scheiß anwälte

Hi,

Ich bin ganz deiner Meinung, dass hier im Internet keiner das
Maul halten soll. Hier gehts aber nicht um freie
Meinungsäußerung, sondern um das unberechtigte Kopieren(!)
fremder Texte, ohne dass die Autoren, Produzenten etc.
zugestimmt haben oder das ihnen zustehende Entgelt bekommen.

Die Frage ist, wie man Kopieren definiert. Wenn ein Fan sich die CD seiner Helden anhört und dann nach Gehör den Text aufschreibt (mit allen Fehlern, die dabei entstehen können) und ins Netz stellt, sehe ich darin keinen Kopiervorgang. Den würde ich sehen, wenn jemand das Booklet scannt und das Bild dann veröffentlicht.
Zudem glaube ich - im Gegensatz zu dir - dass das Urheberrecht durchaus zur Disziplinierung des Bürgers taugt: es ist für den Laien sehr verschwommen, es werden unerhörte Summen ins Spiel gebracht, die für nicht wenige Menschen den Verlust der bürgerlichen Existenz bedeuten können und die Streitwerte sind dadurch so hoch, dass allein aus Kostengründen keiner sich wehren wird, weil er es nicht bezahlen kann. Und wer weiss denn schon vorher, ob er obsiegen wird?
Wenn dann noch fleißig in der Presse berichtet wird, dass wieder eine Abmahnwelle rollt, werden die Leute präventiv erst mal (fast) gar nichts mehr ins Netz stellen außer dem üblichen „das bin ich und das ist mein Hund“, wobei die Erwähnung der Hunderasse möglicherweise auch eine Abmahnung nach sich ziehen könnte. Weiß ich, ob nicht irgend ein Dösbaddel sich die Rechte an z.B. „Golden Retriever“ gesichert hat? Oder, noch besser, was ist, wenn ich so oder so ähnlich heiße wie irgend ein weltweit operierender Konzern?
Da Konzerne und Politik es bisher nicht geschafft haben, das Internet zu kontrollieren, wird es jetzt halt auf diesem Wege versucht und das durchaus mit einigem Erfolg. Leider!

Viele Grüße
WoDi

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Hi,

Ich bin ganz deiner Meinung, dass hier im Internet keiner das
Maul halten soll. Hier gehts aber nicht um freie
Meinungsäußerung, sondern um das unberechtigte Kopieren(!)
fremder Texte, ohne dass die Autoren, Produzenten etc.
zugestimmt haben oder das ihnen zustehende Entgelt bekommen.

Die Frage ist, wie man Kopieren definiert. Wenn ein Fan sich
die CD seiner Helden anhört und dann nach Gehör den Text
aufschreibt (mit allen Fehlern, die dabei entstehen können)
und ins Netz stellt, sehe ich darin keinen Kopiervorgang.

Hallo,
da ist schon das erste Problem:
Die Rechtsprechung wird sich nicht danach richten, wie sie ein Einzelner gerne hätte, sondern nach den demokratisch beschlossenen Gesetzen.

Zudem glaube ich - im Gegensatz zu dir - dass das
Urheberrecht durchaus zur Disziplinierung des Bürgers taugt:

So wie das Strafrecht, das Erbrecht, das Mietrecht, die Straßenverkehrsordnung, die Schulpflicht und und und…
Ich fühle mich z. B. von jeder roten Ampel übergebührlich diszipliniert! Gemein!

es ist für den Laien sehr verschwommen, es werden unerhörte
Summen ins Spiel gebracht, die für nicht wenige Menschen den
Verlust der bürgerlichen Existenz bedeuten können und die
Streitwerte sind dadurch so hoch, dass allein aus
Kostengründen keiner sich wehren wird, weil er es nicht
bezahlen kann. Und wer weiss denn schon vorher, ob er obsiegen
wird?

Wird er nicht, wenn er gegen das Recht verstoßen hat. Gegenmaßnahme ganz einfach:
Raubkopieren bleiben lassen.

Wenn dann noch fleißig in der Presse berichtet wird, dass
wieder eine Abmahnwelle rollt, werden die Leute präventiv erst
mal (fast) gar nichts mehr ins Netz stellen

Man kann alles, was einem gehört kopieren und ins Netz stellen.
Was einem nicht gehört kann man nicht ins Netz stellen.
Kompliziert oder?

