Körperl. Schwäche/Nachtschweiß o. Diagnose?!?

Hi!

Vorrab: ich bin in dem Gebiet kein Profi und ev. wird man mich korrigieren *g*, aber ich versuchs mal, zumindestens grob.

DEN Universaltest gibt es nicht, sonst wäre es ja zu einfach :wink:

Es gibt zwar einige halbwegs „globale“ Untersuchungen, aber die helfen einem nicht wirklich weiter, weil sie nur als Hinweis dienen und keinen Beweis darstellen.
Das einfachste Beispiel ist die Blutuntersuchung:
neutrophile Granulozyten deuten auf einen bakteriellen Infekt
eosinophile Granulozyten deuten auf Parasiten, allergische oder autoimmunge Geschehen
Lymphozyten deuten auf Virusinfektionen.

Eine weitere „globale“ Möglichkeit ist die mikroskopische Untersuchung:
darin kann man einige Erreger erkennen, wie z.b. Malaria im Blutausstrich oder intrazelluläre Diplokokken (z.b. Gonokokken - „Tripper“).
Diese Methode ist aber auch limitiert, da man nicht alle Erreger sehen kann bzw. diese erst nach speziellen Färbungen oder Vorbehandlungen - da muß man meist schon wissen, wonach man sucht.

Bei einem unbestimmten Infekt legt man auch Kulturen an und schaut, was da so wächst. Dazu verwendet man verschiedene Kulturmedien, um die meisten Erreger so nachweisen zu können. Ist etwas gewachsen, so guckt man mittels bestimmter Nachweisverfahren, was es denn ist. Das eignet sich aber eher für Bakterien und Pilze. Viren lassen sich so z.b. schlecht nachweisen, bzw. es ist sehr aufwendig und schwierig.

Es gibt noch weitere Verfahren, die als „hinweis“ nützlich sind, aber wenn man durch die Symptome schon Hinweise genug hat und sei es auch auf mehrere Erreger, dann macht man eher die wenigen spezifischen Tests, die dann auch als Beweis dienen. Welche man nimmt, bestimmt sich aus den Symptomen des Patienten und auf welche möglichen Erreger das hindeuten kann. Und nach diesen sucht man dann, meist indem man die Antikörper bestimmt.
Und es hilft schon ungemein, wenn man nur aus einer Liste von möglichen Erregern suchen muß, anstatt nach allen :wink:

Da die einzelnen Erreger so unterschiedlich sind, gibt es eben keinen globalen Nachweis, da jeder Erreger, bis er denn nachgewiesen werden kann, erst mal auf spezielle Art und Weise „vorbehandelt“ werden muß (unterschiedliche Probengewinnung, Anzüchtung, Färbung etc.).

Unbekannte Erreger hinterlassen auch einige Hinweise. Man vermutet sie dann an bestimmten Strukturen oder man nimmt an, daß sie bestimmte Eigenschaften haben und forscht daran solange weiter, sammelt immer mehr Hinweise, bis man ihn dann entdeckt hat. Dieser Prozeß kann sich aber über Jahre hinziehen, beispielsweise hat man, wenn ich mich recht erinnere, für das HI-Virus 2 Jahre etwa gebraucht.

Gruß,
Sharon

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Hallo,

jetzt hat mich völlig die Panik gepackt … ich weiß nicht
durch welchen „Geistesblitz“ ich auf einmal auf HIV komme …

Zu den Symptomen wurde einiges gesagt. Wenn du sichergehen willst, kannst du noch einen Aidstest machen, der speziell auf HIV prüft.

Gruß

Sancho

Hallo Annika,

ich hatte zwar nicht dieses superweichen Knie, aber ebenfalls absolute Schwächeanfälle, Müdigkeit und vor allem Nachtschweiß!! Bin jahrelang mit diesen Beschwerden zum Doc gerannt, konnte nie was finden! Dann hatte ich mal eine Erkältung und aufgrund der wurde wegen Hartnäckigkeit mal ein Test zwecks Pfeifferschem Drüsenfieber gemacht. Es wurde festgestellt, dass ich mich Jahre davor (kann man wohl feststellen) mit EBV infiziert habe, dem Eppstein-Barr-Virus. Mein Doc meinte, das wäre die Antwort auf all meine Fragen! Gegen den Virus kann man nichts tun, man kann nur gesund leben und sein Immunsystem stärken! Seit ich nun ordentlich abgenommen habe, mich gesund ernähre und ab und zu ein Vitaminpillchen einwerfe, geht es mir blendend! Ist aber (so wie ich es verstanden habe) ein spezieller Bluttest! Frag mal Deinen Arzt danach, bei mir hat er auch nur gelächelt, als ich den Vorschlag machte! Und siehe da - es war tatsächlich so!

