Hallo Sprite,
Irtgenwie muss ich ja auch überleben…
Salopp gesagt soll ich also an deiner Stelle die Störungen
ausleben,
damit du leichter überleben kannst.
Nö, ich habe schon meine Eigenen !!
Oder sagst du, dass sich die Störungen gegenseitig aufheben
und dann nicht mehr als störend ausgelebt werden?
Oder hast du selbst zum leichteren Überleben beschlossen,
deine eigenen Störungen einfach als normal zu empfinden, damit
du dich keinen Attacken mehr ausgeliefert siehst.
Zuerst stellt sich die Frage ob ich mein Verhalten überhaupt als gestört einschätze, nur weil ich mich oft anders verhalte als die Mehrheit.
Sobald man irgendwelche Initiativen ergreifft, hat man Gegner.
Da man es nicht allen recht machen kann, kann man nur auswählen, welche Gruppe sich gegen einem stellt … und wenn du gar nichts tust, passt das auch einigen nicht !!
Man muss sich das also irgendwie „zurechtlegen“ um damit leben zu können.
Objektiv wären die Störungen als mögliche Auslöser für Angriffe
auf dein Leben immernoch sichtbar, gleich wie du es dir zurecht
legst. Es müsste also die gleiche Gefahr von Attacken für dein
Leben bestehen wie zuvor unabhängig davon, wie du die Gewichtung
persönlicher Störungen subjektiv empfindest. Es sei denn, dass
du selbst zuvor, Attacken provoziert hast, oder du der irrigen
Annahme erlegen warst, daß wegen einer zu geringen Anzahl von
Störungen eine Gefahr für dein Leben bestünde.
Grunsätzlich liegt es in der Natur des Menschen Gefahren subjektiv zu bewerten.
Als jüngstes Beispiel ist da z.B. die Vogelgrippe:
Weltweit sind, in den vergangenen Jahren, bis heute 135 Menschen daran gestorben. In der EU sterben täglich gleichviele im Strassenverkehr.
Aus Angst haben viele auf Geflügel und Eier verzichten, sind aber dennoch täglich über die Strasse gegangen …
Setzt du eine hohe Anzahl von Störungen zur Abschreckung ein?
Wenn ich ehrlich bin, teilweise schon.
Oder nimmst du dich so selbst besser wahr?
Besser als Wer oder Was ?
Würdest du einen anderen Weg zur Sicherung deines Überlebens
wählen, wenn du die Wahl hättest?
Wenn du jetzt meinst:
„Was hättest du früher in deinem Leben anders gemacht?“
Diese Frage kann man eigentlich nicht beantworten !!!
Bei dieser Möglichkeit wäre ich jetzt nicht mehr derjenige welcher ich jetzt bin !!
Also wenn mein Leben anders verlaufen wäre, hätte ich jetzt ganz andere Erkenntnise über das Leben, welche die Grundlage meiner Antwort wären.
Das kommt mir bekannt vor, ich habe oft schon eine Lösung,
wärend die Anderen das Problem gar noch nicht sehen.
Hier sprichst du einen sehr wichtigen Punkt an.
Welche Möglichkeiten hast du in diesem Fall, um das Problem
aufzuzeigen und wie kannst du dich verständlich machen?
Eigentlich bezog ich das auf meinen Beruf als Entwickler.
Allerdings lässt sich dies nicht von meinem restlichen Leben trennen.
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Habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Das stösst oft schon auf unverständnis, wenn man Spass an der Arbeit hat und nicht einfach seine Zeit absitzt.
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Beruflich besteht ein grosser Teil meiner Arbeit darin den aktuellen Zustand zu analysieren, dann das Ziehl und nicht zu vergessen, die vorhandenen Möglichkeiten zu bewerten und dann loszulegen.
Diese Vorgehensweise ist aber auch teilweise im täglichen Leben nützlich.
Wird dir manchmal unterstellt, selbst der Auslöser für das
Problem zu sein?
Ich werde manchmal als Schwarzmaler oder Spielverderber angesehen, aber leider behalte ich oft recht … Das sind dann die Fälle bei welchen ich es hasse, recht zu haben.
Oder wartest du bis es für alle offensichtlich geworden ist,
dass ein Problem tatsächlich existiert und nicht erst durch
dich erfunden bzw. verursacht wurde?
Meist erläutere ich den anderen das Problem. Manchmal warte ich auch ab.
Oder löst du das Problem stillschweigend und niemand erfährt
jemals, welche Katastrophe es ohne dich gegeben hätte, sofern
das Problem durch einen einzelnen lösbar ist.
Auch das kommt vor.
Jeder baut Lüftschlösser,
aber nur der „Verrückte“ wohnt darin.
