Hallo Besserwisser,
Seit wann hat denn die Mehrheit recht?
Völlig klar, da gibt’s ja noch das schöne Argument „Millionen Fliegen können sich nicht irren …“
PS: Auch der relative Vergleich (wie oben geschehen) bietet
sich nicht an, ich werde aber mal versuchen ein Beispiel zu
finden, bei dem das falsche Wort bei Google häufiger vorkommt,
als das richtige.
Wenn ich dir die Mühe abnehmen darf: so ein Beispiel habe ich schon mal gefunden, hier steht’s im Archiv:
/t/wie-heisst–2/1274050
Trotzdem kann es IMHO schonmal sinnvoll sein, augenzwinkernd und in aller Vorsicht auf die „Google-Abstimmung“ zu verweisen. Wenn wir hier die falsche Schreibung (22 Treffer) eindrucksvoll von der korrekten (11.000 Treffer) „geschlagen“ wird, ist das etwas, das einem Verfechter der falschen Schreibung zumindest zu denken geben sollte.
Ferner ist es ja eine alte Diskussion in der Sprachwissenschaft, ob Rechtschreibregeln und Duden-Einträge eher psäskriptiv oder deskriptiv sein sollten. Zumindest wenn es darum geht, Wortneuschöpfungen (Fremdworte) sowie regional unterschiedliche Ausdrucksweisen zu beschreiben, kommen die Sprachforscher gar nicht umhin, Feldforschung zu betreiben und Häufigkeiten zu erfassen. Dabei kann auch der Sprachgebrauch im Internet ein Indiz sein.
Eines unter vielen, wohlgemerkt, denn selbstverständlich ist die Menge aller Web-Autoren eine vorsortierte Stichprobe und sicher nicht repräsentativ für alle Sprecher des jewiligen Sprachraums.
Grüße
Wolfgang