Ministerrenten

  1. halte ich diese Renten für zu hoch

Was wäre denn angemessen und warum?

Bei solchen Politikern (Kanzler und BP sind natürlich nicht gemeint) würden 5.000 € vollauf reichen. Will der Politiker mehr, soll er sich was fürs Alter zurücklegen… wie es alle AN machen müssen.
Aber: „unsere Renten sind sicher“ meine schon unser Nobbi. Leider meinte er seine eigene.

  1. hat sie keinen Cent dafür eingezahlt.

Darum geht es hier auch nicht. Der entscheidende Aspekt ist
derjenige, dass jemandem, der aus seinem Beruf ausscheidet und
ein politisches Amt bekleidet, obwohl er nicht weiß, wie lange
er dieses hat und ob er danach jemals wieder in seinen Beruf
zurück kann, abgesichtert sein muss. Andernfalls würde sich
keine qulifizierte Person, die ggf. noch Partner und Kinder zu
versorgen hat, bereit erklären, ein solch unsicheres Amt zu
bekleiden. Das könnten dann also nur diejenigen machen, die
ohnehin im normalen "Berufs"leben nicht in die Rentenkasse
einzahlen.

Also auch für Selbständige? Denn die geben auch ihren Arbeitnehmerplatz auf um in eine ungewisse Zukunft zu gehen.
Doch die müssen ansparen um im Alter versorgt zu werden.
Also auch für Selbständige Staatsknete?

  1. außer ein paar spektakuläre Aktionen (medienwirksame) war
    von der Dame nicht zu hören.

Und jetzt? Soll jetzt über einen Rentenanspruch danach
geurteilt werden, ob man die Ausübung des Amtes gut oder
schlecht fand? Wer bestimmt das? Das Volk durch Abstimmung?
Dann sind wir wieder bei denen, die ohnehin keinem Beruf
nachgehen und für das Alter vorsorgen.

Nein, hier in diesem Punkt gebe ich Dir Recht.

  1. kassiert sie nicht nur diese unverdiente Rente sondern
    bekommt m.W. auch sonst noch Zuschüsse aus dem Staatssäckel
    (z.B. Bürokostenzuschüsse).

Und warum sollte ein Minister die nicht bekommen?

Warum soll er sie bekommen? (die Zuschüsse)

Es ist einfach unlogisch warum Politiker wesentlich mehr
Altersbezüge bekommen als … sagen wir mal leitende
Angestellte.

Eben weil sie in der Zeit nicht in der Wirtschaft oder sonstwo
arbeiten, wo sie in die Rentenkasse einzahlen, und nicht
wissen, ob sie nach ihrer Amtszeit jemals in den Beruf zurück
kommen. Wenn der Staat denen nicht garantieren kann, dass sie
abgesichert sind, wird kein halbwegs qualifizierter Mensch,
der eventuell noch eine Familie versorgen muss, diesen Job
machen.

Wie ich oben schon sagte: bei Selbständigen trifft genau das gleiche zu. Dazu kassieren, wie ich in meinem Artikel schon geschrieben habe, immense Summen in x Aufsichtsräten und für Reden.
Das muss verboten werden. Wenn ein Beamter, ein Angestellter nebenbei arbeitet und damit Einkünfte erzielt, muss er das seinem AG sagen. Und arbeitet so einer auch noch beim Mitbewerber ist das evtl. ein Grund zur Entlassung.
Nicht beim Politiker. Bei ihm wird ohne Frage angenommen, dass er gegen Beeinflussung durch Geld immun ist.
Grüße
Causa