Schulzeugnis ungerecht

Hi Alex,

es handelt sich um ein Grundschulzeugnis.
Irgendwo wird meines vielleicht auch noch
rumliegen. Wenn nciht, ist es auch nicht schlimm.
Nachdem ich auf dem Gymnasium war, hat da
kein Hahn danach mehr gekraeht. Ich weiss noch,
dass ich eine gute, aber keine ueberragende
Schuelerin war. Aber einzelne Noten?
Bemerkungen?
Wen interessiert das?
Neulich war im Schulbrett eine Anfrage von
Inselchen ueber die Informationen, die Lehrer
von den Kollegen des Vorjahres haben -
stellt sich heraus: so gut wie keine. Gerade
mal die Noten. Wieso dann also so einen Wirbel,
wegen etwas so Unwichtigem (was noch dazu so
subjektiv ist, dass es kaum als „Boshaftigkeit“
nachzuweisen ist — die Fragerin hat noch keine
von den Formulierungen genannt; nach ihren bisherigen
Postings wuerde es mich nicht wundern, wenn da
viel zu viel hineininterpretiert wurde).

Gruesse
Elke

offtopic
Hallo Inselchen,

Zunächst habe ich auch das HB-Frauchen gegeben *kotz*,
Sobald Kinder etwas aus der Norm fallen, hilft oft nur, auf
Durchzug zu schalten, leider, besonders bei HB.

Wie versteh ich das HB jetzt?
Hochbegabung?
Eine bekannte Zigarettenmarke, die mit einem gezeichneten
Choleriker warb?

Nichts fuer Ungut,
Gruesse
Elke

PS: ansonsten seh ich das genauso wie du

Zunächst habe ich auch das HB-Frauchen gegeben *kotz*,

Wie versteh ich das HB jetzt?
Hochbegabung?
Eine bekannte Zigarettenmarke, die mit einem gezeichneten
Choleriker warb?

Sie meint sicherlich das (heute leider nur noch wenig bekannte) HB-Männchen. :smile:
JoKu

Hi,
Also ich finde das Halbjareszeugnis in der vierten Klasse recht wichtig, da davon die witerführende Schule abhängt. Und gerade in Hamburg ist Gymnasium nicht gleich Gymnasium. Mir sind garade mal ein Paar bekannt, die auch anständige Bildung anbieten. Bei dem Rest gilt: über 100 (kein Scherz!!!) ausgefallene Stunden pro Jahr und ein ziemlicher Mangel an Motivation. Die gute Lehrer, die es in jedem Gymnasium auch gibt werden meist mit Desinteresse konfrontiert und geben doch auf. So, und da die wenige richtig gute Gymnasien auch bekannt sind, werden sie natürlich recht heftig umworben. Um in ein solches zu kommen reicht die blosse Gymnasiealempfehlung nicht.

Was die Bösartigkeit angeht - der absolut erste Satz im Zeugnis ist: " (Name) beteiligt sich teilweise an das Unterrichtsgeschehen". Weiter muss man nicht mehr lesen, oder? Gute Sachen werden mit einem zerknirschten Satz abgetan, der angebliche Tatsache, dass sich das Kind nicht genügent mündlich beteilige wird über eine Halbe Seite gewidmet. Die obere Aussage wird dann in allen möglichen Varianten wiederholt. Aslo, wenn ich, als Schulleiter / in eines guten Gymnasiums meine Schuler frei wählen dürfte, würde ich ein Kind mit solchem Zeugnis sofort ablehnen.

Anderseits hat sich meine Tochter mal beklagt, dass sie sich zwar meldet, nie aber drankommt. Darauf angesprochen sagte die Lererin „Na ja, bei ihr weiss ich ja, dass sie es weiss. Aber melden muss sie sich, auch wenn sie nicht dran kommt.“ Wie lange würde man das aushalten - sich melden wohlwissend dass man soch nie drankommt, - ohne sich dumm vorzukommen?

