IQ - Blanker Hohn, ZVS - letzter Mist

Hallo Winkel

du weißt doch, daß man am meisten verurteilt, was man von sich
selbst kennt und nicht schätzt!

Das stimmt schon, nur es ist halt nicht auf andere übertragbar,
dazu hat niemand ein Recht. Davon abgesehen glaub ich, daß
die Sache bei Patrick sowieso ganz anders liegt.
Und wir wissen wieviel Energie es kostet, gegen etwas
anzukämpfen, wenn man selber eigentlich gar keine mehr zu
glauben hat.

Herzliche Grüsse
d.

Hallo Patrick,

kann es sein, dass Du deine Energie, die Du für die Planung des Umzugs (Wohnungssuche, Gang zu en Ämtern etc.) einsetzen solltest, lieber im Selbstmitleid verpulverst.

Deinen Werdegang habe ich zwar nur Bruchstückhaft mitbekommen, aber anscheinend bist Du wieder wieder an Deck und somit studierfähig.

In einem anderen Posting beklagst Du Dich, dass Schwerbehinderte besser behandelt würden, obwohl sie sich auch umstellen könnten. Warum kannst Du es nicht ? Selbsthilfegruppen gibt es sicher auch in Giessen (ich glaube, dies ist der Dir zugewiesene Studienort). Arztbesuche musst Du halt auf Randtage (Montag, freitag, feiertag-Brückentage) legen.

Ich an deiner Stelle würde nach Giessen gehen. Und gleichzeitig das Spektrum in den Studienplatzbörsen auf fast alle mgl. Studienorte im Ruhrgebiet erhöhen. Wenn wie Oliver andeutet, die drop-out- Rate in Psych. wirklich so hoch ist, dann sollte die Chance zum Wechseln nach 1/2 bis 1 Jahr sehr hoch sein.

Vielleicht noch zum Umzug. Es wird jetzt ziemlich knapp. Nutze doch die Dir bekannten Strukturen. Frag über ähnliche Selbsthilfegruppen nach einem WG-Zimmer/Untermiete. In den meisten Fällen sind die Zimmer teilmöbliert, wenn auch nicht gerade taufrisch. In Studentenwohnheimen gibt es meist möblierte Zimmer. Für ein Jahr sollte dies machbar sein.

Zum Studiengang: Ein guter Bekannter meinte, die ZVS- Vergabe führe dazu, dass viele ‚blonde, fleissige junge Mädchen, ohne Lebenserfahrung‘ in den Hörsälen sitzen würden.

Tschuess Marco.

Hallo,

wann immer mir Ungerechtigkeit begegnet, dann bin ich geneigt, dagegen zu kämpfen.

Das ZVS Verfahren finde ich aus verschiedenen Grunden ungerecht, u.A. daß nicht geprüft wird, ob sich ein Bewerber auch tatsächlich für den STudienplatz interessiert. D.H. jedermann kann sich ohne weiteres bewerben, und im Anschluss mit dem Platz machen, was er möchte: antreten, die Vorteile des Studentenlebens nutzen, tauschen oder veräußern.

Die Kriterien für die Vergabe für Studienplätzen sind ebenso ungerecht - auch nach Deier Vorstellung: denn, wenn Du mir es zumutest, mich für ein Jahr räumlich und in der Woche von meiner Freundin zu trennen, dann kann dies doch auch verheirateten Personen zugemutet werden. ABer diese weren bevorzugt behandelt. Kranken Menschen wird nur auf Vorlage eines Fachärztlichen Gutachtens der Studienort am Wohnort bevorzugt gewährt -Schwerbehinderte kregen diesen automatisch. Will sagen, wenn ein „kranker“ Mensch Umziehen kann, da ja die medizinische Versorgung überall in Deutschland gleichermaßen gut ist, warum gilt dies automatisch nicht auch für Schwerbehinderte. Damit ich hier nicht falsch verstanden werde - prinzipiell habe ich überhaupt nichts gegen diese Regelung - zielt sie doch genau auf meine Vorstellung einer (menschlichen) Komponente ab. Aber: warum kann man dann nicht auch z.B. einen kranken Menschen bevorzugt behandeln? Z.B. gegenüber einem kerngesunden, flexiblen und jungem Schulabgänger?

Warum ich nicht nach Gießen gehen werde? Ganz einfach: ich war u.a. wegen Angst und Panik in Behandlung. Diese Smtome spielen in meinem Alltag eine sehr große Rolle - nach wie vor (es mangelt mir auch gänzlich an Lebensinhalt, ich empfange ja momentan Sozialhilfe, habe 60.000 EUR Schulden, keinerlei persönlichen Besitz, sitze den ganzen Tag mehr oder minder zu Hause). Alles was ich habe, sind zwischenmenschliche Beziehungen - das wichtigste überhaupt im Leben. Diese müsste ich auf 2/7 reduzieren, da ich 5 Tage in der Woche woanders wäre. Als chronischer Angstpatient ist es doch verständlich, daß man nicht das Risiko einer enormen verschlechterung in Kauf nehmen möchte - eben z.B. dadurch, daß sich das private Umfeld auf die beschrieben Art und Weise ändert.

Und wie überhapt soll es sich darstellen, am WE nach Hause zu fahren? Soll das das BAFöG Amt übernehmen?

Ist es denn nicht verständlich, als psychisch belasteter/verwundeter Mensch lieber Step-by-Step vorgehen zu wollen? Warum versteht der Sachbearbeiter bei der ZVS diesen menschlichen Aspekt nicht?

Ich komme zum Anfang zurück: wann immer mir Ungerechtigkeit begegnet, dann bin ich geneigt, dagegen zu kämpfen.

Leider stelle ich da wohl eine Ausnahme dar - für viele ist Ungerechtigkeit durch tägliche Praxis längst durch Rechtfertigung zu Recht geworden.

