Leidiges thema kampfhunde

Hallo Yvonne,

Hallo Seestern,

ich kann Dich gut verstehen! Wir wollen uns in näherer Zukunft
einen Hund aus dem Tierheim holen, der zwar „böse“ aussieht,
aber bei dem nicht mal sicher ist, dass es überhaupt ein
Staff-Mix ist… Und schon bei einem unserer
Kennenlern-Spaziergänge mussten wir uns Anfeindungen
anhören…
Diese kamen übrigens von einem Kerl mit drei freilaufenden
Großpudeln, der diese - obwohl „unser“ Hund an der Leine war -
erstmal nicht zurückgepfiffen hat. Also kamen drei große Hunde
in voller Fahrt auf uns zugejagt… Toller Hundehalter!! Und
uns wegen dem Kammpfhund anpöbeln!! Aber das ist ein anderes
Thema…

ja, kenne ich, so isses mir auch schon gegangen.

Ich denke, dass wenn man Besitzer eines sogenannten
Kampfhundes ist (oder wird), dann muss man sich im Klaren
darüber sein, dass man bei seinen Mitmenschen nicht unbedingt
auf Zustimmung, sondern eher auf Abneigung und vor allem viele
Vorurteile stößt.

Dies war mir leider vor 5 Jahren noch nicht klar, da es damals noch nicht so ausgeartet ist wie heute.

Damit sollte man sich abfinden, sonst wird man seines Lebens nicht mehr froh! Natürlich kann man immer

wieder predigen, dass der Hund lieb ist, dass er noch niemals
aggressiv war, dass das alles nur Vorurteile sind… Zwecklos!
Vor allem, wenn die Medien (wie jüngst wieder RTL) diese
Ängste und Ressentiments noch durch wenig objektive
Berichterstattung verstärken…

Stimmt wohl, leider.

Als Halter kann man höchstens dafür sorgen, dass der eigene
Hund gut sozialisiert und bestens erzogen ist. Damit man
selber ein positives Beispiel ist. Leider gibt es doch immer
noch zu viele Leute, die ihre Hunde nicht im Griff haben, und
das schließt alle Hundehalter mit ein. Was nützt es mir, wenn
ich mit meinem überaus gut erzogenen, angeleinten Bullterrier
durch den Park spaziere, wenn dann so ein
Kamikaze-Westhighland-Terrier meinen Hund anfällt. Wenn dieser
dann beißt, dann sieht es für den kleineren Hund natürlich
übel aus - und schwupp! haben die Medien wieder einen
Killerhund gefunden. Demnach stimme ich der Meinung, dass man
einen allgemeinen Hundeführerschein für alle Hunde einführen
sollte, auch total zu. Im Grunde vermasseln es sich die
Hundehalter durch Unkenntnis oder falsch verstandener
Tierliebe doch selbst - Leidtragende sind in diesem Fall die
sogenannten Kampfhunde.

Meine Rede, und warum wird dies nicht eingeführt?

Natürlich passieren auch mit anderen Hunderassen Beißunfälle,
doch wie Du ja selber schon festgestellt hast: Das ist für
andere unerheblich! Und man sollte ja auch nicht vergessen,
dass die sogenannten Kampfhunde potentiell immer gefährlicher
sind als z.B. ein Beagle oder Golden Retriever. Das
Aggressionspotential ist nun mal da, und ich finde es ziemlich
gefährlich zu behaupten, ein American Staffordshire wäre
harmlos. Die haben nun mal eine enorme Beißkraft, die, wenn
sie „entfesselt“ wird, schlimme Verletzungen verursachen kann.
Darüber sollte man sich als Hundehalter einfach im Klaren sein
und das nicht verdrängen…

Es ist mir schon klar dass die sogen. Kampfhunde eine höhere Beißkraft haben als etwas andere Hunderassen, doch in diesem Falle von einem gesteigerten Aggressionspotential zu reden finde ich nicht richtig, sorry.
Ich finde es ebenfalls gefährlich einen Golden Retriever als harmlos zu bezeichnen, schließlich bringt er ja auch schon eine entsprechende Größe mit.
Man sollte keine Hunderasse verharmlosen, aber auch keine so dermaßen verschimpfen.

