Hallo Uwe!
Wieso fühlst Du Dich scheinbar immer angegriffen, wenn ich
etwas schreibe?
Gegenfrage: Kann es sein, daß Du Dich leicht angegriffen fühlst, wenn Dir jemand widerspricht?
Wenn ich Teile dieses Threads ansehe, dann fällt mir auf, daß Du Deinen Mangel an Wissen damit zu verteidigen versuchst, daß Du angeblich selbständig denken kannst, andere - wer auch immer damit gemeint sein soll - aber nur Wissen reproduzieren. Damit machst Du es Dir sehr einfach. Wissen ist eine wichtige Basis, um Sinnvolles schreiben zu können. Das Verweisen auf angeblich selbständiges Denken hat zu sehr den Anschein einer billigen Ausrede für fehlendes Wissen, so daß ich mich herausgefordert fühle, einen Kollegen mal darauf hinzuweisen. Als Kollege müßtest Du doch die Zusammenhänge zwischen Wissen auf der einen Seite und analytischem wie synthetischem Denken auf der anderen Seite kennen.
Wenn Du zu den Leuten gehörst, die „selbst denken“, müßte Dir
doch auch aufgefallen sein,
daß es viele Menschen gibt, die immer nur alles nachplappern
und „Prominente“ zitieren.
Selbst im Alltagsleben ist das „Wie sagte doch schon xxx“ zu
einem geflügelten Wort
geworden. Das mach´ ich selbst ja auch, aber ist doch kein
wirkliches Zeichen für Intelligenz oder Erfahrung (bestenfalls
für ein gutes Gedächtnis
).
Es ging darum, daß Du einen wohlbekannten und alten Standpunkt hier als des Weisheits letzten Schluß verkaufst, Dich mit diesem Standpunkt aber offensichtlich zu wenig auskennst, um auch dessen Schwächen zu berücksichtigen.
Zur Intelligenz noch zwei Dinge: Erinnerst Du Dich an den HAWIE (oder die revidierte Version)? Kennst Du Cattells Intelligenzkonzept? Diese Beispiele dürften Dir zeigen, daß Intelligenz und Wissen sehr wohl etwas miteinander zu tun haben. Hast Du schon einmal etwas von den Stützfunktionen der Intelligenz gehört? Wahrscheinlich nicht, denn sonst würdest Du wissen, daß dem Gedächtnis eine solche Funktion zukommt. Oder läßt Du empirische Forschungsergebnisse auch nicht gelten?
Wenn ich etwas, daß angeblich seit den 60ern weltweit bekannt
ist, unter diesem Namen nicht kenne, ist das nur ein Beweis für
die an den Unis verbreiteten Dogmen (die mir ja auch nicht
gefallen),
Wieso ist Deine mangelnde Kenntnis auf diesem Gebiet ein Zeichen für Dogmen an den Unis?
Die an den Unis verwendete Literatur präsentiert die meisten Standpunkte, die auf dem Gebiet der Klinischen Psychologie und Psychiatrie zu verzeichnen sind. Der Antipsychiatrie-Ansatz ist seit den 60er Jahren bekannt. Ihn findest Du selbst in Lexika dargestellt.
Mir kommen Zweifel daran, ob Du wirklich Psychologie studiert hast. Wie konntest Du eigentlich Psychologie mit Schwerpunkt Parapsychologie in Bochum studieren? Ich dachte, Parapsychologie kann man nur als Nebenfach studieren und das auch nur in Freiburg. Wenn Du „Labeling“ als Personennamen mißverstehst, dann kann es mit Deinem Englisch nicht sehr weit her sein. Für einen Parapsychologen wie für einen Psychologen wäre das ein Ding der Unmöglichkeit, denn Wissenschaftssprache ist Englisch.
Der einzige Grund, warum ich auf die Frage von Robby
geantwortet habe, war der, daß sich sonst niemand die „Mühe“
gemacht hat -
vielleicht, weil sie ja lieber mit mir diskutieren?
Oder weil sie die Mängel in Deiner Argumentation ziemlich schnell herausgefunden und sich darauf gestürzt haben. Dein Standpunkt geriet ja von 3 Seiten unter Beschuß.
Ich denke, wir belassen es dabei.
Mit kollegialem Gruß,
Oliver