Mein Sohn will nicht in seinem Bett schlafen

Morgen Julia!

Zumindest ist mir keine Untersuchung bekannt die ein
entsprechendes
Ergebnis hätte. Kannst du da mit Neuerungen aufwarten die ich
noch nicht kenne?

Nein, mir genügt meine eigene Erfahrung, bzw. ist sie mir mehr
wert und ich gebe sie weiter. Ich verlange von niemandem, dass
er es glauben soll.

Da kann man dann auch nicht diskutieren, übrigens ich glaube die
Welt ist eine Scheibe und die Sonne dreht sich um uns.

Glaub es oder laß es!

Tschüss
Stefan

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Hi,

ich glaube die
Welt ist eine Scheibe und die Sonne dreht sich um uns.

Ach so. Na dann wird mir ja einiges klar.

Schönes Leben noch :smile:

Julia

Hallo,

Wioe gesagt wenn Du alles gelesen hast weist du das Kevin das
Erste Jahr im Krankenhaus lag und wir sehr viel nachholen
mussten.Eigentlich sind wir immernoch am
Nacholen(Ergo,integrative Schule und dergleichen)

Sei mir nicht böse, aber zu besagten Zivizeiten hatte ich ein paar Lehrgänge, und habe seit dem den Spruch eines der Ausbilder nie vergessen: „Eine Behinderung ist eine Erklärung aber keine Begründung“
Was er damit sagen wollte war, dass es abseits von den Dingen die wirklich aufgrund einer Behinderung nicht gehen/nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich sind, eine große Tendenz (gerade der Eltern) gibt, eine Behinderung als Begründung für jede Schwäche, jeden Fehler, … heran zu ziehen. Dies ist einerseits verständlich, hilft aber den Betroffenen nicht, sondern schadet ihnen sogar. Denn damit packt man sie in Watte, und behindert sie zusätzlich, indem man von ihnen weniger fordert als möglich wäre, wodurch sie auch weniger lernen, und weniger Fähigkeiten entwickeln, als ihnen eigentlich möglich wäre.

Die Leute mit denen ich damals zu tun hatte, waren alle mit 100% geistiger Behinderung versehen. Trotzdem konnten die auch nicht alle in meinem Bett schlafen, wenn ich Nachtbereitschaft hatte. Und wenn die das hinbekommen haben, dann frage ich mich schon, warum man dies nicht auch bei einem Kind hinbekommt, wo wir glücklicherweise nicht von solch massiven Behinderungen sprechen.

Verständnis, Mitgefühl, … gehört bei mir zur Stellenbeschreibung, und die Leute kämen sicher heute nicht aus einem Umkreis von diversen zig Kilometern zu mir, wenn sie plötzlich mit Betreuung, schwerer Krankheit oder Tod betroffen wären, wenn hier nicht eine massive Weiterempfehlung stattfinden würde. Allerdings halte ich nichts von „Bedauern“ und Gefühlshudeleien, sondern sehe Verständnis und Mitgefühl ganz praktisch. D.h. auf konkrete Probleme/Fragen gibt es von mir konkrete Antworten und Hilfestellungen. Jedem ist überlassen, diese dann anzunehmen oder auch nicht. Was ich aber überhaupt nicht leiden kann ist, wenn es dann polemische Antworten gibt, und jeder Versuch eines Herangehens als im konkreten Fall ungeeignet zurückgewiesen wird. Zum „Nur mal auskotzen und Streicheleinheiten abholen, aber am Problem nicht ändern“ bin ich der falsche Ansprechpartner.

Ich habe nicht bei einer der hier gegebenen Antworten gelesen, dass Du hierin einen geeigneten Ansatz sehen würdest, sondern immer wieder nur gefunden, dass die Entwicklungsverzögerung Grund genug ist, dass es so ist wie es ist … und Hilfe somit eigentlich ohnehin nicht möglich sei. Dies ist ziemlich schade für alle, die sich Mühe geben, und helfen wollen. Viel schlimmer ist dies aber für den Betroffenen.