Aber Du wolltest ja wissen, wie Du auf die Sturheit Deiner
Familie reagieren kannst. Ich denke, dass Du ja schon
festgestellt hast, dass Du mit Argumenten für Deinen Hund
nicht weiter kommst. Und wenn er Deine Schwiegermutter schon
mal angeknurrt hat, dann kann ich auch verstehen, wenn diese
sich in ihren Vorurteilen bestätigt fühlt.

Die hat keine Vorurteile, komischerweise.
Es liegt bei meiner Familie in deren so etwas noch niemals vorgefallen ist, noch etwas dergleichen.

Und das Argument mit deren Katze ist ja wohl daneben - man kann doch einen

(möglichen) Hundebiss nicht mit Katzenkacke auf dem Bett
vergleichen.

Habe mit 2 Hundetrainern und einer Katzenzüchterin geredet die alle der Meinung waren dass es sehr wohl an meiner Schwiegermutter liegt und nicht an den Tieren so wie mir und meinem Sohn.
Seit die Katze bei meinen Eltern ist, kackt die nicht mehr rein. Schon ihre erste Katze machte derartige Probleme.
Schon die Hündin einer Freundin knurrte sie an.
Mein Sohn heult wenn es heißt man geht sie besuchen.
Ich kann sie nicht leiden und auch mein Mann geht ungern hin.
Also, was ist an diesem Argument bitte daneben?
Wollte niemals einen möglichen Hundebiss mit Katzenkacke vergleichen sondern damit nur erklären dass es nicht an meinem Hund liegen kann, der noch niemals jemanden angeknurrt hat.

Meiner Meinung nach solltest Du den Hund einfach von den
entsprechenden Familienmitgliedern fernhalten. Du tust Dir
damit ja keinen Gefallen, wenn Du ständig auf
Konfrontationskurs gehst. Wenn Du Deine Schwiegereltern
besuchst, dann lass den Hund zu Hause. Und lass die doch reden

  • sie wissen’s doch nicht besser! Sag am besten einmal klipp
    und klar, dass Du die Hetzerei gegen Deinen Hund nicht mehr
    hören willst. Die können ja gerne in Deiner Abwesenheit
    lästern, aber eben nicht, wenn Du dabei bist. Vermutlich ist
    das die einzige Möglichkeit, ein bisschen Ruhe in die
    Situation zu bekommen.

Muss ihn leider mitnehmen da er unter starken Trennungsängsten leidet. Alle Versuche mit Bachblüten und nochmaliges anlernens des alleinseins schlugen bisher leider fehl.
Ausserdem hetzen die ja nicht nur gegen meinen Hund sondern gegen alle „Kampfhunde“.
Möchte eigentlich immer die Leute davon überzeugen sich doch erstmal gründlichst über ein Thema zu informieren bevor sie reden, aber das funktioniert wohl nicht.

So, das ist jetzt ein langes Posting geworden! Falls Du doch
noch mal ein paar Argumente (auch von Dorit
Feddersen-Petersen) suchst, dann schau doch mal bei den
Kampfschmusern unter
http://ksgemeinde.de/html/info_gutachten.html nach. Da finden
sich einige Gutachten, Stellungnahmen und Dokumente zum Thema
Kampfhund.
Ich hoffe mal, dass Du mit Deiner Verwandtschaft wieder ins
Reine kommst.

Danke, werde mal reinschauen.

Liebe Grüße Yvonne

Grüße vom
Sternchen

Hallo Anischa,

du tust dir aber keinen Gefallen mit deiner Argumentation:

Auch mir hängt dieses Thema fast zum Hals raus.
„Kampfhunde“ haben zwar die Kraft jemanden zu töten, aber sie
machen es NIEMALS grundlos!!! (vorausgesetzt sie hatten die
richtige erziehung)

Da freu ich mich naemlich, wenn mich so ein Tier mit Grund
anfaellt, vielleicht weil ich mich momentan falsch verhalten
habe (ich bin vielleicht ein Kind, dass es noch nicht
besser weiss) oder weil jemand anders dem Tier Angst gemacht
hat oder weil es sich erschreckt hat — und hopps! Aber ich
wurde ja nicht grundlos getoetet.

Kein weiterer Kommentar.

