Löhne bei Leihfirmen

Hallo.

Ich habe ein Jobangebot bei einer Zeitarbeitsfirma.
Beruf: Zerspanungsmechaniker Frästechnik
Ort:NRW
Alter:32 Jahre
Berufserfahrung

Wieviel Stundenlohn bekommt man da?
Ich habe gehört, das es auch für Zeitarbeitsfirmen Mindeststundenlöhne gibt

Hi,

http://www.rechtsrat.ws/tarif/branchen/zeitarbeit.htm

falls das nicht reicht:

http://www.google.de/search?hl=de&q=Tarifvertr%C3%A4…

lese dir den Vertrag sehr genau durch und lass ihn von jmd. checken, der sich ein bisschen auskennt.

bye

Hallo!

es gibt zwei Verbände in denen Zeitarbeitsfirmen organisiert sind. Das ist zum einen der Bundesverband Zeitarbeit BZA http://www.bza.de/ und zum anderen der Interessenverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen IGZ http://www.ig-zeitarbeit.de/

Auf den Internetseiten findest Du auch die entsprechenden Tarifverträge mit Entlohnungtabellen. Soweit ich weiss ist der IGZ der schlechtere (s.a. http://www.fau.org/artikel/tarife/igz-bza-dgb-tarifv…)

Was Du dann als aussertarifliche Zulage noch aushandeln kannst hängt natürlich dann von dir selbst ab.

Viele Grüße

Stefan

Hallo
Ich kenn ähnliche Leute, die bekommen pro Std. zwischen 8-10 Eu raus, von 15-20 die die Leihfirma für einen einstreicht.
Also nicht grad doll
Entsprechend motiviert arbeiten die dann auch…
Aber dafür gibts auch Geld, wenn keine Arbeit gibt (ausser sie lassen sich was zu schulden kommen, zB. werden wegen mangelnder Arbeitsmoral von ausleiher ausgetauscht)
Susanne

Hallo Susanne,

Ich kenn ähnliche Leute, die bekommen pro Std. zwischen 8-10
Eu raus, von 15-20 die die Leihfirma für einen einstreicht.
Also nicht grad doll

Vergiss bitte nicht, dass auf das Bruttogehalt eines Mitarbeiters noch ca. 60 - 100% Lohnnebenkosten kommen. Bei einer Leihfirma ist zusätzlich noch das Risiko einer Nichtverleihung mit zu berücksichtigen…

Entsprechend motiviert arbeiten die dann auch…

Klar, wenn man einem einfachen Arbeiter auch astronomische Scheinlöhne vorgaukelt, dann fällt er zwangsläufig irgendwann in Depressionen…

Sorry, aber bitte bei Leihfirmen nicht nur den Bruttolohn anschauen. In Summe müssen Leifirmen dem AG einen Vorteil verschaffen. Das kann zum Einen Flexibilität bzgl. Kündigungsschutz sein, zum Anderen aber oftmals einfach nur einen Preisvorteil. Da z.B. in der Automobilbranche ca. 80% Lohnnebenkosten bezahlt werden müssen, muß der Bruttolohn eines Leiharbeiters unterhalb dem Lohn eines Festangestellten sein, da die Leihfirma wohl auch einen Gewinn haben muss (von Verwaltungsaktivitäten ganz zu schweigen).

Grüsse

Sven

1 „Gefällt mir“

Hallo Susanne,

Ich kenn ähnliche Leute, die bekommen pro Std. zwischen 8-10
Eu raus, von 15-20 die die Leihfirma für einen einstreicht.
Also nicht grad doll

Vergiss bitte nicht, dass auf das Bruttogehalt eines
Mitarbeiters noch ca. 60 - 100% Lohnnebenkosten kommen. Bei
einer Leihfirma ist zusätzlich noch das Risiko einer
Nichtverleihung mit zu berücksichtigen…

Entsprechend motiviert arbeiten die dann auch…

Hab ich bestimmt nicht vergessen, aber bedenke, dass ein Festangestellter CNC-Facharbeiter so um die 30 Eu brutto die Stunde verdient (durchschnittlich über die Woche, da auch Wochenend und Nachtzuschläge dazukommen), also dank Metalltarifvertrag eigentlich ziemlich gut bezahlt wird.

Klar, wenn man einem einfachen Arbeiter auch astronomische
Scheinlöhne vorgaukelt, dann fällt er zwangsläufig irgendwann
in Depressionen…

Ich rede hier von echten Zerspanungsmechanikern, die Maschinen auch einrichten und Programmkorrekturen eigenverantwortlich ausführen, nicht von Knöpfchendrückern. Bei Leihfirmen werden aber alle in die Sparte Knöpfchendrücker gepresst, und als Ausleiher muss man dann einige hintereinander ausprobieren, bis man dann endlich einen findet, der auch bereit ist dazuzulernen und mehr zu machen als Teile einzuspannen und der MAschine beim arbeiten zuzugucken.