Oder, noch
besser, was ist, wenn ich so oder so ähnlich heiße wie irgend
ein weltweit operierender Konzern?

Wenn dir daraus Schaden entsteht, hast du das Recht, diesem Konzern zu untersagen, deinen Namen zu benutzen. Dabei hilft dir die von dir so geschmähte Rechtsprechung!

Da Konzerne und Politik es bisher nicht geschafft haben, das
Internet zu kontrollieren, wird es jetzt halt auf diesem Wege
versucht und das durchaus mit einigem Erfolg. Leider!

Das ist so, wie wenn sich ein Dieb darüber beklagt, dass die doofe Polizei über Kontrollen ihn daran hindert, dir dein Fahrrad unterm Hintern weg zu klauen.
Ausserdem: Wenn das Internet irgendwann nur noch benutzt wird, um illegale Geschäfte zu machen, bzw. Schaden anzurichten, wird es sich selbst ad absurdum führen und von alleine aus der seriösen Geschäftswelt verschwinden.

Grüße
Günther

Hi,

Die Frage ist, wie man Kopieren definiert. Wenn ein Fan sich
die CD seiner Helden anhört und dann nach Gehör den Text
aufschreibt (mit allen Fehlern, die dabei entstehen können)
und ins Netz stellt, sehe ich darin keinen Kopiervorgang.

da ist schon das erste Problem:
Die Rechtsprechung wird sich nicht danach richten, wie sie ein
Einzelner gerne hätte, sondern nach den demokratisch
beschlossenen Gesetzen.

Inwieweit dieses Gesetz wirklich demokratisch beschlossen wurde, darüber ist sicher der eine oder andere Zweifel angebracht (Lobbyarbeit der Musikindustrie).
Ob das Gesetz zudem nicht auch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzt, darüber schweigst du dich aus.
Es gäbe durchaus auch andere Mittel bzw. Stufen, damit der Urheber zu seinem Recht kommt, das ich nicht bestreite. Er sollte z.B. einen realen Schaden nachweisen müssen, ehe da diese Unsummen auf dem Tisch liegen. Ein freundliches Anwaltsschreiben mit einer, sagen wir, Mahngebühr von 5-10 Euro hätte in 99,9% der Fälle sicher den gewünschten Effekt, nämlich dem Urheber zu seinem Recht zu verhelfen.

Zudem glaube ich - im Gegensatz zu dir - dass das
Urheberrecht durchaus zur Disziplinierung des Bürgers taugt:

So wie das Strafrecht, das Erbrecht, das Mietrecht, die
Straßenverkehrsordnung, die Schulpflicht und und und…
Ich fühle mich z. B. von jeder roten Ampel übergebührlich
diszipliniert! Gemein!

Du bist Anwalt, oder? Es gibt bei den von dir genannten Fällen durchaus Möglichkeiten für den Bürger, sich zu wehren, ohne gleich Haus und Hof aufs Spiel zu setzen.

es ist für den Laien sehr verschwommen, es werden unerhörte
Summen ins Spiel gebracht, die für nicht wenige Menschen den
Verlust der bürgerlichen Existenz bedeuten können und die
Streitwerte sind dadurch so hoch, dass allein aus
Kostengründen keiner sich wehren wird, weil er es nicht
bezahlen kann. Und wer weiss denn schon vorher, ob er obsiegen
wird?

Wird er nicht, wenn er gegen das Recht verstoßen hat.
Gegenmaßnahme ganz einfach:
Raubkopieren bleiben lassen.

Klasse. Jeder weiß natürlich auf Anhieb: das ist eine Raubkopie, das ist eine erlaubte Kopie, ja? Ist es nicht vielmehr so, dass das Gros der Leute, die Songtexte ihrer Helden auf ihre private Homepage gestellt haben, aus allen Wolken fallen, wenn sie dann die sauteure Abmahnung bekommen? Es geht dabei aber nicht um mangelndes Unrechtsbewußtsein (im Sinne von „ist mir scheißegal“), sondern darum, dass sie sogar geglaubt haben, ihrem favorisierten Künstler einen Gefallen zu tun, wenn sie seine Werke verbreiten, dass der sich freut, so rührige Fans zu haben.
Gerade in solchen Fällen wäre eine briefliche Ansprache („vielen Dank für eure Mühe, aber besser ist es, wenn…weil…deshalb lieber nicht“) wirkungsvoller und würde die Leute nicht vergraulen, wie es mittlerweile immer mehr der Fall ist.

