auch wenn sich
das vielleicht ein wenig makaber anhört.
Nein, das tut es ganz und gar nicht - ich habe das Heike auch oben in „Sonstiges“ geschrieben.
Es gibt schreckliche Orte, Situationen und Arten zu sterben. Ihr Freund hat sich einen schönen Ort und eine gnädige Art gewählt. Vielleicht hätte ich das in seiner Situation auch getan.
ich habe Deine Geschichte lesend verfolgt und habe nun gerade Deine Nachricht gesehen, dass Dein Freund gestorben ist.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie Du Dich jetzt fühlst. Was mir bei sowas ein Trost ist, ist die Vorstellung, dass sich Dein Freund jetzt irgendwo befindet, wo er nicht mehr leiden muss. Er ist jetzt frei. Vielleicht irgendwo hinter dem Regenbogen, wo er auf Dich wartet.
ich habs fast gedacht…
Grad selbst einen Freund verloren, weiß ich in etwa, wie Du
Dich fühlst.
Hey und Du hälst es aus, der Mensch hält viel aus. Es nützt ihm
doch nichts, wenn Du jetzt schlapp machst und ich glaub nicht,
daß er dies gewollt hätte.
Alles nur Worte…ich weiss ja.
Liebe, ganz liebe Grüße
d.
heute Nachmittag hat man mich angerufen, mein lieber, bester
Freund lebt nicht mehr, er ist im Stadtwald von Frankfurt tot
aufgefunden worden, er ist an Schwäche und Unterkühlung schon
am Montag gestorben. Ich bin in tiefer Trauer, aber ich bin
auch gleichzeitig froh, dass er nicht mehr leiden muss, er
vegetierte zuletzt nur noch vor sich hin. Ich vermisse ihn so
sehr, so dass ich denke, ich halte das nicht aus…
ich weiß nicht wer sich an das erinnert was ich vor einiger
Zeit schrieb. Ich schrieb, dass ich so traurig bin, ich habe
einen guten Freund der bald an einer Krankheit sterben wird.
Er hat PLM, das ist eine Krankheit wie Kreuzfeld Jakob, nur
trifft es meistens den HIV-Postiven. Leider ist er so ungefähr
300 km von meinem Wohnort in ein Sterbehospiz gekommen. Ich
kann ihn selten besuchen, aber dafür telefonieren wir oft. Er
ist schon so verwirrt, dass er mich manchmal nicht erkennt, er
kann auch kaum laufen und er lallt beim sprechen. Ich kann
kaum verstehen was er sagt. Das Schlimme an der ganzen Sache
ist jetzt, dass er wohl das Haus unbemerkt verlassen hat und
seit über 2 Tagen und Nächte verschwunden ist. Die Kripo hat
sich eingeschaltet, ich telefoniere schon den ganzen Tag mit
ihnen, wir spekulieren und beraten, man denkt, er wolle
vielleicht zu mir, weil er doch so Heimweh hat, aber der Arzt
von meinem Freund sagte, er wäre nicht fähig eine Stufe des
Zuges zu besteigen. Er hat sich sicher verirrt und kann sich
nicht artikulieren, laufen kann er auch kaum. Ich bin so
verzweifelt bei diesem Gedanken. Ich weiß nicht einmal ob mein
Posting hier an der richtigen Stelle ist, aber ich muss mich
jemanden mitteilen. Was kann ich nur tun? Lieber Gruß Heike
Danke…
er wollte sicher würdig sterben und nicht in einem Hospiz, wir hatten früher mal davon geredet, ich kann mich daran erinnern, dass wenn wir uns das aussuchen könnten, er im Wald sterben wollte, in der freien Natur, einfach hinlegen und sterben…ich danke Euch für den Trost und die Hilfe, ich bin so traurig, ich weiß aber, dass es ihm jetzt gut geht…
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Einmal das, und falls der Stadtwald wirklich ein Wald ist…
der Frankfurter Stadtwald ist ein schöner großer Wald, auch wenn der Frankfurter Flughafen direkt „nebenan“ liegt. Es ist das größte Naherholungsgebiet in Frankfurt und ich kann Heikes Freund gut verstehen, warum er dort hingegangen ist, um einzuschlafen. Man kann dort kilometerweit laufen und sieht wirklich nur Bäume, Bäume, Bäume. Ich habe fast mein ganzes Leben am Rande dieses Waldes verbracht und bin immer gerne dort spazieren gegangen.
von meinem Wohnort ist Frankfurt ca. 300 km weit entfernt, ich habe meinen lieben Freund ein paar Mal besuchen können, ich kenne die Frankfurter Innenstadt und den Stadteil wo das Hospiz ist. Mich wundert es, dass er bis in den Stadtwald fand, er musste ja Stunden gebraucht haben, aber er hatte ja Zeit…
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