Hallo Helena
Bist du Dir absolut sicher, daß er das nicht tut? Ich meine im
Krankenhaus gibt es in jeder Stockwerk ein Raum für Raucher.
Ja, weil er gar keine Zigaretten hat. Angeblich ist das ganze Krankenhaus raucherfrei. Es gibt nur einen „Pavillon“ unten im Erdgeschoss, wo sich „alle Raucher“ treffen. Dort geht er aber nicht hin, weil er ja kaum auftreten kann. Außerdem hat er wie gesagt keine Zigaretten dabei.
Fakt ist auf jeden Fall, das er dort entscheidend weniger raucht.
Ich liege meinen Eltern ständig in den Ohren, das sie mal
„kürzer treten sollen“.Also Andreas: Sei mir bitte ned bös. Aber: Kennst du -auch im
entfernstesten- irgendeinen Raucher, egal wo, egal wann, daß
NUR deshalb aufhört hat zu rauchen, weil ein Familienmitglied
darum gebeten hat??? Also ich nicht. Und ich vermute stark,
daß so etwas nicht gibt. Der Wille MUß vom Raucher selbst
kommen. Alles andere ist verlorene Mühe.
Natürlich, aber soll ich einfach Wortlos daneben sitzen und sagen. Dein Stummel im Aschenbecher ist zwar gerade erst aus, aber mich stört es überhaupt nicht, das du dir schon wieder eine ansteckst…
Das dies nicht sehr gut für die Heilung ist wissen wir.
Nein. So ist es falsch: Es ist nicht nur „nicht sehr gut für
die Heilung“, sondern macht der Heilung schlich
unmöglich! Allein deshalb weil es den Grund
ist, weshalb er diese Beine hat!! Oder mit anderen Wörtern:
Solange Dein Vater auch nur eine Zigarrette am Tag raucht,
wird er nicht gesund. Und selbst wenn er heute ganz damit
aufhören würde, würde es lange dauern, bis er als geheilt
gilt. DAS (und nicht was Du im Deinen Posting geschrieben
hast) wird Dir eher ein Arzt jederzeit unterschrieben wollen
und können.
Ich muß jetzt aber noch mal dazu sagen, das das Wort „Raucherbein“ nie von Ärztlicher Seite gefallen ist. Das nennen meine Schwester und ich so. Die Sache ist die, das mein Vater früher in einer Bäckerei gearbeitet hat. Da stand er an einer Maschine oder einen Tisch die auf Unterbein-Höhe ein Brett oder eine Stange hatte, an die er sich immer gerieben hat (weil er da nah an die Machine oder Tisch musste). Und das hat sich wohl im Laufe der Jahre ziemlich „abgeschabt“. Damit kam er dann damals auch ins Krankenhaus. Und das bricht alle paar Jahre noch durch.
Seit er Rentner ist kommt womöglich noch dazu, das er überwiegend rumsitzt und sich zu wenig bewegt.
Leider ist aber ein Krankenhaus nicht dazu da, ein
unnachsichtigen Patient stationär dort zu behalten, nur weil
ausgerechnet dort er nicht raucht!.. Und auch nicht weil
seine Angehörigen es möchten.
Ne. Aber dort ist die Versorgung dann ja auch besser. Übrigens: Wie wir gestern erfahren haben, kommt er jetzt wohl doch nicht raus. Ein anderer (höher gestellter) Arzt meinte, das er die Entlassung nicht unterschrieben habe und er auch nichts davon wüsste… Leichtes Chaos dort, oder ?
Wobei ich mal anmerken muß, das mir wohl bewusst ist, das ein Arzt nicht jeden Patienten kennt und die Schwestern mit der Situation überfordert ist. Nicht das wir uns hier falsch verstehen.
Im Grunde genommen ging es hier ja nur drum, warum man genau 28 Tage im Krankenhaus gelassen wird. Das hat sich ja in zweierlei zerschlagen (1. er bleibt, 2. die 280 Euro sind nur im Kalenderjahr zu zahlen - lief jetzt nur blöde, weil mein Vater Ende letzten Jahres schon drin war).
Andere Sache: Diese Allergische Reaktion.
