Ich bin total gestört

Hallo Sprite

Dann gehört Hyperchondrie zu den Persönlichkeitsmerkmalen von
medizinisch interessierten Lernwilligen dazu.

Nö, nicht unbedingt. Nur ein Teil der Mediziunstudenten macht das halt durch. Aber dafür haben die das dann meistens lebenslang hinter sich.

Und wenn diese Persönlichkeitsmerkmale fehlen, passiert dann
etwas?

Die der Hypochondrie? Oder die diversen von diversen Persönlichkeitsstörungen?

Zum Glück ist es nicht so einfach, denn zu diesen Störungen
gehört 1. dazu, dass alle notwendigen Kriterien (bzw.
sowas wie „vier von sieben möglichen“) erfüllt sein müssen

Die geforderte Zahl habe ich zusammen.

Leider oder zum Glück geht es nicht immer um die aufzählbare Quantität in der Medizin, auch nicht oder gerade nicht in der Psychiatrie.
Gruß,
Branden

1 „Gefällt mir“
  • Paul Va l éry; Metapher ist ein schlechter name-dropper :stuck_out_tongue_winking_eye:

Tach,

und kann Dir zumindest schonmal mitteilen,
dass es wesentliche Unterschiede zwischen
Persönlichkeitsmerkmalen und
Persönlichkeitsstörungen gibt. Diesem Dilemma sitzt
erstmal so ziemlich jeder auf, der in irgendeine medizinische
Thematik einsteigt (was meinst Du, was Medizinstudenten im
dritten Semester alles für Krankheiten haben…).

Dann gehört Hyperchondrie zu den Persönlichkeitsmerkmalen von
medizinisch interessierten Lernwilligen dazu.

Es kommt zumindest regelmäßig vor, wie auch unter Psychologen und ähnlichen scheinbar ein nennenswerter Anteil selbst hinreichend gestörter Menschen zu finden ist. :wink:

Und wenn diese Persönlichkeitsmerkmale fehlen, passiert dann etwas?

Ja. Dann müssen wir alle sterben.

Zum Glück ist es nicht so einfach, denn zu diesen Störungen
gehört 1. dazu, dass alle notwendigen Kriterien (bzw.
sowas wie „vier von sieben möglichen“) erfüllt sein müssen

Die geforderte Zahl habe ich zusammen.

Das kannst Du gar nicht beurteilen. Selbst- und Fremdwahrnehmung gehen da mitunter auseinander. Außerdem spielt ja auch noch die Ausprägung eine Rolle.

und 2. irgendjemand in irgendeiner Form darunter leiden muss,
damit’s wirklich ne Störung ist, die diese Bezeichnung
verdient. Das scheint bei Dir nicht gegeben zu sein, so
what…

Wie kann ich das beurteilen, wenn meine Wahrnehmungsfähigkeit
gestört ist und ich die Belange anderer Menschen ohnehin übersehe?

In Bezug auf andere - gar nicht. Das ist aber widerum normal und keineswegs gestört.

Being paranoid doesn’t mean they aren’t after you.

NIRVANA

Tot.

Wir verstehen uns, aber sag das besser nicht den anderen.

Die lesen mit. Sei’s drum.

Gruß,

Malte

Hallo Becki

Ich kenne keinen Menschen, der bei näherem Hinsehen NICHT
irgendwie gestört wäre, irgendwass hat jeder: Perfektionismus,
Hang zur Selbstzerstörung etc. alles ist im Übermaß ungesund
und wird dann zur Störung. Wann genau man das dann wirklich
als Störung bezeichnet, ist von einem selbst abhängig.

Ich kann nachvollziehen, dass es darum geht, ob sich die
Eigenschaften noch die Waage halten.

Ich würde meine eigentlich guten Eigenschaften dann als
Störend bezeichnen, wenn sie Überhand nehmen, wie z.B. einen
Waschzwang.

Diese Formulierung hilft mir nicht weiter, da ich bei der Ausübung
meines Berufes keine Rücksicht darauf nehmen kann, ob etwas Überhand
nimmt oder nicht. Ich habe selten eine Instanz, die mich zurück
pfeift. Ich kann auch nicht abschätzen, wo die Grenze erreicht ist,
da muss ich mich auf mein Gefühl verlassen.

Der kreative Vorgang ansich ist allerdings auch schon zwanghaft, ich
kann zumindest nicht sagen, wann Schluss damit ist, oder dass so
etwas nur noch in bestimmten Fällen vorkommen soll. Oft entscheidet
Termindruck oder die Aussicht auf ein neues Projekt, also Faktoren
von außen, wann der kreative Vorgang zu beenden ist.

Selbst wenn ich mir vor Augen halte, was für mich persönlich störend
und sogar selbstzerstörend sein kann, so ist die Liste auf der Seite
der störenden Faktoren wesentlich länger als auf der anderen Seite
und trotzdem kann ich keine Entscheidung fällen, die zur Unterlassung
dieser Störung führen könnte.

Hoffe das ist jetzt irgendwie verständlich ausgedrückt…

Verständlich was den Fall des Waschzwangs betrifft, aber nicht in
Form eines allgemeingültigen Satzes für andere Fälle.
Mir ist der Gedanke im Weg, dass das alles einen Sinn ergeben könnte.

