Ritalin bei leichter Form ADS?

Hallo Stefan,

Im Tierversuch geschieht genau dies.

in einem Versuch, der stark kritisiert wird, wie Dir der Link beweist, den ich Dir in einem anderen Posting angegeben habe. Darüber hast Du Dich nicht informiert.

Vielmehr muss man jetzt annehmen, dass Ritalin auch beim Menschen
Parkinson verursacht.

Das ist Unsinn, denn Du schreibst ja selbst weiter unten, daß

weder die mikrobiologische Wirkungsweise bekannt
ist, noch verlässliche Ergebnisse von Langzeitstudien
vorliegen!

Du solltest nicht ´mal so, ´mal so schreiben, je nachdem, wie es Dir paßt.

Es gibt auch keinen Beweis, dass es beim Menschen KEIN
Parkinson verursacht.

Es gibt auch keinen Beweis, daß es beim Menschen keine Hörner und keinen Schwanz wachsen läßt.

Wohl aber gibt es Hinweise darauf, dass dies bei Tieren geschieht!

Seit wann besteht das Tierreich nur aus den Mäusen dieses einen Versuchs?

Ich nehme die Ergebnisse der Tierversuche ernst.

Jetzt sind es schon mehrere.

Du
sagst, sie seien nicht auf den Menschen übertragbar. Wer ist
also hier unwissenschaftlich?

Du schreibst, daß bei Ritalin

weder die mikrobiologische Wirkungsweise bekannt
ist, noch verlässliche Ergebnisse von Langzeitstudien
vorliegen!

Du ziehst voreilige und durch nichts gerechtfertigte Schlüsse und verhedderst Dich in Widersprüchen. Wissenschaftlich ist das nicht.

Wenn die Ergebnisse an Tieren
nicht auf den Menschen übertragbar sind, warum quält man dann
die Tiere und misbraucht sie für solche Versuche?

Weil Experimente an Tieren Hinweise geben könnten. Die Ergebnisse müssen aber nicht für den Menschen zutreffen.

Ja, kann ja auch noch nicht, weil die Ritalin-Kinder von heute
ja noch nicht erwachsen sind. Wir können in 20 bis 30 Jahren
nochmal darüber diskutieren, ob Ritalin zu Parkinson führt
oder nicht.

Deshalb gibt es ein mögliches, nach jetzigen Erkenntnissen aber geringes Risiko.

Und genau deswegen sollte man keinem
Kind Ritalin geben, so lange die Langzeitfolgen nicht besser
erforscht sind.

Nein, aus den bisherigen Erkenntnissen folgt, daß man a) mehr forschen sollte und b) Ritalin nicht als Massenmedikament, sondern nur in begründeten Fällen verschreiben sollte. Das ist Konsens unter den Ärzten. Daß es trotzdem Ärtze gibt, die zu viel Ritalin zu leicht verschreiben, sehe ich als Problem an, jedoch nicht den Einsatz des Medikamentes in begründeten Fällen.

Wie du selber geschrieben hast, bekämpft Ritalin in keiner
Weise die Ursache von ADS, sondern lindert nur die Symptome.

Stimmt. Ritalin ist kein Heilmittel. So wie viele andere Medikamente mit starken Nebenwirkungen auch, z.B. die von mir genannten Neuroleptika.

Die Kinder werden also ruhig gestellt, damit sie den
Erwachsenen weniger Arbeit machen!

Stefan, eben ein überlegter, richtiger Satz, dann wieder einer, der durch nichts zu rechtfertigen ist. So eine Pauschalisierung und Polemik.

Ein Medikament, das nur der
Ruhigstellung dient, ohne die Ursachen zu bekämpfen, sollte
überhaupt nur mit großer Vorsicht gegeben werden.

Der Hauptsatz ist inhaltlich richtig: Ritalin sollte mit Vorsicht und überlegt verschrieben werden.

Interessant, ich wusste gar nicht, dass Psychologen in der
Entwicklung von Medikamenten eine so bedeutende Rolle
einnehmen. Ich dachte bisher immer, das wäre eine Domäne von
Biologen, Medizinern und Chemikern.

Du weißt wahrscheinlich auch nicht, daß Psychologen einen Beitrag zur Entwicklung der Kernspintomographie als Diagnoseinstrument geleistet haben, die Du genutzt hast. Siehst Du, weil Du so wenig weißt und Dich nicht richtig informierst, sondern emotional aus dem Bauch heraus reagierst, ist es bedauerlich, daß Du Dich hier so verirrst.