Gruesse, Elke

5 „Gefällt mir“

So richtig helfen werd ich Dir nicht, aber es müsste den Leuten eigendlich zu denken geben, dass schon je nach Bundesland, von Ländern mal ganz zu schweigen, andere Hunde kampfhunde sind…

Italien: Cane Corso ist in Italien kein Kampfhund, dafür aber aktuell der Deutsche Boxer

Frankreich: Die Bordeau Dogge ist in Frankreich Nationalhund, bei uns ein Kampfhund

Usw…

Also wenns in der Rasse verankert wäre *grins

Ich kann dir da wohl kaum Argumente liefern, es ist wirklich schwer „kampfschmuserhasser“ davon zu überzeugen, dass die Halter an dem Verhalten der Hunde schuld sind. Ich kann nur sagen, wie andere auch schon, dass der Schäferhund derjenige ist, der am meisten zubeisst. Und das mit dem Kind beissen: Man lässt Kinder eh nie alleine mit Kindern von daher sollte es zu soetwas gar nicht kommen.
Aber es ist wirklich schwer, ich hatte ma nen Staff als Pflegehund, was ich mir da alles anhören musste*kopfschüttel*. Am besten ist es wohl das Gespräch auf ein anderes Thema zu bringen, weil überzeugen wirst du sie wohl nicht können.
Und das mit deiner Schwiegermutter finde ich normal, mein Hund mag meinen einen Uropa nicht, obwohl der lieb ist, ist aber eben nen alter Mann und mit denen hat er so seine schlechten Erfahrungen gemacht.
Den bellt er halt mal an und dann streichelt er ihn und alles ist gut, also da würde ich mir nun echt keine Gedanken machen.
An sich ist es egal, was man für eine Rasse hat alle können beissen. Und ob nun nen Pitbull oder Riesenschnauzen, naja das ist ja nun wirklich egal, tod beissen können die anderen großen Rassen auch. Außerdem kenne ich viel mehr Fälle in denen Schäferhunde, Riesenschnauzer oder nen Goldie jemanden gebissen hat, als nen Kampfschmuser.
Also ich bin grundsätzlich gegen diese Kampfhundeverordnung, wenn jeder Halter einen Hundeführerschein machen müsste wäre es warscheinlich eine bessere Lösung.
Naja dir viel Glück auf das nicht alle rummotzen :wink:

Hallo Yvonne,

auch von mir bekommst Du da keine Rückendeckung :wink:

Du schreibst weiter unten:

„na eben weil ich keinen Jack Russel wollte, sind mir zu hyperaktiv, und ich wollte dann doch nen etwas größeren Hund, stehe nicht so auf kleine Rassen obwohl da auch sehr schöne dabei sind.“

So, so, hyperaktive Jack Russels *ggg* - aus eben diesem Grund würde ich selbst übrigens keinen Cockerspaniel nehmen.

Damit gestehst Du selbst ja ein, dass gewisse Eigenschaften durchaus rassetypisch sind, auch wenn die Ausprägung individuell verschieden sein mag - ein Jagdhund hat einen Jagdtrieb, dafür wurde er gezüchtet.

Hundekämpfe gab und gibt es, auch da gibt es leider keinen Zweifel. Klar sind das ziemlich kranke Menschen, die so etwas machen, aber es gibt sie, und es wurden bestimmte Rassen dafür „scharfgezüchtet“.

Diese Rassen haben daher einen schlechten „Ruf“, auch wenn es friedliche Rückzuchten gibt. Wie lange dauert es, Aggressionen zurückzuzüchten ? Wir suchen uns gerade selbst einen Hund, ich beschäftige mich seit Monaten mit Hunderassen und deren Eigenschaften, bei den „neueren“ Rassen sagen die Züchter ganz klar, dass die Eigenschaften nicht so gefestigt sind wie beispielsweise bei einem Deutschen Schäferhund.

Natürlich liegt es am Halter, ob ein Hund zur Waffe wird oder nicht. Mit einem kleinen Terrier werde ich aber als Angegriffener leichter fertig als mit einem Listenhund…

Außerdem gibt es nie eine Garantie, ob Menschen ohne Hundeerfahrung sich dem Hund gegenüber richtig verhalten. Es soll sogar vorkommen, dass Kinder OHNE Aufsicht einem Hund begegnen - Eltern sind halt auch nicht perfekt. Vielleicht sollte man Leinenpflicht für Kleinkinder einführen ? Mein sehr lebhafter Sohn wäre da ein Kandidat :wink:)

Nein, ich finde es absolut richtig, dass via Hundesteuer und Zuchtverbot die Zahl dieser Hunde etwas eingeschränkt wird.

