Huhu!
Auch wenn Dein Beitrag eindeutig nur auf Provokation aus ist, will ich an dieser Stelle noch einmal etwas erwidern und Deine übrigen Stänkereien unkommentiert lassen, in der Hoffnung, dass intelligente Zeitgenossen den Unterschied zwischen Waren und Dienstleistungen erkennen mögen. So schwer ist das eigentlich gar nicht.
Überall kann man vorab anfragen, sich evtl. sogar ein Angebot
erstellen lassen, etc.
Vorab, ja, vorab! Wenn nun aber die Antwort auf die Frage das ist, womit man handelt, was dann? Fährst Du Deinen Porsche ein paar Jahre lang zur Probe und gibst ihn dem Händler zurück?
Was glaubst Du, wieviele
kostenintensive Arbeitsproben ein Fotograf abgeben muß, bevor
er einen Auftrag bekommt.
Ich werde zur nächsten Familienfeier mal fünf Fotografen bestellen und danach in aller Ruhe die besten Bilder auswählen. Da heutzutage alles digital geschieht, ist ja noch nicht mal Materialaufwand vonnöten. Die vier „Verlierer“ sollen also bitte nicht jammern, sondern sich lieber freuen, einen schönen Abend miterlebt zu haben.
Mit Deiner Argumentation müßte man
am Eingang eines Kaufhauses Eintritt bezahlen.
Mit Deiner, öh, naja, „Argumentation“ muss man das auch, allerdings am Ausgang - 50 Euro Fangprämie.
Hier spricht
keiner von „seinen Diensten“
Im Kaufhaus? Na warum wohl? Ist ein Liter Milch ein Dienst?
sondern von ner schlichten Mail,
die man auch anders beantworten kann, als sie als Auftrag zu
bewerten, der sofort Kosten entstehen läßt.
Das stimmt, das kann man - siehe oben. Man schreibt, was es kostet, zu antworten.
Die anderen
Beispiele zeigen ja, daß nicht jeder anscheinend so
profitorientiert ist.
Anwälte, die nicht profitorientiert sind, sind entweder reich oder doof. Ich habe mich auch schon oft in Gespräche reinziehen lassen, weil mir die Anrufer das Blaue vom Himmel runtergelogen haben, wie lukrativ sie doch als Stammkunden seien. Danach wartet man dann erst mal ein paar Wochen, schreibt dann enttäuscht eine Rechnung, immer noch zweifelnd, ob man damit einen Top-Mandanten verliert oder nicht. Es folgen in der Regel Mahnung, Mahnbescheid, Widerspruch, streitiges Verfahren, Urteil. Bis der Anwalt seine 50 Euro kriegt hat er dann 150 ausgegeben. Deswegen scheuen einige Kollegen die Konfrontation mit den Info-Schnorrern. Ich mittlerweile nicht mehr - so eine gute Prozessquote in eigener Sache ist gut fürs Ego.