Hi Ulf,
Ganz einfach (jedenfalls für mich
): Solange die Elektronik
dem „simplen“ Fahren dient und gegenüber rein mechanischen
Motoren Verbesserungen bei Leistung und/oder Verbrauch bringt,
nehme ich sie (miß)billigend in Kauf. Das 20
PS-Zusatzsteuergerät ist nur in den Kabelbaum der
Einspritzpumpe „zwischengestöpselt“, d.h. wenn das spinnt,
kann ich es ausstöpseln und mit der originalen Konfiguration
weiterfahren --> daraus entsteht mir kein ärgerlicher
Schaden im Sinne von Liegenbleiben. (Oder z.B. Aquarium, wenn
el.FH bei Regen streiken)
Das funktioniert aber auch nur dann, wen Dir durch den Einsatz der Black Box kein mechanischer Schaden entstanden ist, der dann auch nicht mehr durch ein bloßes abklemmen der Box zu beheben ist. Es ist aber immerhin schon ein Frotschritt, daß ein zusätzliches Steuergerät vorgesehen ist, um das Chip-Tuning durchzuführen. So bleibt als Rückfallebene wenigstens noch das originale Steuergerät erhalten.
Im übrigen fahre ich grundsätzlich mit der normalen Leistung
(Umschalter im Armaturenbrett), solange die ausreicht. Nur für
gelegentliche Überholmanöver ohne extralange Sichtweite, oder
sehr kurze Autobahnauffahrten nutze ich für wenige Sekunden
die erhöhte Leistung, um die Lebensdauer der Maschine nicht
unnötig zu verringern.
Hmm, daß wäre mir persönlich zu umständlich. Wenn ich schon so viel Geld in die Mehrleistung investiere und die geringere Lebensdauer in Kauf nehme, dann will ich das auch dauerhaft zur Verfügung haben und nicht erst einen ‚Turbo-Boost‘ (Kumpel, ich brauch Dich …) umlegen. Die Zusatzsteuergeräte verändern ja das Kennfeld des Motors und gut gemachte Geräte behalten im Normalbetrieb die sparsamen Regionen des Kennfeldes als Oprimum.
…und wohl mit so kompromißloser Leistungsausbeute wie bei
VW/Audi, wo gleichzeitig noch diverse Abgas- und
Komfort-Forderungen zu erfüllen sind. Solche bis ans Limit
ausgereizten Technologien, die zudem noch meist unter
Zeitdruck bis zur Serienreife gepeitscht werden (man will ja
möglichst der erste damit am Markt sein), tragen immer das
Risiko gravierender Kinderkrankheiten in sich, und die werde
ich erst mal abwarten. Falls keine auftreten sollten - umso
besser für die jetzigen Real-Testfahrer.
Naja, erst durch die Forschungen der letzten Jahre ist es überhaupt möglich geworden, eine derartige Leistungsexplosion im Dieselbereich hinzubekommen, da man die Verbrennungsprozesse erst einmal richtig verstehen und erforschen mußte, um Optimierungsmöglichkeiten abzuleiten. Die Leistung stekct in jedem Verbrennungsmotor drin, es ist nur die Frage, wie man einen möglichst hohen Wirkungsgrad gepaart mit den anderen Randbedingungen wie Drehmomentverlauf und Haltbarkeit aus den Maschinen herausholt.
Gruß Ulf
Bis denn dann,
Felix
250 TD, 183 TKM
): Solange die Elektronik
))