Bitte nicht löschen - viel arbeit!!!
Hallo „Winkel“,
du hast einige Fragen gestellt (F), sowie mehrere Behauptungen (B) aufgestellt, die ich bemüht bin, zu beantworten (A) oder gegenzufragen (GF). Den Zusammenhang entnimmst Du bitte meinem oder Deinenm Ausgangsposting:
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F: Meinst du damit mein Posting? Wenn ja, frage ich, warum? Weil
ich nicht deiner Meinung bin?
A: Nein, weil Dein Posting vermuten lässt, daß Dir jegliche Sensibilität im Umgang mit Menschen fehlt. Einfühlungsvermögen bezeichnet diejenige Fähigkeit, sich in Empfindungen und Gefühlslagen anderer Menschen hineinzudenken. Diese Eigenschaft scheint Dir, nach dem was Du schreibst, nicht zu eigen!
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F: Die annahme habe ich nicht, ich fragte warum du meinst, daß du
ein besonderes Recht hast, denen vorgezogen zu werden, die die
Kriterien (mal abgesehen von der Qualität der Kriterien)
erfüllen!
A: Ich hatte erwähnt, daß ich einen Sonderantrag auf besondere Berücksichtigung meiner Studienort-Wahl gestellt hatte. Im Brett „Recht“ bin ich etwas defizieler auf diesen Antrag eingegangen. Es scheint mir nicht nur menschlich betrachtet äußerst fragwürdig, diesen Antrag abzulehnen, darüber hinaus habe ich Zweifel an der Rechtmäßigkeit.
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B: Das wird doch jeder mal, oder? Aber glaube mir, daß nicht
ausschließlich andere damit beschäftigt sind, dich ungerecht
zu behandeln.
A: Akute Paranoia wäre mir als Diagnose fremd. Ich weiß nicht, ob wir im selben Universum leben, aber ist Dir noch nicht aufgefallen, daß diese Welt ungerecht ist? Daß es mich bevorzugt erwischt, liegt in der Natur der Sache: den Letzten beißen die Hunde!
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B: Das mag sein, es gibt aber auch mehr Ausbildungsplätze in
diesen Fachrichtungen.
GF: In welchen Fachrichtungen meinst Du, daß es mehr Studienplätze gibt? In den zulassungsfreien oder den zulassungsbeschränkten?
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F?: Ich projeziere nicht! Läßt mich aber fragen, warum du so
empfindest, als ob ich das bei dir täte!
A: Doch - Du musst projezieren, da Dir, wie oben bereits vermutet, das Einfühlungsvermögen fehlt - oder die Weigerung, andere Standpunkte als den Deinen zu akzeptieren. Wenn ich mich irre, dann könntest Du mir jetzt spontan sagen, wie ich mich fühle. Da ich mir über den Menschen „Winkel“ Gedanken gemacht habe, könnte ich vermuten, wie Du Dich fühlst.
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F: Welche Schuld sehe ich bei mir?
A: Die Schuld für Deine eigenen Problem - weiter unten widersprichst Du Dir übrigen in diesem Punkt.
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F: Und warum? Weil alle doof sind, außer du selbst?
A: Nein, aber weil ich an Maßgeschneiderte Gemeinschaftskonzepte - wie sie in der klinischen Psychiatrie gerne einmal angewand werden - nicht glaube. Auch für einen Therapeuten sollte Einfühlungsvermögen die wichtigste Eigenschaft sein.
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F: Woran sind jetzt die Versicherungen schuld?
A: Die Versicherungen haben nachträglich einen Fehler eingeräumt, die Pflegebedürftigkeit eines totkranken Menschen falsch eingeschätz zu haben. Die Prämie wurde erst post-mortem ausgeschüttet. Dieses Verfahren ist nicht neu - es bestätigt meine Vermutung, daß diese Welt nicht aufgrund von Menschlichkeit, sondern aufgrund von Ungerechtigkeit funktioniert. Das Prinzip der Versicherung könnte sein, daß jede Mark (heuer Euro), die einen Tag länger in Ihrem Besitz verbleibt, zu Ihrem Vermögen beiträgt. Summiert sich die Anzahl der Fälle, summiert sich auch der Gewinn. Auf der Strecke bleiben die Menschen. Ähnliche Verfahren werden auch gerne von anderen Stellen verwendet.
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F: Sind deine Traumata eine Qualifikation für deinen
Studienplatzwunsch?
A: Nein, aber die Folgen, mit denen ich leben muss. Darüber hinaus würde ich gerne noch einmal die Chance eingeräumt bekommen, mein Abitur zu wiederholen - diesmal wäre mein Ergebnis im vorderen 1ser Bereich.
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B: Ich weiss nichts von dir, erkenne aber die gleichen
Mechanismen wie bei mir. Aber das widerspricht ja deinem
Anspruch auf Einzigartigkeit, deswegen darf das wahrscheinlich
SO nicht sein.
