lohnunregelmäßigkeiten, wiederspüche

Hallo Forum,
ich möchte euch gerne mal eine Arbeitssituation vorstellen und hätte gerne ein paar Meinungen, evnt. Erfahrungen und Tipps dazu.

Grundinformation:
Der Angenommene Betrieb ist ein eingetragener Verein(XY e.V.)
Besteht seid ca. 2 Jahren
Der Verein ist im Bereich der Pflege, Assistenz, Familienentlastung tätig. Und Betreibt zum Zweck der Qualifizierung einen Kiosk.

Situation:
XY e.V. hat vor zwei Jahren Mitarbeiter eingestellt (behinderte und nicht behinderte)
Für die Behinderten Mitarbeiter erhält der Verein diverse Förderungen und Zuschüsse in unterschiedlicher höhe der jeweiligen Löhne. Einen kleinen Teil erwirtschaften die behinderten Mitarbeiter Ihren Lohn selber.
Die nichtbehinderten Mitarbeiter Erwirtschaften ihre Löhne selber, mit teilweise kleinen bis mittleren Gewinnen.

Der Verein ist in vor ca. 2 Jahren innerhalb ca. 4-5 Mon. von 2 Mitarbeitern und 2 Bereichsleitern auf insgesamt 11 Mitarbeitern gewaschsen.
In der Zeit fangen Lohnunregelmäßigkeiten an. Einige Löhne werden zunächst halb bezahlt (i.d.r. die Hälfte) und der Rest Mitte bis Ende des Monats.

Nun nehmen wir an das XY e.V. seid ca. 1,5 Jahren alle Löhne nur zu 40 – 50% bis ca. dem 8. eines Monats bezahlt und den Rest entweder in 2 Raten oder einer Rate Zahlt zwischen dem 25. des Monats oder bis zum 3. des folge Monats.

Die Mitarbeiter von XY e.V. machen sich sorgen und fragen nun immer dringender nach und bekommen immer wieder die gleiche Antwort: „Nächsten Monat kommt das Gehalt Pünktlich und voll.“
Aber ein halbes Jahr tut sich nichts außer dieser Worte.

Auf einmal an in der vorletzten Woche eines Monats entschließt sich ein Vorstandsmitglied die Mitarbeiter aufzuklären über die Situation.
Es heißt:
Das was die Mitarbeiter erwirtschaften ist genug für alle kosten!
In der Vergangenheit seien viele Zahlen und Rechnungen übersehen worden oder liegen geblieben.
Diese Altlasten müssen bezahlt werden.
Auf anfrage der Mitarbeiter, um was für Altlasten es sich handele, wird geschwiegen.
Der Vorstand spricht davon das man zur zeit an einem Darlehnsvertragentwurf arbeitet. Im selben Atemzug wird widersprüchlich gesagt das es eine Zusicherung gibt das der Darlehnsbetrag zum spätestens 15. des Folgemonats auf dem Konto sein wird.
Auch auf die Mitarbeiter nachfrage, von wem das Darlehen kommt, wird geschwiegen.
Der Vorstand sagt auch das man die Mitarbeiter zu gegebener zeit informieren wird ob das Geld eingetroffen sei.
Der Vorstand erwähnte in dieser Besprechung, auf nachfragen, auch noch das es sein könnte das das Geld nicht kommt und das der Verein XY e.V. dann Pleite währe, da es sich ja um einen Darlehnsvertragsentwurf handelt. Betonte aber auch das es eine zusage gäbe für den 15. des folge Monats, als spätestens Auszahlungstermin.

Was sollte ein Mitarbeiter, der sein Gehalt selber erwirtschaftet, tun?
Was kann der Mitarbeiter tun?

Sollte er in einem solchen falle den besagten 15. abwarten oder sich sofort anderweitig umsehen?

Hei ^^
Das hört sich ja schlimm an Oo
In meiner alten Firma (1200 Mitarbeiter) gabs ein ähnliches Problem… sowas wurde dann immer schlimmer… ich bin dann geflüchtet in einen neuen Job, da meine Kosten ja gedeckt werden müssen. Kurz danach berichtete mit Kollgen, sie hätten teils schon seit 2-3 Monaten GAR KEIN Geld mehr bekommen…

Die Firma scheint grad Pleite zu gehen.
Wenn ihr arbeiten kommt müsst ihr auch bezahlt werden.
Wenn das nicht gewehrleistet werden kann, dann müsstet ihr Klage einreichen, aber sowas kann ja hierzulande Monate oder Jahre dauern… also nix wie weg da…

Danke, Arbeitszeugniss
Hi,
danke für deine Meinnung ich habe auch soewas ähnliches in der Ausbildung erlebt. Damals wahr ich HEILFROH das ich nach der Gesselenprüfung nicht übernommen wurde. Weil es dort genauso geendet ist.

Wie kann man elegnt ein Arbeitszeugnis verlangen ohne zu kündigen um sich was neues zu suchen, um nahtlos woanders anfangen zu können?

