1953

Nachhitler-Konzepte

Etwas Neues schaffen? Die meisten dachten doch an die gute
alte Monarchie zurück. Einige dachten ja noch an Willhelm den
Zweiten. Es stimmt, dass so gut wie keiner (zumindest kenn ich
keinen) eine Demokratie wollte.

Ich will die Diskussion hier nicht neu entfach, aber nochmal Widerspruch gegen Deine Darstellung der Widerständler einlegen. Für die Putschisten von 1938 war die Monarchie noch die entscheidene Alternative. Aber auch bei denen setzte sich zunehmend die Auffassung durch, dass das Volk das nicht mehr wollte.-

Nicht umsonst setzte die Nazipropaganda nach dem 20. Juli 1944 auf den Anti-Adel-Reflex der breiten Masse.

Aber spätestens nach dem Scheitern der Pläne von 1938/39 wurde eine Generation aktiv, die auf der Suche nach dem dritten Weg war. Sozialismus war für diese kein rotes Tuch mehr. Und sogar ein Graf Stauffenberg war wahrscheinlich eher für den Reichskanzler Julius Leber (SPD) als Carl Goerdeler.

Also bitte nicht die Nazipropaganda von den ostelbischen Junkern fortsetzen!

Und auch das GG ist ja etwas anderes.

Klar, man lernte aus Weimar (und der Staat wurde etwas
undemokratischer…)

Auch das ist ein eine eigene Diskussion wert. Aus dem Fehler direkter Demokratie kannst Du nicht einen Mangel an Demokratie an sich ableiten.

Gruß,
Andreas