Gruß
Patrick

Bitte nicht löschen - viel arbeit!!!
Hallo „Winkel“,

du hast einige Fragen gestellt (F), sowie mehrere Behauptungen (B) aufgestellt, die ich bemüht bin, zu beantworten (A) oder gegenzufragen (GF). Den Zusammenhang entnimmst Du bitte meinem oder Deinenm Ausgangsposting:
_

F: Meinst du damit mein Posting? Wenn ja, frage ich, warum? Weil

ich nicht deiner Meinung bin?

A: Nein, weil Dein Posting vermuten lässt, daß Dir jegliche Sensibilität im Umgang mit Menschen fehlt. Einfühlungsvermögen bezeichnet diejenige Fähigkeit, sich in Empfindungen und Gefühlslagen anderer Menschen hineinzudenken. Diese Eigenschaft scheint Dir, nach dem was Du schreibst, nicht zu eigen!
_

F: Die annahme habe ich nicht, ich fragte warum du meinst, daß du

ein besonderes Recht hast, denen vorgezogen zu werden, die die
Kriterien (mal abgesehen von der Qualität der Kriterien)
erfüllen!

A: Ich hatte erwähnt, daß ich einen Sonderantrag auf besondere Berücksichtigung meiner Studienort-Wahl gestellt hatte. Im Brett „Recht“ bin ich etwas defizieler auf diesen Antrag eingegangen. Es scheint mir nicht nur menschlich betrachtet äußerst fragwürdig, diesen Antrag abzulehnen, darüber hinaus habe ich Zweifel an der Rechtmäßigkeit.
_

B: Das wird doch jeder mal, oder? Aber glaube mir, daß nicht

ausschließlich andere damit beschäftigt sind, dich ungerecht
zu behandeln.

A: Akute Paranoia wäre mir als Diagnose fremd. Ich weiß nicht, ob wir im selben Universum leben, aber ist Dir noch nicht aufgefallen, daß diese Welt ungerecht ist? Daß es mich bevorzugt erwischt, liegt in der Natur der Sache: den Letzten beißen die Hunde!
_

B: Das mag sein, es gibt aber auch mehr Ausbildungsplätze in

diesen Fachrichtungen.

GF: In welchen Fachrichtungen meinst Du, daß es mehr Studienplätze gibt? In den zulassungsfreien oder den zulassungsbeschränkten?
_

F?: Ich projeziere nicht! Läßt mich aber fragen, warum du so

empfindest, als ob ich das bei dir täte!

A: Doch - Du musst projezieren, da Dir, wie oben bereits vermutet, das Einfühlungsvermögen fehlt - oder die Weigerung, andere Standpunkte als den Deinen zu akzeptieren. Wenn ich mich irre, dann könntest Du mir jetzt spontan sagen, wie ich mich fühle. Da ich mir über den Menschen „Winkel“ Gedanken gemacht habe, könnte ich vermuten, wie Du Dich fühlst.
_

F: Welche Schuld sehe ich bei mir?

A: Die Schuld für Deine eigenen Problem - weiter unten widersprichst Du Dir übrigen in diesem Punkt.
_

F: Und warum? Weil alle doof sind, außer du selbst?

A: Nein, aber weil ich an Maßgeschneiderte Gemeinschaftskonzepte - wie sie in der klinischen Psychiatrie gerne einmal angewand werden - nicht glaube. Auch für einen Therapeuten sollte Einfühlungsvermögen die wichtigste Eigenschaft sein.
_

F: Woran sind jetzt die Versicherungen schuld?

A: Die Versicherungen haben nachträglich einen Fehler eingeräumt, die Pflegebedürftigkeit eines totkranken Menschen falsch eingeschätz zu haben. Die Prämie wurde erst post-mortem ausgeschüttet. Dieses Verfahren ist nicht neu - es bestätigt meine Vermutung, daß diese Welt nicht aufgrund von Menschlichkeit, sondern aufgrund von Ungerechtigkeit funktioniert. Das Prinzip der Versicherung könnte sein, daß jede Mark (heuer Euro), die einen Tag länger in Ihrem Besitz verbleibt, zu Ihrem Vermögen beiträgt. Summiert sich die Anzahl der Fälle, summiert sich auch der Gewinn. Auf der Strecke bleiben die Menschen. Ähnliche Verfahren werden auch gerne von anderen Stellen verwendet.
_

F: Sind deine Traumata eine Qualifikation für deinen

Studienplatzwunsch?

A: Nein, aber die Folgen, mit denen ich leben muss. Darüber hinaus würde ich gerne noch einmal die Chance eingeräumt bekommen, mein Abitur zu wiederholen - diesmal wäre mein Ergebnis im vorderen 1ser Bereich.
_

B: Ich weiss nichts von dir, erkenne aber die gleichen

Mechanismen wie bei mir. Aber das widerspricht ja deinem
Anspruch auf Einzigartigkeit, deswegen darf das wahrscheinlich
SO nicht sein.

GF?: Dann verrate mir, worin Du meinst, daß wir uns ähnlich sind. Ich lerne gerne dazu!
_

B: Ich hab nicht gesagt, daß die Ursachen bei mir liegen. Aber

bei mir liegt, wie ich damit umgehe.

A: Weiter oben hast Du Dir in diesem Punkt widersprochen.
_

F:Wer soll denn gerecht zu dir sein? Und warum?

A: Die Welt. Weil ich es verdiene. Und weil die Welt es verdient, menschlich zu sein und behandelt zu werden.
_

F: Diese Gesellschaft? Diese Welt? oder doch nur die ZVS?

A: Bislang habe ich in der Tat die Erfahrung gemacht, daß alle drei nicht besonders gut zu mir gewesen sind. Vielleicht war ich in der Vergangenheit nicht besonders gut zu den ersten beiden. In Zukunft werde ich nicht besonders gut zu der letzteren sein. Mehr dazu später!
_

B: Das hab ich so nie gesagt! Und die Welt will ich auch nicht

verbessern!

