Männer und Frauen getrennt im Sport

Motivation

…und frage mich, warum laufen solcherlei
für-sich-selber-tuer überhaupt zusammen mit anderen?
mein vorurteil ist, dass man sich dabei dann mehr auf die
anderen konzentriert, der flow sich dank ablenkung nur mässig
einstellt etc.
also, nochmal, warum?

Hallo Stefan,

Dein Vorurteil ist nicht ganz falsch. Man muss es wirklich trainieren, für sich selber zu laufen und weniger auf die anderen zu achten. Die Motivation, an einem Marathon teilzunehmen, kommt wohl bei den Für-sich-selber-Läufern daher, irgendwie ein Symbol für den eigenen Erfolg haben zu wollen. Ich bin z.B. sehr stolz meine Marathonmedialle. Die zeige ich nicht rum, nein, die hängt auch nicht an der Wand - aber ich schau sie mir manchmal an. Ich war nämlich total stolz, diese blöden 42 km ohne Blessuren überstanden zu haben. Das hat mit „Ich hab diese Leistung geschafft“ zu tun, nicht mit „ich war schneller als andere“.

Ankommen. Nicht auf die Uhr gucken. Das ist immer meine Devise. Wenn im Bekannten/Kollegenkreis jemand von meinem Hobby erfährt, sind die Reaktionen bezeichnend: Frauen sagen, dass sie das bewundern. Männer fragen fast immer sofort nach meiner besten Finish-Zeit und merken dann an, dass sie jemanden kennen, der schneller war als ich. Zudem wird von den Herrn der Schöpfung (egal, ob sie selber Sport treiben oder nicht) meist eine Diskussion über das „richtige“ Equipment begonnen - Ich finde, das spricht Bände!

Viele Grüsse
Anna