LG
Sprite

Versuchst du meine bisher vorhandenen eigenen Bedenken durch neue
Symptome zu ersetzen, die du in deiner Fürsorge gnädig für mich übrig
hast? Willst du für mich die Frage, wer mich fremdsteuern könnte,
damit beantworten, dass du hinter allem steckst, indem du mir Befehle
gibst, mich für dich zu verrenken?

Es liegt mir fern, mich auf Gedanken zu stützen, die so falsch sind,
dass ich mich wenigstens darauf verlassen kann, dass sie unnütz sind.

Ich verzichte auf deine Führung

Sprite

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Hyperchondrie
Hallo Branden,

Dann gehört Hyperchondrie zu den Persönlichkeitsmerkmalen von
medizinisch interessierten Lernwilligen dazu.

Nö, nicht unbedingt. Nur ein Teil der Mediziunstudenten macht
das halt durch. Aber dafür haben die das dann meistens
lebenslang hinter sich.

Das klingt sehr merkwürdig. Ist das Problem der Hyperchondrie für die
Studenten auf Dauer zurückgegangen, da sie in der Zwischenzeit
gelernt haben, ihre persönliche Sorge um sich in einem objektiven
Rahmen zu halten, oder
haben sie diese persönliche Sorge um sich selbst zugunsten eines
anderen Extrems aufgegeben?

Hier schwingt aus meiner Sicht auch der Gedanke mit, als könnte man
eine Problematik durch intensive Konfrontation abarbeiten, damit sie
nicht wieder auftaucht. Entsteht so nicht erst der problematische
Zustand?

Und wenn diese Persönlichkeitsmerkmale fehlen, passiert dann
etwas?

Die der Hypochondrie? Oder die diversen von diversen
Persönlichkeitsstörungen?

Die diversen Persönlichkeitsstörungen vor dem Hintergrund, dass diese
ohne den Kontext der Störung allgemeine Persönlichkeitsmerkmale sind.

Zum Glück ist es nicht so einfach, denn zu diesen Störungen
gehört 1. dazu, dass alle notwendigen Kriterien (bzw.
sowas wie „vier von sieben möglichen“) erfüllt sein müssen

Die geforderte Zahl habe ich zusammen.

Leider oder zum Glück geht es nicht immer um die aufzählbare
Quantität in der Medizin, auch nicht oder gerade nicht in der
Psychiatrie.

Welche anderen messbaren Werte kommen noch hinzu?

Gruß
Sprite

Hallo Malte,

gehört 1. dazu, dass alle notwendigen Kriterien (bzw.
sowas wie „vier von sieben möglichen“) erfüllt sein müssen

Die geforderte Zahl habe ich zusammen.

Das kannst Du gar nicht beurteilen. Selbst- und
Fremdwahrnehmung gehen da mitunter auseinander. Außerdem
spielt ja auch noch die Ausprägung eine Rolle.

Das ist in der Tat gar nicht aus meiner Sicht abzuschätzen. Vor allem
bei der asozialen Persönlichkeitsstörung kann man sich nur auf das
stützen, was die gegebene soziale Struktur per Definition
ausschließt.

Gruß
Sprite

Hallo Sprite,

Je mehr Störungen du in dir vereinst, umso „normaler“ bist du
!!

Und so etwas glaubst du ?

Irtgenwie muss ich ja auch überleben…

Alle diese Verhaltensweisen gehören zu einer normalen
Persönlichkeit, erst wenn nur noch eine im Vordergrund
steht und nur noch diese Seite ausgelebt wird, bist du
gestört.

Wenn ich nach dem gehe, was die anderen sage, steht bei mir
der
Narzissmus im Vordergrung, die können mit mir aber eh nicht
mithalten.

Das kommt mir bekannt vor, ich habe oft schon eine Lösung, wärend die Anderen das Problem gar noch nicht sehen.

Jeder baut Lüftschlösser,
aber nur der „Verrückte“ wohnt darin.
Und der Psychoonkel kassiert dann die Miete.

Du hast das also auch, diese bildhafte Sprache…

Um auf dein Problem zurückzukommen, müsste man definieren, was „normal“ ist, oder sein soll. In einem weiten Bereich ist das aber eine kulturelle Grösse.
Dadurch wird aber „normal“ zu durchschnittlich.

Aber mit Durchschnittlich, hättest du deine Beruf nicht ergriffen, sondern würdest in der schweigenden Mehrheit untergehen.

In unserer Gesellschaft scheint man schon nicht mehr „normal“ zu sein, wenn man eine eigene Meinung hat und diese auch vertritt. Man ist auch schon verdächtig, wenn man Spass an seiner Arbeit hat und das Geld nicht im Vordergrund steht, weil soetwas nicht „normal“ ist.

Ich frage mich gerade ob ich Künstler kenne, welche als „normal“ eingestuft werden oder wurden …
Eigentlich gelten alle in diesem Bereich als Sonderlinge oder Besessene, aber anders kann man wohl keine eigenen Ideen umsetzen.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

Je mehr Störungen du in dir vereinst, umso „normaler“ bist du
!!

Und so etwas glaubst du ?

Irtgenwie muss ich ja auch überleben…

Salopp gesagt soll ich also an deiner Stelle die Störungen ausleben,
damit du leichter überleben kannst.

