Männer und ALkohol

Erklärungsversuch
Ich will einmal, entgegen dem normalen Trend hier, die Frage im Ausgangsposting aufgreifen und nicht deren Form oder ähnliches bemängeln etc…

Zur Erklärung:

-ich bin ein Mann
-ich nehme gelegentlich an diesem Männlichkeitsritualen teil

Meine Beobachtungen:

-sind empirischer Art
-sind nicht durch Studien oder ähnliches belegt (zumindestens nicht meines Wissens nach)

Nun zum Punkt:

Durch diese „Rituale“ - wie Du sie nennst - wird wieder einmal das ganz unterschiedliche Rollenverhalten von Männern und Frauen Transparent.

Es scheint gewisse Archaische Strukturen zu geben, durch die ein Mann Probleme hat, seine Gefühle offen zu zeigen. Viele Männer haben Angst davor, Ihre Gefühle zu teilen, weil Sie die Idee haben, daß dies für unmännlich gehalten werden könnte - oder auch als Schwäche ausgelegt würde. Natürlich geht es hier um den ganz normalen Alltag - nicht um Extremsituationen.

Zwei Probleme entsehen hieraus:

  1. Männer verlernen tendenziell Ihre Gefühle offen zu leben(Gefühlsabwehr, -blockade)
  2. Männer lehnen offene Gefühlsbezeugungen eher ab

Alkohol löst diese Probleme:

  1. Man findet einen besseren Zugang zu seinen eigenen Emotionen
  2. Man hat auch ein Alibi (schließlich ist man betrunken nicht mehr zurechnungsfähig) vor sich und anderen, wenn man diese Gefühlsbezeugungen zulässt.

Ich meine schon, daß gerade diese Alkoholexzesse bei Männern äußerst gefühls- also spannungsgeladen sind. Nich häufig entstehen z.B. überaus aggressive Stimmungen oder auch betont harmonische Atmosphären (verstärkt auftretender Körperkontakt wie Schulterklopfen oder ähnliches).

In der Tendenz meine ich schon, daß Frauen einen besseren Zugang haben zu Ihren Gefühlen und von daher eher weniger auf solche Rituale verfallen.

Aber es gibt sicherlich auch andere Motivationen Alkohol zu konsumieren - jedoch hat es schon viel mit Emotionen zu tun.

Ein Konsum bis über das Maß hinaus, welches einem bekommt bzw. gut ist, ist aber auf jeden Fall Signal dafür, daß hier etwas im Argen liegt (so wie selbst schädigendes Verhalten auch in minder schwerer Form stets ein solches Signal darstellt).

Ich hoffe, dies hilft zur Abwechslung ein bisschen weiter

Gruß
Patrick

Hallo Tino!

Soll ich vielleicht mal ernsthaft darüber schreiben, wie
Frauen sinnlos und ungehemmt alles nur irgendwie Essbare in
sich hineinfressen und auch danach aussehen?

Du bietest ersthaften Lesestoff an: aber was stellen wir bei betrachten des zweiten Teils des Satzes fest? (die Natur dieser Frage ist eher rhetorischer Art).

Achte doch bitte
darauf, wen Du mit Deinem haltlosen Rundumschlag ansprichst.
Du meinst jemanden, vielleicht sogar welche. Ich
tue das auch - und schreibe es dann so.

Ist dieser Rundumschlag haltlos? Vergleiche bitte auf folgender Seite die Zahlen zwischen Männern und Frauen:

http://www.sucht.de/fakten/alkohol.htm

Im umgekehrten Fall hast Du sicherlich auch Recht, daß Frauen von Essstörungen mehr betroffen sind als Männer - aber auch diese Frage verdient eine ernsthafte und problemlösungsorientierte Betrachtung: nur ist dies - um es mit Billy Wilder zu sagen - eine andere Geschichte…

Gruß
Patrick

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Zu der Englandsache: habt Ihr nicht mal so Reportagen gesehen, wo sie die Mädels mit eher wenig als was an zulaufen lassen und dann wild durch die Gegend gröhlen? Nicht Frauen, sonder Mädchen halt.
K

Huhu!

Vanessa, da hast Du Dir aber wirklich die „Rosinen“
herausgepickt (sozusagen selektive Wahrnehmung).

Nein, ich habe nur an den Punkten nochmal nachgehakt, wo ich noch Fragen hatte. Was soll ich den Rest nochmal zitieren, wenn ich den verstanden habe?

Also ich kann mich z.Z. nicht daran erinnern, ob es
hinsichtlich des Kontrollverlusts Geschlechtsunterschiede
gibt.

Schade, hätte ich nun echt zu gerne gewusst :wink:

Bye, Vanessa