Und wie kommst du dazu, dass die Herstellung
irrelevant ist? Sie ist ganz und gar relevant! Ziel des
Hybridautos war ja die Einsparung von Ressourcen!
Hallo!
Bei einer Wirtschaftslichkeitsbetrachtung drückt man alles in Geld aus, einschl. Ressourcen- und Energieeinsatz. Deshalb ist alles im Kaufpreis bereits enthalten. Eine Subventionierung des Verkaufspreises würde das Bild allerdings verfälschen. Woher stammt die Behauptung, die Hybridfahrzeuge würden subventioniert und weshalb sollte ein auf Gewinn bedachter Hersteller so handeln?
Gruß
Wolfgang
Hi,
zwar versteh ich von Eurer Diskussion nur die Hälfte, klingt aber
sehr interessant.
Für mich bedeutet das: Da ich auf dem platten Land wohne und mein
täglicher Weg in die Arbeit nur wenig Stop-and-Go enthält, wären die
Einsparungen eines Hybridautos nicht so groß.
Stimmt doch so, oder?
Gruß vom T.
(dessen nächstes Auto vermutlich mit Erdgas angetrieben werden wird)
Hallo Winni!
die Frage ist aber, haben Hybridautos MEHR hochgiftige
Komponenten als die normalen Autos?
Wenn jemand meint, Motoröl oder Fahrzeugteile verspeisen zu müssen, wird es ihm schlecht bekommen und als „Verzierungen“ in der Landschaft haben die Sachen auch nichts verloren. Die Frage ist vielmehr, was sich per Recycling stofflich erneut verwenden läßt. Schwierig handhabbar sind etliche verbackene Verbundwerkstoffe, weil mit vertretbarem Aufwand keine Trennung der Komponenten gelingt. Solche Sachen lassen sich oft nur schreddern, als Beimengungen verwenden oder thermisch verwerten. Eine Einordnung nach „hochgiftigen Komponenten“ geht am Kern der Sache vorbei. In einem Hybridfahrzeug ist prinzipiell nichts anderes drin als in jedem anderen Fahrzeug und Akkus sind wie viele andere Dinge nur bedenklich, wenn man sie auf der Müllkippe „entsorgt“.
Gruß
Wolfgang
Hallo Telefonmann!
Ja, das siehst du genau richtig.
Wenn deine Fahrleistung hoch genug ist, lohnt sich eventuell ein Turbodiesel. Bei dem wäre es dann möglich, teilweise auf Flüssiggas umzurüsten. (Teilweise deshalb, weil Flüssiggas sich bei den im Dieselmotor üblichen Drücken und Temperaturen nicht richtig enzünden würde. So wird also immer etwas Dieselöl als „Präzisionszündmittel“ eingespritzt.)
Das wäre eine weitere Alternative, über die man zumindest mal nachdenken sollte…
Gruß
Stefan
Hi!
…teilweise auf
Flüssiggas umzurüsten. (Teilweise deshalb, weil Flüssiggas
sich bei den im Dieselmotor üblichen Drücken und Temperaturen
nicht richtig enzünden würde. So wird also immer etwas
Dieselöl als „Präzisionszündmittel“ eingespritzt.)
Das wäre eine weitere Alternative, über die man zumindest mal
nachdenken sollte…
Gibt es hierzu ein paat dezidierte Infos hinsichtlich der Umbaumöglichkeiten?
Danke und Grüße,
Mathias
Gas oder Gas?
Ja, das siehst du genau richtig.
Sehe ich genauso.
Wenn deine Fahrleistung hoch genug ist, lohnt sich eventuell
ein Turbodiesel. Bei dem wäre es dann möglich, teilweise auf
Flüssiggas umzurüsten. (Teilweise deshalb, weil Flüssiggas
sich bei den im Dieselmotor üblichen Drücken und Temperaturen
nicht richtig enzünden würde. So wird also immer etwas
Dieselöl als „Präzisionszündmittel“ eingespritzt.)
Ich denke, der Gedanke, auf Erdgas umzurüsten (oder gleich einen Bifuel zu kaufen), ist schon optimal. Im Vergleich zum Benziner werden die reinen Kraftstoffkosten mehr als halbiert. Und die Umrüstung ist erstens einfacher, als bei Diesel (das ist ja, zumindest in Deutschland, absolute Exotik), und zweitens bekommt man ja vom ortlichen Gasversorger einen saftigen Zuschuß für Umrüstkosten.
AFIK sind auch die Erdgastankstellen etwas mehr verbreitet, als LPG. Auf einigen Gebieten liegen sie schon teilweise nicht weiter als ca 30 km auseinander.
BTW durch die Umrüstung eines Diesels bekommt man quasi einen selbstzündenden Otto-Motor 
Damit geht natürlich ein Teil des Effizienzvorteils eines Diesels verloren.