Dazu sage ich jetzt nichts mehr. Wer will denn den Kindern
Ritalin geben, obowhl verlangsamte Netzwerkbildung im Gehirn
und Parkinson-Symptome im Tierversuch aufgetreten sind?

Das schreibst Du, obwohl Du doch auch schreibst, daß

weder die mikrobiologische Wirkungsweise bekannt
ist, noch verlässliche Ergebnisse von Langzeitstudien
vorliegen!

Dagegen heilt ADS völlig aus!

Nein, nicht immer.

Es ist schon ein seltsamer Zufall, dass Erwachsene Ritalin
nicht einnehmen dürfen (s. Beipackzettel) und dass es bei
Erwachsenen auch keine ADS-Fälle gibt …

Falsch.

Die armen Menschen, die damit vollgepumpt werden, können sich
ja oft gar nicht dagegen wehren.

Für die armen Menschen, die „damit vollgepumpt werden“, sind Neuroleptika in den allermeisten Fällen die einzige Chance, nicht ein Leben lang in Krankenhäusern zu vegetieren. Wirf nicht mit solchen Dingen um Dich, wenn Du zu wenig über diese Dinge weißt.

Bei Ritalin hingegen hat man die Möglichkeit, einfach „nein“ zu
sagen!

Das hat man bei allen Medikamenten.

Besonders für die Erwachsenen, die
mit „zappeligen“ Kindern nicht umgehen können! Wo sollen denn
die ganzen ADS-Kinder in der aktuellen jungen Generation
herkommen? Warum hatte unsere Generation kein ADS, und die
unserer Eltern? Ein Krankheitserreger ist es ja offenbar
nicht, sondern wohl nur eine Entwicklungsstörung des Gehirns.

Ich halte es auch für einen wichtigen Punkt. Diesem Punkt hätte ich zustimmen können. Auch wenn es nicht korrekt ist, daß es früher keine Menschen mit Symptomen wie bei ADS gegeben hat, ist es wahr, daß heute mit dieser Diagnose zu leichtfertig umgegangen wird. Das ist zu kritisieren. Ebenfalls ist zu kritisieren, wenn dann bei solchen Fällen Ritalin verschrieben wird. Solche Fälle meine ich aber nicht: Ich meine wirkliche ADS-Kinder, Du wirfst dagegen alle in einen Topf - die wirklichen und diejenigen, bei denen alles im Rahmen ist, die Eltern aber keinen Bock haben, sich um die Kinder zu kümmern.

In begründeten, schweren Fällen mag das der Nutzen das Risiko
wirklich überwiegen. Aber Ritalin scheint mittlerweile als
Standardmittel für zappelige Kinder etabliert zu sein: „Wir
geben mal Ritalin und schauen, wie das Kind drauf reagiert.“

Ja, die Gefahr sehe ich auch. Diesem Mißbrauch von Ritalin muß entgegengetreten werden.

Wenn Du Dich differenziert gegen die allzu schnelle Vergabe der Diagnose „ADS“ und die daraufhin einsetzende Medikation mit Ritalin ausgesprochen hättest, dann wäre ich Dein Mitstreiter gewesen. So, wie Du es aber hinstellst und hindrehst, bin ich Dein entschiedener Gegner in der Sache.

Gruß,

Oliver Walter

Danke Oliver!

Ich hab es wirklich satt, mir immer wieder vorwerfen zu lassen,
dass nur Eltern, die sich gegen Ritalin entschieden haben, gute
Eltern sind.
Nur weil jemand drei WEbsites gelesen hat, haelt er sich fuer
einen Experten und sagt dann so Sachen, wie, dass man aus ADD bzw.
ADS bzw. ADHD (um noch eine Abkuerzung reinzubringen) rauswaechst.
Man wird leicht verunsichert (was zu einem gewissen Grad sicher gut
ist, ich hab nichts gegen ein gesundes Misstrauen), wenn man erstmal
anfaengt sich zu informieren (besonders ueber’s Internet).
Aber wenn man ein Kind hat, das, wie Isabel es gut ausdrueckt, unter
ADS leidet und dann sieht, wie es mit Ritalin aussieht, dann
kann ich voll unterschreiben, dass unbehandeltes ADS mit Sicherheit
einen gestoerteren Erwachsenen hervorbringt, als ein Kind, das
verantwortungsvoll diagnostiziert und behandelt wurde.

Gruesse, Elke

Hallo Elke,

ich stimme Dir voll und ganz zu. Ich habe es ebenso satt wie Du, daß Laien so arrogant einen solchen Unsinn verzapfen.