Außerdem, etwas off topic: Vielleicht kannst Du mir erklären, warum Menschen sich einen „Kampfhund“ zulegen ? Ist es das Gefühl, beschützt zu werden, ist es ein unterschwelliges Imponiergehabe, oder was ? Es gibt ja nun wirklich soooooo viele Hunderassen und Mischlinge ! Ich meine die Frage absolut ernst, nicht provokativ !

Es grüßt Dich

Inselchen (die an sich fast alle Hunde mag, aber Besucher mit „Kampfhund“ nicht einladen würde)

Damit gestehst Du selbst ja ein, dass gewisse Eigenschaften
durchaus rassetypisch sind, auch wenn die Ausprägung
individuell verschieden sein mag - ein Jagdhund hat einen
Jagdtrieb, dafür wurde er gezüchtet.

Das es solche Rassetypischen Merkmale gibt stimmt schon. Und ist auch ganz normal, aber ich finde nicht, dass Kampfschmuser immer eine aggressive Tendenz haben.

Natürlich liegt es am Halter, ob ein Hund zur Waffe wird oder
nicht. Mit einem kleinen Terrier werde ich aber als
Angegriffener leichter fertig als mit einem Listenhund…

Ja aber schon mal nen Schäferhund am Bein gehabt??? Ich schon und den bekommt man auch nicht wieder los. Also ich denke es hängt einfach von der Größe ab welche Schäden durch Bisse entstehen nicht durch die Rasse.

Außerdem gibt es nie eine Garantie, ob Menschen ohne
Hundeerfahrung sich dem Hund gegenüber richtig verhalten. Es
soll sogar vorkommen, dass Kinder OHNE Aufsicht einem Hund
begegnen - Eltern sind halt auch nicht perfekt. Vielleicht
sollte man Leinenpflicht für Kleinkinder einführen ? Mein sehr
lebhafter Sohn wäre da ein Kandidat :wink:)

Also Leinenpflicht für Kinder wäre manchmal ganz gut, was ich hier manchmal erlebe *kopfschüttel*.

Außerdem, etwas off topic: Vielleicht kannst Du mir erklären,
warum Menschen sich einen „Kampfhund“ zulegen ? Ist es das
Gefühl, beschützt zu werden, ist es ein unterschwelliges
Imponiergehabe, oder was ? Es gibt ja nun wirklich soooooo
viele Hunderassen und Mischlinge ! Ich meine die Frage absolut
ernst, nicht provokativ !

Ich hatte einen Stafford als Pflegehund, da ich diese Rasse einfach wunderschön finde. Es ist meine absolute Lieblingsrasse, auch wenn alle sagen sie wären so gefährlich. Ich habe mittlerweile 17 sog. Kampfhunde kennen gelernt und nicht einer davon war aggressiv. Da ist mein LABRADOR bestimmt gefährlicher (was sicher auch an der Erziehung liegt das geb ich ja zu). Aber ich kenne genug Schäferhunde und deren Mischlinge die aggressiv sind und die hier schon manchen Menschen angegangenn sind. Von daher warum kein Kampfschmuser??? Ich finde diese Tiere einfach schön und es ist unfair, dass einige liebe Tiere nun im Tierheim sitzen und nicht vermittelt werden, weil sich keiner die Steuern leisten kann.
MFG Frieda

Das is wohl wahr, leider.
Hab gegoogelt und an registrierten tödlich verlaufenden
Beißvorfälle von 1968 bis 2000 waren über die Hälfte D.
Schäferhunde beteiligt.

Was aber mehr daran liegt, daß es prozentual wesentlich mehr Deutsche Schäferhunde gibt als sogenannte Kampfhunde. Ein Schäferhund beißt häufiger mal ins Bein, in den Hintern, in den Arm. Die Vorfälle mit Kampfhunden gingen immer Richtung Kopf.

Würde man bei dieser Statistik die prozentualen Anteile mit einbeziehen, sähe es für den Schäferhund vermutlich wesentlich besser aus.

Klar sind Kampfhunde nicht generell agressiv, wenn man „agressiv“ so deutet, daß sofort auf alles los gegangen wird. Aber sie haben eben häufiger mal einen Kinderkopf mit einem Ball verwechselt, und waren bei der „Jagd“ dann sehr agressiv. Den Schäferhund kenne ich mehr als Angstbeißer.