MfG
C.
höchste Drehmoment bei 4000 Upm, der geringste spezifische
Kraftstoffverbrauch bzw. der höchste Wirkungsgrad lag jedoch
bei nur 2000 Upm bei ca. 90% des verfügbaren Drehmoments.
Bei gedrosselten Charakteristiken wandern die Drehmomentkurven
stark nach links (und natürlich nach unten). Also bei der
besagten Gaspedalstellung lag das dazugehörige Maximum eben
bei 2000 rpm.
Hmm, ich glaube das kann man so nicht vergleichen. Unter einer
gedrosselten Charakteristik würde ich jetzt verstehen, dass
man permanent den Ansaugquerschnitt verengt. Das wirkt sich
natürlich bei höheren Drehzahlen stärker aus als bei
niedrigen, und die gesamten Kurvenverläufe verschieben sich.
Mit „gedrosselt“ meinte ich „Drosselklappe nicht 100 % geöffnet“ 
Wenn man die M + P -Verläufe für verschiedene Gaspedalstellungen aufnimmt, bekommt man eine Kurvenschaar. Die Kurven für kleinere Öffnungen sind nicht nur proportional kleiner, sondern verschieben sich in der Form nach links. Dh. die jeweiligen (natürlich kleineren) relativen Momentmaximma liegen desto früher an, je weniger die Drosselklappe geöffnet ist.
Damit ist auch geklärt, was unter dem unseligen Spruch gemeint ist, dass man am besten zwischen dem Moment- und dem Leistungsmaximmum zu fahren hätte 
Natürlich die momentanen, jeweils zur Gaspedalstellung passneden Maximma 
(wobei der Spruch noch aus den Zeiten stammt, als die Autos um Fakor 5 weniger Leistung hatten, dafür aber nur drei Gänge, und die Motoren aufgrund der untenliegenden Ventile eine ganz andere Charakteristik hatten)
MfG
C.
Hallo Crannmer!
BTW durch die Umrüstung eines Diesels bekommt man quasi einen
selbstzündenden Otto-Motor 
Damit geht natürlich ein Teil des Effizienzvorteils eines
Diesels verloren.
Wieso das? Der Effizienzvorteil des Diesels liegt doch nicht in der Art der Zündung begründet, sondern vielmehr in dem hohen Kompressionsverhältnisses, welches beim Diesel möglich und nötig ist.
Gerade das Kompressionsverhältnis bleibt doch aber bei der Umrüstung unverändert. Daher sollte der Dieselmotor doch gerade die Energie des Gases viel besser ausnutzen können.
Und beim umgerüsteten Benziner ist es umgekehrt, da wird Optimierungspotenzial verschenkt. Auch hier bleibt nämlich die Kompression unverändert, obwohl Flüssiggas und vor allem Erdgas eine deutlich höhere Oktanzahl aufweisen als Benzin und damit eben eine höhere Kompression vertragen könnten.
Gruß
Stefan
Hi auch!
Gibt es hierzu ein paat dezidierte Infos hinsichtlich der
Umbaumöglichkeiten?
Googel doch mal mit den Begriffen Erdgas, Flüssiggas und Umrüstung. Da solltest du genügend Informationen finden.
Gruß
Stefan
Hallo,
zum Thema Erdgas hätte ich was:
http://www.gibgas.de/
Gruß vom T.
Moin!
Wieso das? Der Effizienzvorteil des Diesels liegt doch nicht
in der Art der Zündung begründet, sondern vielmehr in dem
hohen Kompressionsverhältnisses, welches beim Diesel möglich
und nötig ist.
Sowie im Fehlen der Drosselung und der Verbrennung mit beliebigem Luftüberschuß. und hier ist der Hund begraben. Denn mit der Umrüstung auf Gas bekommt der gute Diesel leider auch eine Drosselklappe und eine Lambda-Regelung.
Deswegen habei ich auch nicht zufällig geschrieben „_ein_Teil_ des Effizienzvorteils“ ;_)
Gerade das Kompressionsverhältnis bleibt doch aber bei der
Umrüstung unverändert. Daher sollte der Dieselmotor doch
gerade die Energie des Gases viel besser ausnutzen können.
Und beim umgerüsteten Benziner ist es umgekehrt, da wird
Optimierungspotenzial verschenkt. Auch hier bleibt nämlich die
Kompression unverändert, obwohl Flüssiggas und vor allem
Erdgas eine deutlich höhere Oktanzahl aufweisen als Benzin und
damit eben eine höhere Kompression vertragen könnten.
Bei monovalenten Fahrzeugen wird auch das ausgenutzt. Bei bivalenten Fahrzeugen muss die geringe Verdichtung leider bleiben, sonst wären sie nicht mehr bivalent 
Wie auch immer, der massive Unterschied in Umrüstkosten zuungunsten des Diesels sowie meines Wissens fehlende Subventionierung des Umbaus durch die Gaswerke in Verbindung mit (absolut gesehen) geringen Unterschieden in Kraftstoffkosten Diesel-LPG vs. Benziner-CNG lassen mir den Diesel-Umbau finanziell nicht interessant erscheinen. Das ist aber nur meine private Meinung.