Im übrigen danke ich Isabel, daß sie mein Posting richtig verstanden und dessen Inhalt noch einmal kurz und knackig auf den Punkt gebracht hat.

Herzlichen Gruß,

Oliver Walter

Hallo Stefan,

Ja, kann ja auch noch nicht, weil die Ritalin-Kinder von heute
ja noch nicht erwachsen sind. Wir können in 20 bis 30 Jahren
nochmal darüber diskutieren, ob Ritalin zu Parkinson führt
oder nicht.

Ritalin wird seit den 50er Jahren in den USA Kindern verschrieben.
Es gibt Langzeittests. Man braucht das Zeug gar nicht an Tieren
zu testen ,weil man die Menschen hat.

Als
verantwortlich handelnder Wissenschaftler würde man schreiben,
daß es bisher zu wenig Erkenntnisse über die Langzeitfolgen
der Ritalin-Medikation gibt und deshalb ein Risiko besteht.

Das stimmt einfach nicht.

Ja, da stimme ich dir zu! Und genau deswegen sollte man keinem
Kind Ritalin geben, so lange die Langzeitfolgen nicht besser
erforscht sind.

Du wiederholst dich. man hat.

Wie du selber geschrieben hast, bekämpft Ritalin in keiner
Weise die Ursache von ADS, sondern lindert nur die Symptome.

Das macht man bei vielen anderen KRankheiten auch. Z.B. wuerdest
du nie auf die Idee kommen, einem Menschen Insulin zu verweigern,
nur weil Insulin nicht heilt, sondern nur die Symptome lindert.

Die Kinder werden also ruhig gestellt, damit sie den
Erwachsenen weniger Arbeit machen!

Das ist eine gemeine Unterstellung. Mein Sohn hat ADD (nicht
ADHD), das heisst, er ist eher ein Traeumer als ein hyper-
aktives Kind. Seit er das Medikament bekommt, ist er
ein froehliches, ausgeglichenes Kind, dem Schule Spass macht,
der Freunde hat. Vorher sah dies sehr viel anders aus.

Ein Medikament, das nur der
Ruhigstellung dient,

das ist ein Effekt,
ohne die Ursachen zu bekämpfen, sollte

überhaupt nur mit großer Vorsicht gegeben werden. Besonders
dann, wenn weder die mikrobiologische Wirkungsweise bekannt
ist, noch verlässliche Ergebnisse von Langzeitstudien
vorliegen!

s.o.

Dazu sage ich jetzt nichts mehr. Wer will denn den Kindern
Ritalin geben, obowhl verlangsamte Netzwerkbildung im Gehirn
und Parkinson-Symptome im Tierversuch aufgetreten sind?
Erstmal muss jetzt gezeigt werden, dass dies beim Menschen
nicht auftritt …

s.o.

Ja, so wie ich die Gabe von Neuroleptika befürworte, obwohl
ich weiß, welche erschütternden Langzeitfolgen diese
Medikamente haben können. Laß ich den Patienten jetzt mit
100%iger Wahrscheinlichkeit leiden oder in ein paar Jahren mit
15-20%iger? Es ist eine Risiko-Nutzen-Abwägung.

Das erklärt einiges. Du scheinst sehr abgehärtet zu sein, was
die Vergiftung von Menschen mit Medikamenten angeht. Nur muss
man dazu sagen, dass diese Menschen wirklich sehr krank sind
und dass sich ihre Krankheit von alleine nicht bessert.
Dagegen heilt ADS völlig aus!

Wo hast du eigentlich deine Informationen her?

Es ist schon ein seltsamer Zufall, dass Erwachsene Ritalin
nicht einnehmen dürfen (s. Beipackzettel) und dass es bei
Erwachsenen auch keine ADS-Fälle gibt …

nochmal: Wo hast du eigentlich deine Informationen her?

Das ist ein wichtiger Punkt! Ritalin macht das Leben von
Kindern unkomplizierter. Besonders für die Erwachsenen, die
mit „zappeligen“ Kindern nicht umgehen könne

Das ist eine Unterstellung.

Wo sollen denn
die ganzen ADS-Kinder in der aktuellen jungen Generation
herkommen? Warum hatte unsere Generation kein ADS, und die
unserer Eltern? Ein Krankheitserreger ist es ja offenbar
nicht, sondern wohl nur eine Entwicklungsstörung des Gehirns.
Seltsam, dass die gerade jetzt unsere Kinder befällt …

Vielleicht weil man jetzt Kinder, die unter Konzentrationsschwaeche
leiden, nicht sofort als dumm hinstellt? Ritalin wird seit
ueber 50 Jahren als Medikament fuer ADS benutzt. Es gibt
viele Krankheiten, deren Behandlung sich in 50 Jahren sehr
veraendert haben.