Oder sagst du, dass sich die Störungen gegenseitig aufheben und dann
nicht mehr als störend ausgelebt werden?
Oder hast du selbst zum leichteren Überleben beschlossen, deine
eigenen Störungen einfach als normal zu empfinden, damit du dich
keinen Attacken mehr ausgeliefert siehst. Objektiv wären die
Störungen als mögliche Auslöser für Angriffe auf dein Leben immernoch
sichtbar, gleich wie du es dir zurecht legst. Es müsste also die
gleiche Gefahr von Attacken für dein Leben bestehen wie zuvor
unabhängig davon, wie du die Gewichtung persönlicher Störungen
subjektiv empfindest. Es sei denn, dass du selbst zuvor, Attacken
provoziert hast, oder du der irrigen Annahme erlegen warst, daß wegen
einer zu geringen Anzahl von Störungen eine Gefahr für dein Leben
bestünde.
Setzt du eine hohe Anzahl von Störungen zur Abschreckung ein?
Oder nimmst du dich so selbst besser wahr?
Würdest du einen anderen Weg zur Sicherung deines Überlebens wählen,
wenn du die Wahl hättest?

Das kommt mir bekannt vor, ich habe oft schon eine Lösung,
wärend die Anderen das Problem gar noch nicht sehen.

Hier sprichst du einen sehr wichtigen Punkt an.
Welche Möglichkeiten hast du in diesem Fall, um das Problem
aufzuzeigen und wie kannst du dich verständlich machen?
Wird dir manchmal unterstellt, selbst der Auslöser für das Problem zu
sein? v.a. auch da du es schon so gut kennst, bevor andere in
Reichweite gekommen sind?
Oder wartest du bis es für alle offensichtlich geworden ist, dass ein
Problem tatsächlich existiert und nicht erst durch dich erfunden bzw.
verursacht wurde?
Oder löst du das Problem stillschweigend und niemand erfährt jemals,
welche Katastrophe es ohne dich gegeben hätte, sofern das Problem
durch einen einzelnen lösbar ist.

Jeder baut Lüftschlösser,
aber nur der „Verrückte“ wohnt darin.
Und der Psychoonkel kassiert dann die Miete.

Du hast das also auch, diese bildhafte Sprache…

Ist es nicht merkwürdig, dass man etwas anderes sagt, um die
eigentliche Sache auszudrücken. Oder denkt man lieber etwas anderes
als das was man sonst ausdrücken würde?
Ich stehe mit Sprachbildern im Zwiespalt; ich bin mir nämlich nicht
sicher, ob man noch bei dem ursprünglichen Gedanken ist, wenn man
bildliche Vergleiche anfertigt.

Um auf dein Problem zurückzukommen, müsste man definieren, was
„normal“ ist, oder sein soll. In einem weiten Bereich ist das
aber eine kulturelle Grösse.
Dadurch wird aber „normal“ zu durchschnittlich.

Das klingt demokratisch.

Aber mit Durchschnittlich, hättest du deine Beruf nicht
ergriffen, sondern würdest in der schweigenden Mehrheit
untergehen.

Das hängt von den anderen ab. Wenn alle so sind wie ich, gibt es
einen durchschnittlichen Krach.
Ich übe meinen Beruf gar nicht einmal freiwillig aus, ich kann nichts
anderes.
Wo findet man diese Informationen darüber, was normal ist und wieso
wurde mir dieses Wissen vorenthalten? Ich habe keine
Entscheidungsfreiheit gehabt, ob ich mich innerhalb der normalen Zone
aufhalten werde oder dieser fern bleibe?
Bin ich durch Zufall auf die andere Seite des Zauns geraten oder hat
mir das normale System eine Rolle gegeben? Nämlich zu repräsentieren,
was nicht normal ist. Wenn ich nun auf diese Sonderrolle verzichten
könnte, wäre ich dann normal? Dann wäre es ein Privileg, normal zu
sein, weil man sich bewusst dazu entscheiden konnte.

In unserer Gesellschaft scheint man schon nicht mehr „normal“
zu sein, wenn man eine eigene Meinung hat und diese auch
vertritt. Man ist auch schon verdächtig, wenn man Spass an
seiner Arbeit hat und das Geld nicht im Vordergrund steht,
weil soetwas nicht „normal“ ist.

Wer hat denn diese Gesetze verabschiedet? Die Mehrheit kann doch
bestimmen, was normal ist, dann kann sie sich doch auch etwas
aussuchen, das schön ist. Es sei denn dass diejenigen, die schweigen
und nicht zur Wahl gehen wachgerüttelt werden sollen, um wenigstens
zu sagen, was sie wollen. Dann wären die Normalen das Opfer der
anderen, die keine Lust haben, allen etwas Schönes zu wünschen.

Ich frage mich gerade ob ich Künstler kenne, welche als
„normal“ eingestuft werden oder wurden …
Eigentlich gelten alle in diesem Bereich als Sonderlinge oder
Besessene, aber anders kann man wohl keine eigenen Ideen
umsetzen.

Das sagen Leute aus der freien Wirtschaft auch von sich. Und wer sind
nun die Guten, oder gibt es die hier nicht?

