Huhu Kroeti,
*grins* also ich finde schon, dass sich das „lohnt“. Allerdings kommt es natürlich drauf an, in welcher Hinsicht es sich lohnt.
- menschlich: wie halt bei jedem Umzug mit allen Vor- und Nachteilen, als da wären einerseits Erweiterung des Horizonts, andererseits auch die Notwendigkeit, einen neuen Freundeskreis aufzubauen. Zudem kommen noch gewisse Unterschiede in der Mentalität (ich sag nur schweizer Humor *grrrr*), die Du aber in ählicher Weise hast, wenn Du von einem Ende in Deutschland zum anderen ziehst
- finanziell: hmm, das ist natürlich schwer zu sagen.
Als ich seinerzeit nach Österreich gegangen bin, war das Lohnniveau minimal niedriger, dafür etwas weniger Steuern, so dass es unterm Strich aufs gleiche rauskommt. Nach einem kurzen Zwischenspiel in Deutschland hatte ich den Eindruck, dass in vielen Bereichen die Löhne in D unter die in Ö gepurzelt sind. Aber das ist ein sehr subjektiver Eindruck.
In der Schweiz sieht das ganz anders aus: die Lohnsummen lesen sich traumhaft. Aber: 40-Stunden in der Woche sind üblich und auch 25 Tage Urlaub. Sprich, das solltest gegenrechnen gegen normale (immer noch?) deutsche 30 Tage Urlaub und 35 Wochenstunden. Allerdings sind auch die Lebenshaltungskosten (Miete, Essen, Fortgehen) teuer als in Deutschland. Nicht mehr so tragisch viel wie zu DM-Zeiten, aber beim Metzger schlucke ich jedesmal tief
Dafür ist das Benzin billiger (darf ich das jetzt sagen ohne gesteinigt zu werden? 1 l Super 1,06 Euro).
(wink Petzi – aber Du hast ja Hochschulabschluss, wenn
ich mich nicht täusche, also immer gebraucht)
*grins* Immer gebraucht ist gut
Nee, im Ernst, in beiden Ländern ist die Arbeitslosigkeit nicht (bzw. im Fall der Schweiz bei weitem nicht) so schlimm wie in Deutschland. Sprich, es ist halt bei 3% Arbeitslosigkeit leichter was zu finden als bei 15%
Ich stelle mir so einen Bruch für 1-3 Jahre (oder für immer)
als sehr bereichernd vor, halt andere Menschen, andere
Mentalität und Arbeitsklima.
Das auf jeden Fall - und ich meinerlicherseits würde auch nicht mehr nach D zurück wollen. Aber Du solltest Dir im klaren sein, dass „normale“ Behördengänge zum Teil lustig werden
Grad so Dinge wie Personalausweis und sowas (dazu schrob ich ja erst gestern was an simon bei den allgemeinen Rechtsfragen). Ausserdem wird mit Sicherheit Deine Rente spannend. Denn wenn Du im Ausland lebst und auch bei einer ausländischen Firma angestellt bist dann zahlst Du natürlich in die dortige Rentenkasse ein und erwirbst auch dort Ansprüche. Heisst im Umkehrschluss, dass Du nicht in die deutsche Rentenkasse einzahlst. Das ist nicht weiters tragisch, es sollte Dir nur klar sein, dass Du am Tage x dann auch noch eine Überweisung aus dem Ausland bekommst 
Ach - noch was: einige deutsche Firmen und so haben ein Problem, wenn Du nur ne Adresse im Ausland hast. Eventuell empfiehlt es sich, für Banken und sowas eine Postadresse in Deutschland (bei Eltern oder Freunden) zu erhalten. Genauso ist ein deutsches Konto oft von Vorteil, gerade bei so Sachen wie Amazon oder Ebay. (Für Österreich - da EU - nicht so tragisch wie die Schweiz wo alles Auslandsüberweisungen sind.)
Anlaufstellen? Ähm, die liefere ich nach, okay? Da hab ich schon vor längerer Zeit mal ne Linkliste zusammengestellt, aber an die komm ich grad nicht ran. Aber das läuft auf dem ganz normalen Weg entweder über Zeitungen, Personaldienstleister (grad in der Schweiz sehr aktiv) und Internet-Jobbörsen. Und natürlich über Internetseiten der Firmen. Ich hab immer ganz normale Bewerbungen geschrieben, identisch mit den „deutschen“ und das war kein Problem
Ansonsten fällt mir für die Schweiz noch http://www.hallo-schweiz.ch/ ein. Das ist ein Forum, wo sich lauter so ausgewanderte Deutsche rumtreiben 
*wink* und mail Bescheid, wenn Du noch Fragen hast
Petzi
PS: An FAQier: soll ich meine gesammelten Ergüsse mal in ner FAQ zusammenschreiben?