Soweit ich weiß, ist ADS bei
Erwachsenen nur extrem selten bekannt. Offensichtlich heilt
diese „Krankheit“ also fast immer von alleine aus.

Das dachte man früher. Denn die „Krankheit“ heilt nicht bei
allen „aus“. Sie ändert oft nur ihre Form.

Tut mir leid, das klingt irgendwie so, als wärst du ein
Psychologe auf der Suche nach Kundschaft …

Das ist eine weitere Unterstellung (obwohl sie mich nicht
betrifft). Aber wissenschaftlich ist Olivers Aussage schon
lange belegt.

Auf der Grundlage meines und des Wissens der Experten, die ich
bisher gehört und gelesen habe: ein klares Ja. Ritalin kann
und sollte in begründeten Fällen verschrieben werden.

In begründeten, schweren Fällen mag das der Nutzen das Risiko
wirklich überwiegen. Aber Ritalin scheint mittlerweile als
Standardmittel für zappelige Kinder etabliert zu sein: „Wir
geben mal Ritalin und schauen, wie das Kind drauf reagiert.“

Du vermischst hier zweierlei:

  1. Ja, es gibt Fehldiagnosen und die Gabe von Ritalin sollte (wie
    jedes Medikament) gut ueberdacht sein.
  2. Ganz so funktioniert es (bei einem verantwortungsbewussten
    Arzt nicht). Aber es stimmt, dass die Reaktion auf Ritalin die
    ADD-Diagnose bestaetigen kann.

Gruesse, Elke

ADD ist nichts neues!
Hallo Stefan,
nur zu einem Punkt:
ADD ist nichts neues - Zappelphillips gab es schon immer, in Deiner (= meiner) Generation, in der Deiner Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern usw. Nur wurden diese Kinder bestraft, weil sie sich daneben benahmen, in der Schule schlecht abschnitten, Sachen nicht hinkriegten, etc - und daher sowohl als aufmuepfig als auch faul angesehen wurden.

Heute weiss man endlich, dass diese Menschen nichts dafuer koennen, dass sie darunter leiden, dass sie nicht so sein wollen, und dass es ihr Leben extrem erschwert. Ein ADDler kann sein Leben lang ca 4mal so viel Zeit brauchen, um etwas hinzukriegen, wie ein nicht-ADDler. Ziemlich anstrengend, und demotivierend!

Was neu ist, ist der Begriff ADD / ADS / AD(H)D. Klar, die Ursachen des Symptoms sind noch unbekannt. Es wird auch von Experten behauptet, dass sie vielen Facetten von ADD irgendwann mal als verschiedenen neurologische Stoerungen erkannt werden. Momentan kann man aber das, was im Ueberbegriff ADD zusammengafasst wird, mit bestimmten Mitteln in den Griff bekommen. Und dazu gehoert, u.a., Ritalin (ich will mich jetzt nicht als Ritalin - Befuerworter darstellen, dazu weiss ich, wie gesagt, zu wenig darueber).

Aber Du ‚fragst‘, warum ADD gerade in der jetzigen Generation von Kindern auftritt. Ich hab ne Freundin, Lehrerin an ner Hauptschule, die davon ueberzeugt zu sein scheint, dass das eine ‚Modekrankheit‘ ist, und Kindern viel zu schnell das ‚ADD label‘ verpasst wird.

Ich bin da voellig anderer Meinung. Warum meinst Du, das ADD immer haeufiger auftritt, und vor allem in den USA so ‚prevalent‘ ist (sorry, don’t know the German word)?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass man irgendwann mal feststellen wird, dass Diaet entweder in der Verschlimmerung der Symptome, oder sogar als Ausloeser von ADD erkannt wird.
Von Generation zu Generation hat sich unsere Ernaehrung verschlechtert. Manche von uns essen vielleicht mehr Obst und Gemuese, als unsere Vorfahren. Aber leider so vollgespritzt mit Chemikalien (deren Wirkung wir weder kennen, noch untersuchen wollen!), dass manches, was wir fuer gut und gesund halten, wahrscheinlich irre schaedlich ist. Wir essen VIEL mehr zuckerhaltige Nahrung als unsere Vorfahren, viel mehr Zusatzstoffe (E’s), viel mehr Zuckerersatz (Aspartam et al), und viel mehr Weizenmehl, und viel mehr ‚refined‘ als frueher. Nichts vollwertiges. Zusaetzlich essen wir viel weniger Fisch, und viel mehr red meat, als fuer uns gut ist.
Das heisst, wir und unsere Kinder leiden an einem Mangel an omega 3 Fettsaeuren, an Mangel an vitamin B complex, etc etc. Dh, an Naehrstoffen, Vitaminen, Mineralien etc, die fuer einen gesunden Koerper, und ein gesundes Hirn, unersaetzlich sind.
Zusaetzlich wirken Zucker und viele Chemikalien auf unser Gehirn sehr stark ein, setzen sich an den receptors fest, wo sonst Nerven verknuepft wuerden (sorry, das ist SEHR laienhaft ausgedrueckt!!), und richten einen Riesenschaden an.
Wenn Du die durchschnittliche amerikanische Diaet deshalb mit der europaeischen vergleichst, sollte es einen nicht verwundern, dass die Anzahl an ADD Kindern in den USA soviel hoeher ist.