LG
Sprite

entgegen aller anderen Antworten sag ich mal nur eines - wenn du (ich kann nur für einige deiner Störungsideen sprechen, nämlich für die paranoiden udn schizotypen) etwas davon wärst - würdest du es mit ziemlicher Sicherheit nicht selbst vermuten. Schizophrene (besonders paranoid-schizophrene) Gedanken werden als „seltsam“ emfunden aber man denkt nicht „gott ich glaub ich bin paranoid und schizotyp“ - ganz im Gegeneteil, meist denkt man genau das nicht.

und zur Hypochondire - man muss wissen WAS genau Hypochondire ist bevor man jemanden als „hypochondrisch“ abstempelt (das gilt jetzt auch eher für deine Antworter) - generell hat der Hypochonder nur Angst vor der MÖGLICHKEIT einer Erkrankung, das heißt nicht das er GLAUBT schon krank zu sein - und im Normalfall beschränkt er sich hierbei auf max. 2 Organsysteme (oder eben psychische Störungen). Hypochonder fühlen sich unverstanden - sie glauben wenn keine Ergebnisse vorliege eben sie hätten eine „ganz neue“ Krankheit - kurzum - deine Beschreibung passt nicht auf Hypochondie

allerdings bin ich auch geneigt zu sagen das du vermutlich nicht paranoid und/oder schizotyp/phren/oid bist - da wie gesagt du zu „einsichtig“ wärst und ausserdem bei dir keinerlei Anzeichen eines psychotischen (auch nicht post - oder vor-psychostischen) Zustands sehe

natürlich kann das generell NUR ein ausgebildeter Psychiater beurteilen

ich hoffe dir geht es soweit gut

liebe grüße

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Comandante,

wenn du denn armen charles b. als mitbegründer der
literarischen
moderne schon so abqualifizierst, nur weil er dich nicht
erwähnt hat,
solltest du doch befriedigung finden bei dem herrn de sade.
oder otto mühl. oder sowas.

Was sagen die beiden denn über mich?

Jetzt wo du es sagst, Baudelaire ist bestimmt ein netter Kerl. Soll
er leiden und die Vorfreude genießen. Hat er eigentlich so gar keine
Aussicht auf Erfolg, oder klappt es wenigstens unter günstigen
Bedingungen? Ich habe sein literarische Schicksal nicht bis ins
Detail verfolgt.

exzesse zur privaten erdung neurophysiologischer desaster
biete ich
in meinen bekannten und erfolgreichen kellerseminaren an.

Danke. Phantasien habe ich schon genug.
LG
Sprite

Guten Abend Metapher,

Interessant wäre ja auch, wo sich Charles Baudelaire in
diesem Spektrum wiedergefunden hätte …

Die perverse Sau. Solange er geschrieben hat, war die Menschheit
wenigstens vor ihm sicher.

Du siehst, Freizeit kann schädlich sein.

Aber nur, wenn jemand bei einer gesunden Freizeitgestaltung nicht
mithalten kann.

Und besonders Henri Michaux, Georges Mathieu hätten sicher
Spannendes dazu sagen können.

Wenn das Hirn wie ein Schwamm Informationen aufsaugt, kann es diese
auch ohne Einhaltung formaler Vorgaben wieder abgeben. Vor diesem
Hintergrund kann ich mir vorstellen, dass die Anordnung der
Information gleichgültig ist. Es ist damit gleichgültig, ob sie sich
noch im Hirn oder schon auf dem Papier befindet. Damit kann ich meine
Hirninhalte im Detail ignorieren, sie stellen meine individuelle
Ansammlung von Eindrücken durch die Gesellschaft dar.
Wäre es nach dieser Theorie schon zu formal, ein Ich im Schwamm zu
vermuten?

Ich kenne es ja nicht anders, was weiß ich. Es ist mehr eine
Zwangshandlung, bei dieser Störung habe ich aber nicht die
ausreichende Punktzahl zusammen bekommen, zu viel Unordnung,
treue Sklaven und Freizeit.

Die naturdevoten sind so langweilig. Schaff dir ein paar
schwererziehbare an, das macht Freizeit erfüllend.

Stimmt, immerzu arbeiten ist nicht gesund.

Gruß :wink:

Metapher

Gruß zurück

Sprite

Kenne die Spielregeln nicht
.

Hallo Gerhard,

Die Psychiatrie ist etwas völlig anderes als die Personen,
welche eine psychische Abweichung von den Normen menschlicher
Spezies in einer Region aufweisen. Psychiatrie ist in erster
Linie Unterdrückungsinstanz von Leuten mit Normabweichungen,
d.h. die wollen veralbern und psychisch Lädierte liquidieren.

Wie ich inzwischen belehrt wurde, muss man Persönlichkeitsstörungen
von Psychosen abgrenzen. Ich werde es mir aber trotzdem merken.

Gruß
Sprite

Hallo Kitty,

nämlich für die paranoiden udn schizotypen) etwas davon wärst

  • würdest du es mit ziemlicher Sicherheit nicht selbst
    vermuten. Schizophrene (besonders paranoid-schizophrene)
    Gedanken werden als „seltsam“ emfunden aber man denkt nicht
    „gott ich glaub ich bin paranoid und schizotyp“ - ganz im
    Gegeneteil, meist denkt man genau das nicht.

Ja, das ist genau der springende Punkt, ich glaube auch nicht, dass
ich diese Störungen habe. Es handelte sich vielmehr für den kurzen
Moment einer anderen Sichtweise. In diesem Moment kam mir alles
anders vor als bisher, die ganze Welt und ich selbst auch.

und zur Hypochondire - man muss wissen WAS genau Hypochondire
ist bevor man jemanden als „hypochondrisch“ abstempelt (das
gilt jetzt auch eher für deine Antworter) - generell hat der
Hypochonder nur Angst vor der MÖGLICHKEIT einer Erkrankung,
das heißt nicht das er GLAUBT schon krank zu sein - und im
Normalfall beschränkt er sich hierbei auf max. 2 Organsysteme
(oder eben psychische Störungen). Hypochonder fühlen sich
unverstanden - sie glauben wenn keine Ergebnisse vorliege eben
sie hätten eine „ganz neue“ Krankheit - kurzum - deine
Beschreibung passt nicht auf Hypochondie

Ich sage dazu jetzt lieber nichts.

ich hoffe dir geht es soweit gut

Danke, ich hoffe, dir geht es gut.