Und der Psychoonkel kassiert dann die Miete.
Du hast das also auch, diese bildhafte Sprache…
Ist es nicht merkwürdig, dass man etwas anderes sagt, um die
eigentliche Sache auszudrücken. Oder denkt man lieber etwas
anderes als das was man sonst ausdrücken würde?
Das ist auch eine Frage deiner Denkstrukturen und der Erfahrungen des Anderen.
Mit Analogien kann man vieles erst für Andere verständlich machen. Allerdings braucht es für jeden eine Andere Analogie, welche durch seine Erfahrungen vorgegeben wird.
Ich stehe mit Sprachbildern im Zwiespalt; ich bin mir nämlich
nicht sicher, ob man noch bei dem ursprünglichen Gedanken ist,
wenn man bildliche Vergleiche anfertigt.
Deine Gedanken und Empfindungen kannst du sowieso mit niemandem Teilen, bzw. Übermitteln. Du musst es immer irgendwie, über Sprache, Bilder, Gestik, transponieren.
Aber mit Durchschnittlich, hättest du deine Beruf nicht
ergriffen, sondern würdest in der schweigenden Mehrheit
untergehen.
Das hängt von den anderen ab. Wenn alle so sind wie ich, gibt
es einen durchschnittlichen Krach.
Das würde bedeuten, dass du mit dir selber nicht zurecht kommst.
Ich übe meinen Beruf gar nicht einmal freiwillig aus, ich kann
nichts anderes. Wo findet man diese Informationen darüber, was
normal ist und wieso wurde mir dieses Wissen vorenthalten?
Ich habe keine Entscheidungsfreiheit gehabt, ob ich mich innerhalb
der normalen Zone aufhalten werde oder dieser fern bleibe?
Bin ich durch Zufall auf die andere Seite des Zauns geraten
oder hat mir das normale System eine Rolle gegeben?
Nämlich zu repräsentieren, was nicht normal ist. Wenn ich nun
auf diese Sonderrolle verzichten könnte, wäre ich dann normal?
Gut und Böse, Normal und nicht Normal, können nur existieren, wenn das entsprechende Gegenteil auch existiert.
Setell dir eine Welt vor dir nur gut ist. In Ermangelung von Schlechtem, wäre diese nicht mehr gut, sondern nur normal …
Die „normale Gesellschaft“ definiert sich ja eigentlich über die Randgruppen und Ausgestossenen, anders kann man „normal“ eben gar nicht definieren.
In unserer Gesellschaft scheint man schon nicht mehr „normal“
zu sein, wenn man eine eigene Meinung hat und diese auch
vertritt. Man ist auch schon verdächtig, wenn man Spass an
seiner Arbeit hat und das Geld nicht im Vordergrund steht,
weil soetwas nicht „normal“ ist.
Wer hat denn diese Gesetze verabschiedet? Die Mehrheit kann
doch bestimmen, was normal ist, dann kann sie sich doch auch
etwas aussuchen, das schön ist. Es sei denn dass diejenigen,
die schweigen und nicht zur Wahl gehen wachgerüttelt werden sollen,
um wenigstens zu sagen, was sie wollen. Dann wären die Normalen das
Opfer der anderen, die keine Lust haben, allen etwas Schönes zu
wünschen.
Eigentlich sollte ich ja alles tun und lassen können, wodurch Andere nicht geschädigt werden oder sonstwie zu kurz kommen.
Leider vermisse ich diese Toleranz in unserer Gesellschaft.
Meist wird, wohl aus Neid, versucht Anderen die eigene Lebensweise aufzuzwängen.
Eigentlich müsstest du das ja selber kennen. Unverständnis und Neid, wenn du Morgtens um 10 Uhr noch in den Federn liegen kannst und andere arbeiten müssen. Leider vergessen diese, dass du Abends, als diese Leute ihre Freizeit genossen haben, du auf der Bühne gestanden bist …
Ich frage mich gerade ob ich Künstler kenne, welche als
„normal“ eingestuft werden oder wurden …
Eigentlich gelten alle in diesem Bereich als Sonderlinge oder
Besessene, aber anders kann man wohl keine eigenen Ideen
umsetzen.
Das sagen Leute aus der freien Wirtschaft auch von sich. Und
wer sind nun die Guten, oder gibt es die hier nicht?
Wenn Gute geben soll, muss es auch Böse geben (s.o.) und diese Einteilung halte ich nicht für richtig.
Der Fehler liegt darin, Berufen, meist nach dem Verdienst, unterschiedliches ansehen zu verleihen!
Wieso sollen Ärzte wichtiger sein, als die Müllabfuhr?
Wenn eine dieser Gruppen streikt, bricht unsere Gesellschaft genau gleich zusammen!
MfG Peter(TOO)