Hallo
Du hast eine sehr wichtige Frage nicht beantwortet:
Hast du die Pflicht (einen Befehl) einen Totenschein - in
diesem Gewissens-Fall auszustellen?
Es wird kein Gewissensfall sein, denn ohne Hirnstromaktivität
(zum Todeszeitpunkt messbar, dh. die verlangsamten
Zellbewegungsaktivitäten gelten da nicht) bist du faktisch tod
und wirst für tot erklärt, dafür ist der Totenschein.
Ich hoffe für die Organspende-Branche nicht, dass die Messungen mal feiner werden 
Ach Du meinst beim Abkühlen könnte jemand, schlauer Weise, mir ein Hirnstrommeßgerät anschließen, um den Totenschein zu rechtfertigen?
Ein Arzt der gerufen wird um festzustellen, ob du nun tot
bist, wird eben dies feststellen, da dazu keine molekularen
untersuchungen vorgeschrieben sind.
Letztens habe Ärzte ein Kind aus dem Tiefkühlschrank aufgetaut und behauptet es hätte leben können. Ich hätte auch leben können.
Das Problem ist ja nur, dass eine Reparaturtechnologie fehlt.
Alternativ, wenn er doch glaubt, dass du noch am Leben sein
könntest wird er alles tun müssen, um dich am Leben zu halten
und zu heilen (sprich aufzutauen).
Das hinkt gewaltig, ich bin nicht molekular tot, somit muß er nicht auftauen. Helfen konnte die Ärtzteschaft eh nicht mehr, das ist die Bedingung des Einfrierens.
Ich bin nur formal - laut Hirnstromdefinition - tot.
Da ich stark abgekühlt wurde, wie jemand ins Eis Eingebrochener,
kommt es auch nicht so schnell zu Vergiftungserscheinungen im Körper, mangels Sauerstoff.
Es gibt sogar „Schutzgase“ die das noch unterstützen könnten.
Teuer, aber kann ich bezahlen, haben aber nur wenige Krankenhäuser.
Können wir ja mal alles mit einem „Schwein probieren, was eh geschlachtet worden wäre“.
Außerdem ist das auch so eine Grauzone, bei der Beihilfe zum Suizid.
Danach müßte ein suizidender Arzt, sofort wieder Reanimationsversuche machen … das ist aber nicht mein Thema, sondern das Thema anderer.
Ich würde Selbstmödern sicherlich nicht den „technologischen Zeitsprung mittels Kryonik“ gewähren.
Auftauen - ohne bessere Technologien - das wäre dann, zum gegenwärtigen Zeitpunkt, Mord. Weil er einen molekular „ganz langsam Weiterlebender“ (der freiwillig lebend eingefroren wurde) damit tötet.
Selbst mit ner
Patientenverfügung wirst du da nix, ntweder unterlässt er
dadurch die Hilfe und du wirst für tot erklärt (so wie bei
einem Patienten bei dem ab und an das Herz aussetzt und der
verfügt hat, nicht wiederbelebt werden zu wollen, dann
unterlässt man solche MAssnahmen auch und erklärt einen für
tot, sobald "sichere Todeszeichen"auftreten- die sind
definiert, Hirnstromnullinie, Herznulllinie könntest du schon
mal aufweisen-also bist du tot!)
… ich denke dass das Beenden der Hirnstromaktivität unter Kälte anders zu beurteilen ist, als unter Zimmertemperatur.
Hmm ein leckerer Ansatz.
Wenn also der Tot festgestellt wurde (dazu muss er also nicht
molekular wirklich schon komplett eingetreten sein, bis ohne
Eis alle Lebensvorgänge aufhören dauert es auch schon mal ein
paar Stunden, in denen man ggf. schon den Schein hat).
Wie schnell es gehen muß, werden Fachleute ausrechnen/testen müssen, die von den Kryojob nicht leben müssen, wie die derzeitigen Kryoinstitute. Ich stifte gerne ein paar Schlachtschweine zum Test.
Und die werden - hey ein Glück - weniger Schmerzen haben, als beim „Schweine-Treiben“.
Klingt alles lustig, ich meine es ernst, als Vorschläge.
Vieles was heutzutage noch an Kryonikern vorher rumgefummelt wird,
überzeugt mich nicht. Die Institute lassen - oft auch aus Wunsch des Pateinten - viel zu viel Zeit vergehen, bis zur Lagerungstemperatur.
Ich denke, zuerst Hirn raus, schnell runter kühlen, dann den Körper in einen 2. Behälter.
Ja, ja hab ich gleich wieder Angriffsfläche, nach dem Motto:
Hirn raus = Hirntot? Dann geben wird das Hirn des Schweinchens mal in Nährflüssigkeit lebend … sofern das möglich ist. Mal sehen ob sich da was messen läßt.
Zumal manche deiner Theorien hinken, denn nur weil in den
Zellen noch aktivität ist, heißt das auch dass dann noch alles
wunderbar weiter funktioniert. isher ist es meines Wissens
mal gerade eben gelungen eine Maus kurzfristig einzufrieren
- Langsam machen der Prozesse, durch runter kühlen …
- mit dem Konsens: „Wissenschaft ist nicht vorher zu sehen!“ hoffen dass der Zukunft was einfällt. Nicht mit Leichen, sondern, siehe oben …
Bitte wende dich diesbezüglich mal an einen Neurologen, den
kannst du dannbei einem netten Plausch mal fragen wie nach
heutiger Ansicht das Gehirn funktioniert. Und ich wette mit
dir, wenn du ihm mit deinen Kryo-Ideen kommst und diese etwas
ausführst, wie weit du daschon gedacht hast, wird er dich
sicher an entsprechende Kollegen weiterüberweisen.
Das darfst Du 100% mein Problem sein lassen. Neurologen unterschreiben keinen Totenschein. Oder doch?
Gruß Susanne
Mit besten Grüßen
Jens Rabis