Gruß
Sprite

Hallo CM?,
das ist sehr schwierig für mich. Die Welt soll wohl doch so für mich
bleiben, wie sie aussieht.
Gruß
Sprite

ich bin [dies und das]

Zarathustra spricht:

„Siehe, jetzt eben ward die Welt
vollkommen!“
— also denkt ein jedes Weib,
wenn es aus ganzer Liebe gehorcht.

(Nietzsche,
Zarathustra II)

Guten Mittag, Sprite,

Wenn das Hirn wie ein Schwamm Informationen aufsaugt, kann es diese
auch ohne Einhaltung formaler Vorgaben wieder abgeben. Vor diesem
Hintergrund kann ich mir vorstellen, dass die Anordnung der
Information gleichgültig ist. Es ist damit gleichgültig, ob sie sich
noch im Hirn oder schon auf dem Papier befindet.

Das wäre dann gleichgültig, wenn der Schwamm nicht nur das Hirn wäre, sondern auch das Papier (und das Publikum) als sich in demselben Schwamm befindlich begriffen würde.

Oder anders gesagt: Wenn die Subjekt-Objekt-Differenz aufgehoben würde (btw ist das zB auch der Kern der Hegelschen Philosophie).

Damit kann ich meine
Hirninhalte im Detail ignorieren, sie stellen meine individuelle
Ansammlung von Eindrücken durch die Gesellschaft dar.

Glaub ich nicht. Nicht, solange du sie als Eindrücke „durch die Gesellschaft“ weißt. Denn solange hast du eine Differenz zwischen „innen“ und „außen“, m.a.W. zwischen Subjektivität und Objektivität. Und somit existierst (und denkst) du interaktiv, kommunikativ. Du agierst und re-agierst, und deine Umgebung agiert und re-agiert.

Wäre es nach dieser Theorie schon zu formal, ein Ich im Schwamm zu :vermuten?

Ein isoliertes Ich ist eh nur eine Vermutung.

Gruß

Metapher

Hallo Sprite,

Irtgenwie muss ich ja auch überleben…

Salopp gesagt soll ich also an deiner Stelle die Störungen
ausleben,
damit du leichter überleben kannst.

Nö, ich habe schon meine Eigenen !!

Oder sagst du, dass sich die Störungen gegenseitig aufheben
und dann nicht mehr als störend ausgelebt werden?
Oder hast du selbst zum leichteren Überleben beschlossen,
deine eigenen Störungen einfach als normal zu empfinden, damit
du dich keinen Attacken mehr ausgeliefert siehst.

Zuerst stellt sich die Frage ob ich mein Verhalten überhaupt als gestört einschätze, nur weil ich mich oft anders verhalte als die Mehrheit.

Sobald man irgendwelche Initiativen ergreifft, hat man Gegner.
Da man es nicht allen recht machen kann, kann man nur auswählen, welche Gruppe sich gegen einem stellt … und wenn du gar nichts tust, passt das auch einigen nicht !!

Man muss sich das also irgendwie „zurechtlegen“ um damit leben zu können.

Objektiv wären die Störungen als mögliche Auslöser für Angriffe
auf dein Leben immernoch sichtbar, gleich wie du es dir zurecht
legst. Es müsste also die gleiche Gefahr von Attacken für dein
Leben bestehen wie zuvor unabhängig davon, wie du die Gewichtung
persönlicher Störungen subjektiv empfindest. Es sei denn, dass
du selbst zuvor, Attacken provoziert hast, oder du der irrigen
Annahme erlegen warst, daß wegen einer zu geringen Anzahl von
Störungen eine Gefahr für dein Leben bestünde.

Grunsätzlich liegt es in der Natur des Menschen Gefahren subjektiv zu bewerten.
Als jüngstes Beispiel ist da z.B. die Vogelgrippe:
Weltweit sind, in den vergangenen Jahren, bis heute 135 Menschen daran gestorben. In der EU sterben täglich gleichviele im Strassenverkehr.
Aus Angst haben viele auf Geflügel und Eier verzichten, sind aber dennoch täglich über die Strasse gegangen …

Setzt du eine hohe Anzahl von Störungen zur Abschreckung ein?

Wenn ich ehrlich bin, teilweise schon.

Oder nimmst du dich so selbst besser wahr?

Besser als Wer oder Was ?

Würdest du einen anderen Weg zur Sicherung deines Überlebens
wählen, wenn du die Wahl hättest?

Wenn du jetzt meinst:
„Was hättest du früher in deinem Leben anders gemacht?“

Diese Frage kann man eigentlich nicht beantworten !!!
Bei dieser Möglichkeit wäre ich jetzt nicht mehr derjenige welcher ich jetzt bin !!
Also wenn mein Leben anders verlaufen wäre, hätte ich jetzt ganz andere Erkenntnise über das Leben, welche die Grundlage meiner Antwort wären.