GF?: Dann verrate mir, worin Du meinst, daß wir uns ähnlich sind. Ich lerne gerne dazu!
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B: Ich hab nicht gesagt, daß die Ursachen bei mir liegen. Aber
bei mir liegt, wie ich damit umgehe.
A: Weiter oben hast Du Dir in diesem Punkt widersprochen.
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F:Wer soll denn gerecht zu dir sein? Und warum?
A: Die Welt. Weil ich es verdiene. Und weil die Welt es verdient, menschlich zu sein und behandelt zu werden.
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F: Diese Gesellschaft? Diese Welt? oder doch nur die ZVS?
A: Bislang habe ich in der Tat die Erfahrung gemacht, daß alle drei nicht besonders gut zu mir gewesen sind. Vielleicht war ich in der Vergangenheit nicht besonders gut zu den ersten beiden. In Zukunft werde ich nicht besonders gut zu der letzteren sein. Mehr dazu später!
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B: Das hab ich so nie gesagt! Und die Welt will ich auch nicht
verbessern!
A: Solltest Du aber. Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt!
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B: Nein, du hättest dich auch anders entscheiden können.
A: Hier muss ich wehement widersprechen! Mit 11 Jahren war ich noch nicht einmal im juristischem Sinne Volljährig! Wie hätte ich da bewusst entscheiden können, ob ich Alkohol regelmäßig konsumieren möchte oder nicht? Oder man hätte mir mit 11 das Wahlrecht, die Religionsfreiheit, alle anderen fehlenden Grundrechte sowie den Nobelpreis gegeben. Unter der Prämisse würde ich Dir evtl. zustimmen…
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B: Das hätte so sein können!
GF: Mit sechs Jahren??? Hallo, Einfühlungsvermögen???
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F: Also die Lehrer hätten dir trotz fehlender Leistung einsen
geben sollen?
A: Nein, aber Lehrer sind Pädagogen. Ihre Schüler sind Ihnen vor diesem Hintergrung anvertraut. Ich war Ihr „Schutzbefohlener“. Sie hätten mich schützen müssen. Notfalls inen Psychiater einschalten sollen. Ich habe mit 13 während der Schulzeit Alkohol konsumiert. Dies wurde zu einer wilden Geschichte im Kollegium, wie weit es mit dieser Jugend gekommen ist. Genötigt, auch nur einen Finger zu rühren, fühlte sich keiner. Allerdings sind mir drei Fälle bekannt, in denen Lehrer eine sexuelle Beziehung zu Schülerinnen aufgenommen haben. Hier kannte Ihr Engagemant keine Grenzen.
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F: Das heißt, du willst verhindern, daß es bei 6jährigen zu
fehlentwicklungen kommt! Wie willst du das anstellen?
Rückwirkend auf die Eltern einwirken?
A: Dilarah hatte Dir diesbezüglich eine gute Antwort geliefert: Die Psychologie sollte sich nicht nur in Bezug auf Nachsorge, sondern vor allem in Bezug auf Vorsorge kümmern. Schulpsychologen könnten hier helfen. Wir haben in Deutschland leider nur Pädagogen, einer davon ist dann als Vertrauenslehrer zuständig. Mein Vertrauenslehrer hatte übrigens ein Fistanöllchen mit einer Schülerin - da fehlte mir dann aber komischerweise das Vertrauen…
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B: Eine Selbsthilfegruppe ist etwas anderes. Keiner der nen
Herzinfarkt hatte, studiert Herzchirurgie, um bei anderen
herzinfarkte zu verhindern!
A: Ach ja? Und wie bewertest Du in dem Zusammenhang z.B. die AA oder - guter Zusammenhang - die Gruppen zur Betreuung von ZVS-Opfern?
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F:smiley:ie Frage ist, wird es dir helfen?
A: Daß ich der Meinung bin, nicht nur selbstreflektiert zu denken, sondern mich auch um Fremdreflektion bemühe, erwähnte ich bereits. Stichwort: Einfühlungsvermögen…
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F: Warum wertest du hier deine Motivation ab?
A: Ein bisschen Sarkasmus wird ja wohl noch gestattet sein.
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F: Und wie ist das bei dir?
A: Hätte ich diesen Mechanismus an mir nicht erkannt und bestmöglich entschärft, dann hätte ich mir diesen Nachsatz gespart. Ich habe lange überlegt, ob ich Ihn überhaupt schreiben soll, ahbe mich aber dafür entschieden. Er sollte Dir im Übrigen hilfreich sein!
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Ich denke, ich bin relativ wertneutral an Deine Fragen herangegangen. Vielleicht gelingt es Dir ja, hinter der einen oder anderen Bemerkung eine gute Absicht statt einer Ablehnung Deiner Meinung zu sehen.
Gruß
Patrick