Bis denne!
Schnoof

1 „Gefällt mir“

Geschichte des Amstaffs und Meinung
Hallo
Ich hab diesen Hass auf Kampfhunde in dem Masse noch nie hier in Schottland gesehen, sondern immer nur in Deutschland (allerdings duerfen sie in Frankreich gar nicht erst einreisen). Erst heute morgen hab ich eine aeltere Frau mit ihrem Staffi am Spielplatz vorbeigehen sehen (Spielplatz ist eingezaeunt und der Hund war angeleint, aber das gilt fuer alle Hunde) und da hat sich niemand aufgeregt.
So, nun zur Geschichte des Amstaffs. Als es dieses Massenauswandern im 19ten Jahrhundert von Europa nach Amerika gab haben auch einige Auswanderer (hauptsaechlich schwer arbeitende Leute) ihre Hunde mitgenommen. Einige davon kamen eben auch aus Staffordshire. Weil diese Leute hauptsaechlich Bauern und Arbeiter waren und gerade in ein unsicheres und wildes Land gezogen waren wollten sie 2 Dinge: Sicherheit und Ablenkung. Und wer konnte dies am besten bieten: ein Hund der die Familie beschuetzt und gut in Hundekaempfen ist. Desshalb wurde der Amstaff darauf gezuechtet, dass er absolut gehorsam seinem Herrn und dessen Familie gegenueber war aber absolut gezielt aggressiv, verbissen und schmerzunempfindlich im Ring. Und genau so sind die Tiere auch heute noch, naemlich Waffen in den falschen Haenden, und superliebe Familienschmuser mit der richtigen Erziehung. Ausserdem wurden die Hunde oft an andere Familien verkauft und mussten sich desshalb schnell an neue Kinder gewoehnen.
So, allerdings gibt es ausser Pekinesen und Chiuauas wenige Hunde die bis vor kurzem (vielleicht 30 Jahre) auf familienfreundlichkeit gezuechtet wurden. Es gibt die Wachhunde, die Schaeferhunde, die Retriever (Wasseraportierhunde),die Jagdhunde und die dich ich vergessen hab. Alle waren frueher Arbeiter und noch frueher (Wolf) waren sie Jaeger und das vergessen die meisten Menschen. Wenn man einen Hund egal welcher Rasse sich selbst ueberlaesst, oder gar misshandelt wird er agressiv und verhaltensgestoert.
Bei den Amstaffs (und den andern Kampfhunden) hat man als Erzieher den Vorteil, dass sie schon seit sehr langen Jahren auf Familienorientiert gezuechtet wurden, denn was nuetzt einem ein unkontrolierbarer aggressiver Hund wenn man gerade in ein fremdes Land gezogen ist und man Schutz braucht. Kleine Terrier und Teckel z.B. wurden immer nur auf Verbissenheit gezuechtet, damit sie gut Tiere aus ihren Baeuen jagen oder ziehen konnten. Ein Dackel war nie dazu gedacht um die Familie vor einfallenden Banden zu beschuetzen, das brauchte man ja auch nicht, man hatte ja Institutionen wie Polizei usw die fuer Ordnung sorgten. Natuerlich wurden sie kontrolliert, und durften auch nicht wild um sich beissen, aber es war halt wichtiger dass sie gute Hasenjaeger waren als dass sie lieb waren.
Ich denke wenn die Familie nicht begreifen will dann will se nicht da ist auch nichts zu machen. Ich hab Ratten und meine kleine Familie ist nicht gerade begeistert, da kann man denen noch soviel erzaehlen. Das ist aber auch egal, man muss egal wie immer sehen dass es einem selbst gut geht, da ist es egal was die Familie sagt. Viel mehr wuerden mich die Anfeindungen auf offener Strasse beaengstigen. Das muesste unbedingt unter Strafe stehen. Wenn man in Deutschland jemandem den Stinkefinger macht dann bekommt man einen Strafzettel aber wenn man einen Hund anschreit und dessen Besitzer erniedrigt sieht das irgendwie niemand so eng, es ist eben der Fehler des Besitzers, warum haellt der auch Hunde. Man bruellt doch auch keine Autos an nur weil jaehrlich Tausende im Strassenverkehr sterben.
Tschuessi

@ Frieda
Hallo Frieda,

Damit gestehst Du selbst ja ein, dass gewisse Eigenschaften
durchaus rassetypisch sind, auch wenn die Ausprägung
individuell verschieden sein mag - ein Jagdhund hat einen
Jagdtrieb, dafür wurde er gezüchtet.