Das kommt mir bekannt vor, ich habe oft schon eine Lösung,
wärend die Anderen das Problem gar noch nicht sehen.

Hier sprichst du einen sehr wichtigen Punkt an.
Welche Möglichkeiten hast du in diesem Fall, um das Problem
aufzuzeigen und wie kannst du dich verständlich machen?

Eigentlich bezog ich das auf meinen Beruf als Entwickler.
Allerdings lässt sich dies nicht von meinem restlichen Leben trennen.

  1. Habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Das stösst oft schon auf unverständnis, wenn man Spass an der Arbeit hat und nicht einfach seine Zeit absitzt.

  2. Beruflich besteht ein grosser Teil meiner Arbeit darin den aktuellen Zustand zu analysieren, dann das Ziehl und nicht zu vergessen, die vorhandenen Möglichkeiten zu bewerten und dann loszulegen.
    Diese Vorgehensweise ist aber auch teilweise im täglichen Leben nützlich.

Wird dir manchmal unterstellt, selbst der Auslöser für das
Problem zu sein?

Ich werde manchmal als Schwarzmaler oder Spielverderber angesehen, aber leider behalte ich oft recht … Das sind dann die Fälle bei welchen ich es hasse, recht zu haben.

Oder wartest du bis es für alle offensichtlich geworden ist,
dass ein Problem tatsächlich existiert und nicht erst durch
dich erfunden bzw. verursacht wurde?

Meist erläutere ich den anderen das Problem. Manchmal warte ich auch ab.

Oder löst du das Problem stillschweigend und niemand erfährt
jemals, welche Katastrophe es ohne dich gegeben hätte, sofern
das Problem durch einen einzelnen lösbar ist.

Auch das kommt vor.

Jeder baut Lüftschlösser,
aber nur der „Verrückte“ wohnt darin.
Und der Psychoonkel kassiert dann die Miete.

Du hast das also auch, diese bildhafte Sprache…

Ist es nicht merkwürdig, dass man etwas anderes sagt, um die
eigentliche Sache auszudrücken. Oder denkt man lieber etwas
anderes als das was man sonst ausdrücken würde?

Das ist auch eine Frage deiner Denkstrukturen und der Erfahrungen des Anderen.
Mit Analogien kann man vieles erst für Andere verständlich machen. Allerdings braucht es für jeden eine Andere Analogie, welche durch seine Erfahrungen vorgegeben wird.

Ich stehe mit Sprachbildern im Zwiespalt; ich bin mir nämlich
nicht sicher, ob man noch bei dem ursprünglichen Gedanken ist,
wenn man bildliche Vergleiche anfertigt.

Deine Gedanken und Empfindungen kannst du sowieso mit niemandem Teilen, bzw. Übermitteln. Du musst es immer irgendwie, über Sprache, Bilder, Gestik, transponieren.

Aber mit Durchschnittlich, hättest du deine Beruf nicht
ergriffen, sondern würdest in der schweigenden Mehrheit
untergehen.

Das hängt von den anderen ab. Wenn alle so sind wie ich, gibt
es einen durchschnittlichen Krach.

Das würde bedeuten, dass du mit dir selber nicht zurecht kommst.

Ich übe meinen Beruf gar nicht einmal freiwillig aus, ich kann
nichts anderes. Wo findet man diese Informationen darüber, was
normal ist und wieso wurde mir dieses Wissen vorenthalten?

Ich habe keine Entscheidungsfreiheit gehabt, ob ich mich innerhalb
der normalen Zone aufhalten werde oder dieser fern bleibe?
Bin ich durch Zufall auf die andere Seite des Zauns geraten
oder hat mir das normale System eine Rolle gegeben?
Nämlich zu repräsentieren, was nicht normal ist. Wenn ich nun
auf diese Sonderrolle verzichten könnte, wäre ich dann normal?

Gut und Böse, Normal und nicht Normal, können nur existieren, wenn das entsprechende Gegenteil auch existiert.

Setell dir eine Welt vor dir nur gut ist. In Ermangelung von Schlechtem, wäre diese nicht mehr gut, sondern nur normal …

Die „normale Gesellschaft“ definiert sich ja eigentlich über die Randgruppen und Ausgestossenen, anders kann man „normal“ eben gar nicht definieren.

In unserer Gesellschaft scheint man schon nicht mehr „normal“
zu sein, wenn man eine eigene Meinung hat und diese auch
vertritt. Man ist auch schon verdächtig, wenn man Spass an
seiner Arbeit hat und das Geld nicht im Vordergrund steht,
weil soetwas nicht „normal“ ist.

Wer hat denn diese Gesetze verabschiedet? Die Mehrheit kann
doch bestimmen, was normal ist, dann kann sie sich doch auch
etwas aussuchen, das schön ist. Es sei denn dass diejenigen,
die schweigen und nicht zur Wahl gehen wachgerüttelt werden sollen,
um wenigstens zu sagen, was sie wollen. Dann wären die Normalen das
Opfer der anderen, die keine Lust haben, allen etwas Schönes zu
wünschen.

Eigentlich sollte ich ja alles tun und lassen können, wodurch Andere nicht geschädigt werden oder sonstwie zu kurz kommen.

Leider vermisse ich diese Toleranz in unserer Gesellschaft.
Meist wird, wohl aus Neid, versucht Anderen die eigene Lebensweise aufzuzwängen.

