Hallo Yvonne,
Hallo Seestern,
ich kann Dich gut verstehen! Wir wollen uns in näherer Zukunft
einen Hund aus dem Tierheim holen, der zwar „böse“ aussieht,
aber bei dem nicht mal sicher ist, dass es überhaupt ein
Staff-Mix ist… Und schon bei einem unserer
Kennenlern-Spaziergänge mussten wir uns Anfeindungen
anhören…
Diese kamen übrigens von einem Kerl mit drei freilaufenden
Großpudeln, der diese - obwohl „unser“ Hund an der Leine war -
erstmal nicht zurückgepfiffen hat. Also kamen drei große Hunde
in voller Fahrt auf uns zugejagt… Toller Hundehalter!! Und
uns wegen dem Kammpfhund anpöbeln!! Aber das ist ein anderes
Thema…
ja, kenne ich, so isses mir auch schon gegangen.
Ich denke, dass wenn man Besitzer eines sogenannten
Kampfhundes ist (oder wird), dann muss man sich im Klaren
darüber sein, dass man bei seinen Mitmenschen nicht unbedingt
auf Zustimmung, sondern eher auf Abneigung und vor allem viele
Vorurteile stößt.
Dies war mir leider vor 5 Jahren noch nicht klar, da es damals noch nicht so ausgeartet ist wie heute.
Damit sollte man sich abfinden, sonst wird man seines Lebens nicht mehr froh! Natürlich kann man immer
wieder predigen, dass der Hund lieb ist, dass er noch niemals
aggressiv war, dass das alles nur Vorurteile sind… Zwecklos!
Vor allem, wenn die Medien (wie jüngst wieder RTL) diese
Ängste und Ressentiments noch durch wenig objektive
Berichterstattung verstärken…
Stimmt wohl, leider.
Als Halter kann man höchstens dafür sorgen, dass der eigene
Hund gut sozialisiert und bestens erzogen ist. Damit man
selber ein positives Beispiel ist. Leider gibt es doch immer
noch zu viele Leute, die ihre Hunde nicht im Griff haben, und
das schließt alle Hundehalter mit ein. Was nützt es mir, wenn
ich mit meinem überaus gut erzogenen, angeleinten Bullterrier
durch den Park spaziere, wenn dann so ein
Kamikaze-Westhighland-Terrier meinen Hund anfällt. Wenn dieser
dann beißt, dann sieht es für den kleineren Hund natürlich
übel aus - und schwupp! haben die Medien wieder einen
Killerhund gefunden. Demnach stimme ich der Meinung, dass man
einen allgemeinen Hundeführerschein für alle Hunde einführen
sollte, auch total zu. Im Grunde vermasseln es sich die
Hundehalter durch Unkenntnis oder falsch verstandener
Tierliebe doch selbst - Leidtragende sind in diesem Fall die
sogenannten Kampfhunde.
Meine Rede, und warum wird dies nicht eingeführt?
Natürlich passieren auch mit anderen Hunderassen Beißunfälle,
doch wie Du ja selber schon festgestellt hast: Das ist für
andere unerheblich! Und man sollte ja auch nicht vergessen,
dass die sogenannten Kampfhunde potentiell immer gefährlicher
sind als z.B. ein Beagle oder Golden Retriever. Das
Aggressionspotential ist nun mal da, und ich finde es ziemlich
gefährlich zu behaupten, ein American Staffordshire wäre
harmlos. Die haben nun mal eine enorme Beißkraft, die, wenn
sie „entfesselt“ wird, schlimme Verletzungen verursachen kann.
Darüber sollte man sich als Hundehalter einfach im Klaren sein
und das nicht verdrängen…
Es ist mir schon klar dass die sogen. Kampfhunde eine höhere Beißkraft haben als etwas andere Hunderassen, doch in diesem Falle von einem gesteigerten Aggressionspotential zu reden finde ich nicht richtig, sorry.
Ich finde es ebenfalls gefährlich einen Golden Retriever als harmlos zu bezeichnen, schließlich bringt er ja auch schon eine entsprechende Größe mit.
Man sollte keine Hunderasse verharmlosen, aber auch keine so dermaßen verschimpfen.
Aber Du wolltest ja wissen, wie Du auf die Sturheit Deiner
Familie reagieren kannst. Ich denke, dass Du ja schon
festgestellt hast, dass Du mit Argumenten für Deinen Hund
nicht weiter kommst. Und wenn er Deine Schwiegermutter schon
mal angeknurrt hat, dann kann ich auch verstehen, wenn diese
sich in ihren Vorurteilen bestätigt fühlt.
Die hat keine Vorurteile, komischerweise.
Es liegt bei meiner Familie in deren so etwas noch niemals vorgefallen ist, noch etwas dergleichen.
Und das Argument mit deren Katze ist ja wohl daneben - man kann doch einen
(möglichen) Hundebiss nicht mit Katzenkacke auf dem Bett
vergleichen.
Habe mit 2 Hundetrainern und einer Katzenzüchterin geredet die alle der Meinung waren dass es sehr wohl an meiner Schwiegermutter liegt und nicht an den Tieren so wie mir und meinem Sohn.
Seit die Katze bei meinen Eltern ist, kackt die nicht mehr rein. Schon ihre erste Katze machte derartige Probleme.
Schon die Hündin einer Freundin knurrte sie an.
Mein Sohn heult wenn es heißt man geht sie besuchen.
Ich kann sie nicht leiden und auch mein Mann geht ungern hin.
Also, was ist an diesem Argument bitte daneben?
Wollte niemals einen möglichen Hundebiss mit Katzenkacke vergleichen sondern damit nur erklären dass es nicht an meinem Hund liegen kann, der noch niemals jemanden angeknurrt hat.
Meiner Meinung nach solltest Du den Hund einfach von den
entsprechenden Familienmitgliedern fernhalten. Du tust Dir
damit ja keinen Gefallen, wenn Du ständig auf
Konfrontationskurs gehst. Wenn Du Deine Schwiegereltern
besuchst, dann lass den Hund zu Hause. Und lass die doch reden
- sie wissen’s doch nicht besser! Sag am besten einmal klipp
und klar, dass Du die Hetzerei gegen Deinen Hund nicht mehr
hören willst. Die können ja gerne in Deiner Abwesenheit
lästern, aber eben nicht, wenn Du dabei bist. Vermutlich ist
das die einzige Möglichkeit, ein bisschen Ruhe in die
Situation zu bekommen.
Muss ihn leider mitnehmen da er unter starken Trennungsängsten leidet. Alle Versuche mit Bachblüten und nochmaliges anlernens des alleinseins schlugen bisher leider fehl.
Ausserdem hetzen die ja nicht nur gegen meinen Hund sondern gegen alle „Kampfhunde“.
Möchte eigentlich immer die Leute davon überzeugen sich doch erstmal gründlichst über ein Thema zu informieren bevor sie reden, aber das funktioniert wohl nicht.
So, das ist jetzt ein langes Posting geworden! Falls Du doch
noch mal ein paar Argumente (auch von Dorit
Feddersen-Petersen) suchst, dann schau doch mal bei den
Kampfschmusern unter
http://ksgemeinde.de/html/info_gutachten.html nach. Da finden
sich einige Gutachten, Stellungnahmen und Dokumente zum Thema
Kampfhund.
Ich hoffe mal, dass Du mit Deiner Verwandtschaft wieder ins
Reine kommst.
Danke, werde mal reinschauen.
Liebe Grüße Yvonne
Grüße vom
Sternchen

