschluss siehe § 17 TierSchG!

Das, was da vorgefallen ist, würde
ich unter „Natur“ subsumieren wollen.

Dreifaches D’accord! Das macht alles wieder gut…

Guten mittag,

UNd jetzt muss ich nach drei Jahren bei w-w-w erleben, wie
einer meiner respektiertesten Experten (…)

nach dem Einstieg kann ich mit allem leben.

(…)kompletten Unsinn
schreibt:

Zumindest in Deutschland herrscht eigentlich flächendeckende
Anleinpflicht.

Ab ins „Lexikon der Rechtsirrtümer“ damit! Wenn es so wäre,
hätte ich keinen Hund, denn Freilaufen ist wichtiger
Bestandteil einer artgerechten Haltung.

OK, die Formulierung war etwas zu locker aus der Hüfte. In den mir bekannten Gemeindeordnungen ist allerdings eine sehr weitreichende Anleinpflicht zu finden. Hinzu kommen noch die entsprechenden Bestimmungen des BNatSchG, der Waldgesetze der Länder etc.

Tierquälerei gibt es als
eigenen Tatbestand nicht.

Siehe oben! Und direkt im Anschluss siehe § 17 TierSchG!

Mir gings um die Vokabel, die es - ich schränke mich nun ein - m.W. im Gesetz nicht gibt, ebenso wie Entführung oder Einbruch. Das, was üblicherweise unter Tierquälerei verstanden wird, ist natürlich verboten.

Das, was da vorgefallen ist, würde
ich unter „Natur“ subsumieren wollen.

Dreifaches D’accord! Das macht alles wieder gut…

Da schließt sich dann die Klammer vom Anfang.

Gruß,
Christian

Liebe Leute!

Nachdem die emotionalen Aspekte jetzt von vorne bis hinten durchgekaut sind, hier ein paar Anmerkungen von mir:

  • Es gibt keinen generellen Leinenzwang. Auf freiem Feld, außerhalb zusammenhängender Bebauung, dürfen kleine und große Hunde frei laufen. Mit Genehmigung der Ordnungsbehörde dürfen das auch die so genannten „gefährlichen Hunde“.

  • Hunde sind Raubtiere. Gäbe es nicht domestizierte Hunde, würden sie sich von Hasen, Rehen und Fasanen ernähren - und zwar ungekocht!

  • Katzen sind übrigens auch Raubtiere. Im Schnitt dürfte eine Hauskatze im Laufe des Lebens für den qualvollen Tod von weitaus mehr Tieren „verantwortlich“ sein als ein Haushund.

  • Es liegt dennoch nicht in der Natur des Hundes (auch nicht des Jagdhundes), Katzen zu töten, denn Katzen sind keine Beutetiere. Nichtsdestotrotz kann das aber dennoch passieren.

  • Eine Strafbarkeit des Hundehalters scheidet aus, da nur vorsätzliches Handeln unter Strafe steht. Wer im Laufenlassen eines Hundes einen generellen bedingten Vorsatz sieht, sollte sich nicht ans Steuer eines PKW setzen, da er selbst damit auch jederzeit großen Schaden anrichten kann und das auch weiß.

Danke, ich glaube, du hast es auf den Punkt gebracht.
wynmuck
Damit können wir es erstmal belassen.

Liebe Leute!

Nachdem die emotionalen Aspekte jetzt von vorne bis hinten
durchgekaut sind, hier ein paar Anmerkungen von mir:

Eine Strafbarkeit des Hundehalters scheidet aus, da nur
vorsätzliches Handeln unter Strafe steht. Wer im Laufenlassen
eines Hundes einen generellen bedingten Vorsatz sieht, sollte
sich nicht ans Steuer eines PKW setzen, da er selbst damit
auch jederzeit großen Schaden anrichten kann und das auch
weiß.

Hallo,

Es gibt keinen generellen Leinenzwang. Auf freiem Feld,
außerhalb zusammenhängender Bebauung, dürfen kleine und große
Hunde frei laufen.

nun handelt es sich aber nicht um freies Feld, sondern um Privatgrund. Wie wäre es denn, wenn der Hund statt die Katze zu töten, den zum Verkauf dargebotenen Schinken „gerissen“ hätte? Auch kein Schadensersatz?

Bisher bin ich bei Hundehaltung von der generellen Halterhaftung ausgegangen. Und die ist unabhängig vom Verschulden (gilt übrigens auch für Katzenhalter). D.h. hier ist zumindest der Wert der Katze zu erstatten. Ob es evtl. noch weiteren Schadensersatz (z.B. für den psychischen Schaden des Kindes, das seine Lieblingskatze zerfetzt im Fenster hängen sieht) gibt würde dann wohl das Gericht klären müssen.