Du sagtest ja, das ihr das öfters erlebt. Wir aber auch
Ich verstehe hier das Problem nicht. Soll deshalb Dein Vater 3
weitere Tage im Krankenhaus bleiben nur weil die Salbe erst am
Montag ausgehändigt werden kann??? Schau mal, Andreas, mit
den Kosten von den drei Tage stationäre Behandlung in
Krankenhaus (auch am WE) kann sich Dein Vater mindestens 10
Salben selber kaufen. Und wenn er diese drei Tage nicht
raucht, nochmals mindestens 10.
Ich glaube da haben wir jetzt aneinander vorbei geredet. Die Schwester schlug meinem Vater vor, das er diese gute Salbe (die keine Allergische Reaktion auslöst) auch durchaus in der Krankenhauseigenen Apotheke bekommen könnte. So wie ich das verstanden habe würde also ein Arzt dieses Rezept aussschreiben und man könnte es dann in der Apotheke für die 7 Euro oder was „kaufen“. Dann hat mein Vater die Salbe genommen und als sie dann alle war und er gerne eine neue gehabt hätte, hieß es dann „gehen Sie doch Montag zum Hautarzt“. Also frühstens Dienstag die Salbe (weil muß ja erstmal gemacht werden).
Und da frage ich mich doch, warum sie nicht die Salbe im Krankenhaus aushändigen müssen. Warum muß ich dann wieder eine knappe Stunde beim Hautarzt warten um das Rezept zu holen (ist übrigens nicht gelogen. Der Hautarzt ist die reinste Chaos-Praxis. Schon 15 Minuten alleine am Tresen stehen, bis mal jemand „Guten Tag“ sagt… )
Das meinte ich eigentlich.
Und ich sage es so: Wenn es mit der miesen Arbeitsbedingungen
im Gesundheitswesen weiter so bleibt, werden solche Fälle
leider häufiger vorkommen, weil kein Personal mehr vorhanden
ist. BItte denk darüber nach, wenn Du wieder von einem
Ärtzten-, Schwestern- Streik hörst.
Hier rufe ich noch mal das eben gesagte zurück. Wobei ein wenig „Sturheit“ und „Bockigkeit“ auch dabei ist.
Beispiel:
Wieder zu dieser Allergischen Reaktion. Ich habe ja erzählt, das mein Vater das schon mal hatte. Auch hatte er diese Sache mit dem Bein schon mal und die Creme hatte diese Reaktion ausgelöst (es kann auch sein, das es damals schon die Creme war). Damals hatten die Ärzte auch erstmal alle möglichen Salben aufgeschrieben, bis sie dann letzten Endes diese Eine Hautarzt-Verschriebene Salbe genommen hatten, die zum einen keine Allergische Reaktion auslöste und zum anderen auch half.
Das wollte meine Mutter gestern dem Arzt sagen, doch der beharrte darauf die andere (schlechte) Salbe weiter zu benutzen und abzuwarten das die Schwellungen (die wieder da sind) abklingen. Mein Vater juckt die ganze Haut und hat sich schon den ganzen Arm und das Gesicht aufgekratzt. Irgendwie kommt mir das dann schon ein wenig „Versuchskanninchen“ vor. Scheinbar hört sich der Arzt diese Geschichte aber nicht mal an.
Ich überlege schon ob ich irgendwo einen Krankenbericht von damals auftreiben kann, auf das der Arzt dann vielleicht hört ?
Kann mir ja vorstellen, das er denkt „ist bei allen so, geht bei allen auch wieder weg“…
Die Rettungssanitäter
wollten ihn damals gar nicht erst mitnehmen und nicht
behandeln. Als wir sie dann dazu gedrängt hatten, wurde er
erst ins Krankenhaus gebracht und dann später per Hubschrauber
in eine entfernte Uni-Klinik. Dort hieß es dann eine Stunde
später und er wäre tot gewesen. Deswegen sind wir da nun etwas
vorsichtiger mit geworden.Das kann ich mir vorstellen. Aber ich kann von hier aus nichts
dazu sagen, weil dazu fehlen 1000 Infos.
Diese Sanitäter waren schon mal vorher bei uns, als mein Vater einen Schlaganfall hatte und im Wald lag. Da wollten sie ihn auch erst nicht mitnehmen, weil sie meinten er wäre bloß betrunken.
Aber möchte ich mal nicht drauf rumreiten.
Weiterhin wissen wir daheim gar nicht mit so etwas umzugehen.