Hallo

Wie kann man elegnt ein Arbeitszeugnis verlangen ohne zu
kündigen um sich was neues zu suchen, um nahtlos woanders
anfangen zu können?

So etwas nennt sich wohl eher ein Zwischenzeugnis: FAQ 2027

mfg M.L.

Zwischenzeugnis
Hi David,

Wie kann man elegnt ein Arbeitszeugnis verlangen ohne zu
kündigen um sich was neues zu suchen, um nahtlos woanders
anfangen zu können?

*lach* das „elegant“ ist wohl der Knackpunkt :wink: Es gibt ja hier im Brett einige Leute, die die Wahrheit als die beste aller möglichen Lösungen ansehen („Hey Scheffe, ich will mir nach was anderem gucken, kannst mal ein Zeugnis für mich machen?“). Ob das auch für Dich und Deinen Chef die beste (und vor allem eleganteste) Lösung ist, kannst nur Du selber wissen.

Etwas weniger direkt sind Sachen wie ein Wechsel beim Vorgesetzten, neue Aufgaben, die Du intern übernommen hast, Abteilungswechsel, neuer Biggest Boss etc. War in dieser Richtung eventuell in der letzten Zeit mal was, das Du zum Anlass nehmen könntest?

Ansonsten sind Chefs für gewöhnlich auch nicht blöde und riechen bei jeder Frage nach Zwischenzeugnissen eh den Braten, grad wenn das Gehalt seit einiger Zeit nimmer regelmässig fliess, es also einen „Anlass“ gibt :wink: Da musst Du halt wissen, wieviel Ehrlichkeit schlau bzw. angebracht ist.

Aaber: das Problem kennen Personaler üblicherweise und nehmen’s einem nicht übel, wenn bei der Bewerbung zunächst das letzte Zeugnis „fehlt“. Kann aber sein, dass die das dann vor der Vertragsunterzeichnung sehen wollen oder so :wink:

*wink*

Petzi

Danke!!

Besagter Mitarbeiter ist selber in Bereichsleiter Position (vor 5Mon. aufgestiegen) hat aber auf grund diverser unstimmigkeiten und unregelmäßigkeiten, aus seinen augen nicht die tätigkeiten übernehmen können.
in der vorgesetzten ebene ist ein vorgesetzter, aus gesundheitlichen gründen, zur damaligen zeit gegangen. Daher wurden die zuständigkeiten neu geordnet. Und zusammen mit der aktuellen situation wird mit der gesammt bereichsleiterin auch seltsam verfahren. und beide wissen grad nicht wo vorne wo hinten ist. sowohl arbeitlich als auch finanziell.

Die sorge ist nur das die suche nach einer neuen gleichwertigen stelle langwierig sein kann und ob der Arbeitgeber auf grund des verdachtes steine in den weg legt oder vorher entlässt usw. weil besagter mitarbeiter ist eine wichtige kraft die einige wichtige bereiche erschließt!

Hallo David,

(vor 5Mon. aufgestiegen)

na, das ist doch prima :smile: Also ich meine nicht nur wegen des Aufstiegs sondern auch wegen der Ausrede an das Zwischenzeugnis zu kommen. Denn so kann er sagen, dass er das Zeugnis möchte, solange der damalige Vorgesetzte noch „greifbar“ ist bzw. sich an die Leistungen und Errungenschaften des Herrn X erinnert.

Eventuell kann der Herr X auch gleich mit einem Vorschlag (eventuell erstmal von jemandem der sich mit sowas auskennt prüfen lassen) dort antanzen und nur noch absegnen lassen :wink:

aktuellen situation wird mit der gesammt bereichsleiterin auch
seltsam verfahren. und beide wissen grad nicht wo vorne wo
hinten ist. sowohl arbeitlich als auch finanziell.

Das ist schlimm, aber für das Zeugnis mal irrelevant *g*

Die sorge ist nur das die suche nach einer neuen
gleichwertigen stelle langwierig sein kann

Ja, auch das kann sein. Vor allem im Moment ist das wohl nicht ohne Glück und/oder Hartnäckigkeit zu schaffen. Aber den ersten Schritt machste ja schon mit dem Zwischenzeugnis. Und die anderen folgen dann logisch und nacheinander.

u:nd ob der

Arbeitgeber auf grund des verdachtes steine in den weg legt
oder vorher entlässt usw. weil besagter mitarbeiter ist eine
wichtige kraft die einige wichtige bereiche erschließt!

Der Satz fängt irgendwie anders an als er aufhört :wink: Aber wie gesagt, ob so eine Bitte nach nem Zwischenzeugnis Dir verübelt wird, kann Dir leider hier echt keiner sagen. Ich denke aber, dass Du aufgrund der neuen Position seit 5 Monaten schon nen guten und halbwegs unverdächtigen Aufhänger für die Bitte nach nem Zwischenzeugnis hast.

*wink* und viel Erfolg

Petzi