Prognosen für tödlichen Krankheitsverlauf

Hallo Jens,

mal ne Frage. Warum wanderst du nicht nach Amerika oder
Russland aus, wenn dir die Kryonik so sehr am Herzen liegt.
Dort kannst du dich seelenruhig einfrieren lassen. Ob du dann

Aber dann macht das doch gar keinen Spass mehr, wenn man sich vorher nicht den Kopf zerbrechen und andere zur Verzweiflung bringen kann, nur weil die glauben zu wissen weshalb das hier in D nicht geht und niemals nicht gehen wird… denk ich mal…

Gruß Susanne

Hallo

Du hast eine sehr wichtige Frage nicht beantwortet:
Hast du die Pflicht (einen Befehl) einen Totenschein - in
diesem Gewissens-Fall auszustellen?

Es wird kein Gewissensfall sein, denn ohne Hirnstromaktivität
(zum Todeszeitpunkt messbar, dh. die verlangsamten
Zellbewegungsaktivitäten gelten da nicht) bist du faktisch tod
und wirst für tot erklärt, dafür ist der Totenschein.

Ich hoffe für die Organspende-Branche nicht, dass die Messungen mal feiner werden :wink:
Ach Du meinst beim Abkühlen könnte jemand, schlauer Weise, mir ein Hirnstrommeßgerät anschließen, um den Totenschein zu rechtfertigen?

Ein Arzt der gerufen wird um festzustellen, ob du nun tot
bist, wird eben dies feststellen, da dazu keine molekularen
untersuchungen vorgeschrieben sind.

Letztens habe Ärzte ein Kind aus dem Tiefkühlschrank aufgetaut und behauptet es hätte leben können. Ich hätte auch leben können.
Das Problem ist ja nur, dass eine Reparaturtechnologie fehlt.

Alternativ, wenn er doch glaubt, dass du noch am Leben sein
könntest wird er alles tun müssen, um dich am Leben zu halten
und zu heilen (sprich aufzutauen).

Das hinkt gewaltig, ich bin nicht molekular tot, somit muß er nicht auftauen. Helfen konnte die Ärtzteschaft eh nicht mehr, das ist die Bedingung des Einfrierens.
Ich bin nur formal - laut Hirnstromdefinition - tot.
Da ich stark abgekühlt wurde, wie jemand ins Eis Eingebrochener,
kommt es auch nicht so schnell zu Vergiftungserscheinungen im Körper, mangels Sauerstoff.
Es gibt sogar „Schutzgase“ die das noch unterstützen könnten.
Teuer, aber kann ich bezahlen, haben aber nur wenige Krankenhäuser.
Können wir ja mal alles mit einem „Schwein probieren, was eh geschlachtet worden wäre“.

Außerdem ist das auch so eine Grauzone, bei der Beihilfe zum Suizid.
Danach müßte ein suizidender Arzt, sofort wieder Reanimationsversuche machen … das ist aber nicht mein Thema, sondern das Thema anderer.
Ich würde Selbstmödern sicherlich nicht den „technologischen Zeitsprung mittels Kryonik“ gewähren.

Auftauen - ohne bessere Technologien - das wäre dann, zum gegenwärtigen Zeitpunkt, Mord. Weil er einen molekular „ganz langsam Weiterlebender“ (der freiwillig lebend eingefroren wurde) damit tötet.

Selbst mit ner

Patientenverfügung wirst du da nix, ntweder unterlässt er
dadurch die Hilfe und du wirst für tot erklärt (so wie bei
einem Patienten bei dem ab und an das Herz aussetzt und der
verfügt hat, nicht wiederbelebt werden zu wollen, dann
unterlässt man solche MAssnahmen auch und erklärt einen für
tot, sobald "sichere Todeszeichen"auftreten- die sind
definiert, Hirnstromnullinie, Herznulllinie könntest du schon
mal aufweisen-also bist du tot!)

… ich denke dass das Beenden der Hirnstromaktivität unter Kälte anders zu beurteilen ist, als unter Zimmertemperatur.
Hmm ein leckerer Ansatz.

Wenn also der Tot festgestellt wurde (dazu muss er also nicht
molekular wirklich schon komplett eingetreten sein, bis ohne
Eis alle Lebensvorgänge aufhören dauert es auch schon mal ein
paar Stunden, in denen man ggf. schon den Schein hat).