A: Solltest Du aber. Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt!
_

B: Nein, du hättest dich auch anders entscheiden können.

A: Hier muss ich wehement widersprechen! Mit 11 Jahren war ich noch nicht einmal im juristischem Sinne Volljährig! Wie hätte ich da bewusst entscheiden können, ob ich Alkohol regelmäßig konsumieren möchte oder nicht? Oder man hätte mir mit 11 das Wahlrecht, die Religionsfreiheit, alle anderen fehlenden Grundrechte sowie den Nobelpreis gegeben. Unter der Prämisse würde ich Dir evtl. zustimmen…
_

B: Das hätte so sein können!

GF: Mit sechs Jahren??? Hallo, Einfühlungsvermögen???
_

F: Also die Lehrer hätten dir trotz fehlender Leistung einsen

geben sollen?

A: Nein, aber Lehrer sind Pädagogen. Ihre Schüler sind Ihnen vor diesem Hintergrung anvertraut. Ich war Ihr „Schutzbefohlener“. Sie hätten mich schützen müssen. Notfalls inen Psychiater einschalten sollen. Ich habe mit 13 während der Schulzeit Alkohol konsumiert. Dies wurde zu einer wilden Geschichte im Kollegium, wie weit es mit dieser Jugend gekommen ist. Genötigt, auch nur einen Finger zu rühren, fühlte sich keiner. Allerdings sind mir drei Fälle bekannt, in denen Lehrer eine sexuelle Beziehung zu Schülerinnen aufgenommen haben. Hier kannte Ihr Engagemant keine Grenzen.
_

F: Das heißt, du willst verhindern, daß es bei 6jährigen zu

fehlentwicklungen kommt! Wie willst du das anstellen?
Rückwirkend auf die Eltern einwirken?

A: Dilarah hatte Dir diesbezüglich eine gute Antwort geliefert: Die Psychologie sollte sich nicht nur in Bezug auf Nachsorge, sondern vor allem in Bezug auf Vorsorge kümmern. Schulpsychologen könnten hier helfen. Wir haben in Deutschland leider nur Pädagogen, einer davon ist dann als Vertrauenslehrer zuständig. Mein Vertrauenslehrer hatte übrigens ein Fistanöllchen mit einer Schülerin - da fehlte mir dann aber komischerweise das Vertrauen…
_

B: Eine Selbsthilfegruppe ist etwas anderes. Keiner der nen

Herzinfarkt hatte, studiert Herzchirurgie, um bei anderen
herzinfarkte zu verhindern!

A: Ach ja? Und wie bewertest Du in dem Zusammenhang z.B. die AA oder - guter Zusammenhang - die Gruppen zur Betreuung von ZVS-Opfern?
_

F:smiley:ie Frage ist, wird es dir helfen?

A: Daß ich der Meinung bin, nicht nur selbstreflektiert zu denken, sondern mich auch um Fremdreflektion bemühe, erwähnte ich bereits. Stichwort: Einfühlungsvermögen…
_

F: Warum wertest du hier deine Motivation ab?

A: Ein bisschen Sarkasmus wird ja wohl noch gestattet sein.
_

F: Und wie ist das bei dir?

A: Hätte ich diesen Mechanismus an mir nicht erkannt und bestmöglich entschärft, dann hätte ich mir diesen Nachsatz gespart. Ich habe lange überlegt, ob ich Ihn überhaupt schreiben soll, ahbe mich aber dafür entschieden. Er sollte Dir im Übrigen hilfreich sein!
_

Ich denke, ich bin relativ wertneutral an Deine Fragen herangegangen. Vielleicht gelingt es Dir ja, hinter der einen oder anderen Bemerkung eine gute Absicht statt einer Ablehnung Deiner Meinung zu sehen.

Gruß
Patrick

Ungerechtigkeit
Moin Patrick

wann immer mir Ungerechtigkeit begegnet, dann bin ich geneigt,
dagegen zu kämpfen.

Na dann schaun wir dochmal, wo es denn hier ungerecht zugeht.

Das ZVS Verfahren finde ich aus verschiedenen Grunden
ungerecht, u.A. daß nicht geprüft wird, ob sich ein Bewerber
auch tatsächlich für den STudienplatz interessiert. D.H.
jedermann kann sich ohne weiteres bewerben, und im Anschluss
mit dem Platz machen, was er möchte: antreten, die Vorteile
des Studentenlebens nutzen, tauschen oder veräußern.

Ich nehme an, dies wurde bei dir genau so wenig geprüft, also sehe ich hier keine Ungerechtigkeit. Zumal dürfte es schwer sein, dies zu prüfen. Wer sagt denn, dass du nicht nur die Vorteile des Studentenlebens nutzen willst ? Erzählen wird sowas wohl kaum jemand.

Die Kriterien für die Vergabe für Studienplätzen sind ebenso
ungerecht - auch nach Deier Vorstellung: denn, wenn Du mir es
zumutest, mich für ein Jahr räumlich und in der Woche von
meiner Freundin zu trennen, dann kann dies doch auch
verheirateten Personen zugemutet werden.

19-jährige Schulabgänger haben gelegentlich auch Freundinnen. Da fragt auch keiner, ob ihnen eine Trennung zugemutet werden kann. Die Ehe ist in diesem Fall ein Kriterium für die „Ernsthaftigkeit“ einer Beziehung. Wenn dies nicht der Fall wäre, was meinst du, wieviele Leute eine Freundin vorschieben würden, um sich einen Studienplatz am Wunschort zu sichern ? Wenn eine Freundin hier ausreichen würde, hättest du wiederum keine besseren Karten, dann kannst du sicher sein, dass alle plötzlich eine Freundin haben.

ABer diese weren

bevorzugt behandelt. Kranken Menschen wird nur auf Vorlage
eines Fachärztlichen Gutachtens der Studienort am Wohnort
bevorzugt gewährt -Schwerbehinderte kregen diesen automatisch.