Eigentlich müsstest du das ja selber kennen. Unverständnis und Neid, wenn du Morgtens um 10 Uhr noch in den Federn liegen kannst und andere arbeiten müssen. Leider vergessen diese, dass du Abends, als diese Leute ihre Freizeit genossen haben, du auf der Bühne gestanden bist …

Ich frage mich gerade ob ich Künstler kenne, welche als
„normal“ eingestuft werden oder wurden …
Eigentlich gelten alle in diesem Bereich als Sonderlinge oder
Besessene, aber anders kann man wohl keine eigenen Ideen
umsetzen.

Das sagen Leute aus der freien Wirtschaft auch von sich. Und
wer sind nun die Guten, oder gibt es die hier nicht?

Wenn Gute geben soll, muss es auch Böse geben (s.o.) und diese Einteilung halte ich nicht für richtig.

Der Fehler liegt darin, Berufen, meist nach dem Verdienst, unterschiedliches ansehen zu verleihen!
Wieso sollen Ärzte wichtiger sein, als die Müllabfuhr?
Wenn eine dieser Gruppen streikt, bricht unsere Gesellschaft genau gleich zusammen!

MfG Peter(TOO)

Hallo Metapher,

Das wäre dann gleichgültig, wenn der Schwamm nicht nur das
Hirn wäre, sondern auch das Papier (und das Publikum) als sich
in demselben Schwamm befindlich begriffen würde.

Oder anders gesagt: Wenn die Subjekt-Objekt-Differenz
aufgehoben würde (btw ist das zB auch der Kern der Hegelschen
Philosophie).

Damit kann ich meine
Hirninhalte im Detail ignorieren, sie stellen meine individuelle
Ansammlung von Eindrücken durch die Gesellschaft dar.

Glaub ich nicht. Nicht, solange du sie als Eindrücke „durch
die Gesellschaft“ weißt. Denn solange hast du eine Differenz
zwischen „innen“ und „außen“, m.a.W. zwischen Subjektivität
und Objektivität. Und somit existierst (und denkst) du
interaktiv, kommunikativ. Du agierst und re-agierst, und deine
Umgebung agiert und re-agiert.

Hör mal, dann ist ‚im Schwamm‘ auch das gleiche wie ‚aus dem
Schwamm‘, dann kann ich alles auch drinlassen und muss nichts mehr
ausarbeiten. Es ist ohnehin egal.
Praktisch ist auch, dass ich mir bloß zu denken brauche, ‚Schokolade
essen‘ und einer im Schwamm isst tatsächlich Schokolade, um wen genau
es sich handelt spielt keine Rolle.

Gibt es eine gegebene Menge der Interaktion? Oder ist diese
veränderbar? Und wie sieht es mit der Größe des Schwamms aus, ist
diese konstant?

Wenn ich also nicht differenziere, wie stelle ich dann ein Defizit
oder einen Irrtum fest, oder gibt es dies alles nicht? Weil nichts
differenzierbar ist und es sich höchstens in einem anderen Bereich
aufhält, als dort wo ich differenzierend suche.

Ein isoliertes Ich ist eh nur eine Vermutung.

Was erklärt, weshalb ich mich so vermisse. Solange finde ich noch
nicht einmal heraus, ob ich in Interaktion mit Schokolade stehe, ich
muss mich damit begnügen, dass eine Interaktion zwischen mir und der
Schokolade vermutlich möglich ist.
Ich bin jetzt traurig.

Gruß
Sprite

Hallo Peter,

Zuerst stellt sich die Frage ob ich mein Verhalten überhaupt
als gestört einschätze, nur weil ich mich oft anders verhalte
als die Mehrheit.

Sobald man irgendwelche Initiativen ergreifft, hat man Gegner.
Da man es nicht allen recht machen kann, kann man nur
auswählen, welche Gruppe sich gegen einem stellt … und
wenn du gar nichts tust, passt das auch einigen nicht !!

Man muss sich das also irgendwie „zurechtlegen“ um damit leben
zu können.

Wie kannst du deine Entscheidung treffen? Folgst du Prinzipien, oder
Antiprinzipien?

Grunsätzlich liegt es in der Natur des Menschen Gefahren
subjektiv zu bewerten.
Als jüngstes Beispiel ist da z.B. die Vogelgrippe:
Weltweit sind, in den vergangenen Jahren, bis heute 135
Menschen daran gestorben. In der EU sterben täglich
gleichviele im Strassenverkehr.
Aus Angst haben viele auf Geflügel und Eier verzichten, sind
aber dennoch täglich über die Strasse gegangen …

Dies ist ein Beispiel für eine Analogie, die ich nicht nachvollziehen
kann. Wer im Straßenverkehr stirbt, wird damit keine epidemieartige
Ausbreitung von Unfällen im Straßenverkehr auslößen.
Man könnte allerdings darüber nachdenken, ob der Verzehr von
Menschen, die die Straße überqueren und auch der Verzehr von deren
Kindern die Unfallgefahr im Straßenverkehr eindemmt. Gleichzeitig
isst man weniger Geflügel und verhindert so eine frühzeitige
Immunisierung gegen den Erreger der Vogelgrippe, weshalb es bald
nicht mehr abschätzbar sein wird, ob Menschen im Straßenverkehr
sterben oder man durch Menschen, die die Straße überqueren, stirbt.

Setzt du eine hohe Anzahl von Störungen zur Abschreckung ein?