Wie schnell es gehen muß, werden Fachleute ausrechnen/testen müssen, die von den Kryojob nicht leben müssen, wie die derzeitigen Kryoinstitute. Ich stifte gerne ein paar Schlachtschweine zum Test.
Und die werden - hey ein Glück - weniger Schmerzen haben, als beim „Schweine-Treiben“.
Klingt alles lustig, ich meine es ernst, als Vorschläge.

Vieles was heutzutage noch an Kryonikern vorher rumgefummelt wird,
überzeugt mich nicht. Die Institute lassen - oft auch aus Wunsch des Pateinten - viel zu viel Zeit vergehen, bis zur Lagerungstemperatur.

Ich denke, zuerst Hirn raus, schnell runter kühlen, dann den Körper in einen 2. Behälter.
Ja, ja hab ich gleich wieder Angriffsfläche, nach dem Motto:
Hirn raus = Hirntot? Dann geben wird das Hirn des Schweinchens mal in Nährflüssigkeit lebend … sofern das möglich ist. Mal sehen ob sich da was messen läßt.

Zumal manche deiner Theorien hinken, denn nur weil in den
Zellen noch aktivität ist, heißt das auch dass dann noch alles
wunderbar weiter funktioniert. isher ist es meines Wissens
mal gerade eben gelungen eine Maus kurzfristig einzufrieren

  1. Langsam machen der Prozesse, durch runter kühlen …
  2. mit dem Konsens: „Wissenschaft ist nicht vorher zu sehen!“ hoffen dass der Zukunft was einfällt. Nicht mit Leichen, sondern, siehe oben …

Bitte wende dich diesbezüglich mal an einen Neurologen, den
kannst du dannbei einem netten Plausch mal fragen wie nach
heutiger Ansicht das Gehirn funktioniert. Und ich wette mit
dir, wenn du ihm mit deinen Kryo-Ideen kommst und diese etwas
ausführst, wie weit du daschon gedacht hast, wird er dich
sicher an entsprechende Kollegen weiterüberweisen.

Das darfst Du 100% mein Problem sein lassen. Neurologen unterschreiben keinen Totenschein. Oder doch?

Gruß Susanne

Mit besten Grüßen
Jens Rabis

Ohh sorry, Memristor danke.
http://www.netzwelt.de/news/77620-hps-memristor-spei…

Gruss Jens Rabis

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Keine Angst, ich lass mich lebend nicht vertreiben und auch noch von Deutschen. Es gehen so schon genug und das sind meist keine Mittelmäßigen wie ich …
Wenn man sich Mühe gibt, warum ich möglichst in Deutschland bleiben und aufbewahrt werden will, kommt man von alleine drauf.

Wieso sollten wegen mir welche verzweifeln? Man kann alles doch bequem den Totenscheinen, den Gesetzen, den bereits erfolglos Aufgetauten, den nicht vorhandenen Mehrheiten, der Sinnfrage, den gigantischen Veränderungen welche notwendig wären … in die Schuhe schieben. Man kann ignorieren, auslachen, lächerlich machen usw. na das ganze Mobbingprogramm … wenn einer verzweifeln müßte, bin ich das.

Mit besten Grüßen
Jens Rabis

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Also ist willst du gar nicht wirklich. Wenn es dir so wichtige wäre, würdest du in ein Land gehen, in dem du deine Wünsche realisieren kannst.

Hier in Deutschland wird das nichts. Vielleicht in 100 Jahren, aber dann nützt es dir nichts mehr, weil du dann tot bist.

Ach ja, noch eine Möglichkeit. Leuten, denen etwas wichtig war zu entwickeln, was es noch nicht realisiert ist, haben sich immer selbst an der Forschung und Entwicklung beteiligt. Tust du das?

Das sind die beiden Möglichkeiten, die du hast um deinem Ziel näher zu kommen. Nimmst du keine der beiden Möglichkeiten war, bist du selber schuld und hast kein Recht mehr rumzujaulen.

Gruß

Samira

Liebe Samira,

danke für Deine - aus deiner Sicht - nachvollziehbaren Überlegungen.
Wie erkläre ich dir - kurz und bündig - warum es bei mir so ist, wie es ist. Alle potentiellen technologischen Wiederauferstehungsoptionen
werden ja schon erforscht, wie z.Bsp. die Nanotechnik, Klonen von Gewebe und Organen usw.
Das wird in Deutschland vor allem mit Steuergeldern bezahlt.

Meine Frau und ich zusammen, wir sind gute Steuerzahler. Wir zahlen in das deutsche Steuersystem seit über 10 Jahren mehr ein, als wir jemals raus holen werden.
Wir sind - so sehe ich das aus Gerechtigkeitsgründen - mit dem deutschen Volk finanziell mehr als quitt. Warum also noch Forschung unterstützen, bei dem was sowieso kommt?

