Parallelschaltung

Hallo Carsten,

dann liegt es nicht an der zu fließenden Ladung, dass die
Spannungsquelle zusammenbricht,
sondern an dem Innenwiderstand der Stromquelle?

Grüße
Patrick

Jein!
Hängt stark davon ab, was du als Spannungsquelle verwendest:
Verwendest du einen geladenen Kondensator als Quelle (ohne die Möglichkeit, diesen nachzuladen) wird die Spannung bei Entladung exponentiell sinken - hier kommt wirklich der Effekt zum tragen, dass die abfließende (sich ausgleichende Ladung) abnimmt. Zusätzlich wird hier auch noch der Innenwiderstand des Kondensators und eben der Widerstand der Leitungen wirksam sein.

Bisher wurde in diesem Thread hauptsächlich davon ausgegangen, dass du eine Quelle hast, die neue Ladung generieren / nachliefern kann. Und da hängt das Zusammenbrechen der Spannung wirklich nur an Innenwiderstand der Quelle und der Leitung.

Im normalen Betrieb will keiner diese Widerstände haben - im Störungsfall (Kurzschluss) entscheiden sie ggfs, ob du danach noch was reparieren kannst oder ob du bei größeren Anlagen 'nen einzigen Klumpen Metall für die Verschrottung hast. Es gibt also Gelegenheiten, da wünscht man sich sogar den Innen- und Leitungswiderstand.

Übrigens: meintest du wirklich „Stromquelle“? Dann wird unabhängig von allem was da (nicht) dran hängt, immer der gleiche Strom fließen. Der Kurzschluss mit supraleitendem Material entspricht dem Leerlauf an der Spannungsquelle. Und der an der Spannungsquelle unerwünschte Kurzschluss mutiert bei der Stromquelle zum Leerlauf (mit einem wunderschönen Störlichtbogen).
Bei normaler Belastung dagegen ist der Unterschied verschwindend gering.
Mal abgesehen davon: Spannungsquellen kann man leicht bauen (macht man auch in alle Größenordnungen), Stromquellen erfordern im Allgemeinen einen größeren Aufwand.

Gruß
peherr

dann liegt es nicht an der zu fließenden Ladung, dass die
Spannungsquelle zusammenbricht,
sondern an dem Innenwiderstand der Stromquelle?

…der Spannungsquelle.

Wenn Strom durch einen Widerstand fließt, dann fällt dort Spannung ab.
(Wenn Wasser durch einen Leitung fließt, sinkt der Druck)
Je höher der Innenwiderstand einer Spannungsquelle ist, desto mehr Spannung fällt bei Stromfluß ab.
(Je dünner das Rohr eines Wasseranschlusses ist, desto mehr Druckabfall ergibt sich, wenn man Wasser laufen lässt)

Wenn kein Strom fließt, hast Du die volle Spannung, man spricht bei Trafos schon mal ganz gerne von der Leerlaufspannung.

Ach, nochwas, bevor Du fragst: Dieser „Innenwiderstand“, das ist kein Bauteil, was irgendeiner eingabut hat, sondern das ist eine Eigenschaft einer Spannungsquelle. Jede Spannungsquelle hat einen Innenwiderstand.

Danke. :smile: