schwumm ist doch ganz richtig, und zwar substantiviert: Der
Schwumm = die Tätigkeit des Schwimmens.
dann hätte ich es groß geschrieben, obwohl mir das Wort noch nicht begegnet ist )) Da fällt mir übrigens die Leideform ein: schwemmen - etwas hinabschwemmen, oder wie der Bayer sagt: „Schwoab ma’s obe!“
Sprachgefühl ist eine Illusion; Duden-Redaktion ist real!
Ja, ja, „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“.
Verändert sich nicht Sprache genau aus dem von alien genannten Sprach"gefühl"?
Ich gönne den Mitarbeitern der Duden-Redaktion ihre Gehälter, es gibt ja Arbeitslose genug, aber der Duden ist keine Bibel, ja selbst die Bibel ist keine Bibel, also lassen wir doch den Sprach(e)begabten ihr Gefühl und freuen uns dran und Staunen, was es alles gibt, das nicht irgendwo festgeschrieben ist.
Natürlich ist es aufwendiger, sich Sprache und ihre Regeln erarbeiten zu müssen. Es ist ein Geschenk, ohne diesen Aufwand auszukommen.
Aber es wäre dumm, dieses Geschenk nicht anzunehmen. Von mir aus nenn es Faulheit.
Und nein, Duden habe ich keinen und werde mir auch keinen anschaffen - wenn irgendwas für mich verbindlich ist, dann das Österreichische Wörterbuch.
>>Alles Unglück begann 1872 mit Konrad Duden, einem Gymnasialdirektor, dem die einheitliche deutsche Rechtschreibung ein Anliegen war.
Ich möchte bitte festhaltren, daß mich nicht die Tatsache unterschiedlicher Konjunktive irritiert, sondern das Ablehnen einer an sich korrekten Form als „veraltet“.
sondern das Ablehnen einer an sich korrekten Form als „veraltet“.
Das ist aber nun ein Beharren auf alten Besitzständen, ein Festhalten an Traditionen, auf die die Entwicklung einer Sprache gar nichts gibt.
Schopenhauer hat gegen die Setzer und Schreiberlinge seiner Zeit gewettert, weil sie Litteratur mit einem t setzten. Schreibst du Litteratur?
Er beschimpfte die Setzer als faul, weil sie etwan ohne n schrieben. Schreibst du etwan?
Es ist sehr subjektiv - und ich habe solche Idiosynkrasien auch - , wenn man die eine Änderung klaglos hinnimmt und bei der anderen über Verluste und Neologismen klagt.
Wörterbücher wie der Duden sind ein notwendiges Übel. Und das österreichische Wörterbuch ist meines Wissens mit dem Duden abgestimmt.
Die haben das Rad nicht neu erfunden.
Das ist aber nun ein Beharren auf alten Besitzständen, ein
Festhalten an Traditionen, auf die die Entwicklung einer
Sprache gar nichts gibt.
Ganz ehrlich? Ich persönlich wäre vor allem für mehr Toleranz. Für mich wurde bei der Rechtschreibreform diesbezüglich eine große Chance vertan - wäre es so ein Unglück, hätte man nicht nur die Eindeutschung der Fremdwörter, sondern auch so mache Groß/Klein-, Getrennt/Zusammenschreibung freigegeben?
Das sage ich als ein Mensch, dem Rechtschreibung „einfach so“ leicht fällt.
Wörterbücher wie der Duden sind ein notwendiges Übel. Und das
österreichische Wörterbuch ist meines Wissens mit dem Duden
abgestimmt.
Die haben das Rad nicht neu erfunden.
Natürlich ist vieles darauf abgestimmt, trotzdem ist es im Zweifelsfall dem österreichischen Deutsch näher.
Anekdote dazu: Die Deutschprofessorin meiner Tochter (bekanntlich sind unsre Gymnasiallehrer „Professoren“) hatte das Wort „öfters“ als Fehler gewertet, weil es „dieses Wort nicht gibt“. Sie versprach demjenigen, der ihr das Gegenteil beweist, 100€.*)
Es dauerte zwei Minuten, bis ihr der Erste das ÖW unter die Nase hielt… (Gezahlt hat sie natürlich nicht.)