Wenn dann noch fleißig in der Presse berichtet wird, dass
wieder eine Abmahnwelle rollt, werden die Leute präventiv erst
mal (fast) gar nichts mehr ins Netz stellen

Man kann alles, was einem gehört kopieren und ins Netz
stellen.
Was einem nicht gehört kann man nicht ins Netz stellen.
Kompliziert oder?

Es wird dann kompliziert, wenn jemand sagt: „Das habe ich doch selbst aufgeschrieben, nach Gehör.“ Ein Verbotsirrtum, würde ich sagen, ok, aber gleich Hunderte von Euro wert? Wohl kaum.

Oder, noch
besser, was ist, wenn ich so oder so ähnlich heiße wie irgend
ein weltweit operierender Konzern?

Wenn dir daraus Schaden entsteht, hast du das Recht, diesem
Konzern zu untersagen, deinen Namen zu benutzen. Dabei hilft
dir die von dir so geschmähte Rechtsprechung!

Du kennst aber die Geschichte mit dem Herrn Shell, oder?
Ich hab’s auf die Schnelle im Web leider nicht gefunden.

Da Konzerne und Politik es bisher nicht geschafft haben, das
Internet zu kontrollieren, wird es jetzt halt auf diesem Wege
versucht und das durchaus mit einigem Erfolg. Leider!

Das ist so, wie wenn sich ein Dieb darüber beklagt, dass die
doofe Polizei über Kontrollen ihn daran hindert, dir dein
Fahrrad unterm Hintern weg zu klauen.

Mit Verlaub: das ist Schwafelei. Mein Verdacht, dass du wohl Anwalt bist (oder einer werden willst/gern einer wärest), verdichtet sich zusehends.

Ausserdem: Wenn das Internet irgendwann nur noch benutzt wird,
um illegale Geschäfte zu machen, bzw. Schaden anzurichten,
wird es sich selbst ad absurdum führen und von alleine aus der
seriösen Geschäftswelt verschwinden.

Das Einstellen von Songtexten auf eine private Homepage kann wohl kaum als illegales Geschäft gewertet werden und wie hoch der entstandene Schaden ist, wurde bisher nicht beziffert. Dürfte wohl auch recht schwierig werden, da genaue Zahlen zu nennen.
Ich denke eher, dass diejenigen, die zurzeit derart massiv gegen diese Leute vorgehen, sich selbst ihr wirtschaftlichs Fundament unter ihren Hintern wegmahnen.
Ein breiter Boykott gegen diese Firmen und notfalls auch gegen die Künstler ist längst überfällig. So geht man mit potenziellen Kunden nämlich nicht um.
Um es noch mal klarzustellen: ich bin dafür, dass jeder für seine Leistung bezahlt wird. Das geschieht hier nicht zuletzt durch GEMA, VG Wort usw.
Ich bin aber dagegen, dass ganze Bevölkerungsschichten kriminalisiert werden, weil sie etwas getan haben, was nicht unbedingt als falsch zu erkennen war.

Viele Grüße
WoDi

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Hallo wodi,

Inwieweit dieses Gesetz wirklich demokratisch beschlossen
wurde, darüber ist sicher der eine oder andere Zweifel
angebracht (Lobbyarbeit der Musikindustrie).

Das URG, wie es heute verstanden wird, hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert. Soviel zum Thema „Lobbyarbeit der Musikindustrie“.

Ob das Gesetz zudem nicht auch den Grundsatz der
Verhältnismäßigkeit verletzt, darüber schweigst du dich aus.

Ein Gesetz kann diesen Grundsatz niemals verletzen. Höchstens seine falsche Anwendung.

Es gäbe durchaus auch andere Mittel bzw. Stufen, damit der
Urheber zu seinem Recht kommt, das ich nicht bestreite. Er
sollte z.B. einen realen Schaden nachweisen müssen, ehe da
diese Unsummen auf dem Tisch liegen.
Ein freundliches Anwaltsschreiben mit einer, sagen wir, Mahngebühr von 5-10 Euro hätte in 99,9% der Fälle sicher den gewünschten Effekt,
nämlich dem Urheber zu seinem Recht zu verhelfen.