Kinder können ziemlich grausam sein, und haben ein gutes Gespür dafür, wenn jemand angreifbar und verletzlich ist. Daher ist es um so wichtiger für ein Kind mit gewissen Handicaps, dass es diese nicht ständig als zulässige Begründung für jedes Problem um den Bart geschmiert bekommt, denn dies wird bei Klassenkameraden schnell nach hinten losgehen. Ein Kind was jede Nacht zu Mama und Papa muss, verpasst viel an Sozialisation (Sleep-over im Kindergarten, Schule, Urlaub - alleine - bei Verwandten und Freunden), und wird schnell zum Opfer von Spott und Verletzungen durch andere Kinder. Wenn sich die Sache hier aufgrund der Vorgeschichte etwas verzögert hat, dann ist dies OK, aber ich bleibe dabei, dass es trotzdem ein „Vorgestern“-Problem gewesen wäre. Ein oder zwei Jahre Verzug wären ja nicht das Thema gewesen, aber damit wären wir noch lange nicht beim heutigen Alter.

Gruß vom Wiz

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Hallo Wiz
Zu ersteinmal

Zum „Nur mal auskotzen und Streicheleinheiten abholen, aber am Problem nicht ändern“ bin ich der falsche Ansprechpartner.

Danke aber das habe ich auch noch nicht nötig.
Es ist wirklich nicht so das wir Kevin in Watte packen oder alles auf seine Defizite(bin mir jetzt nicht sicher ob das so richtig geschrieben ist) schieben wollen.Ich denke nur,daß er im ersten Jahr viel verpasst hat.Normalerweise ist eine Mutter(Vater)ja doch gerade in der ersten Zeit fast ausschließlich mit dem Neugeborenen zusammen.Das hatte er ja leider nicht.Klar waren wir täglich in den Kliniken wo er lag,aber ich Lieben Grussglaube das kann man nicht vergleichen.Ich glaube auch das er unsere Anwesenheit nicht komplett mitbekommen hat,da er ja auch ewig im künstlichem Koma lag.

Trotz alle dem glaube ich nicht daran,daß es nur daran liegt.Mit Sicherheit habe gerade ich den Fehler gemach ihen als Baby sehr zu verwöhnen,aber kann man mir das verdenken?
Im Moment sind wir ja auch auf einem ganz gutem Weg,denke ich.
Er muss Abends in seinem Bett einschlafen(das geht auch ganz gut)und wenn er Nachts wach wird darf er zu uns kommen.
Ist doch auf jeden Fall schon mal ne Besserung.

So wie Du siehst bin ich ja auch einsichtig.Also in diesem Sinne
Lieben Gruss
Alex

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Hi,

das Bett auf einer Wasserader steht

http://www.daserste.de/wwiewissen/beitrag_dyn~uid,gn…

Da Grundwasser gut erforscht ist und leider die Angewohnheit hat, sich flächig im Untergrund auszubreiten (Ausnahmen bilden da die Karstgebiete), kann das Bett nicht auf einer Wasserader stehen. Zumindest nicht auf einer, in der das gute alte grobstoffliche H2O fließt.

Ulrich

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Hallo Alexandra,

Aber dann kam die Nacht.Ich weiss nicht wie oft er vor meinem
Bett stand und ich ihn wieder weggeschickt habe.Heute Morgen
um 5Uhr lag er sogar kurze Zeit vor meinem Bett.Ohne Decke
oder irgentetwas.Bin dann auch aufgestanden und das wars dann
mit schlafen.

meine Tochter (inzwischen bald 29) ist zwar recht früh immer im eigenen Bett eingeschlafen, hat aber in der Stillzeit nächtens immer nach mir gerufen und ist, sobald sie das konnte, auch immer zu mir ins Bett gekommen.

Sie war dabei aber „nur“ die ersten sechs Lebenswochen im Krankenhaus, und das meinetwegen, ich hatte Probleme mit der Dammnaht. Aber das „nächtens schnell mal feststellen, dass Muttern noch da ist“ hat halt mit einem rein tagsüber geltenden „Rooming-in“ nicht funktioniert. Verstand ich ja auch, die anderen Mütter im Zimmer (normales Mehrbettzimmer, mit drei bis vier Betten) wollten ja auch ihre Nachtruhe.

Die Wanderungen dauerten an, bis meine Tochter ca. 12 Jahre alt war. Da ich alleine war mit ihr, hatte ich auch kein Problem damit. Und da ich mich lebhaft an nächtliche Ängste erinnern kann, die ich lange Zeit durchlebte, - auch mit dem Versuch, ins Elternbett zu wandern, auch mit Hohngelächter der älteren Geschwister, die mit mir das Zimmer teilten (bis ich zehn war), nichts half gegen meine Nachtängste - hatte ich auch nie ein Problem damit. Meine Tochter sollte nicht mit den Ängsten konfrontiert werden, wie sie mich selbst heute noch manchmal nachts alleine in der Wohnung plagen.