Wenn du meinst, mit Schwerbehinderten gleichbehandelt werden zu müssen, dann steht es dir jederzeit frei, einen Antrag auf Anerkennung von Schwerbehinderung zu stellen (oder eben ein fachärztliches Gutachten vorzulegen). Viel Spass dabei. Allein ein „fachärztliches Gutachten“ wird dazu jedenfalls nicht ausreichen, oder meinst du tatsächlich, Schwerbehinderte kriegen ihren Ausweis hinterhergeworfen ? Warum du meinst, Schwerbehinderte sollten sich der „Gerechtigkeit wegen“ jetzt nochmal einem ärztlichen Gutachten unterziehen, ist mir völlig schleierhaft.

Will sagen, wenn ein „kranker“ Mensch Umziehen kann, da ja die
medizinische Versorgung überall in Deutschland gleichermaßen
gut ist, warum gilt dies automatisch nicht auch für
Schwerbehinderte.

Ist der schonmal der Gedanke gekommen, dass es auch andere Gründe geben kann als „ärztliche Versorgung“ ? Hast du schonmal versucht, eine Wohnung behindertengerecht herzurichten ? Hast du schonmal erlebt, wie sich Sehbehinderte oder Blinde die selbständige Mobilität in einer Stadt erarbeiten müssen ?

Wenn du glaubst, in deinem alltäglichen Leben ähnlich dauerhaft behindert zu sein, wie ein Scherbehinderter, dann bitte, stell einen Antrag.

Aber: warum kann man dann nicht

auch z.B. einen kranken Menschen bevorzugt behandeln? Z.B.
gegenüber einem kerngesunden, flexiblen und jungem
Schulabgänger?

Kann man ja offensichtlich, nämlich dann, wenn der Kranke entsprechende fachärztliche Atteste vorweisen kann.

(es

mangelt mir auch gänzlich an Lebensinhalt, ich empfange ja
momentan Sozialhilfe, habe 60.000 EUR Schulden, keinerlei
persönlichen Besitz, sitze den ganzen Tag mehr oder minder zu
Hause). Alles was ich habe, sind zwischenmenschliche
Beziehungen - das wichtigste überhaupt im Leben.

Du meinst, wenn du nicht Psychologie studieren kannst, dann ist die einzige Alternative für dich, untätig zu Hause rumzusitzen ? Ok, wenn du meinst…aber dafür kannst du kaum die ZVS verantwortlich machen.

Diese müsste

ich auf 2/7 reduzieren, da ich 5 Tage in der Woche woanders
wäre. Als chronischer Angstpatient ist es doch verständlich,
daß man nicht das Risiko einer enormen verschlechterung in
Kauf nehmen möchte - eben z.B. dadurch, daß sich das private
Umfeld auf die beschrieben Art und Weise ändert.

hm…

Ich finde es auch verständlich, wenn Teenager, die bislang immer bei Mama und Papa gewohnt haben, Angst davor haben, in eine andere Stadt mit erster eigener Wohnnung zu ziehen…

Und wie überhapt soll es sich darstellen, am WE nach Hause zu
fahren? Soll das das BAFöG Amt übernehmen?

Wenn du BAföG erhältest, wirst du dir das Geld davon wohl absparen müssen. Zudem hast du auch als BAföG-Empfänger die Möglichkeit, dir Geld z.B. in den Semesterferien dazuzuverdienen und für solche Extras auf die hohe Kante zu legen.

Ist es denn nicht verständlich, als psychisch
belasteter/verwundeter Mensch lieber Step-by-Step vorgehen zu
wollen? Warum versteht der Sachbearbeiter bei der ZVS diesen
menschlichen Aspekt nicht?

Die Frage ist nicht, ob er das versteht, die Frage ist, ob das ausreicht, um gegenüber anderen Bewerbern um Studienplätze bevorzugt zu werden.

Ich komme zum Anfang zurück: wann immer mir Ungerechtigkeit
begegnet, dann bin ich geneigt, dagegen zu kämpfen.

Du kämpfst meiner bescheidenen Meinung nach nicht gegen Ungerechtigkeit, die kämpfst für eine Bevorzugung.

Gruss
Marion

7 „Gefällt mir“

Hi Patrick,

vielleicht druckst du dir einfach diese und die beiden Bezugspostings aus und nimmst sie mit zu deinem Therapeuten und diskutierst mal mit ihm darüber.

gruss
winkel

Hallo Patrick,

Das ZVS Verfahren finde ich aus verschiedenen Grunden
ungerecht, u.A. daß nicht geprüft wird, ob sich ein Bewerber
auch tatsächlich für den STudienplatz interessiert. D.H.
jedermann kann sich ohne weiteres bewerben, und im Anschluss
mit dem Platz machen, was er möchte: antreten, die Vorteile
des Studentenlebens nutzen, tauschen oder veräußern.

Muss man auf dem Formular nicht unterschreiben, dass man selber studieren will und Verbot auf Handel ?

Die Kriterien für die Vergabe für Studienplätzen sind ebenso
ungerecht

s. Kommentar von pendragon

Warum ich nicht nach Gießen gehen werde? Ganz einfach: ich war
u.a. wegen Angst und Panik in Behandlung. Diese Symptome
spielen in meinem Alltag eine sehr große Rolle - nach wie vor

Reicht das nicht für eeinen Anerkennung als Behinderung ? Hast Du nachgefragt (Widerspruchsbescheid etc.), ob Du mit Schwerbehinderten gleichgestellt bist oder warum nicht ?

Alle nachfolgenden Bemerkungen unter dem Vorbehalt, dass deine Angst-/Panikgeschichte halbwegs austherapiert bzw. im Griff ist.

(es mangelt mir auch gänzlich an Lebensinhalt, ich empfange ja
momentan Sozialhilfe, habe 60.000 EUR Schulden, keinerlei
persönlichen Besitz, sitze den ganzen Tag mehr oder minder zu
Hause).

