Hallo Xantia,
Ich weiß zwar, wo alle Knöbbscher
sind. Ich bin aber jedesmal unsicher, ob ich nun wirklich
alles so gesichert habe, dass es erstens gut so ist und
zweitens der Kasten danach noch läuft.
seit zehn Jahren administriere ich Windows-Netzwerke, und dennoch geht es mir genau so wie Stefan. Microsoft dokumentiert seine Produkte nicht. Zwar sind die entspr. Entwicklerdatenbanken bei MS wirklich gut bestückt, und zu jedem Problem finde ich einen Workaround. Eben. Workaround ist keine Lösung.
Ich habe ein stabiles System auf nt4/w2k/xp Basis, alles läuft wunschgemäss und sauber. Jetzt installiere ich MS-Office. Warum ist mein System jetzt kaputt? Warum kann der Benutzer, der eben noch mit F3 im Explorer nach Dateien suchen konnte, dies jetzt nicht mehr? Warum kann er auf ein mal keine Mail mehr verschicken…? Mit Problemen dieser Art schlage ich mich Tag für Tag herum.
… siehst du, das genau meinte ich, ich z.B. kann niemand
wirklich helfen der mit Linux Probleme hat, aber ich würde
dabei nie Linux verteufeln, weil ich einfach noch zuwenig
davon weiss und versteh…
Ich verteufele Windows nicht, ich arbeite tatsächlich privat lieber unter einer schlanken Windows-Oberfläche (kann man einstellen), als unter einem fetten KDE (kann man auch einstellen, bin ich aber vielleicht zu doof dazu).
Tatsache ist aber, dass Windows erhebliche architekturbedingte Mängel aufweist. Tatsache ist, dass Microsoft Kopfgelder aussetzt http://www.heise.de/newsticker/result.xhtml?url=/new… um diejenigen einzuschüchtern, die diese Mängel offenlegen, statt auch nur einen Bruchteil dieses Geldes in die Behebung dieser Mängel zu stecken.
Der Internet Explorer ist ursprünglich für den Einsatz in internen, vertrauenswürdigen Unternehmensnetzwerken entwickelt worden. Für den Einsatz im Internet war er von seiner grundlegenden Architektur her nie geeignet. Microsoft war sich aber im Marktkampf ggüber Netscape zu schade dafür, seine Kunden auch nur entsprechend zu warnen, geschweige denn, den Mängeln abzuhelfen.
Die Entscheidungen bei MS werden auf unternehmerischer Basis getroffen, die Wünsche der Kunden anhand der Bilanz festgestellt. Das ist in einer Marktwirtschaft (und was anderes will wohl kaum einer ernsthaft) auch okay. Das Problem ist, dass die Kosten der Mängel der Microsoftschen Produkte sozialisiert werden. Und die ersten, die das merken (auch wenn es mein pers. Potemonnaie nicht, wohl aber meine tägliche Arbeit betrifft), sind nun mal diejenigen, die sich hauptberuflich mit der Datenverarbeitung auseinander setzen.
Es ist wohl durchaus im Sinne dieses Forums, dass diese Leute sich hier einbringen. Und das die dann ggüber MS und Windows und IE und Outlook Express und und und eine überaus reservierte Haltung an den Tag legen, ist wohl verständlich.
Gruss,
Schorsch