Das es solche Rassetypischen Merkmale gibt stimmt schon. Und
ist auch ganz normal, aber ich finde nicht, dass Kampfschmuser
immer eine aggressive Tendenz haben.

Das hat nichts mit persönlicher Meinung zu tun. Mein Hund war auch nicht ganz rassetypisch, das ist dann aber die Ausnahme. Sagen wir doch einmal so, die REIZSCHWELLE ist rassetypisch bei Hunden unterschiedlich, das ist dann etwas wertneutraler fomurliert als wenn wir von Aggressivität reden, allerdings ist das Ergebnis - Hund reagiert auf einen sich aus seiner Sicht falsch verhaltenden Passanten - gleich ungünstig.

Natürlich liegt es am Halter, ob ein Hund zur Waffe wird oder
nicht. Mit einem kleinen Terrier werde ich aber als
Angegriffener leichter fertig als mit einem Listenhund…

Ja aber schon mal nen Schäferhund am Bein gehabt??? Ich schon
und den bekommt man auch nicht wieder los. Also ich denke es
hängt einfach von der Größe ab welche Schäden durch Bisse
entstehen nicht durch die Rasse.

Stimmt auch, wobei Listenhunde nicht gerade ganz klein und ziemlich kräftig sind.

Außerdem gibt es nie eine Garantie, ob Menschen ohne
Hundeerfahrung sich dem Hund gegenüber richtig verhalten. Es
soll sogar vorkommen, dass Kinder OHNE Aufsicht einem Hund
begegnen - Eltern sind halt auch nicht perfekt. Vielleicht
sollte man Leinenpflicht für Kleinkinder einführen ? Mein sehr
lebhafter Sohn wäre da ein Kandidat :wink:)

Also Leinenpflicht für Kinder wäre manchmal ganz gut, was ich
hier manchmal erlebe *kopfschüttel*.

Fehlt da ein Ironiesmiley oder meinst Du das ernst ?

Ich finde diese Tiere einfach schön

Das ist dann ein Argument, das sogar ich nachvollziehen kann :wink:

und es

ist unfair, dass einige liebe Tiere nun im Tierheim sitzen und
nicht vermittelt werden, weil sich keiner die Steuern leisten
kann.

Da muss ich schon wieder quengeln:

Die Tiere sitzen doch nicht ernsthaft wegen der Steuer im Tierheim ! Als Hundehalter kann jederzeit eine saftige Rechnung auf mich zukommen, ob das jetzt die OP beim Tierarzt ist (wobei ich eine Versicherung hier für sinnvoll erachte), oder eben die Steuererhöhung - das muss man doch mit einkalkulieren, wenn man sich einen Hund anschafft. Deswegen landet wohl kaum ein Hund im Tierheim.

Nein, ich denke, das hängt sehr eng mit der Tatsache zusammen, dass es sich um „Kampfhunde“ handelt. Ich schaue mich seit Monaten auch bei Tierheimen um, einige haben ganz tolle HP’s. Aus Interesse lese ich auch gerne die Vorgeschichten der Tiere, und, welch Zufall, bei den Listenhunden wurde meist entweder der Hund auffällig oder der Halter sitzt in Haft - beides macht mir dann den Hund nicht sympathischer.

Gerade bei einem Tierheimhund muss ich mir ja sehr genau überlegen, ob ich das Wagnis eingehe. Ein Listenhund scheidet für Eltern mit Kindern in aller Regel wohl aus.

Schade, das alles haben dumme Menschen zu verantworten, ohne die es „Kampfhunde“ gar nicht geben würde.

Viele Grüße,

Inselchen

Nur kurz…
Hallo,

Hallo
Ich hab diesen Hass auf Kampfhunde in dem Masse noch nie hier
in Schottland gesehen, sondern immer nur in Deutschland
(allerdings duerfen sie in Frankreich gar nicht erst
einreisen).

Könnte auch damit zusammenhängen, dass die Bevölkerungs- und Hundedichte in Schottland nicht vergleichbar mit der in D ist.

Erst heute morgen hab ich eine aeltere Frau mit

ihrem Staffi am Spielplatz vorbeigehen sehen (Spielplatz ist
eingezaeunt und der Hund war angeleint, aber das gilt fuer
alle Hunde) und da hat sich niemand aufgeregt.