Warum nimmst Du nicht ‚Studium in Giessen‘ als eine neue Herausforderung ? Ist es nicht ein Ziel, sich durchzubeissen, seine Reserven auszuloten, wa man noch zusetzen kann ? Der Sprung ins kalte Wasser kann hilfreicher sein als das langsame endloseins Wasser vortasten mit den Zehenspitzen.
Vielleicht eine Entscheidung, vor welcher ich vor kurzem stand:
Vorstellungsgespräch in 600 km Entfernung, Reise per Bahn geplant, Hochwasser kam, nix ging mehr, Anruf: ‚Nein, kann keinesfalls verschoben werden‘, Flieger klappte nicht,
Was tun, sprach Lenin. Auto mieten ? Ich hab zwar seit 10 Jahren Führerschein, aber seit 8 ! jahren keinen km gefahren !!! Wie hätten sie entschieden ? Ich hab es gemacht.

Alles was ich habe, sind zwischenmenschliche
Beziehungen - das wichtigste überhaupt im Leben. Diese müsste
ich auf 2/7 reduzieren, da ich 5 Tage in der Woche woanders
wäre.

oooh, eine Tüte Mitleid für den Herren (SCNR)

Als chronischer Angstpatient ist es doch verständlich,
daß man nicht das Risiko einer enormen verschlechterung in
Kauf nehmen möchte - eben z.B. dadurch, daß sich das private
Umfeld auf die beschrieben Art und Weise ändert.

Und wie überhapt soll es sich darstellen, am WE nach Hause zu
fahren? Soll das das BAFöG Amt übernehmen?

Und wie soll dies mal im Arbeitsleben aussehen ? Wer glaubst Du nimmt Dich ernst, wenn Du immer und überall ne Extrawurst brauchst ?

Noch ein Tip: auch die Psychologie hat Berührungspunkte mit anderen Fächern. Ich denke dabei an Mathematik, Soziologie … warum setzt Du dich nicht schon mal in solche Vorlesungen, anstatt zu hause rumzusitzen ?

wann immer mir Ungerechtigkeit begegnet, dann bin ich geneigt,
dagegen zu kämpfen.

s. Kommentar von pendragon

Leider stelle ich da wohl eine Ausnahme dar - für viele ist
Ungerechtigkeit durch tägliche Praxis längst durch
Rechtfertigung zu Recht geworden.

Wie sagt eine Bürgerrechtlerin aus der Ex-DDR:
Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat.
Anders ausgedrückt: Der Rechtsstaat sorgt für Verfahrengerechtigkeit und nicht für Einzelfallgerechtigkeit.

Fall deine Angst/Panik nicht austherapiert ist bzw. Du die nicht im Griff hast, bist Du halt EU! Da bist Du nicht der erste.

Tschuess Marco.

PS: Ich kenne eine Person mit Angststörung. Sie hat allerdings auch EU-Rente.

Hallo „Winkel“,

was soll das bringen - mein Urteil über Dich muss ich mir nicht auch noch von therapeutischer Seite bestätigen lassen…

Gruß
Patrick

Hi Patrick,

es soll dabei nicht um mich gehen, sondern darum, wie du dich siehst:

  • Ich bin der letzte der gebissen wird.
  • Die Welt ist ungerecht
  • Die Gesellschaft ist ungerecht.
  • Ich werde besonders ungerecht behandelt.
  • alle sind schuld, daß
  • ich kann nichts dafür, daß es mir schlecht geht
  • Ich bin einzigartig
  • mein Problem ist was ganz besonderes
    etc.

Glaube mir, das sind hübsche Ansätze für deinen Therapeuten.
Dieses „Keiner hat mich gern und keiner hat mich lieb. Warum immer ich?“ Das kenn ich zur genüge und bin gottseidank ein Stück weit bereits davon abgerückt.

gruss
winkel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Hallo,

ich will keine Extrawurst und auch keine Rente. Ich will einen Studienplatz irgendwo in NRW - auch wenn ich täglich 2 Stunden hin und zwei Stunden zurück muss (meinetwegen) - aber ich bin nicht bereit, umzuziehen.

Das paradoxe an Deinem Vorschlag ist, daß Du auf der einen Seite bereit bist, mir EU-Rente zu gewähren, auf der anderen allerdings nicht anerkennen magst, daß ich evtl. aufgrund individueller Härtefallkriterien dann doch wohnortnah studieren müsste.

Das sieht der Staat ja leider genau so - und das ärgert mich. Wenn die Motivation der einzelnen, die widriger Umstände zum Trotze dennoch etwas machen möchten, von Gesetzen und Bürokratie unterminiert wird, wie soll dann noch etwas aus Deutschland werden (im Moment ist ja nicht so dolle, wird erstmal auch nicht besser werden)?

Ach ja, hätte ich im Übrigen keinen Studienplatz bekommen, könnte ich jetzt aufgrund eines Verstoßes gegen das Landesrecht zur Ausschöpfung der Kapazitäten von Hochschulen einen Platz einklagen - d.h. konkret, wer einen Anwalt hat und keinen ZVS Platz bekommen hat, der hat die Möglichkeit, an seiner Wunschuni zu studieren. Wer einen Studienplatz zugewiesen bekommt, ist diesen Leuten gegenüber benachteiligt. Ein Schelm wäre, wer denkt: die Universitäten wissen dies und halten im Vorfeld bereits 50% der Studinplätze zurück, da diese für alle Klagewiliigen benötigt werden. Wer Klagt, kriegt im Zuge eines Vergleiches den Studienplatz zugesprochen, die Klage muss er fallen lassen. Denn rechtlich überprüft möchte dann doch keine Universität die Ausnutzung Ihrer Kapazität wissen. Wäre ich ein böser Mensch, könnte ich ja jetzt sagen: hey - evtl habe ich ja aufgrund dieser Praxis keinen Studienplatz bekommen.