Wer kann mir Rat geben wie ich ihm klarmachen kann das es so
nicht weitergeht.

Das ist natürlich jetzt kein Rat für Dich, aber vielleicht ein Trost, wenn ich Dir schreibe, wie es mit meiner Tochter weiterging. Obwohl mir „kompetente“ Mitmenschen, wie z. B. meine Mutter, prophezeiten, dass dieses Kind nie und nimmer selbständig würde, wurde ich von anderen Müttern um die Selbständigkeit meiner Tochter (ich war voll berufstätig, logischerweise) beneidet.

Nach dem Abitur zog sie aus und hat, bis auf kleinere Pannen, ihr Studentenleben selbständig bewältigt (Elternunterhalt bei funktionierendem Studium sehe ich nicht als Unselbständigkeit an). Als sie ihr Referendariat schmiss, hat sie sich ebenso selbständig um Alternativen gekümmert.

Du kannst also immerhin sicher sein, dass Dein Sohn nicht notwendigerweise ein totat verhätscheltes Muttersöhnchen werden muss, bloß weil er jetzt noch nicht nächtens alleine zurecht kommt. Vielleicht gibt ihm Deine Anwesenheit jede Nacht sogar die Hilfestellung dafür, dass er später mit weniger Ängsten selbständig werden kann.

Lieben Gruß, Karin

Hoffnung
Hallo Alexandra,

wie unten geschrieben, bei uns kamen die Kinder auch ziemlich lange (und ob das daran lag, dass unsere Kinder besondere Bedürfnisse hatten oder daran, dass ich ein Anhänger des Systems Familienbett bin, lass ich mal außen vor) – aber heute sind unsere Söhne 15 und 16 und sie sind mir seit Jahren nicht mehr nachts in unserem Schlafzimmer begegnet.

Gruß
eklastic

Ein Wunder! Ein Wunder!
Hallo Ulrich,

man kann alles glauben, was gedruckt ist, angeblich wissenschaftlich untersucht oder im Fernsehen gesendet wird… viel Spass dabei.

Denn nach dieser Theorie muss bei uns ein Wunder geschehen sein, als wir beim Brunnen schlagen in der vom Wassersucher angegebenen Tiefe Wasser fanden. Denn zufällig weiß ich, wie tief bei uns das Grundwasser liegt (viel, viel tiefer als wir gebohrt haben).

Ich habe nicht den Anspruch, alle Leser hier davon zu überzeugen, dass es Wasseradern gibt. Für mich ganz persönlich ist meine eigene Erfahrung immer noch das maßgebende für meine eigenen Entscheidungen. Jeder glaubt das, was ihm am plausibelsten erscheint.

Julia

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Hallo,

Irgendwo im Thread hat sie geschrieben, dass das Kind nach der
Geburt ein Jahr lang im Krankenhaus lag.
Das ist just die Zeit, in der sich das Urvertrauen
herausbildet, und in der die Bindung zu den primären
Bezugspersonen entsteht. Auch, wenn du von der Ausbildung der
Pädagogen / Erzieher nicht viel hältst: Vielleicht hast du
Lust, über die Bindungstheorie von Bowlby und Ainsworth
nachzulesen (z.B. Wikipedia). Bist du dann immer noch so
sicher, dass alles an „fehlender Konsequenz und Strenge“ der
Mutter liegt?

Versteh mich bitte nicht falsch. Wie ich ja gerade auch noch mal der Fragestellerin geschrieben habe, sind bei der Vorgeschichte gewisse Verzögerungen überhaupt kein Thema. Und Bindungstheorien sind etwas, das mir durchaus (ohne all zu tiefen Hintergrund) etwas sagt, und mit dem ich auch durchaus etwas anfangen kann. Nur sehe ich trotzdem hier das Maß dessen überschritten, was man auch unter diesen Bedingungen noch als akzeptabel bezeichnen könnte. Und wenn die Fragestellerin jetzt sogar selbst sagt, dass sie hier jemanden ausgibig verwöhnt hat, dann liege ich vermutlich nicht so falsch. Und auch da ist es ja nicht so, dass mir das Verständnis dafür fehlen würde. Nur nützt dies dem Kind und der Mutter heute in der so entstandenen Situation natürlich herzlich wenig.