Sorry, aber bitte bei Leihfirmen nicht nur den Bruttolohn
anschauen. In Summe müssen Leifirmen dem AG einen Vorteil
verschaffen. Das kann zum Einen Flexibilität bzgl.
Kündigungsschutz sein, zum Anderen aber oftmals einfach nur
einen Preisvorteil. Da z.B. in der Automobilbranche ca. 80%
Lohnnebenkosten bezahlt werden müssen, muß der Bruttolohn
eines Leiharbeiters unterhalb dem Lohn eines Festangestellten
sein, da die Leihfirma wohl auch einen Gewinn haben muss (von
Verwaltungsaktivitäten ganz zu schweigen).

Wie schon gesagt, ich hab das ganze von der Arbeiterseite aus gesehen, und wenn man sich in der Zeit eines festen Jobs mit 30 Eu die Stunde seinen Lebensstandard aufgebaut hat, sind 70 % davon als ALHi besser als nicht mal 30% davon als Leiharbeiter (finanziell gesehen). Dass man für das wenige Geld die Chance hat sich bei einem Unternehmen beliebt zu machen und evtl übernommen wird, steht auf einem anderen Blatt.
Dass ich selbst durchaus gewillt war, bei einer Zeitarbeitsfirma zuarbeiten findet sich irgendwo anders hier. So einen netten Bürojob hätt ich sicher machen können (kann tippen und gut mit allen relevanten Programmen umgehen), aber beim Stichwort Geisteswissenschaftlerin haben die sofort wieder aufgelegt, wenn ich anrief.
Und so sitze ich seit zwei Jahren immer noch ohne echten Job da (und ohne öffentliches Geld weder ALGI noch II) und versuch mich nun freiberuflich durchzuschlagen (sprich nehm alles an was irgendwie in meine Steueranmeldung passt, zT. sogar für 50 cent die Stunde, wenn ich dadurch andere Vorteile hab, zB. Kontakte und einen Innenstadtparkplatz)
Schöne Grüße Susanne

Hallo Susanne,

Entsprechend motiviert arbeiten die dann auch…

Hab ich bestimmt nicht vergessen, aber bedenke, dass ein
Festangestellter CNC-Facharbeiter so um die 30 Eu brutto die
Stunde verdient (durchschnittlich über die Woche, da auch
Wochenend und Nachtzuschläge dazukommen), also dank
Metalltarifvertrag eigentlich ziemlich gut bezahlt wird.

Wow !!! Was bin ich blöd, dass ich Maschinenbau studiert habe !!! So einen tollen Stundenlohn hätte ich auch mal. Und da sagt noch einer, dass die unteren Lohngruppen dringend bevorzugt Tariferhöhungen bekommen sollen.

Sorry, aber da verdienen Einige wohl etwas zu viel Geld…

Ich rede hier von echten Zerspanungsmechanikern, die Maschinen
auch einrichten und Programmkorrekturen eigenverantwortlich
ausführen, nicht von Knöpfchendrückern.

Also Leute mit Facharbeiterbrief.

Bei Leihfirmen werden
aber alle in die Sparte Knöpfchendrücker gepresst,

Bei einem seriösen Verleiher nicht, die müssen (zumindest hier in Ba-Wü) Qualität liefern und die bekommt man nicht für den Lohn von Angelernten.

und als
Ausleiher muss man dann einige hintereinander ausprobieren,
bis man dann endlich einen findet, der auch bereit ist
dazuzulernen und mehr zu machen als Teile einzuspannen und der
MAschine beim arbeiten zuzugucken.

Von Letzteren darf ich mir immer anhören, wie unverschämt viel ich als Ingenieur verdiene…
(nach diesem Posting kann ich wenigstens bestätigen, je Stunde weniger als ein Facharbeiter zu verdienen…)

Wie schon gesagt, ich hab das ganze von der Arbeiterseite aus
gesehen, und wenn man sich in der Zeit eines festen Jobs mit
30 Eu die Stunde seinen Lebensstandard aufgebaut hat, sind 70
% davon als ALHi besser als nicht mal 30% davon als
Leiharbeiter (finanziell gesehen).

Womit für mich schon klar wird, dass das ALG viel zu hoch ist. Alternativ sollte es nur dann bezahlt werden, wenn vom AL alle zumutbaren Jobs angenommen werden.

Grüsse

Sven

Hi Susanne!

Dir ist hoffentlich bewußt, dass die Leihfirma auch noch die Sozialversicherung tragen muß, die internen Mitarbeiter bezahlt werden wollen, und ein kleines bischen Gewinn übrig bleiben darf.

Wenn wir einem externen Mitarbeiter € 8 / Stunde zahlen, dann kostet er uns fast das doppelte, so ca. 14,50 bis 15 €. Da bleibt leider nicht mehr viel übrig.

Und ich kann dir sagen, dass wir uns den A… aufreißen, um Leute in die Unternehmen zu kriegen.

Viele Grüße

Mark

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]