Hallo Kurt,
gehe ich recht in der Annahme, daß die Fäden um den 22./25. Juni gezogen wurden, die OP-Wunde inzwischen geschlossen ist und die Wundverhältnisse reizlos (d. h. die Wunde ist geschlossen, suppt nicht, ist nicht übermäßig gerötet, etc) sind? Dann spricht nichts gegen das Ausnutzen des Wetters. Ansonsten bestünde in der Tat die Gefahr einer Wundinfektion durch irgendwelche Bazillen.
Worauf Du allerdings unbedingt achten solltest: die Wunde für mindestens ein halbes Jahr nicht der prallen Sonne (gilt auch für Solarium) aussetzen! OP-Narben sind an sich nicht mehr in der Lage, Farbpigmente zu bilden und bleiben weiß, allerdings kommt es häufig vor, daß sie durch das Sonnenlicht hyperpigmentieren - das bleibt dann auch so und Du rennst Deinen Lebtag lang mit einer braunen Narbe durch die Gegend. Ein anderer Punkt ist: unter UV-Licht-Einfluß können relativ frische Narben Wucherungen bilden, die per Laser oder konservativ (per Skalpell) abgetragen werden müssen.
Dem beugst Du vor, indem Du die Wunde im Schwimmbad (daß Du Dich in der Zeit zwischen 11:00 und 15:00 Uhr lieber in eine schattige Ecke zurückziehen solltest, muß ich wohl nicht extra erwähnen, oder?) mit einem SunBlocker (LSF 50 und immer hübsch gemäß der Gebrauchsanweisung nachcremen) ‚verarztest‘ oder sie mit Papierpflaster (Micropor oder ähnlichem) abklebst. Ich weiß, das Pflaster ist nicht wirklich kleidsam, aber sehr effektiv. Nach dem Schwimmen immer Pflaster wechseln (keine Angst, Micropor hat eine recht geringe Klebkraft, d. h. Du ziehst Dir beim Abziehen nicht die halbe Haut vom Leib), die Narbe - besonders bei Chlorwasser - mit einem Klecks Duschgel abduschen und gut trocken tupfen (nicht wild reiben!), weil Wassertropfen auf der Haut wie ein Brennglas wirken. Am Abend cremst Du die Narbe dann gründlich mit Bepanthen oder einer Feuchtigkeitslotion ein.
Wenn Du diese einfachen Regeln befolgst, kann nichts schief gehen. 
Grüße
Renee