Aber nein - warum hinterfragen, wenn man auch akzeptieren kann, hauptsache, es bewegt sich nichts - und die Extrawurst scheint ja dann doch das Plausiebelste…

Gruß
Patrick

Hallo,

na da gratuliere ich Dir aber, daß Du weiter bist.

Das erklärt dann natürlich auch, daß Du selber nie Fragen hast, nur für alles schon eine Antwort parat.

Auf die geniale Idee, daß Leute hier in erster Linie nur Ihre Probleme, nicht aber Ihre Freuden mitteilen möchten, bist Du wohlmöglich nicht gekommen?

Was ist mit Dir?

Stichwort: Einfühlungsvermögen?

Im Brett „Recht“ schreibst Du allen ernstes einer Frau mit 800 EUR Nettoeinkommen für sich selber und zwei Kinder in der Pubertät auf Ihre Frage, ob sie Ihrem Mann gegenüber Unterhaltsverpflichtet sei:

„Was hältst du von dem Spruch: Gleiches Recht für Alle? oder ist Mann grundsätzlich nur zu Zahlungen verpflichtet?“

Hohn und spott hast Du für jemanden, der offensichtlich zu unrecht vom ehemaligen Lebenspartner verklagt wird und finanziell nicht im Stande ist, sich anwaltlichen Rat beizuholen.

Ist dies hier - auf potentiell als schwach erspähte Opfer eine Meinung kontraproduktiv aufzubauen - eine Art Masche von Dir?

Schaffst Du Dir so die Illusion, daß daß Deine Meinung etwas zählt, daß Du Starke besitzt?

Tut mir leid, aber ich nutze dieses Forum, um Probleme zu diskutieren oder auch um Anregungen als Lösungsansatz zu liefern.

Dazu ist das Forum da.

Ich kann Dir aber auch die vielen schönen und positiven Dinge aus meinem Leben erzählen: ich lebe mit einer aufregenden Frau zusammen, die ich von ganzem Herzen liebe und die mich wieder liebt. Wir kennen uns seit über einem Jahr, aber wenn ich sie asehe, löst sie immer noch in mir Verlangen aus.

Wir haben zwei wunderbare Katzen, welche uns die Freude gemacht haben, Junge zu bekommen. Ich war Hebamme bei der Geburt der kleinen Kätzchen, habe Fruchtblase und Nabelschnuren versorgt - das schönste Erlebnis des vergangenen Jahres.

Ich habe kreative Fähigkeiten - ich male, modelliere und schreibe, und ich habe diese Fähigkeiten auch im letzten Jahr weiter trainiert.

Ich habe gute Freunde, welche áuf meinen Rat zählen und welche auch mir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Aber das möchtest Du sicherlich nicht hören - Du brauchst einen Ansatzpunkt zur Kritik. Falls es Dir noch nicht aufgefallen ist: diese Welt ist ungerecht! Und das Problem mit der ZVS ist ein reelles Problem, welches auch vielen Experten ein Dorn im Auge ist. So wie ich fühlen in diesen Tagen viele tausende - teilweise auch junge - Menschen in Deutschland. Das ist nicht förderlich, die Probleme dieses Landes zu lösen. Und Deine Haltung im übrigen auch nicht.

Die ist bloß "kontra"produktiv.

Gruß
Patrick

Hallo Patrick,

Was mir bleibt, ist Biertrinken und das ganze, verfluchte
System zum Teufel wünschen.

und das nach einer Alkoholkarriere, wie Du weiter unten schreibst?

sich fragend
HylTox

Hallo Oliver,

zunächst danke für den Verweis auf die Literaturliste, welche mir sicherlich sehr nützlich sein wird.

Ich habe gerade die Bibliothek meiner Freundin zur Verfügung, welche eine Ausbildung zur Ergotherapeutin macht - wo dann auch sehr viel interessantes dabei ist.

Was die Schulpsychologie anbelangt, so ist diese im Übrigen gar nicht so schlecht - es wird schon einiges Fachrelevantes vermittelt (natürlich nur im Überblick).

Zum Thema expirementelle Psychologie wurde ein Halbjahr das „Migram-Experiment“ besprochen.

Im Anschluss folgte das Thema Intelligenz, mit den verschiedenen Modellen von Thurstone, Eysenck u.a. Diskutiert wurde in dem Zusammenhang die Zwillingsforschung (Anlage-Umwelt) sowie das Verfahren zum Erstellen Berrechnen von Korrelationskoeffizienten transparent gemacht.

Dann kam „Lernen“ - wieder anhand von Lernmodellen - klassische Konditionierung etc. Im Anschluss das Thema „Angst“ - incl. Entstehung sowie ersten Therapieformen (Desensibilisierung etc.) und das Entwickeln eines eigenen Angstmodells sowie eines Angsttests.

Typisierungen wie Psychopathen etc. wurden erleutert, Kriminalpsychologie wurde angesprochen, der Fall „Kenneth Bianci“ wurde diskutiert.

Ansonsten noch viele weitere Forschungen (Tierverhalten), dann natürlich (1 ganzes Halbjahr) Freud, seine „Hysterie“ und der Durchbruch mit Hypnose.

Eigentlich schon ganz schön - aber daß ich mich heute (nach über 10 Jahren) noch immer daran erinnern kann (ich habe z.B. nicht den leisesten Schimmer, was ich paralell dazu im Chemie Leistungskurs durchgenommen habe) ist für mich das deutlichste Signal, daß die Fachrichtung interessant ist.

Nur an meinem Englisch muss ich noch feilen…

Gruß
Patrick

hi patrick,

wie geht´s dir eigentlich dabei, wenn du mich hier so beschimpfst und verunglimpfst?

gruss
winkel

MOD
Lieber Patrick, lieber Winkel,

es wäre nett, wenn ihr euch ein wenig mäßigen würdet. Ich schlage vor, dass dieser Thread nur noch in einem angemessenen Ton fortgeführt wird. Ansonsten muss ich mir überlegen, ob nicht eine Löschung angemessen wäre.

