Metal 80er/90er Tipps Vergleichbares heute?

Nu Prog

Wie würdest Du es denn bezeichnen wollen?

Vielleicht WILL ich das ja gar nicht. *g*
Aber gut - „normalerweise“ würde man diese Sachen als Progressive Metal bezeichnen, aber wie alle Schubladen ist auch diese für manche Interpreten viel zu klein…

Man kann den Begriff doch herleiten.

Sicherlich, aber ich persönlich habe einfach was gegen Schubladen. Und wenn dann noch so Begriffe wie „Neo“, „New“ oder gar „Nu“ ins Spiel kommen, rollen sich meine Fußnägel hoch!
Und noch einmal: „Images and words“ steht alles andere als am Anfang eines wie auch immer genannten Genres. Kann ja sein, dass sie Dir persönlich zum ersten Mal dieses Genre bewusst gemacht hat, aber vorher gab es durchaus ein paar andere Platten, die „den Neo-Prog-Metal begründet“ haben (was natürlich kein Qualitätsmerkmal, sondern lediglich eine Tatsache ist).
Und was meine Ablehnung dieser Scheibe angeht: wenn sie insgesamt ein bisschen weniger schmierig und das Schagzeug auch nach Schlagzeug klingen würde, dann könnte ich sogar LaBries Gejaule ertragen…

das Live-Album
Übrigens gibt es von DT auch noch ein anderes Live-Album, nämlich „Live at the Marquee“. Kam direkt nach „Images and words“. Obwohl da LaBrie natürlich schon mit dabei ist, ziehe ich das der Megaproduktion „Once in a livetime“ vor…

Metal-Tipps Auswertung
Hallo Metal-Fans,

vielen Dank für die umfangreichen Tipps. Ich habe in die Alben aller von euch genannten
Bands, die ich noch nicht kannte, reingehört.

Das Album „Permission to land” (2003) von The Darkness hat mich gleich in die damalige
Zeit zurückversetzt, Musik nicht schlecht, leider entsetzlich kreischige Stimme, aber an sich
ein Treffer und vergleichbar mit den von mir aufgezählten Bands.

Von Helloween mag ich genau einen Song, ansonsten sind die nicht so mein Stil, daher war
ich überrascht, dass ich Masterplan gar nicht so schlecht fand, der Song „When love comes
close“ gefiel mir am besten. Auch Masterplan erinnert mich an damals, wohl wegen
Helloween.

Dream Theater z. B. kannte ich schon. Als ich mir die nochmals angehört habe, fiel mir
wieder ein, warum ich von denen nicht so begeistert war. Die Musik finde ich zwar nicht
schlecht, aber die Überlängen der Songs mag ich nicht (ich hasse auch Instrumentalstücke).

Und das war es auch schon mit den Erinnerungen an die „gute alte Zeit“! Mit den restlichen
Bands kann ich leider nichts anfangen (gefallen mir nicht) und auffällig finde ich, dass diese
alle einen ähnlichen Stil haben (auffällig hier auch die oft lange Laufzeit eines Tracks, also
nicht die üblichen 3-5 Min.), jedoch alle stilmäßig NICHT vergleichbar sind mit den von mir
genannten Bands, die da waren z. B.:
Cinderella, Poison, Pretty Maids, Bonfire, Warrant, Queensryche, Bon Jovi (nur die
ersten 3 Alben), PC 69 (die ersten 2 Alben), Enuff Z’Nuff (bis zum genialen „Strength“),
Def Leppard etc.

Da ich davon ausgehe, dass alle Tippgeber vorgenannte Bands kennen, komme ich zu dem
Schluss, dass der gegenständliche Stil mehr oder weniger nur durch neue Alben von eben
diesen Bands weitergeführt wird, wobei die sich teilweise leider auch verändert haben, sofern
sie denn bis heute neue Alben veröffentlichen. Vielleicht besinnt man sich ja irgendwann
wieder auf den „Hair Metal“, man soll die Hoffnung nicht aufgeben …

Grüße
Kris

Vielleicht
besinnt man sich ja irgendwann
wieder auf den „Hair Metal“, man soll die Hoffnung nicht
aufgeben …

Oops, durch die Prog-Diskussion habe ich Dein ursprüngliches Anliegen völlig aus den Augen verloren.
Hier noch ein Tipp, den ich eigentlich gleich loswerden wollte:
BANG TANGO - Dancing on coals

Dann gibt’s bzw. gab’s da noch Bands wie Y&T, White Lion, Kingdom Come, Dokken, Thunderhead, Treat, Domain, Quiet Riot und und und…
Und vielleicht solltest Du auch mal die Solo-Platte von Tony Iommi antesten.