Mach Dich nicht verrückt! Liebe Grüße und alles Gute,
Sonja

Pfeiffersches Drüsenfieber ???
Hallo,

Dann hatte ich mal eine
Erkältung und aufgrund der wurde wegen Hartnäckigkeit mal ein
Test zwecks Pfeifferschem Drüsenfieber gemacht. Es wurde
festgestellt, dass ich mich Jahre davor (kann man wohl
feststellen) mit EBV infiziert habe, dem Eppstein-Barr-Virus.
Mein Doc meinte, das wäre die Antwort auf all meine Fragen!

Ich hab mal hier http://www.medicine-worldwide.net/krankheiten/infekt… nachgelesen.

Demnach müsste ich aber doch ein „Krankheitsgefühl“ und Fieber haben, oder?
Ich hab aber kein Fieber und „krank“ in dem Sinn, wie man es bei Infekten kennt, fühle ich mich nicht, hab keine Gliederschmerzen oder andere Schmerzen, gar nicht, ich fühle mich nur schwach, „klapprig“, „Butter in den Knien“, wie nach langer Krankheit - sonst merke ich keine Symptome. Hab auch keine geschwollenen Lymphknoten, wie in dem o.g. Artikel genannt, auch ist meine Milz beim Sono letzte Woche nicht vergrößert. Sie schreiben dort als Symptome „Lymphozytose, also eine Vermehrung von Lymphozyten“, bei mir ist das Gegenteil der Fall, meine Lymphozytenwerte sind an der UNTEREN Normgrenze.

Müsste sich da nicht irgendwas im Blutbild abzeichnen, bzw. müsste da der Arzt anhand eines Differentialblutbildes aufgrund des einen oder anderen Wertes bezüglich EBV nicht hellhörig werden?

Annika

Hi Enno!

Ein ziemlich globaler Test wäre die Blutkultur, Problem: die Erreger müssen im Blut zirkulieren, nicht alle sind unter relativ simplen Verhältnissen anzüchtbar. Viren benötigen Zellkulturen.
Ich bin kein Molekularbiologe und meine aktive Beschäftigung mit der Materie liegt auch etwas zurück, aber theoretisch dürfte es natürlich möglich sein, die DNA einer Probe zu zerhacken, mit einer Polymerase-Kettenreaktion zu vervielfältigen und mit DNA-Sonden spezifische Sequenzen von Erregern nachzuweisen. Dafür benötigt man aber natürlich auch wieder Kenntnisse der DNA-Sequenz des Erregers ;-(
Und: die ganze Aktion wird wohl an den Kosten scheitern.

Gruß
Peter

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Hallo,
sorry für die späte Antwort - der Überblick geht manchmal verloren, wenn man viel postet :wink:. Das Hauptproblem scheint mir - verglichen mit der Analyse von „Stofflichen“, daß es hier vermutlich ungleich schwerer ist die Trennlinien der „zusammengehörigen Teile“ zu finden. Soll heißen, ein unbekanntes Bakterium oder Virus ist schwerer in einem Gemisch abzugrenzen, als z.B. ein chem. Reinstoff.

Gruss
Enno

Hallo,
Kosten mal außen vor :wink: hört sich das schon mal sehr interessant an.

Gruss
Enno

Hi!

sorry für die späte Antwort - der Überblick geht manchmal
verloren, wenn man viel postet :wink:.

Macht ja nix :wink:

Soll heißen, ein
unbekanntes Bakterium oder Virus ist schwerer in einem Gemisch
abzugrenzen, als z.B. ein chem. Reinstoff.

Hmmm, ich denke, daß ist weniger das Problem. Das Finden dürfte wohl weniger schwierig sein als das Identifizieren. Wobei ich nicht sagen will, daß das Finden einfach ist :wink:

Das liegt einfach daran, daß die Erreger so dermaßen unterschiedlich sind. Alleine schon die Einteilung in Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten macht das deutlich (wobei einige Erreger selbst auch gar nicht das Problem sind, sondern manchmal auch nur deren Produkte, wie Toxine z.b.).
Und Bakterium ist auch nicht gleich Bakterium: einige trollen sich im Blut, einige nur in einer Wunde bzw. im Gewebe, einige befinden sich nur in (teilweise bestimmten) Zellen usw.

Das Hauptproblem scheint mir - verglichen mit der Analyse
von „Stofflichen“, daß es hier vermutlich ungleich schwerer ist die
Trennlinien der „zusammengehörigen Teile“ zu finden.

Geht so bzw. kommt drauf an.
Untersucht man beispielsweise eine Gewebe- oder Blutprobe unter dem Mikroskop, weiß man ja, was da sein soll und was da nicht hingehört. Letzteres muß man dann genauer untersuchen. Vorraussetzung ist natürlich, daß das was in dieser Probe anatomisch/histologisch nicht hingehört, auch sichtbar ist.
Naja, du merkst sicher: auch diese Methode ist wie gesagt limitiert in ihren Möglichkeiten eben durch diese Vielfalt der Erreger.

*seufz* Wäre schön, wenn es so einen globalen Test geben würde… würde mir eine ganze Menge Lernerei ersparen und das (Arbeits-)Leben gleich viel leichter machen *ggg*

Gruß,
Sharon