Mir fällt nur, daß evtl Ihr euch nach einen Pflegedienst
umschaut. Und statt täglich zum Arzt, kommt die Schwester zu
euch. Wäre das nichts für Euch???
Ich weiß nicht ob wir uns so etwas leisten können. Mein Vater bekommt eine kleine Rente und meine Mutter nur etwas Geld von einem Halbtagsjob. Meine Barschaft reich dafür leider auch nicht aus.
Gibt eben Leute die nicht so Wohlhabend sind… Oder gibt es da Zuschüsse ?
Da meine Mutter kein Blut sehen kann (fällt dann immer in
Ohnmacht - ist echt war)Hihihi. Das kenne ich: Meine Mutter genauso!!! ;o))
)
Aber ich bin da auch so. Ich falle da zwar nicht in Ohnmacht aber „Kranke Menschen“ verursachen bei mir einen Schauer und unbehagen. Deswegen gehe ich auch nicht so oft ins Krankenhaus. Ich finde das schon toll, das die Schwestern und Pfleger das so können. Keine Frage.
Wenn du das so schreibst, habe ich keinen Spaß daran mir
vorzustellen, wie es bei Deinen eltern ausschaut! Aber gut,
überlegt es Euch mit der Pflegedienst und bespricht
das mit dem behandelnden Arzt! Vielleicht ist es ja
eine gute Alternative für Euch.
Oje… Nein. Es ist sicher kein „Saustall“ in der Wohnung meiner Eltern 
Es ist schon sauber. Vielleicht reicht das ja auch. Aber eben nicht steril.
Vielleicht kommt er dann ja morgen doch nicht raus.
Oder vielleicht ja. Das entscheiden halt die Ärzten.
Mehr oder weniger 
Ich bin noch gespannt, ob er denn gleich kommt oder nicht. Wir werden sehen.
Angeblich weil der Hausarzt keinen Fortschritt in der Heilung
vermerken konnte und mit der Sache überfordert war.Durchaus. Man bedenke Dein Vater trägt einen
Herzschrittmacher. Das macht die Sache viel ernster.
Tut er das ??? Davon weiß ich jetzt nichts… Wie kommst du darauf ?
Habe ich da was falsches gesagt ?
Spätestens dann, wenn der Arzt ihm sagt „Entweder das Bein
oder das Leben“ wird er sich einen Kopf machen.
Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Das Thema kam ja schon mal zu Worte (so in der Familie). Da tut er so (vielleicht tut er auch nur so, aber durchaus überzeugend), als würde ihm das überhaupt nichts ausmachen und sich im Gegenteil noch drüber freuen, weil er dann ja der „Arme Hilflose Papa“ ist, um den sich dann alle kümmern müssen und er nichts mehr zur „Hausarbeit“ beitragen müsste (was er ohnehin schon wenig bis gar nicht macht).
Vielleicht hat er auch den Lebensmut verloren?
Von dem was du hier sagst, scheint es mir NICHT so zu sein.
Kann ich aber von hier aus nicht beurteilen.
Ja es ist so ein Auf und ab. Aber da wird man nicht schlau draus…
Alle verrückt.
Thema hat sich im Grunde genommen geklärt.
Ich hatte einfach nur gedacht, das die den 28 Tage behalten, dann einen Monat raus und dann wieder 28 rein. Und immer diese 10 Euro. Wie gesagt, wenn man wenig hat tut das schon weh, aber andersrum sparen sie auch was…
Das ist eben so, wenn man Sachen einfach so weitergibt ohne mal so richtig drüber nachzudenken (aua, das war jetzt schwer
)
Gruß
Andreas
P.S.: Ist übrigens so, das wir in dem Krankenhaus schon unseren Opa „verloren“ haben. Der hatte Krebs und konnte nicht mehr behandelt werden. Er hatte sich durchtbar eqäult und hatte starke Schmerzen.
Meine Oma hatte auch irgendwas Krebsartiges im Magen. Da hatten sie eine Magenspiegelung gemacht und anschließend hatte sie Blut gespuckt und nach 2 Tagen war sie dann tot. Kam auch nicht mehr raus.
So etwas hinterlässt schon ein unwohliges Gefühl.
Wie sagt man jemanden „Tschüss“, wenn er weiß das er sterben muß, wenn man weiß das man ihn nie wieder sieht?