Übrigens noch ein Buchtipp zum Thema: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0743231570/302…
Das Buch macht wirklich Spaß, wenn Du was von der Materie verstehst (und das tust Du ja offensichtlich).

Viel Spaß, HOFee

Und wer lesen kann, ist auch mal wieder im Vorteil - es geht ja um aktuelle Bands, die sowas machen. Mir fällt gerade nur Gotthard ein. Und warum SOLLTE man sowas bitteschön heute noch machen!?! *g*

Okaaaay …
Hallo HOFee,

das ist jetzt aber nicht dein ernst, oder?!?! Und um deine Frage zu beantworten:
Weil es geniale Musik ist! Weil die deshalb mal erfolgreich war. Ja, ich weiß, ist
Geschmackssache. Ich HASSE ja auch 70’s Rock. Und ob Madonna so weit gekommen
wäre wenn sie ihren Stil den Trends nicht angepasst hätte, ist auch fraglich.

In den 80ern konnte man sich in den Pop-Charts nahezu alles anhören, heute läuft
da zu 99 % Dreck (und das Schlimme: Leute kaufen diesen hirnlosen PC-Müll!). Der
Metal scheint sich genauso negativ weiterentwickelt zu haben wie der Pop und ich bedaure
dies zutiefst. Es gibt ja immer irgendein Revival und vielleicht erinnert man sich auch
wieder des Hair Metals, zumal Metal-Anhänger heute einen ganz anderen Status haben als
vor 10 Jahren, wo man noch schräg angeschaut wurde, wenn man schwarze Klamotten trug
und sagte, man mag diese „Musik“ (ich erinnere mich an die Blicke, als ich 1991 in der
Berufsschule mit einem T-Shirt von Pungent Stench, Aufdruck des Albums „Been caught
buttering“ - welches nun wirklich nicht „schlimm“ ist –, auftauchte, war natürlich pure
Absicht meinerseits *g*). Metal ist heute in den Charts und damit salonfähig, was ich heute
auch eher positiv empfinde, früher hätte es mir davor gegraut (ich war ja auch mal jung …).

Danke übrigens für den Buch-Tipp, das werde ich mir bei Gelegenheit zulegen,
hört sich nämlich sehr interessant an. Die von dir genannten Bands kenne ich schon. :smile:)

Grüße
Kris

das ist jetzt aber nicht dein ernst, oder?!?!

Nur semi-ernst… :wink:

In den 80ern konnte man sich in den Pop-Charts nahezu alles
anhören, heute läuft
da zu 99 % Dreck (und das Schlimme: Leute kaufen diesen
hirnlosen PC-Müll!).

Ich habe darüber auch mal nachgedacht. Auch wenn ich Dir grundsätzlich vielleicht Recht geben will, wage ich mich dann doch nicht, das zu kritisieren, denn in den 80ern war ich selber so alt wie die Kiddies heute, und schon damals sagten die Älteren, dass in den Charts nur noch Müll ist. So ist das nun mal.
Die Vermarktungsmechanismen heute sind natürlich wesentlich ausgereifter, und es können noch mehr Leute erreicht werden. Dass das auch auf Kosten der Qualität gehen muss, ist nicht wirklich unlogisch…

T-Shirt von Pungent Stench

Aha, also doch nicht nur Hair-Metal! *g*
Aber stimmt schon - heute laufen die Kids mit Cradle of Filth-Shirts, auf denen habnackte blutendene Schönheiten drauf sind, 'rum. Stören tut sich daran kaum jemand. Immerhin laufen heutzutage nachmittags ja auch offene OPs im Privatfernsehen…
Ob ich das allerdings gut finden soll, weiß ich auch nicht. Wenn ich sowas bei uns in der Schule sehe, dann muss ich darüber sehr schmunzeln. Aber genau das wollen die ja gar nicht erreichen, und man fragt sich schon, was sie noch alles „anstellen“ könnten, um die Aufmerksamkeit zu erreichen, die sie vielleicht gerne haben wollen…

Danke übrigens für den Buch-Tipp, das werde ich mir bei
Gelegenheit zulegen,
hört sich nämlich sehr interessant an.

Gut und unterhaltsam an dem Buch ist vor allem, dass da jemand ist, der sich anscheinend absolut über diese Musik definiert und total dabei abgeht, sie zu zerreden. Macht Spaß (vor allem, wenn man die Sachen auch alle kennt)!

Die von dir genannten
Bands kenne ich schon. :smile:)

War mir dann auch klar, nachdem mir der Ausgangsthread auch inhaltlich bewusst wurde…