Dann könnten wir gleich dazu übergehen, alle Geschäfte von vorn herein zum Gegenstand eines Rechtsstreites zu machen. Gezahlt wird ggf. nur nach Prozeß. Absurd.

Raubkopieren bleiben lassen.

Klasse. Jeder weiß natürlich auf Anhieb: das ist eine
Raubkopie, das ist eine erlaubte Kopie, ja? Ist es nicht
vielmehr so, dass das Gros der Leute, die Songtexte ihrer
Helden auf ihre private Homepage gestellt haben, aus allen
Wolken fallen, wenn sie dann die sauteure Abmahnung bekommen?

Sobald du ein geschütztes Werk unautorisiert verbreitest, bist du im Unrecht. Der Begriff „Copyright“ wird dir nicht fremd sein. Das kann man jedem 10jährigen erklären, dass das Recht zu kopieren nur bei den Autoren ist. Wo ist das Problem?

sondern darum, dass sie sogar
geglaubt haben, ihrem favorisierten Künstler einen Gefallen zu
tun, wenn sie seine Werke verbreiten, dass der sich freut, so
rührige Fans zu haben.

HaHa, das ist ja putzig. Denn entweder halten sie ihre Idole für blöd, oder sie sind selber ziemlich einfach gestrickt, und glauben tatsächlich, eine unentgeltliche „Verbreitung“ ist im Sinne der Künstler, die von der Vermarktung leben! Diese Ausrede ist zu niedrig!

Man kann alles, was einem gehört kopieren und ins Netz
stellen.
Was einem nicht gehört kann man nicht ins Netz stellen.
Kompliziert oder?

Es wird dann kompliziert, wenn jemand sagt: „Das habe ich doch
selbst aufgeschrieben, nach Gehör.“ Ein Verbotsirrtum, würde
ich sagen, ok, aber gleich Hunderte von Euro wert? Wohl kaum.

Das darf er wohl abschreiben. Was er nicht darf ist, es zu VERVIELFÄLTIGEN und zu VERBREITEN! Ein wesentlicher Unterschied.
Und dein „Verbotsirrtum“ zieht auch nicht, denn bei der heutigen breiten Thematisierung der Materie, weiß doch jeder, der einen Computer einschalten kann, worum´s geht.

Das Einstellen von Songtexten auf eine private Homepage kann
wohl kaum als illegales Geschäft gewertet werden

Du musst es so sehen: Ein Diebstahl bleibt auch dann ein solcher, wenn der Dieb das Diebesgut später verschenkt, also keinen Vorteil erzielt hat.

und wie hoch
der entstandene Schaden ist, wurde bisher nicht beziffert.
Dürfte wohl auch recht schwierig werden, da genaue Zahlen zu
nennen.

Das ist bereits geschehen. Es gibt einige seriöse Zahlen von Wirtschaftsinstituten, die den Schaden durch entgangene Verkäufe in Multimillionen-Höhe beziffern. Nachzulesen in den Jahresberichten der GEMA der letzten Jahre und in den Bilanzen aller großen Medienkonzerne.

Ein breiter Boykott gegen diese Firmen und notfalls auch gegen
die Künstler ist längst überfällig. So geht man mit
potenziellen Kunden nämlich nicht um.

Das schreckt die Konzerne nur wenig. Denn wie soll der „Boykott“ aussehen? Etwa: Die Boykottierer wechseln von „Nichtkaufen“ zu „Garnichtkaufen“?

Um es noch mal klarzustellen: ich bin dafür, dass jeder für
seine Leistung bezahlt wird. Das geschieht hier nicht zuletzt
durch GEMA, VG Wort usw.

Verstehe, du meinst die GEMA ist eine irgendwie staatliche Behörde, die Künstler und Autoren bezahlt. Mitnichten: Sie verteilt nur die eingehenden Gelder aus den Verkäufen und sonstiger Verwertung.
Also dann warten wir mal bis die Downloader die entsprechenden Gebühren an die Verwertungsgesellschaften entrichten…

Ich bin aber dagegen, dass ganze Bevölkerungsschichten
kriminalisiert werden, weil sie etwas getan haben, was nicht
unbedingt als falsch zu erkennen war.

