hi mike,
In der gegenwärtigen Form des „kapitalismus mit menschlichem
Antlitz“ geht es uns so gut wie nie.
genau! hauptsache uns geht es gut, dann ist ja alles gut! da kann man dann auch ganz prima mit leben!
Wie können weitgehend sagen, was wir wollen.
nur solange, wie wir nicht gefährlich werden. ansonsten gibt es berufsverbot oder andere ächtung und repressalien gegen ein geordnetes leben. ich muss es wissen ;o)
Unsere Lebenserwartung ist sensationell hoch.
ich bin auf der expo auch in dem pavillion gewesen, wo die unterschiedlichen lebenserwartungen nach nationen benannt wurde. deutschland war nicht mal unter den top 15, und es gab auch länder mit durchschnittlich unter 40. beschämend.
Unser Einkommen und das weiter Bevölkerungsschichten übersteig
das Unbedingt nötige Minimum um einiges.
das in dieser welt ja, das ist aber kein indikator für gerechtigkeit.
Und: was wollen denn die leute: Friede, Freude,
Schweinsbraten…
frieden: balkan, nordspanien, korsika, nordirland - das ist nur in europa.
freude: lass ich mich nicht weiter zu aus;
schweinsbraten: mks und bse
Kling vieleicht hart, aber so ist es. Die leute kümmern sich
nicht um Klassenkampfparolen, wenns Fressen stimmt.
ein egoismus, der den mächtigen wohl zu passe kommt, ja. kein wunder, wer die medienmacht hat …
Tut mir ja ehrlich leid für alle Hardcore-Sozialisten
tut mir leid für alle!
Ja, natürlich gibt es Armut.
ABER diese Armut betrifft nicht weite Teile der Bevölkerung,
sondern eine Minderheit.
kommt immer auf den breitengrad an, von dem man die betrachtung beginnt!
Ja, natürlich gibt es ein Soziales Gefälle.
Aber wie willst Du es regeln, das alle auf gleich hohem (nicht
niedrigem) Lebensstandard leben.
es sollen nicht alle unbedingt gleich sein - aber das gefälle darf einfach nicht so krass sein.
Der Mensch ist nun mal
selbssüchtig und egoistisch.
ist es angeboren, oder sozialisiert. ich meine, letzteres. es hebt den menschen vom tier ab, dass er genau über diesen sachverhalt reflektieren kann und sich auch gegen seinen trieb entscheiden kann.
Wenn ich was arbeite, dann will
ich auch Kohle sehen… so einfach ist das. wer mehr arbeitet,
kriegt mehr Kohle…
was arbeitet frau elizabeth II in england zB - die jetzt sogar schon geringere orden zurückfordert, wenn es höherrangige gibt, um ca. 2000 pfund im jahr zu sparen …
(gut, einige der unverschämt hohen Salärs für irgendwelche
Direktoren will ich mal übergehen…)
… da nähern wir uns ja schon dem punkt …
Zum thema Kapitalismus an sich.
natürlich müssen „die Massen“ auf einem hohen Lebensstandard
gehalten werden. wer würde denn sonst die ganzen tollen neuen
Sachen kaufen… Handys… Computer… Waschmaschinen
eine produktion funktioniert ganz ohne mensch, warum … und solange es billiglohnländer gibt, in die wir produktionen auslagern können, wie nach china zB oder wo die arbeitskräfte (polen) gar zu uns kommen, um für hungerlöhne sich unterdrücken zu lassen, dann lässt sich das immer noch weiter drücken
Fakt bleibt: Arme Leute kaufen nix. Damit sind die als Markt
unattraktiv.
auch die kaufen was, aber das ist nen off-topic ;o)
Wer, wenn nicht „das Volk“ soll denn die
Produktion abnehmen??? die paar Reichen können au net mehr
als 2 Schnitzel fressen (bitte jetzt cum grano salis
verstehen). Das Ausland? das produziert doch selber…
ich kann hundert volkswagen produzieren, oder ein bugatti. und wenn der herr piech mal keine arbeitskräfte mehr braucht, was wird er wohl produzieren …
Das Problem des Vulgärsozialismus bleibt, das es die
Wirtschaft als ein Nullsummenspiel versteht. aber das ist es
nicht.
vulgärsozialismus kenne ich nicht. wirtschaft ist auch nie ein nullsummenspiel. es gibt für die wirtschaft zwei wichtige indikatoren: wie produktiv ist sie, und wie moralisch/ethisch sinnvoll …
Es ist ein Spiel, bei dem alle Gewinnen können.
… das hat ja die letzte börsenblase gerade wieder gezeigt. es können nur dann alle gewinnen, wenn alle partizipieren! wenn alle gerecht partizipieren, dann ist das in ordnung. frag aktuell mal beim lufthansa-bodenpersonal nach, mach dir das vergnügen!
Die einem mit höheren finanziellen Gewinnen, die anderen mit
einem Höheren Lebensstandard und damit mehr Lebensqualität.
und die anderen mit dem segen gottes, na klar! seit jahrhunderten!
Dem wirkt übrigens auch der Schuldenabbau des Bundes nicht
entgegen. gerade die Finanzierung „auf Pump“ ist unsozial, da
dies langfristig Steuergelder (von allen) auf die Gläubiger
(net grad der ärmliche Teil der Bevölkerung) umverteilt.
da gebe ich dir bedingungslos recht! auf pump ist immer auf kosten der kommenden generationen, eine ungerechtigkeit sonder gleichen. ich warte auf die generation, die nicht nur den schuldenberg abgebaut, sondern auch einmal was für die kommende generation als guthaben überlässt. wer das macht, der verdient meine achtung!
btw: die immense privatisierung von bundesunternehmen ist eine der schlimmsten geschichten überhaupt. die unternehmen hätten genausogut in volkseigentum fit gemacht werden können. imho hätten die unternehmen zwar sicherlich teilprivatisiert werden können, aber nicht komplett verschleudert werden sollen.
da Problem liegt auch in der immer noch hohen
Arbeitslosigkeit.
und da schliesst sich immer wieder der kreis! unser gesellschaftssystem fördert uneffektivität und nichts-tun.
Und nachdem alle egalitären Gesellschaftssysteme kläglich
gegen die harte Wand der Realität geknallt sind, bleibt
eigentlich derzeit nur das kapitalistische mit einigen
sozialen Aspekten übrig.
stimmt. das es übig geblieben ist, heisst aber nicht, das es nicht auch eines tages an die wand fährt. solange ein system nur durch wachstum gewinnen kann, wird es irgendwann an seine grenze kommen. irgendwann ist schluss.
man kann wunderbar gegen das derzeitige System polemisieren,
aber wie kann man es wirklich besser (!!!) machen???
Mir fällt nix ein.
Dir?
bestimmte sachen, ja!
gruss marian