Herzliche Grüße

Thomas Miller (MOD)

völlig ‚unpsychologischer‘ Rat :wink:
Hallo Patrick,

leider gibt ja Deine ViKa nicht allzuviel her, so daß ich mich hier nur auf Dein Posting hier beziehen kann. Ich muß auch gestehen, daß ich nun nicht alle Antworten gelesen habe, und darum vielleicht schonmal jemand das gleiche geschrieben hat :wink:
Ich hatte zu Schulzeiten ne Freundin, die nichts lieber werden wollte als Chirurgin. Nur - sie war von ihren Schulleistungen her nicht soo gut, daß sie den strengen Numerus Clausus erfüllt hätte. Sie hat dann nach dem Abi ne Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht, was sie aber nicht soo prickelnd fand. Danach (und währenddessen *g*) hat sie sich immer wieder beworben, aber es hat nie gereicht. Daraufhin hat sie dann in Prag angefangen zu studieren und dann irgendwann mal (inzwischen ist unser Kontakt leider ziemlich eingeschlafen) nach Deutschland gewechselt. Ich weiß ja nun nicht, ob das vielleicht auch für Dich ne Lösung wäre? Denn Du schreibst ja, daß Du den Studienplatz an Deinem Wohnort möchtest - vielleicht würde Dir ein Studienplatz woanders mit anschließendem Studienplatztausch helfen?

Was mir bleibt, ist Biertrinken und das ganze, verfluchte
System zum Teufel wünschen.

Ähm - meinste, daß Dir das bei der Erfüllung Deines Berufswunsches wirklich weiterhilft?

Liebe Grüße und alles Gute!

Petzi

Hi MOD,

Ich hab diese Posts nochmal gelesen.

Ich denke ich habe einen angemessenen Ton angeschlagen.

Zuletzt hab ich mich sogar absichtlich nur noch kurz gefaßt.

Meine Vorschläge die Posts dem Therapeuten zu zeigen, bzw. die Frage „wie es ihm dabei geht“ sind von mir durchaus ernstgemeinte Ratschläge und keine persönlichen Angriffe.

Falls das aber als Angriffe an Patrick verstanden sein sollte, bitte ich um Entschuldigung, es war durchaus ernst gemeint!
(Vielleicht könnte diese Ratschläge ja mal ein „echter“ Esperte kommentieren in Bezug auf ihre Tauglichkeit)

gruss
winkel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Winkel,

so ganz Unrecht hast du nicht, ich wollte allerdings vor allem darauf hinweisen, dass Patrick (der ja fragte) deine Vorschläge als Verletzungen empfindet. Ich wollte sozusagen die Eskalation im Vorfeld abblocken, weil ich meinte, dass weiteres Insistieren nur dazu führt, dass die Sache außer Kontrolle gerät.

Herzliche Grüße

Thomas Miller (MOD)

An MOD:T.Miller & Winkel (vorsicht: sehr lang)
Hallo Thomas Miller (MOD),

och, bis etwas - auch bei mir selber gefühlsmäßig - eskaliert braucht es schon etwas mehr, als eine „andere Meinung“/„Weltanschauung“.

Ich gebe zu, daß in den ersten Postings bzgl. der ZVS etc. meine eigene Verzweiflung und auch mein alkoholisierter Zustand eine nicht ganz so objektive Äußerung zuließen.

Nicht so ganz verständlich fand ich, warum „Winkel“ da, auf meinen Post „bitte nicht löschen - viel arbeit“ mit der Empfehlung daher kam, das ganze meinem Psychologen zu zeigen.

Ich habe mir den Thread noch einmal durchgelesen und kann nichts entdecken, was auf ein „gestörtes Verhalten“ in der Wahrnehmung hindeutet. Ergo - da der Schuh, den „Winkel“ mir anziehen wollte, nicht passt - bin ich weder verletzt oder beleidigt; dies wäre nur der Fall, wenn ich offenkundig ein Problem schildern würde und dafür dann Spott und Hohn sowie „verletzende“ Äußerungen ernten würde (so wie z.B. die Alleinerziehende unterhaltspflichtige Frau im Brett „Recht“).

Kritisiert hatte Winkel ja auch anfangs nicht mich, sondern vielmehr die Posterinnen, welche bedingt Zuspruch für meine Lage hatten - und mir netterweise Ihren Trost zusprechen wollten.

Persönlich sehe ich das Problem im Übrigen als ein ganz gravierendes in unserer Gesellschaft an - ebenso wie viele führende Fachleute. Daß mich dies nun zum wiederholten Male persönlich betrifft, ärgert mich um so mehr.

Das hat aber nichts mit Verfolgungswahn zu tun - es ist eher ganz natürlich.

Noch ein Fall aus der Praxis: Ich hatte mich bemüht, über ein halbes Jahr lang Sozialhilfe zu empfangen und auch wieder krankenversichert zu werden. Ein halbes Jahr hat sich da Sozialamt geweigert. Da ich zu diesem Zeitpunkt gerade aus der Klinik entlassen worden bin, war ich natürlich nicht so ganz gefestigt, so daß ich dagegen selber nur (ganz schwer) ankommen konnte. Ich habe versucht, juristischen Beistand zu erhalten - da ich mich dennoch nicht nur im menschlich verpflichtenden Sinne, sondern auch im gesellschaftlich juristischem Sinne im Recht wähnte. Dem Antrag auf Prozesskostenbeihilfe beim Amtsgericht wurde nicht entsprochen, da das Amstgericht Klagen gegen Institutionen des öffentlichen Rechts nicht stattzugeben hat. Wenn ich z.B. diesen simplen Zusammenhang als ungerecht empfinde, denke ich, bin ich mit meiner Wahrnehmung nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt. Ich habe mich in der Folge selber durchgebissen, und habe dem zuständigem Sachbearbeiter eine selbst ausgearbeitete Klage präsentiert - woraufhin der Fall noch einmal geprüft worden ist und diesmla wurde aufgrund eines früheren Fehlers in der Einschätzung dem Antrag anstandslos entsprochen. Wäre ich dazu nicht im Stande gewesen, wäre ich auf der Straße gelandet - kein Einkommen, keine Wohnung.