Wenn ich ehrlich bin, teilweise schon.

Oder nimmst du dich so selbst besser wahr?

Besser als Wer oder Was ?

Hast du ein Ego-Flash, wenn du eine hohe Anzahl von Störungen
einsetzt?

Würdest du einen anderen Weg zur Sicherung deines Überlebens
wählen, wenn du die Wahl hättest?

Wenn du jetzt meinst:
„Was hättest du früher in deinem Leben anders gemacht?“

Nein, das habe ich nicht gemeint. Ich möchte wissen, ob du heute eine
Möglichkeit siehst, anders zu handeln und ob du auch die notwendige
Handlungsfreiheit hast.

Das kommt mir bekannt vor, ich habe oft schon eine Lösung,
wärend die Anderen das Problem gar noch nicht sehen.

Hier sprichst du einen sehr wichtigen Punkt an.
Welche Möglichkeiten hast du in diesem Fall, um das Problem
aufzuzeigen und wie kannst du dich verständlich machen?

Eigentlich bezog ich das auf meinen Beruf als Entwickler.
Allerdings lässt sich dies nicht von meinem restlichen Leben
trennen.

  1. Habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht. Das stösst oft schon
    auf unverständnis, wenn man Spass an der Arbeit hat und nicht
    einfach seine Zeit absitzt.

  2. Beruflich besteht ein grosser Teil meiner Arbeit darin den
    aktuellen Zustand zu analysieren, dann das Ziehl und nicht zu
    vergessen, die vorhandenen Möglichkeiten zu bewerten und dann
    loszulegen.
    Diese Vorgehensweise ist aber auch teilweise im täglichen
    Leben nützlich.

Wird dir manchmal unterstellt, selbst der Auslöser für das
Problem zu sein?

Ich werde manchmal als Schwarzmaler oder Spielverderber
angesehen, aber leider behalte ich oft recht … Das sind
dann die Fälle bei welchen ich es hasse, recht zu haben.

Schwarzmalerei war früher ein anerkannter Beruf; das muss dir nicht
unangenehm sein.

Das ist auch eine Frage deiner Denkstrukturen und der
Erfahrungen des Anderen.
Mit Analogien kann man vieles erst für Andere verständlich
machen. Allerdings braucht es für jeden eine Andere Analogie,
welche durch seine Erfahrungen vorgegeben wird.

Wie ist es denn möglich, dass es individuell verschiedene
Denkstrukturen gibt, wenn die Gesellschaft gleichzeitig eine Norm
definiert?

Ich stehe mit Sprachbildern im Zwiespalt; ich bin mir nämlich
nicht sicher, ob man noch bei dem ursprünglichen Gedanken ist,
wenn man bildliche Vergleiche anfertigt.

Deine Gedanken und Empfindungen kannst du sowieso mit
niemandem Teilen, bzw. Übermitteln. Du musst es immer
irgendwie, über Sprache, Bilder, Gestik, transponieren.

Aber wenn diese Transportmittel gar nicht den Inhalt widergeben, den
ich mitteilen wollte?
Vielleicht ist es ja doch möglich, mich mitzuteilen, ich kann es bloß
nicht überprüfen.

Das würde bedeuten, dass du mit dir selber nicht zurecht
kommst.

Überhaupt nicht, ich will einfach nicht auf mich hören, da kann ich
mir den Mund fusselig reden.

Gut und Böse, Normal und nicht Normal, können nur existieren,
wenn das entsprechende Gegenteil auch existiert.
Setell dir eine Welt vor dir nur gut ist. In Ermangelung von
Schlechtem, wäre diese nicht mehr gut, sondern nur normal

Gibt es das Normale nun, oder nicht?

Die „normale Gesellschaft“ definiert sich ja eigentlich über
die Randgruppen und Ausgestossenen, anders kann man „normal“
eben gar nicht definieren.

Das klingt nach einem dualen System.

Eigentlich sollte ich ja alles tun und lassen können, wodurch
Andere nicht geschädigt werden oder sonstwie zu kurz kommen.

Leider vermisse ich diese Toleranz in unserer Gesellschaft.
Meist wird, wohl aus Neid, versucht Anderen die eigene
Lebensweise aufzuzwängen.

Vielleicht finden sie, dass dir ihr Leben gut stünde und sie könnten
dir dann mit einer Tüte Popcorn auf dem Schoß zuschauen, wie du dich
genauso anstellst wie sie.

Wenn Gute geben soll, muss es auch Böse geben (s.o.) und diese
Einteilung halte ich nicht für richtig.

Du hast mir sehr viele Beispiele dafür genannt, dass es üblich ist
sich über das andere selbst definierend abzugrenzen. Lassen wir
einmal bei Seite, ob das andere normal ist. Deshalb wollte ich auch
wissen, wie du dich wahrnimmst, eventuell stärker, wenn du in dieser
negativen Interaktion mit dem Umfeld stehst, ob du dich selbst
verspürst, wenn du dir sagst, ich bin anders als die anderen.
Man kann sich theoretisch auch schon abgrenzen, indem man sagt ich
bin wie die anderen und mit dieser Lebenseinstellung anders als die
anders Denkenden.

Der Fehler liegt darin, Berufen, meist nach dem Verdienst,
unterschiedliches ansehen zu verleihen!

Dann wäre die Abgrenzung in anderen Fällen für dich okay, man sollte
bloß jeden gleich wertschätzen.

Gruß
Sprite