Alles was an „Vermögen“ übrig bleibt - sofern ich mich später dazu entscheide - wird für die nachhaltige Aufbewahrung über einige Jahrhunderte „drauf gehen“, aber leben wollen wir bis dahin ja auch
noch. Genau so weiterhin die Familie hier und da unterstützen. In díesem Sinne, sind wir mit dem deutschen Volk auch quitt.
Wir kümmern uns um die Familie.

Mehr ist nicht drin, Deutschland hat seinen Teil bekommen und wird es weiter bekommen, sofern wir wirtschaftlich nicht kaputt gehen.

Welches Land?

  1. In den USA - Russland weiss ich nicht - darf man nicht lebend eingefroren werden, somit wird man - was ich Zähne knirschend einsehen mußte - zu „UN-Person“, weil man nicht schnell genug abgekühlt wird. Beweisst mir jemand das Gegenteil?

Somit ist es unsinnig, zumindest über die USA nachzudenken.
Selbst wenn Deutschland es lebend erlaubt und ich hier schnell eingefroren und nach den USA abtransportiert werde, hat die liebe Natur dafür gesorgt: „Geht nicht, zusätzliche Bruchgefahr!“

  1. Wenn ich auf ein paar Jahrhunderte Lagerung spekuliere, spielen auch Dinge wie politische und ressourcenmäßige Stabilität eine Rolle.
    EU ist stabil und die „grüne Stromgewinnung“ zur Herstellung von Stickstoff, kann keiner besser als Deutschland.

  2. Da man dafür Köpfe überzeugen muss, ist es sicherlich irrational, damit in einem fremden Land zu beginnen, ich bin ja kein religiöser Missionar. Wie viel auf der Welt scheitert schon an sprachlichen und kulturellen Missverständnissen. Wie oft verstehe ich Euch schon falsch und ihr mich, obwohl wir die gleiche Sprache sprechen?

Ich denke, dass genügt erst mal als Begründung?

Mit besten Grüßen
Jens Rabis

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Hallo Jens,
ich gebs zu, ich hab net alle Antworten gelesen, es gibt neurolog. Erkrankungen die tödl. verlaufen, die net das Hirn unbed. angreifen. Allerdings haben Menschen die an einer neurolog. Erkrankung leiden so eine Ahnung was es heißt bei vollem Bewußtsein die Kontrolle über seinen Körper zu verlieren.
Sich so was auszumalen wenn man nicht selbst davon betroffen ist, ist krank und gehört behandelt (Psychotherapie)
Antje

Also ist jede kreative Person, welche versucht für sich eine Patientenverfügung zu „basteln“, krank?
Dafür muß man sich in Situationen hinein versetzen?!
Oder reden wir aneinander vorbeì?

Mit besten Grüßen
Jens Rabis

P.S: Lächelt in sich hinein und wundert sich ganz, ganz gewaltig?!

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"Hallo,

gibt es tödliche Krankheiten, welche nicht(!) das Gehirn betreffen,
wo man als Facharzt mit ruhigen Gewissen sagen kann, der Patient hat nur noch wenige Tage zu leben!?
Damit meine ich keine Patienten, welche an Organ-Ersatzmangel sterben, sondern weil das auch nichts mehr nützt."

Sorry daraus geht für mich nicht hervor, daß Du an einer Patientenverfügung bastelst. Was ich geschrieben hab steht unter dem Eindruck, daß ich eine neurolog. Erkrankung hab und ein Freund von mir an einer sterben wird -sehr wahrscheinlich-.
Meine Krankheit ist idR nicht tödlich. Es kann sein muß aber net.
Also gibt es durchaus Krankheiten die nicht an Organ-Ersatzmangel sterben.
So hab ich Deine Frage verstanden. Vielleicht hättest Du zur Klärung erwähnen sollen, daß Du an einer Patientenverfügung bastelst.
Im übrigen würde ich das Ganze von einem Juristen der sich auch wirkl auskennt prüfen lassen. (nicht nur so tut)
Antje

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O.k. sorry verdrückt ausgekehrt.

Nun zu Deinem Anwaltsrat:
Der Bundestag bastelt - aktuell - dafür schon an Formulierungen, zusammen mit allen Interessengruppen, einschließlich die welche sich um Formulierungen fürs PV´s kümmern. Da „sitzt“ schon das Beste was wir haben und bekommt es seit Jahren nicht „hingebogen“ für normale Menschen.
Ja klingt ein bisschen verschlüsselt …
Ich will damit nur zeigen, dass ich „voll im Bilde“ bin und man mir nicht leicht „Kohle aus der Tasche ziehen kann“ mit Ratschlägen wie, geh mal zum Anwalt … :wink:

Mit besten Grüßen
Jens Rabis

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Servus, Jens!