Und nur noch ein Beispiel: Als sie im Zeugnis für die dritte Klasse auch eine zwei in Mahte bekam obwohl alle Tests und Arbeiten Einser waren, war die Erklärung der Lehrerin (Originalzitat in meiner Anwesenheit!) -„Ach, sie ist doch ein Mädchen. Mädchen sind nun mal nie so gut in Mathe wie Jungs. Und mal ehrlich, sie brauchen Mathe später ja auch nicht.“

Wer beurteilt das Kind falsch? Wie dem auch sei, Ich habe auf direkte Anfrage eine sehr gute Antwort auf meiner Frage bekommen, die mir auch weiter hilft.
Trotzdem finde ich die Diskussion wichtig. Zweifelsohne gibt es auch die „Eislaufmütter“ (die Bezeichnung finde ich köstlich!) aber bedeutet dies, dass man sich für das Recht des eigenes Kindes gar nicht einsetzen darf, ohne gleich als eine solche abgestempelt zu werden? Für mich es bezeichnend, dass fast nur Menschen, die ähnliche bittere Erfahrungen gemacht haben es überhaupt für möglich gehalten haben, dass vielleicht doch ich Recht habe und nicht die Lehrerin. Eine grosse Mehrheit war mit Floskeln, Vorurteilen, Unterstellungen und gar Beleidigungen sofort zu Stelle. An allen, die sich hier angesprochen fühlen: nehmt euch bitte mindestens dieses Mal Zeit zum Denken!

Grüße und Dank für alle Beiträge: Marina

Hi Joku,

Sie meint sicherlich das (heute leider nur noch wenig
bekannte) HB-Männchen. :smile:

Du hast das zweite HB ueberlesen :wink:

Sobald Kinder etwas aus der Norm fallen, hilft oft nur, auf
Durchzug zu schalten, leider, besonders bei HB.

*Lochbuddel*

Hallo Inselchen,

Hallo Elke,

danke für den Hinweis !

Zunächst habe ich auch das HB-Frauchen gegeben *kotz*,
Sobald Kinder etwas aus der Norm fallen, hilft oft nur, auf
Durchzug zu schalten, leider, besonders bei HB.

Wie versteh ich das HB jetzt?
Hochbegabung?
Eine bekannte Zigarettenmarke, die mit einem gezeichneten
Choleriker warb?

Mir ist die Zweideutigkeit an dieser Stelle nicht aufgefallen. Ja, ich meinte das cholerische HB-Männchen, die Werbefigur dieser Zigarettenmarke (wahrscheinlich gibt es dieses Männchen inzwischen gar nicht mehr *Nichtraucherbin*).

Verlegene Grüße :wink:,

Inselchen

Hallo Marina,

auch wenn hier die Meisten meinen, du sollst dich nicht aufregen. So sehe ich das schon etwas anders. Dein Kind ist nicht dumm und versteht durchaus, was in dieser Beurteilung drin steht. Hier sollte gehandelt werden. Ich denke, es gibt nichts schlimmers für eine Mutter, wenn durch solche Intrigen (Mobbing - was anderes ist es in meinen Augen nicht) und falsches Handeln ein Vertrauensbruch zum Kind entsteht.

Nur mal als kleine Geschichte zum Schmunzeln. Eines Tages schrieb die Lehrerin meiner Tochter „sie würde sich als Wiederkäuer im Unterricht betätigen“ gemeint war ein Kaugummi. Ich fragte sie darauf hin, ob sie der Meinung wäre, dass meine Familie zu der Kategorie „Rindviecher“ gehöre. Ab da an war Ruhe.

Hallo Marina,

ich finde auch, Du solltest Dich „wehren“. Ein Anknüpfungspunkt wäre doch der von Dir beschriebene Eingangssatz, dass sich Deine Tochter nicht genügend am Unterricht beteiligt. Wenn sie im Gegenzug aber lauter Einser hat, ist das absolut unschlüssig, denn in der Grundschule setzt sich die Note ja zum überwiegenden Teil aus der mündlichen Arbeit und nur zum geringeren Teil aus der schriftlichen Arbeit zusammen. Hier besteht meines Erachtens eine Diskrepanz.

Führe ein anfragendes Gespräch im Beisein des Direktors.

Das ist jedenfalls mein Tipp,

liebe Grüße
Jana

Danke an alle
Danke für die rege Beteiligung an die Diskussion. Ich habe viele hilfreiche Anregungen bekommen.
Grüsse: Marina