Meines Wissens hat der Duden diesen Fehler (denn „öfters“ ist NICHT bedeutungsgleich mit „öfter“, jedenfalls nicht im Österreichischen!) mittlerweile behoben. Für einen Fehler halte ich das, weil es eben nicht nur eine deutsche Sprache gibt.
alien
*) Österreichisches Deutsch: Kein Konjunktiv bei indirekter Rede, da für uns jedem Konjunktiv der Geruch des Zweifels anhaftet. *g*
Meines Wissens hat der Duden diesen Fehler (denn „öfters“ ist NICHT bedeutungsgleich mit „öfter“, jedenfalls nicht im Österreichischen!) mittlerweile behoben.
Der Duden sagt: „öfters“ wird landschaftlich in Österreich für „öfter“ verwendet; sieht also keinen Bedeutungsunterschied wie du.
Was ist nun der Unterschied zwischen „öfters“ und „öfter“?
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich auch keinen Unterschied erkenne.
Für einen Fehler halte ich das, weil es eben nicht nur eine deutsche Sprache gibt.
Das ist nun auch eine subjektive Ansicht. Ich sage: es gibt ein Deutsch , das sich in vielen regionalen, dialektalen, soziolektalen, temporären, individuellen usw. Varianten präsentiert
Und der kleinste gemeinsame Nenner aller dieser Deutsche ist der Duden.
Ja, der Duden hat öfters mittlerweile aufgenommen.
Der Unterschied: öfter ist der Komparativ von oft.
Öfters bedeutet mehr „gelegentlich“, es ist viel schwächer als „öfter“.
In meinem Billigwörterbuch (das ich mir bei Einführng der NRS zugelegt habe) steht: „öfters“: nicht ständig, nicht zu, nicht sehr oft, aber immer mal wieder; häufiger. Es stammt aus dem Isis-Verlag in der Schweiz.
Das ÖW hält öfters NICHT für Umgangssprache.
Ich sage: es gibt ein Deutsch, das sich in vielen regionalen, :dialektalen, soziolektalen, temporären, individuellen usw. Varianten räsentiert
Ja, so kann man es natürlich auch sagen. Es ist doch eher nebensächlich, ob man es als mehrere gleichberechtigte Deusche oder mehrere Varianten eines Deutschs sieht.
Und der kleinste gemeinsame Nenner aller dieser Deutsche ist
der Duden.
Ist er das? Oder hat da jemand SEINEM Deutsch ein Gewicht gegeben, das ihm einfach nicht zukommt?
KANN es überhaupt einen „kleinsten gemeinsamen Nenner“ geben, wenn es schon in der ganz normalen Alltagssprache so eindeutige Unterschiede wie gesessen, gestanden, gelegen haben und/oder sein gibt?
wenn ganz normale Gebrauchsgegenstände wie Schubkarren/Scheibtruhe, Eimer/Kübel, Schippe/Schaufel oder Speisen wie Sahne/Obers/Rahm, Quark/Topfen verschiedene Namen haben?
Was ich kenne und benutze und für richtig
halte, was man dann auch gern Sprachgefühl nennt, ist rein
subjektiv und oft bloß alte Gewohnheit.
Sprache ist aber nunmal das, was sich durch Gebrauch herausbildet. Das was alle benutzen ist demnach richtig. Wörterbücher und Grammatikbücher können nur abbilden, aber niemals vorschreiben! Sprache verändert sich, und damit auch das, was man als „richtig“ empfindet.
Wenn ich Flügeli hätt, schwömm ich zu dir
Das Problem ist erst in zweiter Linie die Konjugation
von Konjunktiv I und II. In erster Linie geht es darum,
dass der Konjunktiv leider eine aussterbende Modalform
ist. Die Wilderer sind unsere halbgebildeten
Fernsehschwätzer, die ihr miserables Deutsch
ungehindert verbreiten können. Der Artenschutz müsste
zum Beispiel damit beginnen, den Konjunktiv in allen
Zitaten - schriftlich wie mündlich - konsequent
anzuwenden.
Direkte Rede
Er sagt: „Ich schwimme zu dir, sobald ich schwimmen
kann.“
Indirekte Rede (Zitat)
Er sagt, er schwimme (Konjunktiv I)zu dir, sobald er
schwimmen könne.
Direkte Rede
Er sagte: „Ich schwimme zu dir, sobald ich schwimmen
kann.“
Indirekte Rede (Zitat)
Er sagte, er schwömme (Konjunktiv II) zu dir, sobald er
schwimmen könne.
Er sagte, er würde zu dir schwimmen (Konjunktiv II mit
‚würde‘), sobald er schwimmen könne.