Eine solche Diaet kann dem Kind mehr Schaden (Langzeitschaeden!) anrichten, als die Gabe von Ritalin. Oder mindestens genauso viel. Und ist daher genauso unverantwortlich.

Hoffe, Du kannst auf diese Weise etwas nachvollziehen, warum ADD gerade jetzt auftritt, und keine ‚Modeerscheinung‘ ist.

Ich weiss, dass mein Kommentar nicht unbedingt von Experten unterstuetzt werden wuerde - oder wuerde sogar gerne wissen, was diese davon halten. Aber warte einfach mal ein paar Jahrzehnte - ich bin mir recht sicher, dass sich dies irgendwann mal ziemlich bestaetigen wird. Wichtig ist auf jeden Fall, ADD nicht als Modeerscheinung abzutun, sondern nach den Gruenden zu suchen, warum es jetzt vermehrt auftritt. Was natuerlich zum Teil auch damit zu tun hat, dass man es, wenn es frueher unerkannt blieb, heute diagnostizieren kann.

Gruss, Isabel

Ich möchte allen danken, die zu meiner Frage etwas geschrieben. Ich stelle immer wieder fest wie komplex das Thema ist und wieviele Meinungen es gibt. Einigen Links bin ich nachgegangen und bin mittlerweile auch der Meinung, daß Ritalin NICHT die Lösung ist. Sicherlich hat jedes Medikament so seine Nebenwirkung, aber diese
Nebenwirkungen treten bei Kindern doch immer sehr heftiger auf. Am
Freitag steht wohl ein Arztbesuch an und dann wird entschieden…
Für mich war sehr interessant zu lesen, daß sich ADS auswachsen kann.
Ich hatte das Gegenteil gelesen: einmal und dann für immer (nach dem
Motto: lernen die Kinder heute nicht damit umzugehen, kann man sie
schon als bemitleidenswerte Erwachsene darstellen) Alleine bei der
Vorstellung bekommt man schon Angst. Für meine Nichte hoffe ich,
daß es eine Lösung gibt. Mein Bruder hat sich übrigens auch mit
den hier erschienen Artikeln befaßt und war sehr überrascht. Nochmals
DANKE.

.

).

Das einzige was ich dir anbieten kann ist ein Fragebogen,
aufgrund dessen, man Indizien ablesen kann, wo es liegen
könnte und die man dann konkret allenfalls untersuchen kann.
Wenn u so ein Fragebogen möchtest, mail mich einfach an

Gruss
Beat

Hallo Beat,

leider funktioniert Deine email-Adresse NICHT. Habe es jetzt
4 mal probiert.
Bitte maile mir doch den Fragebogen zu, bin für jede Erkenntnis
dankbar.

Danke!!! Enni

Hallo Enni

solltest ihn bekommen haben

gruss
Beat

Hallo,

ja, Ritalin hilft. Es hilft der Gesellschaft sich dem Problem von „zappeligen“ Kindern nicht ernsthaft stellen zu müssen und das Problem auf innerchemische Prozesse zu schieben.

Fakt ist, bei einigen Kindern wirkt Ritalin so, dass sie ruhiger werden. Andere Methoden, wie Meditation, autogenes Training, weniger Fernseher, mehr Beschäftigung würden auch helfen.

Ich würde meinem Kinde unter keinen Umständen Psychopharmaka in den Hals schieben, wenn nicht 100 Prozent geklärt ist, wie das Zeug letztendlich wirkt.

Es ist wirklich ein gesellschaftliches Problem, möglichst alles per Knopfdruck zu erledigen. Nur nicht nachdenken müssen!

Grüße
Stefan M.