Aber nur weil mir dies geglückt ist, heißt dies ja nicht, daß es noch schwächeren als mir auch glückt - diese Menschen müssen dann „auf der Strasse“ landen.

Hinter dem Gedanken der Sozialbehörde, lieber einmal pauschal Fälle abzulehnen, wo es möglich scheint, steht sicherlich eine „ehrenwerte“ Absicht - denn es gibt bestimmt auch viele Fälle von Sozialhilfebetrug. Aber anstelle gegen diese Fälle vermehrt vorzugehen, wird versucht, Ausgaben einzusparen. Dies trifft dann in erster Linie sowieso schon benachteiligte.

Dieser Mechanismus, welcher sich in den Sozialbehörden etabliert hat, ist aber beispielhaft für die gesamte Bundesrepublik.

Z.B. die ZVS. Hier ist es mittlerweile Usus, daß sich abgelehnte Studente per Antrag beim zuständigem Verwaltungsgericht durch Klageandrohung der jeweiligen Wunsch-Universität doch noch einen Studienplatz sichern (vgl. http://www.asta.uni-hamburg.de/service/klage.html ).

Man Stellt pauschal Klage gegen die Universität und behauptet, die Universität hätte die Kapazität in der jeweiligen Fachrichtung nicht ausgeschöpft (welche das Landesrecht regelt). Wird dem Antrag stattgegeben hat man einen vorläufigen Studienplatz. Da die Universität kein Interesse daran hat, daß die Kapazitätenausnutzung tatsächlich überprüft wird, bietet sie in diesem Verfahren den Klägern einen Studienplatz an bzw. verlost unter Ihnen weitere Studienplätze. Der Kläger zieht die Klage zurück und trägt die Gebühren (EUR 44,50) und hat einen Studienplatz bekommen.

Bösartige Menschen können nun behaupten, daß da diese Klagen ja auf jeden Fall abgewendet werden müssen (welche Universität kann sich schon die Feststellung eines Verstoßes gegen Landesrecht leisten), die Universitäten aus eben jenen Verfahrensgründen nun bereits im Vorfeld Studienplätze zur Klägerberuhigung zurückhalten (müssen). Vielleicht ist es dadurch zu erklären, daß Universitäten wie Köln oder Düsseldorf bei einem Bewerberaufkommen von ca. 500 Studienwilligen nur ca. 70 Plätze anbieten, Universitäten wie Gießen etc. mit keinem Bewerberüberschuss aber annähernd die doppelte Kapazität von vorne herein zur Verfügung stellen (hier klagt ja auch niemand).

Dies ist ein ganz normaler Mißstand, welcher diskutiert werden muß und wo man Mittel und Lösungen finden sollte, damit er abgestellt wird. Daß ich persönlich betroffen bin, ärgert mich - wie ich finde: zu Recht, da auch meine ganze Zukunftsplanung in Frage gestellt wird.

Das Klageverfahren werde ich natürlich auch versuchen, allerdings sind hier meine Aussichten, etwas zu werden, nicht so groß, da ich ja bereits einen Studienplatz erhalten habe. Bei jemanden ohne zugeteilten Studienplatz sind die Chancen aber - wie gesagt - sehr gut. D.H. daß u.U. in diesem Jahr ein Kläger mit NC von 4,00 einen Studienplatz erhält, jemand, welcher mit z.B. NC 1,7 gerade die Grenze verfehlt hat, warten muss. Wie auch immer man über das NC-Verfahren denkt, hier zeigt sich, daß es noch nicht einmal konsequent die Vergabe von Studienplätzen im vorgeschriebene Rahmen regelt.

Diese Mißstände aufzuzeigen ist mein persönlich erklärtes Ziel in den nächsten Tagen - ein offener Brief an die 10 wichtigsten Presse- und Rundfunkanstalten ist da ein guter Ansatz, den ich verfolgen werde.

Mit einem „gestörtem“ Bewusstsein hat dies allerdings weniger zu tun - einzig der persönliche Umgang, den ich im Zusammenhang mit solchen als „ungerecht“ erlebten Dingen habe, macht mir zugegebener Maßen Schwierigkeiten.

Aus diesem Grund hatte ich hier ursprünglich Gepostet - nach dem Motto: lass Deinen Ärger mal raus. Man sollt jetzt untersuchen, ob mein Ärger gerechtfertigt ist. Da ich meine daß schon, sehe ich keine Notwendigkeit, dies psychologisch abklären zu lassen.

Dies Motivierte mich auch dazu, „Winkel“ in seiner Einstellung zu kritisieren, da er m.E. nach nicht ausreichend die Zusammenhänge meines Problems erfasst hat und es Ihm nicht gelungen ist, zwischen den beiden Problemen

  1. ist der Ärger gerechtfertigt?
  2. ist der Umgang mit diesem Ärger vernünftig?

differenzieren konnte. Da in Punkt 2 mit Sicherheit fehlleistungen meinerseits auftreten und aufgetreten sind, dann kann ich sogar seine Ablehnung diesbezüglich verstehen. Aber auch nur diesbezüglich - nicht eben in der Sache.

Und das „ärgert“ mich… :wink:

Falls ich dadurch unsachlich oder beleidigend geworden sein sollte (auch wenn nur auf subtile Art & Weise), so tut mir das natürlich leid und ich entschuldige mich bei Dir, Winkel, und auch bei den Moderatoren. Persönlich fühle ich mich jedoch durch Winkel weniger angegriffen, als mißverstanden.

Gruß
Patrick