Siehe oben!
Es galt und gilt noch: „Unwissenheit schützt nicht vor Strafe“

Grüße
Günther

Hi,

und wie hoch
der entstandene Schaden ist, wurde bisher nicht beziffert.
Dürfte wohl auch recht schwierig werden, da genaue Zahlen zu
nennen.

Das ist bereits geschehen. Es gibt einige seriöse Zahlen von
Wirtschaftsinstituten, die den Schaden durch entgangene
Verkäufe in Multimillionen-Höhe beziffern. Nachzulesen in den
Jahresberichten der GEMA der letzten Jahre und in den Bilanzen
aller großen Medienkonzerne.

Ein Schaden in Multimillionenhöhe durch das Einstellen von ein paar Songtexten - und nur darum geht es hier - auf private Homepages???
Wer hat denn diesen Schaden erlitten? Oder denkst du, dass die Leute, die sich mal so’n Text runterladen, dann die ganze CD nicht mehr kaufen, weil sie das Ganze lieber selber singen?
Oder gibt es gar eine bis dato unbekannte, aber enorm florierende Songtextindustrie, die so Songtextheftchen verkaufen und das nun nicht mehr können? Wobei deren Umsätze sich ja durchaus im Milliardenbereich bewegen müssten, um solche „Verluste“ glaubhaft machen zu können.

Viele Grüße
WoDi

Hallo,
Selbstverständlich ist das der Gesamtschaden, der durch illegale Downloads entstanden ist.
Aber wenn man berechtigterweise gegen Napster und Konsorten vorgeht, kann man das Downloaden von sog. „Privaten Homepages“ nicht tolerieren.
Und wo will man den Trennungsstrich ziehen. Recht ist eben nicht teilbar.

Ein Schaden in Multimillionenhöhe durch das Einstellen von ein
paar Songtexten - und nur darum geht es hier - auf private
Homepages???
Wer hat denn diesen Schaden erlitten? Oder denkst du, dass die
Leute, die sich mal so’n Text runterladen, dann die ganze CD
nicht mehr kaufen, weil sie das Ganze lieber selber singen?

Wie früher schon ausgeführt ist das Musikalische vom Sprachlichen rechtlich nicht zu trennen ( Werkeverbindung).
Selbst wenn die Künstler wohlwollend beide Augen zudrücken, werden sie Vertragsbrüchig, weil die Auswertungsrechte alleine den Herstellern gehören.

Grüße
Günther

Hi,

Wie früher schon ausgeführt ist das Musikalische vom
Sprachlichen rechtlich nicht zu trennen ( Werkeverbindung).

Das glaube ich nicht.
Dann dürfte ich ja nicht mal den Künstlernamen erwähnen und wenn doch, werde ich so behandelt, wie wenn ich MP3s zum Download zur Verfügung stelle?
Zudem darf man dann nicht mal die Trackliste einer CD veröffentlichen.

Das heißt also, dass jeder mit einer eigenen HP vor dem Einstellen irgendwelcher Inhalte besser zum Anwalt geht und sich beraten lässt.
Oder besser gleich seine HP abmeldet, aus Kostengründen.

Selbst wenn die Künstler wohlwollend beide Augen zudrücken,
werden sie Vertragsbrüchig, weil die Auswertungsrechte alleine
den Herstellern gehören.

Ähm…die Künstler sind die Hersteller.

Na ja, ich sehe schon, das bringt alles nichts. Wir dürfen zwar alle fleißig zahlen (Abgaben auf Tonträger, auf Brenner, Kopierer, Scanner usw.), aber nutzen dürfen wir davon gar nichts.
Fein ausgeknobelt, das Ganze. Und es passt durchaus ins Bild, wie ich ja schon weiter oben geschrieben habe.

Viele Grüße
WoDi

Hallo,

Wie früher schon ausgeführt ist das Musikalische vom
Sprachlichen rechtlich nicht zu trennen ( Werkeverbindung).

Das glaube ich nicht.

Das heißt: Der Text eines veröffentlichten, geschützten Werkes gehört untrennbar zur dazugehörigen Musik, und umgekehrt, auch in Sachen Verwertung! Auch an der Instrumentalversion eines Werkes verdient der Originaltexter, so wie der Komponist am abgedruckten Text.

Naja, du mußt du dich kundig machen, denn ob du das glaubst oder nicht, ist irrelevant.