Ein wichtiger Punkt:

  1. Der Spielplatz ist eingezäunt -> es gibt wohl kaum Hunde, die dort in den Sandkasten sch****

  2. Hunde sind angeleint. Das ist hier, jedenfalls in meinem Umfeld (Kleinstadt in B-W) leider nur auf dem Papier so.

Und da ist die Mode, möglichst große Hunde ganztags in kleiner Wohnung zu halten und die armen Viecher dann abends gerade mal eine halbe Stunde rennen zu lassen, natürlich besonders unangenehm, weil die Hunde verständlicherweise begeistert durch die Gegend toben - ohne Leine und schlecht erzogen :frowning:

Viel mehr wuerden mich die Anfeindungen
auf offener Strasse beaengstigen.

Ich würde einen Kampfhundehalter niemals auf offener Straße beleidigen, er ist im Zweifelsfall im Vorteil *g*.

Das muesste unbedingt unter
Strafe stehen.

Soweit ich weiß, kann man jemanden wegen Beleidigung anzeigen.

Man bruellt doch auch
keine Autos an nur weil jaehrlich Tausende im Strassenverkehr
sterben.

Netter Vergleich *rofl*.

Es grüßt Dich

Inselchen

Stimmt auch, wobei Listenhunde nicht gerade ganz klein und
ziemlich kräftig sind.

Stimmt schon, aber mein Labrador ist genauso stark, wie mein ehemaliger Pflegehund und wie gesagt, die war ein Staff.

Außerdem gibt es nie eine Garantie, ob Menschen ohne

Also Leinenpflicht für Kinder wäre manchmal ganz gut, was ich
hier manchmal erlebe *kopfschüttel*.

Fehlt da ein Ironiesmiley oder meinst Du das ernst ?

Naja öhm zum Teil meine ich das auch ernst, da ich mich einige male schon mit Eltern in den Haaren hatte, da sie ihre Kinder nicht zurückhalten konnten sofort auf meinen Hund zu zustürmen. Und das gefällt eben nicht jedem Hund, meinem ist es zwar egal, aber dauernd angedatscht werden findet selbst er nicht so doll.

Ich finde diese Tiere einfach schön

Das ist dann ein Argument, das sogar ich nachvollziehen kann
:wink:

Die Tiere sitzen doch nicht ernsthaft wegen der Steuer im
Tierheim ! Als Hundehalter kann jederzeit eine saftige
Rechnung auf mich zukommen, ob das jetzt die OP beim Tierarzt
ist (wobei ich eine Versicherung hier für sinnvoll erachte),
oder eben die Steuererhöhung - das muss man doch mit
einkalkulieren, wenn man sich einen Hund anschafft. Deswegen
landet wohl kaum ein Hund im Tierheim.

Nein, ich denke, das hängt sehr eng mit der Tatsache zusammen,
dass es sich um „Kampfhunde“ handelt. Ich schaue mich seit
Monaten auch bei Tierheimen um, einige haben ganz tolle HP’s.
Aus Interesse lese ich auch gerne die Vorgeschichten der
Tiere, und, welch Zufall, bei den Listenhunden wurde meist
entweder der Hund auffällig oder der Halter sitzt in Haft -
beides macht mir dann den Hund nicht sympathischer.

Gerade bei einem Tierheimhund muss ich mir ja sehr genau
überlegen, ob ich das Wagnis eingehe. Ein Listenhund scheidet
für Eltern mit Kindern in aller Regel wohl aus.

Schade, das alles haben dumme Menschen zu verantworten, ohne
die es „Kampfhunde“ gar nicht geben würde.

Ich hätte aber wieder einen solchen Hund, wenn die Steuer nicht so hoch wär. Meine Eltern sehen nur nicht ein, warum sie für diesen Hund mehr bezahlen sollen als für einen andern. Für sie sind das die gleichen Hunde, sie kennen genauso Kampfschmuser die ganz lieb sind und wissen, das es meine Lieblingsrasse ist. Und trotzdem ist das Geld einfach nicht da. Zumal ich echt lieber einem solchen Hund helfen würde. Naja und ich kenne leider auch viele solcher Hunde, die nicht auffälig geworden sind, oder die Besitzer, aber wenn die Steuern eben fast um das 10 fache steigen!!!
Wir haben keine Krankenversicherung für den Hund und bisher hätten wir auch keine gebraucht, sicher ist das besser, aber ich muss sie ja auch nicht bezahlen.