FALLS es um eine Patientenverfügung geht, dann: Diese sind bereits Vorformuliert, es muss nur noch angekreuzt zu werden. Natürlich sind nicht alle betreffenden, eventuellen Krankheiten dort aufgezählt. Es geht „nur“ darum, welche med. Maßnahmen man wünscht oder eben nicht, falls sich der gesundheitl. Zustand so verschlechtert, dass keine Gesundung bzw. Siechtum zu erwarten ist. Z.B. eine Krebserkrankung im Endstadium, wo der Patient nicht mehr reanimiert werden möchte. Die Patientenverfügungen sind sehr ausführlich und es gibt unterschiedliche Optionen zum auswählen.

Aber vielleicht weißt Du das bereits, und eigentlich lautet Deine Frage, dass Du Nicht-Hirnorganische Krankheiten „suchst“, die innerhalb von Tagen tödlich verlaufen.
Allzu viel kann ich Dir nicht nennen, denn mein Wissen ist natülich begrenzt. Ich würde sagen, z.B. eine akute, schwer verlaufende Hepatitis (Leberentzündung) oder schwere Leberschädigung durch bestimmte Medikamente (in suizidaler Absicht). Wenn ein Leberkoma eintritt und kein Transplantat zur Verfügung steht, kann es recht schnell bergab gehen. Ein schwerer Herzinfarkt kann innerhalb Stunden/Tagen zum Ableben führen.

Liebe Grüße,
Claudia.

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Hallo Claudia,

o.k. also gibt es sie, die „Nicht-Hirnorganische Krankheiten“, welche zu einem schnellen Tod führen können. Danke auch für den Begriff. Da könnte man durchaus eine Liste zusammen stellen.
Jo hast mich erwischt, ich überlege was für mich gut ist, aber auch parallel für andere, damit sich vielleicht ein Deal daraus ergibt, zum Nutzen aller.

  1. Man kann derzeit bis zu 8h aus einer Leiche Stammzellen vital entnehmen.

  2. es gibt Menschen, welche an „Nicht-Hirnorganische Krankheiten“ sterben, was Familien und Patienten ganz besonders zum verzweifeln bringt.
    Tragischer Weise kann die Medizin, weder mit Placebomedizin, noch besserer psychologische Betreuung, beim Patienten mental lebensverlängernd wirken. Die Medizin kann 100% ruhigen Gewissens sagen: „Wir können nichts mehr tun!“

  3. Wenn man ein Gehirn lebend – vor dem Herz- Kreislaufversagen - im Kopf in Narkose bzw. künstlichen Koma schnell abkühlt, merkt das nichts und ist völlig o.k.
    Wenn man es entnimmt (merkt es erst recht nichts, weil das Gehirn selbst ist schmerzlos).
    Daher sind ja auch OP´s am Gehirn bei vollen Bewußtsein möglich und oft nötig.
    Wenn man das Gehirn in flüssigen Stickstoff verbringt (-196 Grad Celsius), ist es erst mal konserviert in Biostase. Molekular o.k. naja biologisch mit Zell-Schädigungen.
    Bei der „Verwertung bzw. Wiederauferstehung“ des Gehirns, gibt einen Konsens: „Wissenschaft ist nicht vorherzusehen!“ Leichenhirne sind „Un-Personen“, bei dem Ablauf oben, ist das für mich aber keine Leiche.

  4. es gibt Organmangel und „Ersatzteilmangel“

Wenn man in Zukunft die vitalen individuellen Stammzellen wieder zu einem Körper „wachsen“ und das Gehirn in irgendeiner Form „wiederverwerten kann“, könnte vielleicht(?) dieser Mensch – welcher sowieso an einer „Nicht-Hirnorganische Krankheiten“ gestorben wäre - wieder auferstehen.
Eventuell mehr als nur als „Un-Person“. Ob und wie überhaupt, kann man derzeit nicht wissenschaftlich vorhersehen.

Sind wir uns bis hier hin einig? Vielen Dank im Voraus für Deine Bemühungen, darüber mal nachzudenken.

Mit besten Grüßen
Jens Rabis

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Tollwut, Tetanus? Akutes Nierenversagen? Extremes Untergewicht?