MfG
C.
Moin auch!
mit der Umrüstung auf Gas bekommt der gute Diesel leider auch
eine Drosselklappe und eine Lambda-Regelung.
Ui, das war mir nicht bekannt. Ja dann macht die Diesel-Umrüstung in der Tat wenig Sinn. Dann wird ein monovalentes Erdgasfahrzeug wahrscheinlich die wirtschaftlichste Variante sein.
Gruß
Stefan
Hi,
ich denke, wenn schon, dann Erdgas.
Flüssiggas ist ja ein Erdölprodukt, und wenn sich irgendwann
einmal - laut „Spiegel“ könnte das mittelfristig passieren -
der Erdgas- vom Erdölpreis entkoppelt, dürfte der Preisvorteil
beim Erdgas eher zunehmen. Zumindest ist es bis 2020 von der
Steuer befreit …
Gruß vom T.
Hallo Telefonmann
ich denke, wenn schon, dann Erdgas.
Flüssiggas ist ja ein Erdölprodukt, und wenn sich irgendwann
einmal - laut „Spiegel“ könnte das mittelfristig passieren -
der Erdgas- vom Erdölpreis entkoppelt, dürfte der Preisvorteil
beim Erdgas eher zunehmen. Zumindest ist es bis 2020 von der
Steuer befreit …
Schwer zu sagen… Ich hatte das Flüssiggas favorisiert, weil das quasi als „Raffinerieabfall“ ständig bei der Erdölverarbeitung anfällt. So würde es aus meiner Sicht eher Sinn machen, erstmal den Abfall zu verwerten, bevor man auf Erdgas zurückgreift.
Mit dem Erdgas habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht allzusehr beschäftigt, da bisher das Tankstellen-Netzt einfach noch zu dünn war. Aber es gibt da noch eine Sache die mich skeptisch stimmt. Wenn das Erdgas tatsächlich so günstig ist, warum werden dann Gasturbinenkraftwerke nur als reine Spitzenlastkraftwerke betrieben, obwohl das GuD-Kraftwerk das effizienteste aller Kraftwerkstypen ist? (GuD-Kraftwerke können meines Wissens als einzige elektrische Wirkungsgrade von über 50% erreichen)
Wenn Erdgas wirklich so eine günstige Energiequelle ist, dann frage ich mich, warum diese nicht auch großtechnisch viel intensiver genutzt wird.
Aber da spielen wahrscheinlich auch 'ne ganze Menge politische und wirtschaftliche Faktoren (z.B. Steuerbefreiung, Erdgasreserven, Nachfrage) hinein, die nicht so ohne weiteres zu überschauen oder vorherzusagen sind.
Von daher entscheidet man wohl am besten durch Münzwurf oder danach, welche Tankstelle am nächsten liegt. 
Gruß
Stefan
Hi nochmal!
Wenn man die M + P -Verläufe für verschiedene
Gaspedalstellungen aufnimmt, bekommt man eine Kurvenschaar.
OK, jetzt verstehe ich. Das ist dann natürlich in der Tat eine ganz andere Art der Darstellung.
(wobei der Spruch noch aus den Zeiten stammt, als die Autos um
Fakor 5 weniger Leistung hatten, dafür aber nur drei Gänge,
und die Motoren aufgrund der untenliegenden Ventile eine ganz
andere Charakteristik hatten)
Und den Vergaser nicht vergessen. Der brauchte ja prinzipbedingt auch erstmal einen ordentlichen Luftzug um richtig zu funktionieren. Das hat sich ja mit der Einspritzung erst grundlegend geändert, so dass man überhaupt auch bei hoher Last und niedrigen Drehzahlen vernünftig fahren kann.
Gruß
Stefan
[OT] Kraftwerke
Mit dem Erdgas habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht
allzusehr beschäftigt, da bisher das Tankstellen-Netzt einfach
noch zu dünn war. Aber es gibt da noch eine Sache die mich
skeptisch stimmt. Wenn das Erdgas tatsächlich so günstig ist,
warum werden dann Gasturbinenkraftwerke nur als reine
Spitzenlastkraftwerke betrieben,
Weil sie sich am besten von allen thermischen Kraftwerkstypen modulieren (in Leistungsbagabe regeln) lassen.
Und der Strom zu Spitzenzeiten lässt sich zum mehrfachen Preis (Grössenordnung mehrere EUR/kWh) absetzen.
Gegen massenhaften Einsatz von Gaskraftwerken zu Grundlastversorgung spricht außerdem das Vorhandensein schon abgeschriebener Kohle- und Kernkraftwerke in Verbindung mit der erfolgreichen Arbeit der deutschen Kohle-Mafia unter tatktäftiger Unterstützung des Bundesministers Clemment.
Ich habe den Eindruck, dass wir schon lange den Themenbereich dieses Forums verlasse haben 
MfG
C.