Dann dürfte ich ja nicht mal den Künstlernamen erwähnen und
wenn doch, werde ich so behandelt, wie wenn ich MP3s zum
Download zur Verfügung stelle?
Zudem darf man dann nicht mal die Trackliste einer CD
veröffentlichen.

Doch! Diese Sachen sind nicht schützbar.

Das heißt also, dass jeder mit einer eigenen HP vor dem
Einstellen irgendwelcher Inhalte besser zum Anwalt geht und
sich beraten lässt.

Wenn er sich nicht auskennt, uns evtl. geschützte Werke verbreitet, eindeutig: JA!
Es geht aber auch einfacher:
Was nicht auf seinem Mist gewachsen ist, hat auf seiner Homepage nichts verloren.

Selbst wenn die Künstler wohlwollend beide Augen zudrücken,
werden sie Vertragsbrüchig, weil die Auswertungsrechte alleine
den Herstellern gehören.

Ähm…die Künstler sind die Hersteller.

Sind sie nicht, sondern die Hersteller des Physikalischen Trägers (CD usw.) sind in der Regel die Firmen (Tonträgerindustrie).
Wie gesagt: Mach dich erst mal kundig!

Na ja, ich sehe schon, das bringt alles nichts. Wir dürfen
zwar alle fleißig zahlen (Abgaben auf Tonträger, auf Brenner,
Kopierer, Scanner usw.), aber nutzen dürfen wir davon gar
nichts.

Ach gottchen, du armer Ausgebeuteter, hast auch noch nie eine Kopie von irgendwas gemacht!

Viele Grüße
Günther

hallo ihr lieben poster

zunächst muss ich mich wohl wegen meiner überschrift bei allen rechtsanwälten die an der diskussion teilgenommen haben, entschuldigen. beleidigen wollte ich nicht, wobei ich aber auch nicht die gesamtzahl aller anwälte gemeint habe.
jeder messen sich aber an seinen taten. ob das jetzt wirklich sinn macht, einen z.B. 16jährigen schüler mit vorgefertigten standardschreiben, die jeweils über 1600,- €(pro veröffentlichtem text) kosten, zu bewerfen, mag dahin gestellt sein.
in den postings scheinen ja fachleute am werk zu sein, die das durchaus als respektable rechtsanwaltliche arbeit bezeichen würden. (ihr merkt, ich versuche etwas von der mittlerweile zu BGB-lastigen diskussion weg zu gehen, um wieder zum ausgangsthema zurück zu kehren.
ich glaube auch wenn ich jetzt nicht mehr an einer rechtlich geprägten diskussion teilnehme, dass es den betreibern der hp´s ausschließlich um die freude an der musik geht.
ob dem künstler an meiner lagerfeuermusik (ich habe diese seiten regelmäßig frequentiert) ein schaden entsteht, vermag ich nicht nachzuvollziehen.
ein beispiel:
ich treffe mich regelmäßig mit einem befreundeten pärchen zum doppelkopfspiel. hier tausche ich mit ihm meine „neuesten errungenschaften aus“ (begehe ich vertstösse gegen das urheberrecht, bin ich ein hehler-bitte um mitteilung an meine adresse, sorry für das pathos.
bei unserem letzten treffen zeigte ich ihm meine version von „das gefühl“ von annett louisan, und er kaufte sich die cd. kann man bessere mundpropaganda machen?

zu den postings:
ich habe einen ganzen stapel von songbüchern (ja,ja, ich bin kein krimineller mit einer Nehmer-Mentalität). leider befriedigen diese nicht immer meine Ansprüche. deshalb such ich nach liedern und akkorden um diese „FÜR MICH UND ZUHAUSE NACHZUSPIELEN“.
das internet macht es mir nur einfach, weil es mir viel arbeit abnimmt.
früher habe ich mit meinem freund vor dem plattenspieler gesessen und akkorde und text rausgehört.
(an dieser stelle gruß an andreas, falls er dies liest)
wenn das so ist, dann hör ich eben wieder lieder „raus“.

eine bermerkung sei mir trotz allem gestattet: ob meiner profession kenne ich einige rechtsanwälte , um die es wirtschaftlich nicht besonders gestellt ist. wer mag es ihnen verübeln im internet hp´s nach rechtsbrüchen zu durchforsten, um damit die eigene kasse zu füllen. ob hier der wunsch des betroffenen musikers im vordergrund steht vermag ich nicht zu beurteilen.