BTW: Ich habe auch gar nichts gegen Erzieher und ihre Ausbildung. Es soll auch jeder stolz auf die Dinge sein, die er beruflich erreicht hat. Nur fallen mir gerade im pädagogischen Bereich immer wieder „Welterklärer“ recht negativ auf, die sich über alles und jeden erheben, der vielleicht doch noch ein wenig mehr auf dem Kasten hat, und dementsprechend eine deutlich anspruchsvollere Ausbildung gemacht und über einen anderen Wissenshorizont verfügt.

Aber nachdem du weiter oben eine Warnung an alle Eltern
ausgesprochen hast, früh genug das Thema Schlafsituation
anzugehen, will ich meine Meinung dagegenhalten:
Kinder sind verschieden, und sie haben verschiedene
Bedürfnisse. Auch die Bedürfnisse von Eltern sind
unterschiedlich. Natürlich muss man sich überlegen, was man
tut. Aber auf keinen Fall sollen sich frischgebackene Eltern
unter Druck setzen lassen, mit ihren Kinder auf eine Art
umzugehen, die weder ihnen noch den Kindern entspricht.

Für manche Kinder kommt der Zeitpunkt, an dem sie die Nähe der
Eltern nicht mehr zum Einschlafen bzw. Schlafen brauchen,
schon mit ein paar Monaten. Bei anderen Kindern kommt er eben
später. Ich halte es für schlimm, wenn Eltern deswegen
grundsätzlich Versagen vorgeworfen wird. Kinder sind Menschen
sind Individuen.

Ganz sicher. Unser Sohnemann hat auch eine Weile bei uns geschlafen, und ich fand dies wunderbar (auch wenn ich in der Zeit wenig Schlaf bekommen habe). Und ich halte auch nichts von „Stichtagsregelungen“. Kinder sind unterschiedlich, und gut ist. Nur heißt dass ja nicht, dass es nicht gewisse Bandbreiten gibt, die für bestimmte Dinge noch OK sind. Und wenn die deutlich überschritten werden, dann sollte man darauf hinweisen dürfen.

Schaut man mal über seinen Tellerrad, z.B. nach Skandinavien,
sieht man, dass das Schlafen bei den Eltern bis ins
Vorschulalter durchaus auch als normal angesehen werden kann.

Ja, genau da kommen wir doch an den entscheidenden Punkt: Bis ins Vorschulalter. Das würde ich schon als recht extrem ansehen, aber OK. Aber im vorliegenden Fall geht es ja noch darüber hinaus.

Gruß vom Wiz

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post hoc - ergo propter hoc
Hallo

Oder vielleicht liegt es wirklich an irgendwas, woran du noch
gar nicht gedacht hast, z.B. weil es ihm im Kinderzimmer zu
warm oder zu hell ist, das Bett auf einer Wasserader steht
usw. usw.

Ich habe Deine Beteuerungen weiter unten gelesen.
Das ist ein sehr schönes und auch typisches
„Beispiel“ für 'post hoc ergo propter hoc.
( http://de.wikipedia.org/wiki/Post_hoc_ergo_propter_h… )

Grüße

CMБ

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OT: Nein.
Hi,

man kann alles glauben, was gedruckt ist, angeblich
wissenschaftlich untersucht oder im Fernsehen gesendet wird…
viel Spass dabei.

Gilt auch für die Beteuerungen der Wünschelrutengänger. Wobei die Geologie ihre Erkenntnisse schon seit Zeiten hat, in denen quotensüchtige Fernsehmacher noch keine Rolle spielten, weil es solcherlei Dinge nicht gab.
Denn die Menschen, die früher Bergbau betrieben, mußten sich damit beschäftigen.

Denn nach dieser Theorie muss bei uns ein Wunder geschehen
sein, als wir beim Brunnen schlagen in der vom Wassersucher
angegebenen Tiefe Wasser fanden. Denn zufällig weiß ich, wie
tief bei uns das Grundwasser liegt (viel, viel tiefer als wir
gebohrt haben).

Ihr habt aber nur einmal gebohrt? Woher kannst du also wissen, daß an anderen Stellen nicht auch Wasser in einer unvermuteten Tiefe vorkommt? Wie kannst du ausschließen, daß andere Stellen garantiert trocken sind?

Den Rest bitte notfalls im Parabrett, da hier das falsche Brett ist.

Ulrich

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