Gruß, Niels

Huhu!

nun handelt es sich aber nicht um freies Feld, sondern um
Privatgrund.

Es ist die Rede davon, dass Herr und Hund an einem Bauernhof vorbeikommen und die Katze dort im Fenster klemmt. Ich bin Stadtkind, ich weiß nicht, ob es prinzipiell ausgeschlossen ist, dass Bauernhäuser auch mal an der grundstücksgrenze stehen.ich habe den Ausgangsfall jedenfalls so verstanden, dass der Hund das Grundstück nicht betreten hatte.

Wie wäre es denn, wenn der Hund statt die Katze
zu töten, den zum Verkauf dargebotenen Schinken „gerissen“
hätte? Auch kein Schadensersatz?

Wieso auch? Hat irgendjemand bisher einen Schadensersatzanspruch ausgeschlossen?

Bisher bin ich bei Hundehaltung von der generellen
Halterhaftung ausgegangen. Und die ist unabhängig vom
Verschulden (gilt übrigens auch für Katzenhalter). D.h. hier
ist zumindest der Wert der Katze zu erstatten. Ob es evtl.
noch weiteren Schadensersatz (z.B. für den psychischen Schaden
des Kindes, das seine Lieblingskatze zerfetzt im Fenster
hängen sieht) gibt würde dann wohl das Gericht klären müssen.

Stimmt alles! Aber Dir ist schon klar, dass Du hier ein ganz anderes Fass aufmachst und nur nach der Strafbarkeit gefragt worden war?

In NRW ist übrigens für Hunde mit einer Schulterhöhe über 40cm und einer Masse von über 20kg eine Haftpflichtversicherung zwingend vorgeschrieben. Vernünftigerweise sollte man aber auch keinen kleinen Hund unversichert vor die Tür lassen.

Hallo Mathias!

Wozu braucht der urbane Mensch einen Jagdhund…?

In der Frage ist nicht die Rede von einem Jagdhund!!

Stimmt, das habe ich wohl hinzugedichtet. Verzeihung.
Ich stelle die Frage anders: wozu braucht der urbane Mensch
einen Hund…?

Das macht die Frage nicht besser

Ich bin eigentlich schon ein Tierliebhaber, aber mit Katzen
kann ich wenig anfangen.
Zudem sind Katzenhalter meiner Erfahrung nach oftmals deutlich
extremer in ihrer Tierliebe, als Hundebesitzer. Eine Katze
läuft wie selbstverständlich ohne Aufsicht durch die Gegend,
sie kann ja auch weniger Schaden anrichten.
Ein Hund hingegen kann schon gefährlich sein, die große
Mehrzahl ist es jedoch nicht, dennoch müssen Hunde vielerorts
generell angeleint werden.
Wenn ein Hund sein Geschäft auf der Straße verrichtet, ist das
verwerflich. Macht eine Katze das, juckt es keinen.
Schäden an Autos durch Katzenkrallen hat man hinzunehmen.
Katzenbesitzer reagieren häufig unglaublich arrogant und
uneinsichtig, wenn man sie darauf anspricht.
Dies bringt mich zu o.g. Ansicht, dass Hunde und auch Katzen
in der Stadt nicht gehalten werden sollten. Die Tiere haben
nichts davon und die üblichen Konflikte zwischen den Besitzern
sind einfach unnötig. Es ist in den Städten schon eng, dreckig
und anstrengend genug. Da brauche ich nicht noch Haustiere,
die die Straßen verschmutzen und Haustierbesitzer, die einen
auch noch anmeckern, wenn einem das freilaufende Tier vors
Auto läuft…

Du solltest einfach auf´s Land ziehen (Grön land oder so)

Im vorliegenden Beispielfall meine ich, müssen sich beide
Tierbesitzer an die Nase fassen. Der Hund gehört an die Leine,
so er nicht gehorcht und die Katze gehört nicht in ein Fenster
eingeklemmt…

So ein blöder Bauer aber auch

Es muss nicht jeder seinen Egoismus ausleben, nur weil er
aufgrund seines mangelnden Selbstbewusstseins unbedingt ein
Lebewesen um sich braucht, dass er nach seinen Wünschen
abrichten und ggf. auch noch als Waffe einsetzen kann.

Hauptsache, du lebst deinen Egoismus aus.
Grüße,
BW

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